Pfeil rechts
4

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Dieses Problem beschäftigt mich jetzt schon ca. 4 Jahre. Meine größte Angst ist es, in der Öffentlichkeit, also auf öffentlichen Toiletten wie im Kino oder so, auf Toilette zu müssen. Dabei spielt das urinieren keine Rolle, sondern nur der Stuhlgang. Diese Angst hat sich mittlterweile soweit ausgebaut, dass sich meine ganze Tagesplanung nur danach richtet. Ich habe so sehr Angst, dass jemand anderes das mitbekommen könnte...ich meine, ich weiß ja, jeder muss ja mal aufs Klo, aber mir ist das so unendlich peinlich. Auch wenn ich bei Freunden bin, suche ich schnell nach Ausreden aus welchen Gründen ich nach Hause muss oder ich garnicht erst kommen kann. Das schlimme ist ja auch, dass ich mir so lange einrede dass ich auf Toilette muss, dass ich auch tatsächlich schon nach kurzer Zeit muss. Bis vor kurzem habe ich dann immer wenn ich irgendwo hin gegangen bin Immodium genommen, aber das ist ja auch keine Dauerlösung. Nun habe ich einen neuen Mann kennengelernt und wir stehen uns schon etwas näher. Er würde auch wahnsinnig gern mal bei mir übernachten. Ich hätte das auch gern, aber ich suche immer wieder nach Ausreden warum er nicht hier bleiben kann, eben aus der Angst heraus, ich müsste auf Toilette und er könnte das mitbekommen. Ich brauche wirklich dringend Hilfe. Kennt das jemand? Kann mir irgendjemand Tips geben? Bin für jede Hilfe dankbar!!

01.04.2010 20:26 • 18.10.2020 #1


19 Antworten ↓


Hi.
Ok bei mir ist es nicht ganzdas selbe aber ich muss z.b immer urinieren.
Wenn oich weis es ist kein klo in der nähe muss ich immer ob bei kurzen oder langen fahrten. Ich versuch mich jetz abzulenken und es klappt. Ich bin letztens mit meinem freund mit dem zug gefhren und habe die ganze zeit gelesen kurz vor fahrt ende wollte ich zur toilette gehen. Dann habe ich das schild gesehen WC defekt, hätte ich das am anfang der fahrt gesehen hätte ich nach 10 minuten aufs klo gemusst aber da ich mich abgelenkt habe ist es nicht dazu gekommen und ich war echt stolz auf mich. Was dein problem angeht hast du mal versucht musik anzumachen oder den TV damit man dich nicht hören kann wenn du auf dem klo bist? Was ich auch schon gesehen habe ist mit hypnose klappt es auch super, ist das eine option für dich?

19.04.2010 07:34 • #2



Angst vor Stuhlgang/Durchfall in der Öffentlichkeit

x 3


lisbeth: was befürchtest du denn, wie es jemand mitbekommen könnte?
am geruch? am geräusch? daran, dass du so lange weg bist?

gibt ja auch relativ einfach tricks, z.b. zuvor sauberes toilettenpapier in die schüssel, dann gibt es keine plumpsgeräusche (nebenbei auch keine spritzer an den hintern und bremsspuren).
oder im moment des geräusches die spühlung betätigen, damit wird auch gleichzeitig der geruch beseitigt, bevor er sich ausbreiten kann.

wenn jemand fragt wo du so lang warst: du hast ein blasenproblem, hast dich frisch gemacht, dir war schlecht... (ich würde einfach sagen: ich war aufm klo, und gut is)

hm, vllt magst du ja noch was dazu schreiben. so kann man nur spekulieren was genau dir solche probleme macht.

02.05.2010 13:39 • #3


Hallo lisbeth!

Du bist nicht allein! Ich kenne dieses Problem und meine beste Freundin ist auch dabei.

Bei mir liegt das ganze wohl daran, dass ich seit Kindesbeinen an Schmerzen beim Stuhlgang habe (im Bauch). Da mir dann in meiner Kindheit die tollsten Sachen bezüglich Stuhlgang passiert sind (Ausflug nach Hannover, da nach Mittagessen jedes Klo der Stadt förmlich zuge**********), Kreislaufkollaps wg. Darmkrämpfen, bin ich jetzt auch Stuhlganggeschädigt.

