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Tinkerlady

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Guten Morgen;
hatte die Tage in ein schon geöffneten Thread von mir geschrieben aber der wird scheinbar nicht gelesen oder so (also kein Vorwurf ) hier mal der Link agoraphobie-panikattacken-f4/derealisation-und-nun-auch-noch-ein-bitzeln-im-koerper-t58954.html

Weshalb ich jetzt einen neuen Thread öffne ist da ich die Tage irgendwie wie abwesend bin,man erzählt mir was und muss es mir teilweise 2 mal erzählen oder wenn ich Fernseh schaue und nach ner halben Stunde wo anders hinschaue ists als wüsste ich zeit,ort und tageszeit nicht mehr,fühle mich so abwesend,kennt das einer? Habe angst noch ganz andere Krankheiten/Störungen zu haben

Bei mir ist es echt so das sich mein Leben 24 Stunden lang um meine Sympthome dreht und ich absolut auf jedes Ding höre in meinem Körper...es nervt absolut und schränkt mich total ein,ich geh zwar täglich vor die tür aber nicht ohne probleme zu haben oder nicht nachzudenken Das einzigste was jetzt schon gut ist das ich etwas ruhiger bin da ich nun tabletten gegen meinen hohen Ruhepuls bekommen habe (hatte immer so 105 ruhepuls),hab jetzt dann demnächst noch langzeit ekg und herzultraschall hoffe kommt nix schlimmes raus.

Was eben noch mein größtes Problem ist das mir immer alles unreal vor kommt,ob ich wirklich dort bin,das mache usw.Das schränkt mich richtig ein,da ich dauerhaft das gefühl habe gar nicht zu existieren oder nichts mehr mit zu bekommen.Kennt das alles einer und hat tipps?

Lg Judy

17.07.2014 07:42 • 28.07.2014 #1


10 Antworten ↓


Sabine21

Sabine21


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Hallo!
Das hört sich nach Derealisation an. Haben viele Ängstler.
Tipps kann ich dir keine geben. Aber vl. meldet sich ja noch wer.
Alles Liebe Sabine

17.07.2014 08:10 • #2


Herzklopfen


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Hallo Judy
Kenne das Gefühl auch. Das ist ein Zeichen der Angst.
Ich drehe mich auch den ganzen Tag um meine Angst und meine Symptome. Leider...
Hast du schon mal dran gedacht eine Therapie zu machen ?
Ich habe mich nun angemeldet und hoffe der kann mir weiter helfen.
Liebe Grüße

17.07.2014 12:05 • #3


Tinkerlady


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Hallo,
ja bin schon seit 2009 in Gesprächstherapie aber keiner kann mir da iwie helfen,musste mir von der einen Psyschologin sagen lassen,dass es sowas gar nicht gebe und ich sowas erfunden hätte. Leider gibts hier wenige Psyschologen. Hab seit Oktober 2013 eine neue die in meiner Vergangenheit sucht warum ich das habe dennoch hat sie mir bis heut kein bissi geholfen.
Gestern wars wieder so das ich phasenweise so probleme hab also das mir so krass unwirklich is... dann waren wir unterwegs und irgendwie gings mir gut aber irgendwie hinterfragte ich mich auch obs wrklich so is,das verunsichert total.

Lg Judy

18.07.2014 09:15 • #4


Herzklopfen


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Kenne das leider auch und steiger mich sehr da rein.
Ich geh ab nächste Woche zum Psychologen.
Ich denke zur Zeit das mein Kopf selber denkt. Ahhh

18.07.2014 09:52 • #5


Me.heart.love.

Me.heart.love.


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Hey. Keine Angst bist nicht allein. Hab ich auch öfters hab aber schon ein paar kleine Auswege gefunden. Also als erstes mal schau dich im Spiegel an, wenn dich unreal fühlst. Red dir selber zu: "Ich bin da. Ich lebe. Ich heiße so und so und bin hier in ....".
Kannst dich auch mal kneifen. Oder du berührst Gegenstände in deiner Umgebung, hörst Musik, kaltes Wasser ins Gesicht, mal so bisschen Bewegen also Hampelmann oder so. Das ist vielleicht komisch dieses Gefühl aber es hat einen tieferen Sinn. Es soll nämlich vor schlechten Gedanken und Negativem schützen. Also nicht den Kopf zerbrechen.

18.07.2014 10:08 • #6


Juliachen85


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Mir gehts heute auch so. Alles scheint so unwirklich um mich herum. Dazu so ein doofes heulgefuhl

18.07.2014 13:06 • #7


Tinkerlady


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Guten Morgen,
danke me.heart.love Ja das Gefühl ist echt schlimm,dieses Heulgefühl kenn ich ich bin dann so übersensibel und ja :-/

Mich nervt es echt arg wie es momentan bei mir ist,Spaß beim vor die Tür gehen kann man da nicht nennen. Es fängt schon damit an das ich morgens aufwache und gleich der gedanke kommt hoffentlich schaffe ich heute alles,dann den ganzen Tag angespannt das ich die Zähne aufeinander beiße,Kopfschmerzen bekomme und mir schwindelig ist,ich bewege mich dann wie ein Roboter und bin voll schnell ausm Gleichgewicht wenn ich lauf oder mich beweg muss dann als aufpassen net umzuknicken oder ähnliches.

Seit 2 wochen nehme ich ja tabletten gegen meinen hohen puls,es ist auch echt besser geworden aber vor 2 tagen war mein ruhe puls trotz tabletten ständig auf 120,ich machte mich dann mega verrückt ob ich net bald herzversagen habe oder ähnliches hab dann alle 5 minuten gemessen

So pienzig war ich sonst nie...ich bewerte eben alles falsch obwohl ich ja weiß mir passiert nix...Abends geh ich ins bett und denke dann nur hoffentlich kann ich schlafen und das ich net wieder aufwache und mir gehts doof. Also täglich der selbe Kampf.Mein Leben besteht nur aus Denken und Angst... ich fahr täglich zum Pferd in Stall usw. aber täglich fühl ich mich als fahre ich das erste mal hin...schwitze ohne ende,sehr unwirklich,angespannt,hektisch,manchmal auch fluchtgedanken. Man sagt doch "stell dich der angst und mach alles dann wirds besser und die Angst tritt seltener auf" ja das mach ich aber es bessert sich nichts. Ich bin wie gesagt täglich am stall aber mir gehts täglich so,ich hab dann so doll stressschwitzen und von der anspnnung zittrige beine normale flüssige bewegungsabläufe funktionieren nur schwer. Ich habe jeden Tag angst weg zu fahren ob ich alles schaffe und manchmal trau ich mich dann auch manche sachen nicht....und mir fehlt oft die vorstellung da und da gleich hinzufahren und dort zu sein,das macht schon alles kaputt.Traue mich auch nicht weit weg denn wenn es mir schlecht geht "muss" ich ja schnell heim können,heißt ich kann eh nur mit dem auto weg,öffentliche verkehrsmittel und zu fuss kann ich gar nicht. Fahre immer mit meinem Freund und egal wo wir hinfahren das auto muss "griffbereit" stehen und ich muss schnell heim könnnen. Das heißt mehr als 15km weit weg oder so trau ich mich gar nicht,obwohl ich eigentlich weiß das ich ne panikattacke auch egal wo aushalten könnte,wenn diese Sympthome drum rum (unwirklich,schwinde usw) nicht so drastisch wären denn die gehen einfach nicht weg in so situationen.

Mich nervt es einfach so eingeschränkt zu sein und immer das abhängig sein von anderen

Mir ist echt immer und dauer unwirklich ich steh dann am stall schau mich um und denk nur "wo bist du her,wasn machst du hier,wie komm ich heim,usw" Ich bin echt am Tag nie mal entspannt bin dauerangespannt und bewege mich echt wie en roboter.

