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Hallo Ihr Lieben
schön, dass es dieses Forum gibt! Gerne möchte ich mein Problem mit euch teilen – vielleicht kennt jemand von euch diese Zustände und hat wertvolle Tipps für mich, was ihn in der Akutsituation hilft.
Ich leide immer mal wieder unter Panikattacken wenn ich alleine bin. Hervorgerufen werden diese wenn ich alleine bin und mein Partner unterwegs ist. Ich bin dann zu Hause und steigere mich förmlich in die Gedanken, dass was passiert ist. Oft denke ich an einen Verkehrsunfall – ich habe keine Gedanken, dass er mir fremdgehen würde!
Ich kann diesen Zustand während einer Panikattacke ganz schlecht beschreiben, ich fühle jedoch, dass ich raus aus meiner Haut will. Ich sitze, schreie innerlich, habe übelste Unruhe, weine, schreie… Gucke panisch von rechts nach links.. es fühlt sich an als wenn ich betäubt werde.
Mein Partner ist ein toller Kerl, wir geben uns selbstverständlich unsere Freiheiten und er kann sich nicht 24 Stunden bei mir melden – logisch.
Die letzte Panikattacke hatte ich vor 6 Tagen – da war mein Partner mit zwei Kumpels in der Sauna. Ich wusste wo er ist und ich wollte mir einen ruhigen Abend machen – hatte im Hinterkopf allerdings schon Angst, dass die Panik wieder hochkommt. So war es dann natürlich auch… Gegen 0:30 Uhr rief er mich dann an und wollte mich noch sehen – zack war alles wieder in Ordnung!
Ich möchte diese Zustände nicht mehr – ich möchte die Abende, an denen ich alleine bin auch endlich wieder für mich genießen können!

Ich bin ein Scheidungskind, mein erster Freund hat sich nach 6 Jahren von mir getrennt und danach ging das Ganze los.
Kennt das jemand von euch? Wie geht ihr mit diesen Situationen um? Was macht ihr in diesen Situationen?
Es ist auch schon vorgekommen, dass ich um 2 Uhr nachts meine Freundin belagert habe am Telefon Sie befand sich gerade auf Nachtschicht im Krankenhaus und hatte Gott sei Dank eine Pause…
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

21.04.2016 15:53 • 08.08.2019 #1


11 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hallo Mönchen,

begrüße Dich ganz lieb bei uns.

Es liest sich nach typischen Verlustängsten und bei Dir machen sie sich halt so bermerkbar. Wichtig wäre daran zu arbeiten, das Du Dich auf Dich selber verlassen kannst. So wirst Du lernen müssen, dem Körper zu vertrauen, da es ja keine ernste Krankheit ist, wie Du selber feststellst.

21.04.2016 16:55 • #2



Panikattacken - Verlustängste - schlimme Gedanken

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Liebe Vergissmeinnicht,

vielen Dank für deine Antwort. Du hast recht - ich denke auch, dass es typische Verlustangst. Anfang Juni habe ich einen Termin bei einer Therapeutin bekommen. Ich möchte die Ängste unbedingt in Griff bekommen! Kennst du diese Verlustängste auch?

27.04.2016 09:32 • #3


marion1963
Guten morgen mönchen.auch ich kann im Moment nicht allein sein .das ist wenn wir unsere angst spüren nicht einfach. Ich bin auch gerade allein, mein Mann ist arbeiten. Versuch mich abzulenken.

27.04.2016 09:49 • #4


Huhu,

mir geht es ganz ähnlich wie dir. Alleine zu Hause und zu wissen, dass niemand erreichbar ist macht mich nach wie vor ganz panisch.

Ich habe in einer Therapie die Ursachen meine Problems erforscht und war anfangs etwas enttäuscht, dass es nicht vollständig verschwunden ist. Inzwischen habe ich begriffen, dass da noch ein bissi Weg vor mir liegt.

Ich versuche aktuell auch daran zu arbeiten mein Selbstvertrauen aufzumöbeln, und mir dadurch zu beweisen dass ich mich auf mich selbst und auf meinen Körper verlassen kann. Ich muss mir einfach beweisen, nicht hilf- und nutzlos zu sein. Praktisch heißt das, all die Dinge die ich wegen der Angst nicht mehr gemacht habe langsam und in kleinen Schritten in Angriff zu nehmen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, meine Wohnung jeden Tag ohne mein Handy zu verlassen, anfangs nur für ein paar Minuten. Um für mich selbst festzustellen, dass niemanden erreichen zu können, kein Weltuntergang ist. Ist noch ein echtes Rumgeeier auf Puddingbeinen, mehr als ein paar Minuten schaffe ich das noch nicht, aber Übung macht den Meister.

27.04.2016 09:59 • #5


marion1963
Ich versuche auch jeden Tag kleine Einkäufe zu erledigen. Meistens geht es mir danach besser u.kann die Nachmittage genießen .

27.04.2016 10:05 • #6


Ja ist erstaunlich, so mies es einem vor der Übung geht, nachher fühlt man sich gestärkt

27.04.2016 10:08 • #7


Vergissmeinicht
Liebes Angsthörnchen,

ja, ich hatte auch Verlustängste. Sie focussierten sich auf meinen Körper = Herz, Gehirnschlag, durchdrehen uvm.

Auch ich musste lernen meinem Körper zu vertrauen, daher machst Du es ganz richtig wie Du soeben nochmals geschrieben hast. Ohne Handy würde ich allerdings nicht rausgehen, es kann immer mal was sein.

Drücke Dir dolle die Daumen für Deinen weiteren Weg.

27.04.2016 10:23 • x 1 #8


Danke dir

Na ja, ohne Handy komme ich auch gerade mal so bis zum Heizungskeller...und dann

Du hast schon Recht, so ein Handy ist nützlich. Mir fällt nur kein besserer Weg ein, mal niemanden erreichen zu können. Und Hand aufs Herz, ich habe über zwanzig Jahre meines Lebens ohne Handy geschafft und offenbar überlebt, das wird schon. Das Ding nimmt in der Zeit in der ich alleine bin einfach einen zu großen Stellenwert in meinem Leben ein. Ich versuche da ein gesundes Maß zu finden. Eine Freundin von mir hat gestern ihr Handy zu Hause vergessen und sich den ganzen Arbeitstag nicht daran gestört. Ich habe sie so beneidet, ich wäre auf dem telefonfreien Weg zur Arbeit gestorben vor Angst und abends hätte mich wohl mein Mann vom Bürotelefon abholen müssen. Für andere Vorschläge zur 'Unerreichbarkeit' habe ich natürlich ein weit offenes Öhrchen.

LG
Das Angsthörnchen

27.04.2016 10:50 • #9


Vergissmeinicht
Liebes Angsthörnchen,

ich schaffe es durchaus das Handy klingeln zu lassen; die Mailbox springt ja dann an. Also, ohne Handy bin ich und das bis heute nirgends hingegangen. Hat aber nun nichts mehr mit Angst oder der Handysucht von den Kiddys zu tun. Wenn Du es auf ein Normalmass zurückführen möchtest, finde ich es ok.

27.04.2016 12:39 • #10


08.08.2019 21:26 • #11


Lottaluft
Was du solange tun kannst ist dich ablenken so gut es geht und deine gefüllte nicht versuchen abzuschotten das macht es schlimmer
Ich weiß leider wie du dich fühlst ich war selbst 1,5 Jahre in so einer Push and pull Beziehung
Hast du medikamentöse Hilfe für dich in Betracht gezogen ?

08.08.2019 21:39 • #12



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Dr. Christina Wiesemann