Woanders A a machen? Geht gar nicht. Ich verkrampfe dann so sehr, dass ich nur noch mehr Schmerzen bekomme, deshalb fahre ich dann auch meistens heim, so wie du.
Wenn ich jedoch weiß, mein Freund und ich fahren irgendwo hin und sollen da übernachten, dann bin ich schon vorher so verrückt vor Angst, dort Stuhlgang zu haben, dass ich erstmal im voraus schon Durchfall bekomme.
Generell spielt meine Verdauung auch immer verrückt, wenn ich irgendwo hinfahre und noch nicht aufm Klo war und dann da muss ich dann.

Ich hasse diese Klophobie, alle in meinem Umfeld wissen aber Bescheid, so wundert sich bei meinen Freunden schon keiner mehr. Ich setze mich auch nie auf fremden Toiletten hin. Wenn ich mal auf der Arbeit muss, ekel ich mich total davor, weil es halt ein Klo ist, wo jeder Hans und Franz draufgeht.
Mein Freund ist gott sei dank sehr offen für alles und deshalb weiß er auch von meiner Angst und hat halt Verständnis.

Vielleicht würden dir Baldrianpillen helfen. Die entspannen die Nerven und da du dich ja auch verrückt machst, spielen die Nerven im Darm auch verrückt und schon musst du. Wenn du deine Nerven beruhigst (ist ja pflanzlich), dann ist auch dein Darm beruhigt.
Also ich nehme die Dinger ab und zu und mir hilft das.


Ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen Trost spenden. Bin halt eine Leidensgenossin und kenne das, wenn sich alles nur noch um das eine dreht.

Liebe Grüße
Sabby

02.09.2010 18:46 • #4


das problem habe ich auch. nur das ich gleichzeitig noch ne panikstörung hab, die durchfall auslöst.also hab ich dauernd durchfall oder die angst, welchen zu bekommen. ic kann nur bei mir daheim aufs klo. öffentliche klos ekeln mich an und in cafes oder läden würd ich mich nie trauen, zu fragen.bei freunden geht es auch nicht. ich kann nur auf klo, wenn keíner in hörweite ist und wenn ich weiß, dass es schnell geht. ich traue mich nicht in der artpraxis,wo viele menschen um mich sind.hätte angst, dass man über mich redet, die nase rümpft oder etwas zu hören ist.daher gehe ich nicht mehr groß aus dem haus...oder nur, wenn ich genau weiß, wo klomöglichkeiten sind, wo man ruhe hat

20.01.2011 19:26 • #5


Ich habe das selbe Problem.
Ich ekele mich extrem vor dem Stuhlgang,besonders vor anderer Leute Stuhlgang.Wenn ich das mitbekomme kriege ich einen richtigen Schauer,Ekel und Panikattacken
Nun frage ich mich was ich dagegen machen kann...
Habt ihr ,,Techniken" damit umzugehen?
Liebe Grüße!
Sabrina

19.04.2011 13:46 • #6


Hi Ihr,

ich kenne das auch, abei mir ist es aber eine gewisse Erwartungsangst. Vor Situationen, wie bei Bankterminen, Arztterminen, Friseur bin ich immer ziemlich nervös bin, obwohl es dafür keinen Grund gibt. Ich habe keine Schulden( Bank), ich habe keine Angst vor Spritzen, oder dem Arzt selber, auch ist mir die Friseuse eigentlich ziemlich sympathisch. Die einzigste Befürchtung, die ich habe, ist in einer dieser Situation Durchfall/Übelkeit zu bekommen und nicht ,,flüchten`` zu können und dass es so peinlich für mich wird, dass ich es nicht aushalten kann.
Leider ist es mittlerweile schon so weit, dass ich wenn ich z.B. im Wartezimmer in der Arztpraxis sitze, so nervös und innerlich total unruhig bin, dass mein Magen tatsächlich anfängt zu rebellieren und ich Magenschmerzen bekomme.Was ich vorher befürchtet habe, scheint nun immer öfter tatsächlich einzutreffen (weil ich es erwarte) igendwie ein Teufelskreis...
hat jemand einen Rat, wie man das wieder wegbekommt?

25.04.2011 11:09 • x 1 #7


Hallo
Ich kenne das auch nur zu gut! Ich habe angst woanders hinzugehen , aus dem Grund das ich ja aufs klo müsste. Egal wo ich bin ob es bei Freunden ist, beim Arzt, ganz schlimm auch beim spazieren gehen ! Ich mache kaum noch etwas denn immer wenn jemand zu mir kommen will oder ich i.wie weg gehen will zieht sich mein Magen-Darm zusammen und bekomme Durchfall und Übelkeit. Und wenn ich keine andere wahl habe es zu vermeiden raus zu gehen muss ich mindestens 3x aufs klo nur aus Angst das ich dann da müsste und man das dann mitbekommt. Ich kann selbst nicht zur Schule gehen weil ich dann angst habe das sie mich auslachen wenn ich das bekomme oder merken das es mir nicht gut geht oder mein Bauch in einer ruhigen Minute total laute Geräusche von sich gibt. Ich hab dadurch auch eine panikstörung gekriegt und Angst vor Menschen. Jeder Tag ist die Hölle für mich weil ich nichts machen kann nur zuhause rumsitzen obwohl man es sich so sehr anders wünscht. Schwierig ist es dann auch für mich andere zu sehen die ein normales Leben führen können. Grade in meinem Alter (16) würde man gerne frei leben können aber die Angst bestimmt das ganze leben. Bei mir ist das auch so das ich nicht mehr zum friseur gehen kann aus angst das ich nciht flüchten kann und da sich es nur um mich handelt , die person nur auf mich achtet ist es dann nochmal schwerer weil sie ja merken könnte das ich damit kämpfe den durchfall/Stuhlgang zu unterdrücken. Mir kommt es auch immer vor das ich sofort aufs klo muss wenn ich raus gehe oder jemand zu mir kommt auch wenn cih mich davor gut fühle und nicht den drang zu verspüre... Ein ausweg daraus habe ich auch noch nicht gefunden . Ich hoffe einfach das alle die sowas haben eine Ausweg daraus finden!

Lg Marie

26.04.2011 11:43 • x 2 #8


...wie erleichtert ich grade bin dass es noch andere gibt die das gleiche Problem haben wie ich!
Wieso bin ich nicht früher auf die Idee gekommen im Internet in Foren danach zu suchen - ich Doofi.
Hallo alle miteinander.
Bei mir fing es ganz plötzlich 2007 an. Ich muss wohl etwas verdorbenes gegessen haben damals denn keine 30 Minuten nach dem Essen hatte ich das bislang schlimmste Erlebnis überhaupt. Eine mega Durchfallattacke... während ich in einem Stau stand mit dem Auto!!
Seit diesem Tag habe ich panische Angst dass mir so etwas nochmal passieren könnte.
Mein Leben ist seitdem extrem eingeschränkt. Ich geh nicht mehr weg, habe keine Freunde mehr, trau mich kaum noch einkaufen oder sonstige Unternehmungen zu machen.
Desweiteren bin ich süchtig nach Durchfallmitteln. Ich nehm sie auch einfach so, ohne dass ich DF habe... wenn ich aus dem Haus muss zu einem Termin oder mich mit Verwandten zu einem kleinen Spaziergang treffe. Es könnte ja was passieren....
So nehm ich fast täglich eine DF-Tablette. Das ist sicher auch nicht wirklich gut für meinen Magen/Darm aber ich kann einfach gar nicht mehr anders.
Ich wünsche mir jedesmal dass ich wieder ein normales Leben führen kann, ohne die ständige Angst in mir zu haben dass mich eine Attacke überkommt wenn ich grade unter Leuten bin. Das macht mich so fertig. Die psychische Belastung ist sehr stark, ich mach mich schon selbst verrückt und das schlägt mir dann immer so auf den Magen dass ich auch wirklich ständig Durchfall habe.
Dummerweise traue ich mich damit aber auch nicht zum Arzt. Habe Angst vor Untersuchungen oder davor gesagt zu bekommen dass ich vielleicht eine chronische Magen-/Darmkrankheit haben könnte.
Ist doch alles zum verrückt werden