Was ich noch oft habe bei so Hitze wie jetzt oder Unwetter das ich das nicht beeinflussen kann und das macht oft Angst,bei der Hitze denkt man man erstickt...und heut ist absolut schwül,das heißt mein jetzt schon heftiges stressschwitzen wird nachher richtig klasse denn das löst ne üble hektik in mir aus die mich dann zur panik bringt. Und ich hab ja immer angst das ich vom kreilauf her umkippe...ja angst vor allem..grrr bin genervt Ich denk mir dann immer mach langsam aber ich bin halt auch immer froh wenn alles gemacht ist denn es könnte ja immer ne panikattacke kommen und ich hab den stall noch nichtmal sauber gemacht und muss dann heim. Wie ich ja sagte ich kann nicht entspannt weg gehen die Panik sitzt mir im genick. Alles nur schnell schnell solang es erträglich gut ist,man weiß ja nie wie es einem gleich geht....man was ne doofe denkensweise

Jeden Tag der selbe Kampf....Wer mal lesen möchte wie alles bei mir begann und warum ich das habe usw kann ja mal gern meine "geschichte" lesen agoraphobie-panikattacken-f4/angst-vor-auto-fahren-auf-die-koerpersignale-hoeren-t49153.html

Ich will einfach wieder normal sein,mein leben leben können und auch mal wieder spaß haben!

Sorry fürs zuheulen aber irgendwie musste das mal raus... normal rede ich mit meiner mutter die es auch hat nur der gehts noch 10 mal schlechter wie mir,die kann nämlich seit paar jahren gar nicht mehr vor die tür.

Lg und danke fürs zuhören Judy

20.07.2014 06:53 • #8


Peur


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Hallo Tinkerlady,

meine erste Panikattacke ist erst einige Wochen her, d.h. ich bin noch ein absoluter Neuling unter den Angsthasen, aber bei mir ist es genauso wie bei dir, dass vor allem die Phasen zwischen den Attacken sehr belastend sind. Ich hatte seit der ersten Attacke fast zwei Wochen ununterbrochen dieses Gefühl der Unwirklichkeit....einen Tunnelblick, das Gefühl mein Gehirn sei in Watte gehüllt, teilweise das Gefühl, meinen Mund nich richtig steuern zu können, keinen richtigen "Kontakt" zur Außenwelt (als sei mein Körper unter einer Käseglocke)...es fällt mir sehr schwer mich auf irgendwas zu konzentrieren, insbesondere auf Gespräche mit anderen. Ich habe das Gefühl als sei meine Reaktionsgeschwindigkeit stark verlangsamt. Oft hab ich das Gefühl, mein Gedächtnis hätte mich verlassen, weil ich mich an viele Dinge auf Anhieb nicht erinnern kann (die kommen dann meist nach kurzer Zeit wieder) und ich fühle mich an vielen Orten, die mir eigentlich bekannt sind, ganz plötzlich für einen kurzen Moment orientierungslos.

All diese Symptome führen dazu, dass ich mich in bestimmten Situationen erschrecke, Herzrasen kriege und sich alles zur Panikattacke hochschaukelt. Die ersten Tage passierte das häufiger. Seit ca. einer Woche habe ich es ganz gut im Griff.

Ich habe seit der ersten Attacke ungalublich viel über Panik- und Angststörungen gelesen, um mich zu vergewissern, dass ich wirklich daran leide und keine anderen Krankheiten habe. Die sog. Deralisation und Depseronalisierung war dabei für mich von besonderem Interesse, weil es für mich wie gesagt auch das belastenste von allem ist.

In irgendeinem Beitrag bin ich auf eine Erklärung gestoßen, die mir sehr geholfen hat. Ob sie wissenschaftlich fundiert ist oder nicht, weiß ich nicht, aber für mich klang sie plausibel und sie beruhigte mich, das ist ja am Ende was zählt. Also die Erklärung lautete in etwa so:

Nach der Panikattacke geht man in den Selbstbeobachtungsmodus. Man beobachtet und analysiert dann ununterbrochen jede kleinste völlig normale Regung im Körper. Das Gehirn muss alle Reize pausenlos analysieren. Es arbeitet also viel mehr als vor der ersten Panikattacke als noch alles "normal" war, ohne Angst. Hinzu kommt, dass viele dieser kleinen Regungen im Körper nun fälschlicherweise als Gefahr gewertet werden, weshalb das Gehirn zusätzlich zum "Beobachtungsmodus" nebenbei auch ständig in den "akute Gefahr"-Modus wechselt.
Das alles führt dazu, dass das Gehirn ermüdet und bald völlig erschöpft ist. Da es sich aber - egal was kommt - weiterhin auf die vermeintlich lebenswichtige Beobachtung der Gefahr konzentrieren muss, werden andere Befehle, z.B. Kommunikation mit Kollegen, Orientierung im Kaufhaus usw., nur nachrangig "bearbeitet". Das heißt das Gehirn hat es als wichtigste Aufgabe, zu beobachten, ob vom Körper eine Gefahr ausgeht. Nur nebenbei und zweitrangig werden alle anderen, alltäglichen Aufgaben erledigt.
Biochemisch ist es dann wohl tatsächlich so, dass Neurotransmitter bestimmte Reize etwas langsamer übertragen als sonst.

