Paddlmädchen

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Hallo zusammen,

Mich würde mal interessieren, wie euer Alltag mit der Angst so abläuft. Ich habe den Eindruck, bei mir scheint das anders zu sein....

Also: ich habe sehr selten PA's. Dieses Jahr drei. Habe auch kaum körperliche Symptome. Hauptsächlich tragbare Angst und schreckliche, unkontrollierbare Gedanken. Selten mal zitternde Beine.

Das, was mich mehr belastet ist das, was danach kommt. Ich habe oft wochenlang Nachwehen. Ein permanenten Angstgefühl, das mich täglich begleitet und starke Probleme mit Magen und Darm. Bis es irgendwann weg ist. Etwas weg bleibt und dann irgendwann von vorne los geht.

Teilweise dauern diese "Episoden" 2 Wochen. Manchmal aber auch 2 Monate.

Wie ist das bei euch? Ich lese oft raus, dass viel hauptsächlich PA's haben. Diese Dauerangst, oder allgemein die Angst ihren Alltag gar nicht so sehr begleitet.

Bin gerade in einer sehr guten Phase und kämpfe und hoffe natürlich, dass das so bleibt.

Freue mich über Eier Feedback.

15.10.2014 10:37 • 08.10.2019 #1


58 Antworten ↓


Paddlmädchen


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Sorry. Mit Handy geschrieben.

Soll natürlich heißen unsagbare Angst.... Und EUER Feedback.

Und, was ich noch sagen wollte: oft ist zwischen der einen und der nächsten schlechten Phase ein paar Wochen, ich hatte aber auch schon Monate dazwischen.

15.10.2014 10:45 • #2


Paddlmädchen


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Es scheint auch, dass einige hier ständig PA's haben. Wenn diese aber vorbei sind, sind sie eben vorbei. Ist das so oder hört sich das nur so an?

15.10.2014 12:53 • #3


Paddlmädchen


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Ich würde mich sehr über Feedback freuen.

16.10.2014 13:37 • #4


Paddlmädchen


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Meine Angst ist seit September komplett weg.

Bisher war es also das dritte mal so, dass die Angst kam, etwas -diesmal etwas länger- blieb und sich dann wieder komplett verabschiedete.

Wie ist das bei euch? Ist die Angst immer da? Phasenweise? Wie lebt ihr damit?

22.10.2014 17:14 • #5


HomeGirl89

HomeGirl89


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Aktuell kotzt sich meine Angst seit April wieder aus.
Ich hab Panikattacken zeitweise. Auch das mal mehr und mal weniger.
Dieses durchgehend unruhig sein ist wie so ein innerliches Brodeln. Eine Mischung aus der Angst vor der Angst und der innerlichen Erwartung: Kommt eine Attacke oder bleibt es beim unruhig sein.

22.10.2014 17:24 • #6


Paddlmädchen


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Also hast du auch ein konstantes Angst- bzw. Unwohlsein?
Täglich? Wird es im Laufe der Zeit besser?

22.10.2014 17:27 • #7


HomeGirl89

HomeGirl89


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ja bei mir ist es täglich da das unwohlsein. Es kann mal ein paar Stunden besser sein aber meistens nur wenn ich gut abgelenkt bin.

Es wird besser wenn ich mich ablenke. Dann denke ich auch mal ein paar Minuten nicht daran.
Es wird besser, ich hab gute und schlechte Tage. An guten Tagen geht es auch mal ohne Panikattacken. An schlechten Tagen funktioniert auch mal gar nichts und ich denke NUR noch an die Angst. Irgendwann denkt man auch man dreht durch aber das passiert nicht.

22.10.2014 17:30 • #8


Willhelm


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Hallo,

ich habe dieses ständige Angespanntsein auch. Morgens sehr stark, gegen Abend läßt es meist nach.
Mal ist es kaum zum Aushalten, mal fast nicht zu spüren. Aber immer irgendwie in Lauerstellung.

22.10.2014 17:30 • #9


HomeGirl89

HomeGirl89


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@ willhelm: genau das bringt es exakt auf den Punkt. Lauerstellung...
Man traut sich selbst irgendwie nicht mehr...

22.10.2014 17:31 • #10


Akiyra


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Also bei mir kommt es nur noch kurz,ich bekomm ansgt fang das weinen an Telel mit meiner Mutter und die rede ruhig auf mich eine und dan geh ich in die Tagesklinik und rede mit meiner betreurerin.Früher hätte ich mich immer zum Artz geschleppt oder mich in Kh bringen lassen aber das ist zum glück nicht mehr der fall:)

22.10.2014 17:39 • #11


Willhelm


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Genau, das Vertrauen und die Leichtigkeit sind irgendwie weg. Wie bekommt man das wieder? Das ist die Frage.
Blödes Kopfkino. Das verstärkt es nur.

