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Hey,ich habe mich heute neu im Forum angemeldet um evtl. auf Menschen zu treffen die vielleicht das gleiche oder ein ähnliches Problem haben wie ich.
Kurz zu meiner Symptomatik:Ich leide seit 2009 an einer Form der Agoraphobie-ich habe Angst in der Öffentlichkeit Plötzlich auf die Toilettte zu müssen,sprich Durchfall zu bekommen.Angefangen hat alles mit einem Schlüsselerlebniss welches ich vor drei Jahren hatte.Mein Leben ist dadurch sehr eingeschränkt!Ich möchte wieder Aktiv am Leben teilnehmen,fühle mich allerdings als hätte mir jemand eine `Glaskuppel`übergestülpt,und ich kann nicht raus.
Zur Zeit mache ich eine Verhaltenstherapie und versuche selbst durch Literatur,Autogenem Training,Hypnose etc. meine Angst in den Griff zu bekommen.Doch es ist sehr schwer.Die KVT(Kognitive Verhaltenstherapie) sagt,man soll sich in seine Angst hineinstürzen,somit soll sie step by step weniger werden (Habituation).Bei mir funktioniert das Leider nicht...

Ich versuche auf diesem Weg Menschen kennenzulernen die sich evtl austauschen möchten oder sich treffen.
Es ist ein unangenehmes Thema und ich denke kaum jemand spricht gern darüber,aber ich denke es gibt noch andere betroffene.

Gemeinsam gehs oft leichter

24.05.2013 13:46 • 28.05.2013 #1


31 Antworten ↓


Hallo Johndoe, das Problem, mit dem Durchfall hatte ich auch mal. Konnte nur dahin gehen, wo es in der Nähe, eine Toilette gab. Hab dann nur Sachen gegessen die Stopfen. Das mit dem Durchfall hat, hat nach einiger Zeit, aufgehört. Das Problem, mit der Glaskuppel, kenn ich nur zu gut. Ich fühl mich, als wär ich vom Rest der Welt getrennt. Ich wünsch Dir alles Gute und viel Kraft.

25.05.2013 11:31 • #2



Durchfall in der Öffentlichkeit

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Hi Waldsee.
Wie hat sich das bei dir entwickelt?Gab es ein prägendes Erlebniss?
Leider denke ich das es bei mir nicht so einfach aufhört.Habe recht schnell ein Reizdarm entwickelt und kann so gut wie nichts mehr Essen.Meine Angst bestimmt mein Leben.
Wie schauts bei dir mit der `Glaskuppel`aus?Hast du noch andere Probleme?

25.05.2013 14:15 • #3


Also, das mit dem Durchfall, war enes Tages einfach da. Prägendes Erlebnis gabs, so glaub, nicht. Das mit der Glaskuppel ist nicht einfach zu erklären. Wenn ich mit anderen Menschen rede oder auch nur beim Fenster raus schau, hab ich das Gefühl, ich wäre nicht richtig da und gehöre nicht dazu. Ansonsten leide ich unter Depressionen und Einsamkeit. Ich wohne seit 1 Jahr hier und hab keinerlei Kontakt. Schaffst Du es noch arbeiten zu gehen oder hast Du dich völlig abgekapselt?

25.05.2013 15:36 • #4


achso dann leidest du eher unter einer Derealisation/Depersonalisierung.Soetwas entwickelt sich durch stress,oder eben auch Depressionen.Kenne dieses Gefühl und das ist wirklich sehr unangenehm!Habe es glücklicherweise nur Zeitweise,besonders in Stressreichen Zeiten.Versuche es mal mit Autogenem Training.
Bist du in Neurologischer Behandlung?
Ich kann noch arbeiten gehen.Manchmal hilft mir die Arbeit abzuschalten.Gehst du Arbeiten?

