App im Playstore
Pfeil rechts
15

MrsNight

MrsNight
Mitglied

101
3
98
Guten Tag an alle 😊

Hier eine Austauschgruppe für Emetophobie. Für alle die, die daran leiden oder am Austausch interessiert sind, egal ob akut oder generell, egal ob man mitreden oder von sich erzählen möchte!

26.01.2026 x 1 #1


26 Antworten ↓


Yuber
Zwar habe ich keine Phobie aber ich hasse Erbrechen. Gibt für mich kein hässlicheres Gefühl als das und war für mich das schlimmste der Gefühle, als ich mir mal den Norovirus eingefangen habe.

x 1 #2


A


Emetophobie - Austauschgruppe

x 3


MrsNight
@Yuber absolut verständlich da ein Norovirus ja viel stärker sein kann als ein normaler MagenDarm Infekt glaube ich. Gut, dass du den überstanden hast und man sich zum Glück nicht oft mit dem Virus ansteckt 😐

x 3 #3


Abendschein
Zitat von Yuber:
Zwar habe ich keine Phobie aber ich hasse Erbrechen. Gibt für mich kein hässlicheres Gefühl als das und war für mich das schlimmste der Gefühle, ...

Ich hatte auch einmal den Norovirus und das war wirklich schlimm, zumal ich nicht Erbrechen kann.

#4


-juli
Ich habe keine fest diagnostizierte Phobie, aber hatte eine Zeit lang mal eine Gastritis, die mit heftiger Übelkeit über Monate hinweg verbunden war und dadurch musste ich mich teilweise auch übergeben. Seitdem habe ich bei jedem bisschen Übelkeit Angst, dass es nochmal über eine so lange Zeit gehen könnte.

Ich habe damals leider keine symptomatische Behandlung erhalten und wollte nicht auf eigene Faust monatelang Medikamente aus der Apotheke einnehmen. Als dann die Magenspieglung stattfand, war sie schon fast wieder ausgeheilt. Aber diese Zeit hat sich gedanklich extrem festgesetzt und Magen-Darm fand ich schon als Kind beängstigend.

x 1 #5


MrsNight
@-juli kann dich sehr gut verstehen wie sich sowas gedanklich festsetzt. Ich weiß aktuell noch nicht woher das wirklich kam oder ob überhaupt durch was bestimmtes, aber auch als Kind weiß ich fand ich das Thema schon schlimm. Hatte allerdings nie Angst wenn mir nicht übel war. Also nie dieses: was wäre wenn - Gedanken. Bis mir in der Pubertät öfter schlecht durch Kreislaufzusammenbrüche wurde. Und das sooft dass es eben in den unpassendsten Momenten kam. Irgendwo beim Shoppen, irgendwo beim Essen obwohl ich gerade noch Hunger hatte. Und danach blieben die Gedanken wie bei dir. Hat sich dann aber durch einen Trigger und einer Sozial Phobie circa 2017 verschlimmert bzw kam wieder hoch.

x 1 #6


MrsNight
@Abendschein darf ich fragen wieso du nicht erbrechen kannst? Ist das körperlich bei dir nicht möglich?

#7


-juli
@MrsNight

Erbrechen fühlt sich auch immer an wie ein extremer Kontrollverlust. Ich glaube, dass sich die Angst nicht so festgesetzt hätte, wenn ich symptomatisch behandelt worden wäre, aber gut, dann wäre sie vielleicht anders entstanden. Mir ist es auch in ungünstigen Situationen passiert. Ich war damals in der Oberstufe und mitten aus dem Unterricht rennen zu müssen, weil ich nicht wusste, dass Gastritis und Früchtetee sich nicht vertragen, war schon ziemlich unangenehm...

Irgendwie ist es auch wenig hilfreich, mir zu sagen, dass das ein Schutzmechanismus des Körpers ist, fühlt sich trotzdem schrecklich an...

x 2 #8


Abendschein
Zitat von MrsNight:
@Abendschein darf ich fragen wieso du nicht erbrechen kannst? Ist das körperlich bei dir nicht möglich?

Tja, genau kann ich das nicht sagen mir kann noch so übel sein und manchmal wäre ich froh wenn es kommen würde aber es geht nicht wie eine Sperre

#9


MrsNight
@-juli ohja auch verständlich, dass das so unangenehm für dich war Sad Ich denke manchmal, dass das oft bei der Angst so schwierig ist...wie du sagst, wie mit dem Gedanken, dass erbrechen ja was positives ist, der Körper wird was los, sonst wird er noch mehr krank, aber der Gedanke nicht so hilft, weil auch für "gesunde" Menschen ohne dieser Angst das Thema irgendwie meistens ja schon unangenehm ist. Sprich, ich kenne keine Person die sagt, ja erbrechen ist toll, riecht gut, ich finde es schön wenn andere brechen und es sieht toll aus! Eher eben im Gegenteil. 😄 Das einzige gute ist eigentlich für mich nur, dass es ja Erleichterung bringen kann, wenn dadurch einem dann eventuell nicht mehr übel ist, aber mehr gutes gibt's irgendwie nicht...

x 1 #10


-juli
@MrsNight

das stimmt wohl. Ich kenne keine Person, die da "Juhu" schreit. Aber das Gehirn funktioniert in ner Angstsituation ja leider nicht. ):

#11


Andi99
@-juli das kann ich sehr gut nachvollziehen. Wäre für mich die Hölle, bin jetzt auch bereits seit 1,5 Wochen AU da ich dank meines neuen Medikaments Übelkeit und Bauchschmerzen habe.
Auf der einen Seite denke ich mir, was bin ich für ein Weichei dass ich wegen sowas zuhause bleibe. Auf der anderen Seite ist da die panische Angst mit einem Kunden im Büro zu sitzen, auf einmal diese Übelkeit zu verspüren und höchstwahrscheinlich dadurch noch eine Panikattacke zu bekommen.