22.10.2014 17:50 • #12


HomeGirl89

HomeGirl89


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Ja wie man das wieder bekommt frage ich mich auch. Und ich fand es auch erstaunlich wie schnell ich mein vertrauen in mich selbst verloren hatte. meine Therapeutin sagt ich muss zb lernen das Dinge die auch mal normal laufen auch Fortschritte sind und das ich positiver denken muss. Sie sagt ich denke durch die Angst natürlich immer ängstlich und negativ. Umso mehr ich positiver denke und Erfolge erkenne würde ich mir auch wieder vertrauen lernen.

22.10.2014 17:54 • #13


VanNelle


Das mit der Lauerstellung kenn ich auch, man traut dem Frieden einfach nicht (wenn er mal da ist). Hab aber mal die Erfahrung gemacht, dass das weniger wurde, wenn erstmal ein paar Erfolgserlebnisse da waren. Klappte nicht nach dem ersten Mal, aber wenn man Glück hat und sich viele erarbeitet (oder durch Zufall welche erlebt) hat das schon enormen Einfluss. Man hat zwar immer son bisschen im Hinterkopf, dass es jederzeit wieder passieren könnte, aber bei mir ist es wesentlich besser geworden. Diese Erwartung einer PA wurde erträglicher.

22.10.2014 17:56 • #14


HomeGirl89

HomeGirl89


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Kennt ihr das denn auch, dass in der Lauerstellung oft das Gefühl da ist "es geht los" und dann ist es nach dem Schreck wieder vorbei und die Lauerstellung kommt wieder?
Und habt ihr auch Probleme damit erfolge zu erkennen weil man eher froh ist das die Situation rum ist?

22.10.2014 17:59 • #15


VanNelle


Zitat von HomeGirl89:
Und habt ihr auch Probleme damit erfolge zu erkennen weil man eher froh ist das die Situation rum ist?

Aber hallo Ich tu mich auch gern schwer damit, etwas generell als Erfolg zu verbuchen, was mich trotzdem ganz schön zurückwirft (emotional). Oder wofür ich meinem Betreuer in der TK damals am liebsten immer eine geschmiert hätte war der Satz "Jeder Rückfall ist ein Fortschritt." Find ich bis heute fürchterlich, den Spruch.

22.10.2014 18:02 • #16


Paddlmädchen


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Bei mir ist es aber tatsächlich so.
Ich bekomme ne leichte PA oder eben einfach nur enorm Angst. Das wird innerhalb von Stunden schon besser. Dann bleibt die Anspannung und Dauerangst mal schlimmer mal besser über Wochen. Diesmal sogar Monate.

Und plötzlich ist es weg. Und ich bin wirklich ganz befreit und unbeschwert. Nichts kann mir was.

Und das versuche ich gerade zu verstehen. Was da vor sich geht. Wie das plötzlich verschwinden kann. Damit ich auch was dazu tun kann. Die therapeutin meint, mein Gehirn hätte die Angst dann wieder verlernt. Also die Dauerangst zumindest. Aber wie?

22.10.2014 18:03 • #17


HomeGirl89

HomeGirl89


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Vielleicht passiert das unterbewusst. Gerade wir Paniker bekommen für viel Sachen ja irgendwie keine Erklärung die wir akzeptieren können oder wollen

22.10.2014 18:04 • #18


VanNelle


Zitat von Paddlmädchen:
Die therapeutin meint, mein Gehirn hätte die Angst dann wieder verlernt. Also die Dauerangst zumindest. Aber wie?


Wenn du das rausgefunden hast, lass es uns bloß wissen
Hatte sone völlig beschwerdefreie Zeit Anfang 09, allerdings unter Fluctin. Da war alles so, wie vorher, als wäre nie was gewesen, Ich hab mich da aber nicht gefragt, wie das jetzt sein kann, sondern hab die Sau raus gelassen Dann sind meine Leberwerte wegen dem Fluctin durch die Decke geschossen, ich musste es absetzen und durfte ganz von vorne anfangen. Aber die paar Monate Ruhe waren einfach genial

22.10.2014 18:06 • #19


Akiyra


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Also wichtig ist

Kein Googeln! den dan wird es wieder schlimmer

Dan sollte man genau nachdenken wie hoch die warscheinlickeit ist an Was weiss ich zu erkranken,Meine Oma hate Bauchspeicheldrüsenkrebs das war so eine knack punkt dazu noch der ganze stress auf der Arbeit und das Fass läuft über.Aber ich hab mich dan selbst gefragt wie hoch es ist dran zu erkranken und dan würde meine Ansgt zur Wut über das alles hier.Wut auf meine Arbeit die ich hatte und das es mich so kapput gemacht hat und Wut drüber das ich mich einfach so habe fallen lasse.Ich hab mit meiner Betreuerin gesprochen und ich war erschrocken was aus mir geworden ist.

Was das Lauern angeht das war abend bei mir sehr schlimm ,aber es hat sich gelegt weil es bringt einen nix es macht einen Kapput.

22.10.2014 18:06 • #20




Dr. Reinhard Pichler

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