04.05.2011 22:03 • #9


Leider kenne ich dieses Problem auch. Ich hab rund 2 Jahre lang extrem an Nahrungsmittelallergien gelitten, konnte fast gar nichts mehr essen und dann musste mir auch noch die Galle rausgenommen werden. Eine Schlüsselsituation hatte ich dann mal in der U-Bahn, von eine Sekunde auf die andere habe ich gemerkt, dass ich Durchfall habe, so schlimm wie noch nie. Es hat sich wirklich so angefühlt, als würde ich jede Sekunde in die Hose machen, in der überfüllten U-Bahn. Hab es dann zwar doch noch geschafft, aber diese Erlebnis war einfach äußerst schlimm.
In der Zeit danach habe ich dann plötzlich in bestimmten Situationen Df bekommen, z.B. vor Referaten oder Prüfungen. Da habe ich dann diese Angst vor Df entwickelt, was natürlich alles noch schlimmer gemacht hat. Nervös machen mich i.d.R. alle Situationen, in denen ich nicht einfach weg kann. Wie ihr schon sagt: Friseur, Prüfung, Kino. Damals habe ich dann eine Art Hypnosetherapie gemacht, die mir schon nach 4 Sitzungen sehr geholfen hat, empfehen kann ich das also. Das war vor ca. 1,5 Jahren.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass sich das Ganze wieder verschlimmert. Speziell im Hinblick auf meinen Freund, den ich jetzt seit 8 Monaten habe. Momentan sind wir z.B. in einem Hotelzimmer (er lebt in England) und so eine Situation ist immer die Hölle für mich. Kleines Zimmer, Bad direkt dran.. Ich will einfach nicht, dass er mitbekommt, dass ich Stuhlgang oder sogar Df habe.. Und dann muss ich natürlich erst Recht. Heute Morgen hatte ich deswegen eine Panikattacke. Obwohl ich wusste, dass er in einer halben Stunde zur Arbeit muss, hatte ich solche Angst, dass ich vorher noch auf die Toilette muss. Das hat mir natürlich ordentlich Bauchschmerzen beschert, und eben Panik.
Wir planen, im September zusammenzuziehen, in England. Mittlerweile habe ich wirklich Zweifel, ob ich das schaffe :/
Ich hab ihm mal ansatzweise von meinem Problem erzählt, aber eher durch die Blume. Ich sollte es ihm wohl klipp und klar sagen, aber mir ist es einfach so peinlich, vor allem weil wir hier von einem der normalsten Bedürfnisse der Welt reden. Ich bin schon am überlegen, das ganze abzublasen..
An alle "Immodiumnutzer": Meine Gastroenterologin meinte zu mir, dass man in gewissen Situationen, in denen man weiß, man bekommt DF, ruhig Immodium nehmen kann. Apotherker sagen was anderes, aber sie ist immerhin die Spezialistin.

Liebe Grüße

13.07.2011 12:30 • #10


Hallo,

ich hatte auch mal ein einschneidendes Erlebnis. Es gab eine Zeit, da hatte ich ziemliche Magen-Darm-Probleme und wusste nicht, warum. Erst in 2009 erfuhr ich, dass ich keine Laktose vertrage.

Ein oder zwei Jahre zuvor ging ich mit meinem Sohn auf einem Feldweg spazieren. Auf dem Hinweg rumorte es schon gewaltig. Ich hatte aber die Erfahrung gemacht, dass ich "draußen nie wirklich muss". Normalerweise stellte sich der Durchfalldrang nach ein paar Minuten ein, sobald ich mich draußen bewege. Ich wollte eigentlich noch weiter gehen, aber der Druck wurde immer schlimmer. Irgendwann merkte ich, dass ich es nicht bis nach Hause schaffe und das Gebüsch war auch schon in Sicht. Nur dummerweise ist glaube ich ein Teil davon in der Hose gelandet.

Zuhause zurücgekommen (wir wohnen direkt am Wald) standen ausgerechnet zwei Nachbarn, die mich zu sich gewunken haben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich die sowieso schon hasse. Immer zur falschen Zeit am richtigen Ort.

Das hat bei mir allerdings keine psychischen Konsequenzen hinterlassen. Manchmal frage ich mich auch, was ich in der Öffentlichkeit machen sollte oder gar im Stau. Oder was Busfahrer machen. Einen habe ich mal in ein Busfahrer-Klo rennen sehen. Der ließ den Bus solange offen stehen. Man sollte als Kraftfahrer wirklich einen gesunden Stuhlgang haben. Oder was macht ein Pilot, wenn er gerade bei der Landung muss?

Meine Stuhlprobleme haben sich auch mit meiner Ernährungsumstellung aufgelöst und seitdem ich keinen Alk. mehr trinke.

24.07.2011 13:29 • #11


mir geht es da ganz ähnlich...

wie bei vielen hier begann meine phobie ebenfalls mit einem schlüsselerlebnis. vor ein paar jahren (als ich noch kein auto hatte) und mit dem bus von der arbeit aus nach hause fahren wollte, bekam ich ganz schlimme bauchkrämpfe und hatte das gefühl, dass ich JETZT sofort auf die toilette muss. ich hätte einfach wieder zurück zu meiner arbeit gehen können und dort aufs klo gehen können, jedoch ging das irgendwie nicht, ich hatte angst, wovor auch immer. in meiner not habe ich meinen freund angerufen, ob dieser mich nicht abholen könnte, weil ich mir schon ausmalte wie es wäre in den bus einzusteigen (der ca. 1 stunde fährt) und dort weiterhin so schlimm aufs klo zu müssen und natürlich letztlich auch in die hose zu machen. ging gar nicht. mein freund hat mich dann abgeholt und der erste stop war in einem maisfeld. danach gings mir dann aber auch wieder gut.

seit dem habe ich einfach ständig angst so etwas noch mal durch zu machen. damals hatte ich glück, weil mein freund mich schnell abholen konnte, aber was ist wenn das mal nicht geht? wenn ich auf dem weg zur uni bin (mit dem auto eine stunde) und ich mit mehreren kommilitonen im auto sitze, werde ich vor panik und angst schon ganz benebelt. ich traue mich dann nicht mehr zu rauchen, weil das durchfall bzw. stuhlgang natürlich nur verstärkt. auch in situationen wie beim arzt, bei unbekannten leuten, beim frisör usw. bin ich innerlich nicht wirklich entspannt. das nervt echt tierisch.

allerdings fühle ich mich bei meinen freunden ziemlich gut aufgehoben, da diese meine macke kennen.. ich hab einfach mal lustig drüber erzählt und siehe dar, einigen freundinnen gehts ähnlich (zwar nicht ganz so krass, aber immerhin) da fühlt man sich direkt etwas beruhigter.. das kann ich also auch nur empfehlen, sprecht darüber, auch wenns schwer fällt. wenn das eis einmal gebrochen ist, fühlt man sich nicht mehr so allein mit der ständigen sorge aufs klo zu müssen. außerdem sehe ich die ganze sache auch mittlerweile mit humor, wenn ich muss dann muss ich halt. so.

ich wünsche euch allen viel kraft und auf das ihr in zukunft besser mit dieser sorge zurecht kommt!