Die Derealisierung oder Depersonalisation, die bei uns das Gefühl hinterlässt, verrückt oder Schizophren zu sein, ist also im Grunde nix anderes als ein völlig ungefährlicher Hinweis des Gehirns, dass es überfordert ist. Die bitte unseres Gehirns, es zu entlasten, also sich weniger Reizen auszusetzen.

Seitdem ich das verinnerlicht habe, geht es mir insgesamt besser und ich hatte sogar vereinzelnt Tage, an denen das Unwirklichkeitsgefühl phasenweise ganz weg war. Wenn es da ist, dann versuche ich es einfach zu akzeptieren. Es nervt, aber es ist nicht gefährlich. Es zeigt mir eigentlich nur, wie gut mein Gehirn funktioniert.

Was mir außerdem gut gegen die Derealisation hilft, ist Freunde fragen, wie ich im Gespräch auf sie wirke, also ob sie irgendwas bemerken. Denn die Empfindung, langsam oder wie ein Roboter zu sein, haben nur wir selbst. Außenstehende nehmen das gar nicht wahr, weil die "neurotransmitter-bedingten" Verzögerungen nur Millisekunden ausmachen.
Probier das mal aus, mich beruhigt die Bestätigung von außen, dass ich nicht "verrückt" wirke.

puuuh, das ist jetzt ganz schön lang geworden
Ich hoffe, dass dir diese Erklärung genauso hilft wie mir

22.07.2014 21:00 • x 1 #9


Tinkerlady


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Huhu Peur,
vielen dank für deine lange und ausführliche Nachricht
Ja das hört sich sehr plausibel an ich versuche das jetzt mal aus dieser sicht zu sehen

Ich hoffe das ich meine unsicherheit und dieses tägliche neu anfangen irgendwann mal los bin. Denn ich mach und tu täglich aber es wird einfach nicht "normal" habe ein so tolles pferd der en ganz klasse charakter hat und mein bester Therapeut ist aber ausreiten geht nicht habe probleme zu weit vom auto weg zu kommen (das auto was mich im fall der fälle heim bringen kann ) Will einfach wieder ein normales leben

Lg Judy

23.07.2014 16:28 • #10


Tinkerlady


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Huhu,
da bin ich wieder...also wenn es mir nun wieder unwirklich wird sag ich mir seit neustem "na judy beobachtest dich schon wieder,hör auf das brauchste net" das hilft schon soweit gut. Nur die letzten Tage bin ich echt dauerangespannt und wenn ich abends ins bett geh tut mein ganzer körper und vor allem mein brustkorb wie blubbern kann es gar net beschreiben als hätte ich en herzschlag das es mich zerlegt,und wenn ich dann schau hab ich nur en eicht stärkeren herzschlag mehr aber nicht,ich denke das muss ja dann von der anspannung kommen dieses blubbern (blödes wort weiß aber nicht wie ich es sonst nennen soll) ich schlaf dann ewig nicht ein

Momentan ists echt doof mir gehts nachts doof,am tag doof,daheim doof,unterwegs doof...heut morgen hat ich es gefühl ich verlier meinen verstand und kann traum und realität nicht mehr unterscheiden das macht absolut angst. Dabei hab ich mir gestern selbst als ziel gesetzt weniger über meine symptome usw zu reden und weniger beachtung zu schenken,denn das tu ich 24 stunden lang...wenn es einem aber so geht ist dies fast unmöglich...hab so angst eingewiesen werden zu müssen

LG Judy

28.07.2014 13:09 • #11



Dr. Reinhard Pichler


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