25.05.2013 16:44 • #5


Guten Morgen Johndoe, seitdem wir über das Thema schreiben, hab ich wieder Durchfall. Merkwürdig. In behandlung bin ich nicht, aber ich nehm Pillen. Opipramol 50 und Citalopram 20. Ich arbeite aufgrund meiner Krankheit nicht mehr. Ich wohne, seit 1 Jahr, im Bay. Wald und versuche mir ein Selbstversorgerleben aufzubauen. Ich wünsch Dir, trotz dem miesen Wetter, wir haben hier Sturm und Regen, einen schönen Tag.

26.05.2013 09:53 • #6


hey.oh dann ist es zufall oder du bist wirklich sehr anfällig was Ängste betrifft.Veträgst du die Antidepressiva gut?gerade Citalopram,habe ich mal 2tage genommen und abgesetzt weil es mir die füsse weggehauen hat.
Hier in Berlin ists auch nicht schön,Regen und Grau.
Einen schönen Sonntag dir

26.05.2013 15:51 • #7


Hallo Johndoe,

meine Freundin hat sowas auch. Auslöser war bei ihr die Schule. Sie mußte ganz dringend und durfte die Klasse nicht verlassen ... ich scheint mir hier alle recht jung, daher mal ein Alter: meine Freundin ist 55 Jahre alt.
Nun hat sie auch das Problem mit dem "ich kann nur dahin, wo Toiletten sind". Allerdings hält es sich einigermaßen in Grenzen bei ihr.
Ihre Lösung: Wenns denn mal länger dauern kann (z.B. 6 Std. Autofahrt oder eine Gondel oder sowas) zieht sie sich eine Erwachsenenwindel an.
Schon hat sich kein Problem mehr, da sie ja nun sicher ist, daß nichts in die Hose gehen kann, hat sie dieses Angstgefühl los und muß erst garnicht mehr.

Vielleicht hilft es ja hier auch jemanden - ich weiß es hört sich lustig an aber lustig ist sowas beileibe nicht!

LG lilu

26.05.2013 16:59 • #8


Ich hab manchmal ähnliche bedenken. Glaube bei mir kam das durch die Lactoseintoleranz da ich (als ich es noch nicht wusste) nie genau sagen konnte wann es mir plötzlich schlecht geht. Mittlerweile ist es eigentlich nur noch meine zu schnelle Peristaltik. Ist einfach so, dass mein Essen zu schnell durchrutscht und Bewegung (vorallem am Morgen) das noch födert. Gegen abend hab ich daher eigentlich nie Probleme und daher auch keine Befürchtungen mehr da. Bei mir ist es also eine Mischung aus Psyche und tatsächlicher körperlicher Veranlagung. Im Urlaub hab ich allerdings viel weniger Probleme als im Alltag, was bestimmt auch an der Entspannung und dem andere Umfeld liegt aber auch an anderen Schlaf- Bewegungs- und Essensgewohnheiten. Im Urlaub ess ich nämlich fast nur Obst was ich sonst nie esse xD

26.05.2013 17:18 • #9


hallo lilu.
eine windel zu tragen mag eine art sicherheit vermitteln,aber es ist vermeidungsverhalten und wird an dem Problem nie etwas ändern.Ich habe auch verschiedene Sachen ausprobiert,um mir "sicher" zu sein das ich nicht muss wenn ich zb einen Zahnarzttermin habe und weiß ich kann nicht einfach aufspringen,weil ich eine Panikattacke habe.Habe zb Loperamid genommen (mittel gegen Durchfall,die stopfen ordentlich),aber die Angst besiegt man damit nicht.
Es ist ein Teufelskreis.Macht deine freundin in Therapeutischer hinsicht etwas?

26.05.2013 20:27 • #10


Hi "where.there.is.light",
hast du denn nur die problematik,oder auch Angst,wie ich,das es jeden moment passieren könnte wenn du das Haus verlässt?
lg Johndoe_

26.05.2013 20:29 • #11


Naja beides etwas. Das bedingt sich wie gesagt gegenseitig.

26.05.2013 20:32 • #12


na bei mir ist es ja mittlerweile so das die Angst mein ständiger begleiter ist,sobald ich morgens die Augen öffne.Besonders wenn ich weiß das ich anstehende Termine habe,wo ich lange sitzen/warten muss.
Kannst du denn mit anderen etwas Unternehmen,zb Bus/Bahn/Auto fahren?

26.05.2013 20:35 • #13


Ja es gibt Bereiche, die sind einfach Tabu für die Angst. Das Auto ist mein heiliger Ort zum Beispiel. Oder auch wenn Begleitung dabei ist. Da ist alles immer viel besser. Aber wie gesagt, die Angst hab ich nur morgens bis nachmittags. Je mehr es gegen abend geht, desto weniger wird sie, da sie bei mir an meine tatsächliche zu schnelle Peristaltik gebunden ist.

26.05.2013 20:41 • #14


bei mir ists meine Wohnung,da habe ich weniger Angst.Und mit der Begleitung ists bei mir umgekehrt,habe Angst wenn jemand dabei ist den ich kenne,weil ich denke wenn doch "passiert" ist es noch peinlicher.
Schön das du es noch einigermaßen im Griff hast.
Machst du eine Therapie?Oder nimmst du Medikamente?

26.05.2013 20:49 • #15


Weder noch. Bin bisher nicht so ganz Therapietauglich.

26.05.2013 20:54 • #16


wie meinst du das nciht Therapietauglich?Traust du dich nicht?
ich habe gerade angefangen,weiß aber noch nicht wohin es führt.Kognitive Verhaltenstherapie soll das wirksamste sein.

26.05.2013 21:00 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ja zu der Thematik nicht therapierbar gibts hier einen Thread (der zur Zeit etwas eingeschlafen ist^^) Mir fehlt die Basis zur Therapie, also man kann a) mit mir nicht arbeiten auf Grund meiner Erkrankung und b) die Erkrankung eh nicht heilen (höchstens Linderung verschaffen so die Annahme). Meine Haupterkrankung ist aber auch eine etwas spezielle Depression.

Wie sieht deine Therapie zu deiner Verdaungsangst hier denn bisher aus?

26.05.2013 21:08 • #18


also hat du ja auch eine Art Reizdarmsyndrom.Das hat sich bei mir entwickelt.Denke durch die Angst,denn es hat sich Zeitgleich eingestellt.Ich vertrage kaum noch Lebensmittel.Entweder krieg ich nen Mords Blähbauch,oder,wie bei dir,muss ich am nächsten morgen mind. 5x zum Klo weils durchrutscht.
Depressiv bin ich auch.Depression haben sich bei mir dadurch entwickelt,das ich mich unter Druck setze-soll so mein weiteres Leben aussehen?
Habe gerade eine Kognitive Verhaltenstherapie angefangen,und soll laut Therapeutin Psychiatrische hilfe in Anspruch nehmen bezüglich Angstlösender Medikamente (die ja gleichzeitig die Depression lindern sollen).
Zudem Autogenes Training,und ich warte die Woche auf einen Anruf von einem Hypnosetherapeuten.Will es (nocheinmal) mit Hypnose probieren.

26.05.2013 22:08 • #19


Ja kann schon gut sein das ich ein Reizdarmsyndrom hab. Ist nur im nachhinein schwer zu sagen, was zu erst da war. Ich hab schon seit eh und je einen sehr schnellern Stoffwechsel und auch schon früh eine Lactoseintoleranz. Die schädigt den Darm ja auch. Wie viel kann man nun nicht so genau sagen.
Aber mein Verdauung reagier in der Tat auch sehr empfindlich auf meine Psyche. Das ergibt dann so ein Teufelskreislauf.
Viele Leute schwören ja auf Cipralex bei psychisch bedingten Verdauungsbeschwerden und Ängsten. Schonmal versucht?

26.05.2013 22:47 • #20



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