#12


MrsNight
@Andi99 ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass du kein Weichei bist, weil dich etwas überfordert und dir nicht gut tut. Das ist glaube das letzte was ich über einen Menschen denke, wenn ich das von dir gerade höre und das letzte was ich gedacht habe, als ich deinen Text gerade gelesen habe. Mir sagt das eher, dass du stark bist und auf deinen Körper gerade achtest und für dich da bist was absolut richtig ist. Du hast einen Grund und der ist dein neues Medikament und die Nebenwirkungen😊

Ich würde auch gern zu deiner langen Nachricht auf Rosis Thema antworten, wenn das ok ist, aber dazu muss ich das morgen nochmal raussuchen 😄

x 1 #13


-juli
@Andi99

Es ist vollkommen valide, in dem Fall zu Hause zu bleiben. Mit Übelkeit kannst du dich doch eh nicht wirklich auf was anderes konzentrieren, geht jedenfalls mir so.

Ich war damals am Anfang auch krankgeschrieben, ich konnte nur damals nicht über Monate fehlen, sonst hätte ich das Abi nicht machen können.

x 1 #14


R
Hallo zusammen,

ich habe die Gruppe nun auch endlich gefunden, danke dir @MrsNight!

Ich habe bestimmt schon 10 Jahre Emetophobie und sie begleitet mich immer. Aber es gab in diesen 10 Jahren 3 Phasen, in denen es so schlimm war, das ein normales Leben kaum möglich war. In einer solchen Phase befinde ich mich jetzt wieder. Seit Oktober bin ich krankgeschrieben, weil ich fast jeden Tag Übelkeit oder andere Probleme mit dem Magen habe. Die Symptome wechseln sich ständig ab. Mal ist es Sodbrennen, mal ist es eine Übelkeit im Hals oder ein Kloßgefühl, mal sind es Magenschmerzen... Für die Symptome gibt es keine körperlichen Ursachen. Wie paradox, dass die Angst vorm Erbrechen einem ständige Übelkeit macht.

Ende Februar werde ich stationär in eine psychosomatische Klinik gehen und hoffe sehr, dadurch wieder zurück in ein halbwegs normales Leben zu finden.

Meine Frage ist, nimmt irgendjemand von euch Antidepressiva bei Emetophobie? Und welche Erfahrung habt ihr gemacht? Mir würde von der Hausärztin eines verschrieben. Ich habe es bisher aber noch nicht genommen.

x 1 #15


Löwenzähnchen
Ich leide schon seit der Kindergartenzeit unter emetophobie. In meiner Jugend dann so schlimm, dass ich eine extreme Essstörung und zwänge entwickelt habe. Mit der Zeit kamen eine generalisierte Angststörung und Depression dazu

x 1 #16


MrsNight
@Rosi1998
Ich habe mal gelesen, dass die Übelkeit durch Anspannung und Angst durch zusammenziehen vom Magen kommt, weil er verspannt, von dem Signal dass dir dein Gehirn sagen möchte Achtung Gefahr, dass der Magen anders durchblutet wird usw usf.

Meine Psychologin hat mir damals das ganze so erklärt, anhand von einem Häschen und einem Tiger. Wenn der Tiger den Hasen jagt, weil er Hunger hat, will der Hase nur eines und zwar überleben, sein einziger wichtiger Instinkt in dem Moment, er hat Angst, dass er stirbt. Was muss der Hase sein um nicht zu sterben? Schneller als der Tiger. Was macht dann der Körper? Er tut alles dafür dass der Hase schneller wird. Er macht sich "leichter". Deswegen will er alles los werden. Und deswegen bekommen wir auch gelegentlich oder manche Durchfall wenn wir Angst haben oder aufgeregt sind. Um leichter zu werden und flüchten zu können. Ist wie ein Urinstinkt der noch in uns steckt. Natürlich gibt es wie oben genannt noch mehr Gründe für die Übelkeit, aber dieses fand ich sehr süß umschrieben.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

MrsNight
@Löwenzähnchen darf ich fragen inwiefern sich deine Essstörung zeigt und was sind dein Zwänge ?

Ich kann dich sehr gut verstehen 🥺

#18


R
Ja zweifelsohne kommt die Übelkeit von der Angst. Dazu kommt, dass sich unser eins natürlich extrem auf dieses Symptom fokussiert.
Ich wache morgens auf und das erste was ich mache, ist meine Aufmerksamkeit in meinen Körper bzw. gezielt in den Bauch zu lenken und zu schauen, wie ist es. Und auch über den Tag scanne ich mich ständig nach Symptomen wie Übelkeit, Magenschmerzen oder Schwindel

#19


MrsNight
@Rosi1998 genau so ist es bei mir auch. Das geht aber meistens noch weiter runter. Wenn ich Darmkrämpfe habe oder so dann habe ich immer gleich Angst Dufchfall zu bekommen oder einen Magen Darm Infekt. Und fühle mich dann total unwohl. Am schlimmsten scanne ich meinen Körper bevor es raus geht zu Freunden oder Familienfeiern. Und dann wird mir meistens übel und alles rumort vor Angst.

#20


A


x 4


Pfeil rechts



Youtube Video

Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore