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Liebe Forum,
aus meiner Verzweiflung heraus wende ich mich einmal wieder an Euch und hoffe, ihr könnt mir helfen, sei es nur durch das Teilen von Erfahrungen.
Im August nahm der ganze Schrecken seinen Lauf, nach zahlreichen Infekten, Schwindel und Erschöpfung brach ich irgendwann mit einer sehr schweren Panikattacke zusammen und landete Im Krankenhaus. Diese Attacke hielt über Stunden an und war extrem stark, ich hatte dauerhaft das Gefühl zu jeden Moment zu sterben, selbst Tavor und Opipramol in Kombination brachte keine Linderung.
Seit dem ereilten mich des öfteren solche schweren Attacken, weswegen ich letztendlich dann in einer Akutpsychatrie landete und dort 3 Monate lang vollstationär behandelt wurde.
Die Panikattacken sind zwar weniger geworden und auch nicht mehr so schwer, bis auf wenige Ausnahmen aber was blieb ist so ein dauerhafter ganz schlimmer Angstgedanke. Ich denke jeden Tag den ganzen Tag, dass ich jedem Moment sterbe. Ich kann an nichts anderes Denken und fühlt sich auch irgendwie so an, obwohl man das wohl kaum beschreiben kann. Ich kann nichts mehr genießen und habe nur noch rießige Angst, dass sich diese Angst befürwortet. Ich will noch nicht sterben! Ich will endlich dieses schreckliche Gefühl loswerden...ich kann einfach nicht mehr.
Ich bin im übrigen erst 19, scheinbar vollständig gesund und befinde mich derzeit in ambulanter psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung.

Ich Danke Euch bereits im vorraus

Liebe Grüße
Jenny

19.12.2017 07:50 • 27.01.2021 #1


36 Antworten ↓


Fire_and_Ice1983
Hilft dir zwar nicht weiter, aber ich fühle mit dir. Mir gehts ganz genauso und das schon seit Monaten Tabletten helfen nicht bzw kann ich vor lauter Angst nix längerfristig nehmen, v.a. wenn gefährliche NW im Beipackzettel stehn. Ich kämpf mich jeden Tag so durch, aber Leben würd ich das nimmer nennen :/ Kerngesund bin ich auch....schon genug Untersuchungen hinter mir. Dennoch ist bei mir z.b. ständig die Angst vorhanden, dass mir plötzlich die Luft wegbleibt. Sehr anstrengend schon -.- Therapie mach ich zwar, bisher aber mit Null Erfolg. Heut hab ich wieder Termin bei der Psych, da schaun wir wg neuen Medis. Irgendwas muss ja mal helfen, dass ich zumindest aus dem Akutzstand rauskomm -.-

Aber Kopf hoch....irgendwann schaffen wirs da raus! Wir dürfen uns nur nicht unterkriegen lassen

LG

19.12.2017 08:19 • x 1 #2



Das Gefühl zu sterben und schlimme Panikattacken

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kopfloseshuhn
Hallo Jenny

Hm mein erster Gedanke ist erstmal: Psychiatrie ist nicht genug. Fang mal eine ambulante Therapie an!

Wenn man Angst hat und Panikattacken sind das so starke Gefühle, dass man dazu neigt, nur zu rotieren und eigentlich nur zu denken ich will das nicht, ich will das nicht, ich will das nicht.
Aber damit ist halt niemandem geholfen.
Das gefühl trügt dich. Das ist halt das Wesen der Angst und je mehr man sich darauf versteift umso merh frisst sich dieses Gefühl fest.

Was kann man also tun?
Vor allem, die Gedanken auf etwas anderes lenken.
Jedes und jhedes Mal versuchen auf diese Gefühle lässiger zu reagieren, sich zu sagen, nein ich bin gesund, ich werde jetzt nicht sterben.Alles ist Gut.
Kein wenn. Kein aber.
Du warsts im Krankenhaus, bist untersucht, du bist jung.

Dann gilt es einfach auch den Grund zu suchen.
Zu gucken, was will dir deine psyche sagen? Warum muss sie so dermaßen aufschreien? Was läuft falsch?
Dazu braucht man aber meist eine professionelle Begleitung über längere Zeit.

Du erzählst immer sehr eindrücklich davon, wie schlimm die Angst ist.
Erzähl doch mal, Situationen. Was glaubst du, wo kommt es her?
Wo ist das Problem? Vielleicht können wir schon mal einkleines bisschen helfen.

Liebe Grüße

19.12.2017 08:25 • x 1 #3


petrus57
Zitat von Jenny1998:
Ich denke jeden Tag den ganzen Tag, dass ich jedem Moment sterbe. Ich kann an nichts anderes Denken und fühlt sich auch irgendwie so an, obwohl man das wohl kaum beschreiben kann.


Das hatte ich vor Jahren auch schon mal. Immer wenn sich was im Körper bemerkbar machte was anders ist als sonst, dachte ich das war jetzt wohl.

Aber auch diese Phase ging mal weg. So wird es auch bei dir kommen.

19.12.2017 09:06 • #4


Mimimausi
Das kenne ich auch! Ich dachte mir jedoch irgendwann: Wenn ich wirklich sterben sollte, will ich dann daran denken, dass die Ansgt die letzten Wochen/Monate oder Jahre meines Lebens bestimmt hat?
Es ist ein langer und schwerer Weg aus diesen blöden Gedanken raus, aber versuch stark zu sein und mach eine Therapie!

19.12.2017 09:21 • #5


Danke Euch für eure Antworten.
Selbst zu lesen, dass es jemanden genauso geht, tut gut auch wenn ich es natürlich niemanden auf der Welt wünsche.
Eine ambulante Therapie mach ich bereits, bislang ohne Erfolg.
Ich zwinge mich auch jeden Tag dazu, alles normal Aufrecht zu halten, treffe mich ständig mit Freunden, gehe zur Schule,...
aber es wird von Tag zu Tag anstrengender und ich will einfach, dass dieses schreckliche Gefühl aufhört.
Mein Psychologe ist der Auffassung, nach dem Grund zu suchen kostet nur Kraft und man sollte die Krankheit an sich behandeln, nicht den Grund, ich weiß nicht, was ich von diesem Ansatz halten soll...
Grundsätzlich will ich mich einfach mal wieder frei fühlen, nicht jede Nacht denken, du wachst nicht mehr auf, wenn du irgendwem begegnest zu denken, vielleicht war dass das letzte mal, es ist schrecklich.
Ich hoffe einfach es hört bald auf

19.12.2017 15:00 • #6


Eine Bekannte von mir hatte das auch mal.Diese Angst vor dem Tod/zu sterben.
Die Angst wurde irgendwann so übermächtig,dass sie sich dem Tod schliesslich hingegeben hat.
Sie hat sich quasi bewusst zum sterben hingelegt.
Dann hat sie gemerkt,dass sie nicht stirbt und seitdem ist die Angst Weg.
Totale Auslieferung schafft allerdings nicht jeder.

Eine weitere Methode wäre ein anderes Medikament: probiere es mal mit Amitriptylin ,es beruhigt direkt nach Einnahme und nach ein paar Wochen wirkt es auch antidepressiv.

Gegen meine massiven Ängste (schwere Angst und Panikstörung) hilft mir Lyrica.
Habe beides auch eine Zeitlang in Kombination genommen,muss natürlich langsam eingeschlichen werden.
Das Lyrica macht zu Beginn sehr müde aber nach 2-3 Wochen ist die Angst so gut wie weg.

19.12.2017 15:33 • #7


Mimimausi
Wie Flame geschrieben hat ist die totale Auslieferung bzw dieses bewusste durchleben dieser Angst das Ziel. Aber das ist sehr schwer! Du machst zwar alles, aber denkst dabei immer: bitte verschwinde du blöde Angst o.ä.
Dein Psychologe hat vermutlich Recht. Meiner hält auch nichts davon nach einem Grund zu suchen, sondern lieber an der Lösung zu arbeiten.

19.12.2017 15:43 • #8


Ja, dass diese Konfrontation mit der Angst in der Theorie der beste Weg ist, ist mir bewusst aber zur Zeit kann ich mir das einfach beim besten Willen nicht vorstelle. Hut ab an deine Freundin, dass sie das durchgezogen hat.
Ich habe wirklich das Gefühl, ich bin schon richtig paranoid. Wie du schon richtig sagtest, immer kommt mir dieser Gedanke in den Kopf, so darf ich mich nicht fühlen, das darf so nicht sein,....Heute zum Beispiel geht es mir etwas besser, aber ich interpretiere in ALLES schlechte Zeichen und mache mich dadurch noch mehr verrückt. Es ist wirklich ein schlimmer Teufelskreis.

20.12.2017 21:33 • #9


Hallo ihr Lieben...
heute ist es wieder besonders schlimm, seit heute Nacht denke ich die ganze Zeit ich muss sterben, halte es kaum aus, was soll ich nur tun
Habe gestern gelesen, dass eine Instagramerin, die an Krebs erkrankt war, gestorben ist. Denkt ihr das kann das getriggert haben?
Habe heute Nacht auch noch geträumt, dass ich im Krankenhaus liege im Sterben und niemand mir helfen kann... und bin mit einer Panikattacke aufgewacht...jetzt ist die Panik zwar weg aber dieser schrecklich Angstzustand bleibt die ganze Zeit erhalten und ich kann einfach nicht mehr

04.01.2018 14:01 • #10


Geh zum Psychiater (ohne Termin) und lass Dir ein beruhigendes Medikament verschreiben.,
Und von den Helferinnen vorne am Tresen nicht abwimmeln lassen.

04.01.2018 14:11 • #11


Zitat von Jenny1998:
Hallo ihr Lieben...
heute ist es wieder besonders schlimm, seit heute Nacht denke ich die ganze Zeit ich muss sterben, halte es kaum aus, was soll ich nur tun
Habe gestern gelesen, dass eine Instagramerin, die an Krebs erkrankt war, gestorben ist. Denkt ihr das kann das getriggert haben?
Habe heute Nacht auch noch geträumt, dass ich im Krankenhaus liege im Sterben und niemand mir helfen kann... und bin mit einer Panikattacke aufgewacht...jetzt ist die Panik zwar weg aber dieser schrecklich Angstzustand bleibt die ganze Zeit erhalten und ich kann einfach nicht mehr


Ablenken ist das Zauberwort. Hörbücher, geführte Meditationen, Spazieren gehen. Auch wenn es dir schwer fällt. Du musst trotzdem weitermachen. Dinge trotz der Angst tun. Das wird aber nicht nach 1 mal weggehen. Immer dranbleiben. Du schaffst das.

04.01.2018 14:14 • #12


@jenny1998,

Hallo Jenny, mir geht es momentan genauso. Aber ich muss sagen, wenn ich abgelenkt bin, geht es einigermaßen. Bloß, bei wurde eine zu niedrige Herzfrequenz vor etwa 14 Tagen festgestellt, so dass ich nun dauernd meinen Puls messe und darauf achte, ob Aussetzer vorkommen. Aber im Herzzentrum wurde nichts Auffälliges festgestellt.
Allerdings leide ich auch unter ständiger Benommenheit und mir ist oft komisch und dann denke ich auch, gleich fällst du um...das ist so Sch...ich habe schon so Einiges an Tipps gelesen (zudem weiß ich heute, woher die Angststörung kommt durch lange Therapien) Jetzt habe ich wieder die Angst, nur weil mein HA diese sehr niedrige Herzfrequenz festgestellt hatte.
Allerdings empfinde ich es sehr schwer, wenn man keinen anderen Gedanken mehr fassen kann. Wenn aber bei dir körperlich alles ok ist dann denke ich, ist es nur eine Phase wieder mal, die auch wieder vorbei geht (ich weiß, es ist sehr anstrengend.
Aber vielleicht hilft es dir, dich mit schönen Dingen zu beschäftigen, mal darauf achten, ob es dir besser geht, wenn du quasi abgelenkt bist, oder du redest mit deiner Angst z. B. ja, ich weiß, du bist wieder da, aber ich schenke dir jetzt keine Aufmerksamkeit, weil mir andere Dinge viel Wichtiger sind...
Als Hilfe gegen diese ständigen Angstgefühle und Symptome wirkt bei mir körperliche Aktivität. Wenn ich dann aktiv bin, sind die Gedanken so gut wie weggeblasen. Da ich meistens Fahrradtouren fahre, schaue ich in der Gegend rum und entdecke immer wieder was Schönes und kann zumindest einige Zeit die Natur genießen. Auf Dauer kann ich leider kein Beispiel nennen, da es mir gerade auch ähnlich geht. Meist, wenn ich wieder allein zu Hause bin und immer wieder meinen Puls messe. Ich hoffe, dass du etwas findest, was dir helfen kann.

