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Paddlmädchen
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Sammelthema
Hallo zusammen,

Mich würde mal interessieren, wie euer Alltag mit der Angst so abläuft. Ich habe den Eindruck, bei mir scheint das anders zu sein....

Also: ich habe sehr selten PA's. Dieses Jahr drei. Habe auch kaum körperliche Symptome. Hauptsächlich tragbare Angst und schreckliche, unkontrollierbare Gedanken. Selten mal zitternde Beine.

Das, was mich mehr belastet ist das, was danach kommt. Ich habe oft wochenlang Nachwehen. Ein permanenten Angstgefühl, das mich täglich begleitet und starke Probleme mit Magen und Darm. Bis es irgendwann weg ist. Etwas weg bleibt und dann irgendwann von vorne los geht.

Teilweise dauern diese "Episoden" 2 Wochen. Manchmal aber auch 2 Monate.

Wie ist das bei euch? Ich lese oft raus, dass viel hauptsächlich PA's haben. Diese Dauerangst, oder allgemein die Angst ihren Alltag gar nicht so sehr begleitet.

Bin gerade in einer sehr guten Phase und kämpfe und hoffe natürlich, dass das so bleibt.

Freue mich über Eier Feedback.

21.02.2020 #1


70 Antworten ↓
Hotin

Hotin
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Zitat von Angsthase311:
Liebe Mitglieder,ich bin ja momentan extrem in meiner Angst vor Tollwut gefangen und daher wollte ich mal fragen ob es jemand genauso geht und wie ihr mit der Sache umgehen könnt. Gerade der Alltag macht mir voll zu schaffen. Ich wasche mir so oft die Hände das ich heute zum Arzt musste. Hab eine arge Dermatitis oder wie das heißt und muss jetzt Cortisonsalbe nehmen. Aber wie immer. Das ist mir total egal. Derweil ist das Realität.Oh man. Wann werde ich endlich wieder normal sein.


Hallo Angsthase,

wenn Du wissen möchtest, wem es ähnlich geht wie Dir, dann brauchst Du nur hier mitzulesen.
Jedem Dritten oder Vierten geht es ähnlich wie Dir.

Zitat:
Egal wo ich Flüssigkeit sehen. Immer denke ich an Tollwut. Und ich hab eigentlich das Gefühl meine
ganze Wohnung ist kontaminiert mit dem Käse.


Du hast Dich bei Deinen Ängsten eben für "Tollwut" entschieden. Andere haben sich etwas anderes
ausgedacht.

Wofür steht denn Deine Angst in Wirklichkeit? Was hat Dich im Leben so belastet, dass Du Dich in
diese Angst hineingesteigert hast?
Fällt Dir dazu irgendetwas ein? Was gab es so schlimmes in Deinem Leben, dass Dir Dein
Selbstbewusstsein angeschlagen hat?

Viele Grüße

Bernhard

20.02.2020 01:49 • x 2 #63


Zum Beitrag im Thema ↓

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Euer Alltag mit der Angst

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Darky37
Gast

Hallo Angsthase,

Erstmal willkommen im Forum. Ich weiss genau, wie du dich fühlst wegen dem Waschzwang. Nur habe ich keine Angst vor Tollwut, sondern vor HIV und Bakterien allgemein. Ich rede mir beispielsweise immer ein, wenn ich irgendwo etwas rotes sehe (Dreck etc. An Gegenständen zum Beispiel) dass es Blut ist oder war und kriege dann oft noch Panik, mich zu infizieren. Habe deswegen früher auch mega oft meine Wohnung wie wild geputzt, meist einen halben Tag um das Gefühl zu haben, alles ist klinisch rein. Momentan habe ich den putzzwang abgestellt aber das ständige Händewaschen macht mir zu schaffen. Gerade sind auch meine Hände wieder total rissig und tun weh. Ich habe neurodermitis schon vorher gehabt (das meinst du sicherlich) und an den Händen hat es sich durch das viele waschen und stress herauskristallisiert. Ich wasche mir immer die Hände, wenn ich denke, sie könnten kontaminiert sein von irgendwelchem Dreck. Manchmal Ekel ich mich auch vor Sachen, wo ich weiss, dass ich sie nicht angefasst habe, aber der Ekel bleibt bis heute. (zum Beispiel wenn ich draußen an fremden Müll auf der strasse vorbeigehe). Ich wasche mir gefühlt 24/7 die Hände, auch wenn ich weiss, dass es unnötig ist aber der Zwang sagt "tu es!".