26.07.2011 16:31 • x 1 #12


Hallo alle zusammen,
ich sehe schon, die Beiträge sind schon etwas älter, aber ich wollte grade einfach mal nachgucken wie die Angst heißt vorm woanders aufs klo gehen..
denn ich bin ebenfalls eine von dieser sorte, die sowas nicht grade mit freude absolviert.
es ist beruhigend zu sehen, dass es noch mehr leute gibt, die unter der angst unterwegs mal zu müssen, gibt, da ich immer dachte ich bin so eine art einzelfall, weil es sich immer bescheuert anhört es zu sagen.
also.. ich leide auch darunter schon solange ich denken kann.. und es macht das alltagsleben nicht gerade angenehmer, wenn man ständig unter der angst leidet "was ist wenn ich da dann aufs klo muss?!" und das beschränkt sich ja hauptsächlich aufs große geschäft..
vor jahren wars extrem schlimm ! dort war ich auf klassenfahrt (5. klasse) und habe 5 tage (!) lang den stuhlgang angehalten und gewartet bis ich wieder zu hause bin. natürlich gab das bauchschmerzen !
heut zu tage habe ich das gefühl, es sei besser geworden, jedoch noch lange nicht ganz weg! wenn ich merke, dass ich z.b. in der schule bin oder bei freunden aufs klo müsste.... dann bekomme ich panikschübe - sprich: schweißausbrüche, ich zitter am ganzen körper und kann an nichts anderes mehr denken, als daran " was wäre wenn... ". doch ich sage mir immer: solange ein klo in der nähe ist, bin ich ruhiger... doch wenn ich weiß, da ist keins und wird auch keins so schnell sein, habe ich schon im vorraus angst und bekomme durchfälle... das ist auch der grund, weshalb ich nicht mit auf meine jetzige abschlussklassenfahrt gefahren bin.. ich hätte 12h im bus hocken müssen... und da wäre genug zeit gewesen um über so einen schei. nachzudenken..
und dann kommt immer noch die angst vor der angst dazu. jemand fragt, ob ich iwo hin mitkommen will - mein erster gedanke geht gleich daran " was wäre wenn... ?" und schon ab da denk ich dran, wenn ich da mal müsste.. und je länger ich dran denke, desto wahrscheinlich er ist es, dass es auch passiert ! ich habe mal darauf geachtet, wenn ich z.b. in der schule sitze und nichts zu tun habe und mit keinem rede.. ich bekomme automatisch bauchweh, weil ich wieder daran denke.. aber wenn ich abgelenkt werde und was zu tun habe sind sie sofort weg !
nun habe ich noch ein problem... ich habe einen sehr empfindlichen magen-darm trkt und vertrage so gut wie gar nichts - ergo sehr oft durchfälle.. und das ist super schön, wenn man nicht zu hause ist !
nun bin ich erst 15 jahre und kenne kein "normales" leben, wie es jeder andere in meinem alter hat.. ich sehe immer wie andere sich woanders treffen und ohne hintergedanken mal weggehen und spaß haben können, ohne ständigen bauchschmerzen. diese angst schränkt mich doch schon sehr ein und ich würde zu gerne was dagegen tun, denn so kann das nicht weitergehen ! ich suche immer ausreden, warum ich nirgens mithin kommen kann und ich kann nicht allen von meinem problem erzählen.. und dadurch sagen alle ich sei komisch und hätte keine freunde weil ich son mama-kind bin, was wirklich nicht so ist.. wenn jemand eine lösung hat, würde ich auch gerne davon erfahren !

Danke im vorraus ! Lg Alina

04.09.2012 22:54 • #13


baumfrau
Ich hatte jahrelang Dauerdurchfälle, ich habe es manchmal in der Wohnung gerade rechtzeitig geschafft, das Klo zu erreichen, habe mich aber auch manchmal eingekotet.

Ich saß am Tag bis zu 15x auf dem Klo. War ich unterwegs, hatte ich immer Angst, das kein Klo in der Nähe ist. Ich ekel mich auch vor öffentlichen Toiletten.

Jetzt ist mein Stuhlgang wieder normal.