04.01.2018 15:59 • #13


Hab versucht mich abzulenken... war ein wenig Vitamin d tanken im Solarium und sogar im fitnessstudio.. hab tavor 0,75mg genommen und die paniksymptome vor allem die körperlich sind weg.. aber immernoch bleibt dieser zwangsgedanke in meinem Kopf und jetzt hab ich schrecklich Angst heute Nacht zu sterben

04.01.2018 23:46 • #14


Zitat von Jenny1998:
Hab versucht mich abzulenken... war ein wenig Vitamin d tanken im Solarium und sogar im fitnessstudio.. hab tavor 0,75mg genommen und die paniksymptome vor allem die körperlich sind weg.. aber immernoch bleibt dieser zwangsgedanke in meinem Kopf und jetzt hab ich schrecklich Angst heute Nacht zu sterben


Du wirst nicht sterben es ist nur deine Angst.

05.01.2018 00:55 • x 1 #15


Mir geht es aktuell genau so, vor 3 Uhr Nachts kann ich so gut wie garnicht schlafen, ich spüre meinen Puls abwechselnd in allen möglichen Körperteilen, ich bekomme keine Luft und habe schreckliche Angst zu ersticken und daran zu sterben. Wenn sich mein Hals zuschnürt spür ich die nächste Panikattacke schon kommen...

05.01.2018 01:19 • #16


Ich erkenne mich wieder total .. es ist nur in deinem Kopf. Du wirst nicht sterben . Weist du mir hat geholfen innerlich zu sagen : na los dann lass mich jetzt sterben und was passierte alles war weg . Oder hallo Angst möchtest du mir wieder was einreden und weg.
Ich habe mich auch im Kreis gedreht und immer wieder alles abgesichert .. es wurde schlimmer . Bus ich anfing einfach alles zu machen und mit meiner Angst zu reden. Und was soll ich sagen Panikattacke habe ich keine mehr , Angstgefühle in geschwächter Form öfter aber daran arbeite ich .

Du wirst es schaffen ganz sicher und bald dein Leben genießen

05.01.2018 01:20 • x 3 #17

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Ihr seid so lieb, von euren Erfahrungen zu lesen tut so gut einfach zu wissen man ist nicht alleine..
Die letzte Nacht hab ich tatsächlich überlebt und trotzdem denke ich schon wieder dass ich diese Nacht sterben werde, wird es denn je aufhören? Ich hab jetzt seit zwei Tagen dauerhaft das Gefühl jeden Moment zu sterben verbunden mit dem Gedanken, niemand kann dir helfen, nichtmal im Krankenhaus würde ich mich sicher fühlen im Gegenteil... es ist echt furchtbar kennt das jemand?

06.01.2018 00:30 • #18


Mach dir immer wieder Bewusst, dass es nur deine Angst ist.

06.01.2018 00:34 • x 1 #19


Guten morgen Jenny, da hat dein Arzt recht damit das der grund gesucht werden sollte , anfangs kostet es kraft aber wenn du weiterhin dich nicht verstehst werden sie immer wieder kommen diese Beschwerden, bei mir war dass so uber vierzig Jahre. Seit ich den Auslöser kenne was mich in dauer Angst versetzt habe ich die passenden Schlüssel und kann das Schloss aufmachen was mich dann in dem Augenblick meines lebens gefangen hält. Deine Beschwerden. Sind momentan Symptome deiner momentane Krankheit je mehr du sie verdrängst oder verachtest um so stärker werden diese sie werden aufhören wenn du mit ihnen sprichst sie raum gibst sie annimmst, sie sagen dir dass du win wertvoller mensch du bist , sie sind nicht deine feinde sondern deine freunde nur du machst sie im Augenblick zu deinen feinden aber das will deine seele nicht denn sie will mit dir noch lange leben ,

06.01.2018 09:34 • #20



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