Es gibt gute und schlechte Tage, wo der Zwang entweder fast ganz weg ist oder ständig da ist und auch die Gedanken drum kreisen. Also, du bist nicht allein!

LG,

Darky37

19.02.2020 23:50 • x 1 #61


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Sorry. Mit Handy geschrieben.

Soll natürlich heißen unsagbare Angst.... Und EUER Feedback. Smile

Und, was ich noch sagen wollte: oft ist zwischen der einen und der nächsten schlechten Phase ein paar Wochen, ich hatte aber auch schon Monate dazwischen.

#2


P
Es scheint auch, dass einige hier ständig PA's haben. Wenn diese aber vorbei sind, sind sie eben vorbei. Ist das so oder hört sich das nur so an?

#3


P
Ich würde mich sehr über Feedback freuen.

#4


P
Meine Angst ist seit September komplett weg.

Bisher war es also das dritte mal so, dass die Angst kam, etwas -diesmal etwas länger- blieb und sich dann wieder komplett verabschiedete.

Wie ist das bei euch? Ist die Angst immer da? Phasenweise? Wie lebt ihr damit?

#5


HomeGirl89
Aktuell kotzt sich meine Angst seit April wieder aus.
Ich hab Panikattacken zeitweise. Auch das mal mehr und mal weniger.
Dieses durchgehend unruhig sein ist wie so ein innerliches Brodeln. Eine Mischung aus der Angst vor der Angst und der innerlichen Erwartung: Kommt eine Attacke oder bleibt es beim unruhig sein.

#6


P
Also hast du auch ein konstantes Angst- bzw. Unwohlsein?
Täglich? Wird es im Laufe der Zeit besser?

#7


HomeGirl89
ja bei mir ist es täglich da das unwohlsein. Es kann mal ein paar Stunden besser sein aber meistens nur wenn ich gut abgelenkt bin.

Es wird besser wenn ich mich ablenke. Dann denke ich auch mal ein paar Minuten nicht daran.
Es wird besser, ich hab gute und schlechte Tage. An guten Tagen geht es auch mal ohne Panikattacken. An schlechten Tagen funktioniert auch mal gar nichts und ich denke NUR noch an die Angst. Irgendwann denkt man auch man dreht durch aber das passiert nicht.

#8


W
Hallo,

ich habe dieses ständige Angespanntsein auch. Morgens sehr stark, gegen Abend läßt es meist nach.
Mal ist es kaum zum Aushalten, mal fast nicht zu spüren. Aber immer irgendwie in Lauerstellung.

#9


HomeGirl89
@ willhelm: genau das bringt es exakt auf den Punkt. Lauerstellung...
Man traut sich selbst irgendwie nicht mehr...

#10


A
Also bei mir kommt es nur noch kurz,ich bekomm ansgt fang das weinen an Telel mit meiner Mutter und die rede ruhig auf mich eine und dan geh ich in die Tagesklinik und rede mit meiner betreurerin.Früher hätte ich mich immer zum Artz geschleppt oder mich in Kh bringen lassen aber das ist zum glück nicht mehr der fall:)

#11


W
Genau, das Vertrauen und die Leichtigkeit sind irgendwie weg. Wie bekommt man das wieder? Das ist die Frage.
Blödes Kopfkino. Das verstärkt es nur.

#12


HomeGirl89
Ja wie man das wieder bekommt frage ich mich auch. Und ich fand es auch erstaunlich wie schnell ich mein vertrauen in mich selbst verloren hatte. meine Therapeutin sagt ich muss zb lernen das Dinge die auch mal normal laufen auch Fortschritte sind und das ich positiver denken muss. Sie sagt ich denke durch die Angst natürlich immer ängstlich und negativ. Umso mehr ich positiver denke und Erfolge erkenne würde ich mir auch wieder vertrauen lernen.