Aber was ich früher hatte, war, das ich Angst vor den Geräuschen hatte und es als sehr intim und beschäment empfand. Gerade, wenn man frisch in einer Beziehung war, aber auch auf öffentlichen Toiletten. So das man lange einhält oder krampfhaft versucht Geräusche zu vermeiden. Ich hatte viele Freundinnen, denen es auch so ging. Wir unterhielten uns auf einer Party darüber und ich dachte, ich stehe da alleine mit da.
Eine Freundin hatte gerade einen Mann kennengelernt, in seiner Wohnung angekommen mußte sie dringend, der Schock war , das es keine Tür gab, sondern nur ein Vorhang vor dem Klo Sie ließ sich schnell etwas einfallen, um sich vom Acker machen zu können

05.09.2012 08:41 • #14


Ich habe seit Jahren das gleiche Problem. Allerdings begann es bei mir mit klassischen Panikattacken. Diese gingen über in einen so starken Reizdarm, dass sogar Blut im Stuhl war, obwohl organisch alles ok ist. Los ging es mit Versagens- und Existenzängsten während des Studiums. Diese Ängste brauch ich jedoch nicht mehr haben, da alle Prüfungen und der Master geschafft sind. Auch habe ich direkt einen Job gefunden. Die Beziehung mit dem Freund läuft bestens und und und ich könnte eigentlich glücklich sein, wenn da nicht die Angst vor der Angst Durchfall in der Öffentlichkeit bzw. in Situationen in denen es "peinlich" ist und man nicht auf Toilette kann (Läden, Meetings, Bus Bahn) zu bekommen, geblieben wäre. Gehe ich z.B. in einen Laden, spüre ich wie der Drang langsam "aufsteigt" bis es richtig schmerzt. Sobald ich den Laden verlassen habe, muss ich nicht mehr. Dennoch gibt es Tage (in letzter Zeit sogar mehr ohne als mit) an denen so etwas nicht vorkommt bzw. ich erfolgreich Abhilfe schaffe.
Hier meine Helferchen:
1. Auch wenn es splinig ist, mache ich mir einen "Plan" für den Alltag, wo alle möglichen Toiletten sind, wichtig ist: immer passendes Kleingeld parat haben! (das hilft natürlich nur denen, die keine Angst vor öffentl. Toiletten haben) Das nimmt die Sorge und entspannt.
2. Obwohl es paradox klingen mag, aber das Gefährlichste ist, sich der Angst zu ergeben und zu Hause zu bleiben bzw. entsprechende Situationen zu meiden, bereits während der Panikattacken bin ich trotzdem immer raus (die erste halbe Std. war es ganz schlimm, doch danach wurde es besser bzw. ging weg) Wenn ich dann dringend muss, gehe ich einfach (habe ja den Plan ) und mache dann weiter. Im Nachhinein stärkt es das Selbstbewusstsein und die positive Erfahrung. Meistens vergeht diese Angst dann je länger ich in der Situiation bin. Bsp: ich bin bei H&M, muss dringend, gehe einfach neben an bei BurgerKing und gehe dann zurück zu H&M, häufig ist die Angst dann weg, weil ich ja weiß, der Darm ist geleert und BurgerKing neben an.
3. Es ist wichtig sich viele (positive) Erlebnisse zu beschaffen, das stärkt die Psyche ungemein. Stark bleiben!
4. Ich habe mich durch den psychische bedingten Reizdarm natürlich auch mit meiner Ernährung beschaftigt. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich viele Ballaststoffe esse, Nahrungsmittel die Blähungen bzw. dünneren Stuhlgang (Zwiebeln, fettige Gerichte, Milch, etc.) hervorrufen, meide. Durch meine Ernährung (der positive Nebeneffekt ist: sie ist jetzt gesund und ich habe sogar abgenommen dadurch) habe ich meinen Stuhlgang regelmäßig gemacht und in eine angenehme Konstistenz (nicht zu hart, nicht zu flüssig/weich) gebracht. Das gibt mir natürlich ein sichereres Gefühl, denn wenn der Drang kommt weiß ich einfach, dass es kein Durchfall ist, sondern nur der bloße Drang und die Krämpfe.
5. Ich lerne derzeit das Meditieren und kann schon gute Erfolge verzeichnen. Letztlich ist die Angst davor eine Art Zwangsgedanke und das Meditieren hilft hervorragend Gedanken zu lösen und beseite "zu schieben"
6. Mein Hund hat mir ebenfalls ungemein geholfen, weil ich raus muss und so wunderbare Momente in der Natur erlebe und hier und da mal jemanden kennenlerne. Das stärkt mich.
7. Vertraute Personen habe ich eingeweiht und alle anderen werden erfolgreich ignoriert.

Diese "Tipps" klappen sehr gut. Manchmal habe ich auch Downs und dann geht es mir schlechter. Positive Gedanken helfen und wie schon gesagt RAUS GEHEN auch wenn es Kraft bedeutet.

Vielleicht konnte ich jemandem ein bisschen helfen und freue mich natürlich auch über weitere Tipps.

08.05.2013 11:14 • #15


ICH HABE ES GESCHAFFT. Hallo, ich bin 23 und habe genau das selbe hinter mir. Panik, Angst einfach Verzweiflung. Kein Leben mehr. Und jetz: kann ich wieder normal leben. Ich habe zu der zeit in allen Foren umher gesucht aber keine Lösung gefunden. Klar, wem es gut geht der setzt sich wohl auch nicht mehr hin und schreibt in solche Foren. Aber gerade deswegen mache ich es.

Viele lästern oder meinen es sei Schwachsinn aber meine Hilfe war die HEILPRAKTIKERIN! Sie hat mich mit Tränen empfangen ich war ein Häufchen Elend und nun bin ich wieder ein Mensch. Meine ganze Verdauung hat nicht mehr funktioniert. Sie hat auch Ursachen gefunden. Milch und Weizen Unverträglichkeit - welche aber behandelbar sind. Ich muss nicht lebenslang auf Milch oder Weizen verzichten. Noch als Ergänzung. Och hatte Durchfall und Panik davor, selbst wenn ich gar nichts gegessen habe. Und keine Tabletten konnten mir mehr die angst nehmen weil diese teilweise nicht mehr gewirkt haben.
Auf jeden Fall habe ich eine Magensanierung gemacht und derzeit noch eine Allergietherapie. Und ich durfte ab dem ersten Behandlungstag meine perenterol nicht mehr nehmen - für mich eine HoHorrorvorstellung. Aber ab dem ersten Tag brauchte ich die auch nicht mehr. Der Hauptgrund meiner Meinung: BACHBLÜTEN. Der Wahnsinn. speziell für jeden werden diese abgestimmt und ja wie soll man sagen sie geben dem Körper was er braucht. Nimmt die angst stärkt den Geist gibt dir Kraft und Tatendrang. Wenn ich wirklich noch manchmal in eine Situation komme in der ich denke Angst zu bekommen oder vor großen Ereignissen, nehme ich fünf Tropfen und alles ist gut. Also Leute. Es ist nicht aussichtslos auch wenn ihr euch schon fast sicher seid

24.02.2015 22:17 • #16


18.10.2020 20:02 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Phaedra
Wie ist deine Ernährung? Dass du immer - außer während der Regel - Durchfall hast ist nicht normal.

Und: wie oft nimmst du Imodium?

18.10.2020 20:44 • #18


Zitat von Phaedra:
Wie ist deine Ernährung? Dass du immer - außer während der Regel - Durchfall hast ist nicht normal.Und: wie oft nimmst du Imodium?


Ich hab meine Ernährung schon etwas umgestellt da ich öfters zu fettig esse. Imodium nehme ich einmal im Monat wenn überhaupt

18.10.2020 20:48 • #19


Phaedra
Lass das Imodium - du zerschießt Dir Deine Verdauung komplett damit. Das Zeug scheint wie eine Akutlösung, macht Dir aber langfristig extreme Probleme, weil es alles durcheinander bringt.

Auch wenn Du Deine Ernährung etwas umgestellt hast, offenbar fehlt da noch was für eine gesunde Verdauung. Und, was dazu kommt, ständige Angst etc schlagen natürlich auch auf den Darm. Durch deine ständige Angst vor Durchfall rufst du ihn quasi herbei.

Ich würde als erstes anfangen, weiter an der Ernährung zu schrauben, das wäre ein guter Schritt.

18.10.2020 21:15 • x 1 #20



x 4





Prof. Dr. Borwin Bandelow