#13


V
Das mit der Lauerstellung kenn ich auch, man traut dem Frieden einfach nicht (wenn er mal da ist). Hab aber mal die Erfahrung gemacht, dass das weniger wurde, wenn erstmal ein paar Erfolgserlebnisse da waren. Klappte nicht nach dem ersten Mal, aber wenn man Glück hat und sich viele erarbeitet (oder durch Zufall welche erlebt) hat das schon enormen Einfluss. Man hat zwar immer son bisschen im Hinterkopf, dass es jederzeit wieder passieren könnte, aber bei mir ist es wesentlich besser geworden. Diese Erwartung einer PA wurde erträglicher.

#14


HomeGirl89
Kennt ihr das denn auch, dass in der Lauerstellung oft das Gefühl da ist "es geht los" und dann ist es nach dem Schreck wieder vorbei und die Lauerstellung kommt wieder?
Und habt ihr auch Probleme damit erfolge zu erkennen weil man eher froh ist das die Situation rum ist?

#15


V
Zitat von HomeGirl89:
Und habt ihr auch Probleme damit erfolge zu erkennen weil man eher froh ist das die Situation rum ist?

Aber hallo Mr. Green Ich tu mich auch gern schwer damit, etwas generell als Erfolg zu verbuchen, was mich trotzdem ganz schön zurückwirft (emotional). Oder wofür ich meinem Betreuer in der TK damals am liebsten immer eine geschmiert hätte war der Satz "Jeder Rückfall ist ein Fortschritt." Find ich bis heute fürchterlich, den Spruch.

#16


P
Bei mir ist es aber tatsächlich so.
Ich bekomme ne leichte PA oder eben einfach nur enorm Angst. Das wird innerhalb von Stunden schon besser. Dann bleibt die Anspannung und Dauerangst mal schlimmer mal besser über Wochen. Diesmal sogar Monate.

Und plötzlich ist es weg. Und ich bin wirklich ganz befreit und unbeschwert. Nichts kann mir was.

Und das versuche ich gerade zu verstehen. Was da vor sich geht. Wie das plötzlich verschwinden kann. Damit ich auch was dazu tun kann. Die therapeutin meint, mein Gehirn hätte die Angst dann wieder verlernt. Also die Dauerangst zumindest. Aber wie?

#17

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HomeGirl89
Vielleicht passiert das unterbewusst. Gerade wir Paniker bekommen für viel Sachen ja irgendwie keine Erklärung die wir akzeptieren können oder wollen Smile

#18


V
Zitat von Paddlmädchen:
Die therapeutin meint, mein Gehirn hätte die Angst dann wieder verlernt. Also die Dauerangst zumindest. Aber wie?


Wenn du das rausgefunden hast, lass es uns bloß wissen Mr. Green
Hatte sone völlig beschwerdefreie Zeit Anfang 09, allerdings unter Fluctin. Da war alles so, wie vorher, als wäre nie was gewesen, Ich hab mich da aber nicht gefragt, wie das jetzt sein kann, sondern hab die Sau raus gelassen Wink Dann sind meine Leberwerte wegen dem Fluctin durch die Decke geschossen, ich musste es absetzen und durfte ganz von vorne anfangen. Aber die paar Monate Ruhe waren einfach genial Mr. Green

#19


A
Also wichtig ist

Kein Googeln! den dan wird es wieder schlimmer

Dan sollte man genau nachdenken wie hoch die warscheinlickeit ist an Was weiss ich zu erkranken,Meine Oma hate Bauchspeicheldrüsenkrebs das war so eine knack punkt dazu noch der ganze stress auf der Arbeit und das Fass läuft über.Aber ich hab mich dan selbst gefragt wie hoch es ist dran zu erkranken und dan würde meine Ansgt zur Wut über das alles hier.Wut auf meine Arbeit die ich hatte und das es mich so kapput gemacht hat und Wut drüber das ich mich einfach so habe fallen lasse.Ich hab mit meiner Betreuerin gesprochen und ich war erschrocken was aus mir geworden ist.

Was das Lauern angeht das war abend bei mir sehr schlimm ,aber es hat sich gelegt weil es bringt einen nix es macht einen Kapput.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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