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Timo36-HH

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Hallo Ihr, habe da mal eine Frage bezüglich Citalopram 20 mg!
War im Januar 2017 auf Kur zum 3ten mal und habe dort in Absprache meine Citalopram abgesetzt(nach 5 Jahren).
Nun ist es so das die Panik (Angst vor der Angst ) in vollen zügen wieder zurück ist.Gehe so gut wie nicht mehr raus da alle Symptome wieder noch Stärker als je zu vor da sind.Mein Artzt hat mir diese nun neu Verordnet!
Was meint Ihr ob ich die bedenkenlos wieder nehmen sollte?

Lg

Diagnose:

Mittelgradige depressive Episoden
Agoraphobie mit Panikstörung

21.05.2017 12:32 • 29.07.2017 #1


11 Antworten ↓


laribum

laribum


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Wenn du dich länger rumquälen möchtest nimm sie nicht, wenn du da raus kommen möchtest wird das für den Anfang wieder die Lösung sein.
Die Frage ist nur ob ein wieder Einschleichen von psychopharmaka auch immer funktioniert bei einigen ist das nämlich nicht der Fall...

21.05.2017 12:46 • x 1 #2


Timo36-HH

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Bin gerade alles andere als Stabil! Habe in 2 Wochen meine neue Therapeutin und gehe in die Tagesklink.Weiß nicht wie ich da jeden Tag hin soll , da ich kaum aus meiner Wohnung komme.Jeder Tag ist mittlerweile ein Kampf ... Meine Gedanken bekomme ich aich nicht unter Kontrolle (soizidal)

21.05.2017 13:14 • x 1 #3


Sure


Hast du das Medikament vielleicht zu schnell oder zu früh abgesetzt? Auch nach 5 Jahren kann es "zu früh" sein, die Zeitspanne selbst ist erstmal kein Indikator. Hast du während der medikamentösen Therapie an deinem Grundproblem gearbeitet, sprich Psychotherapie und dergleichen? Hast du dein Leben so verändert, dass du dich psychisch wieder wohl fühlen kannst, auch ohne Medikamente? Ich würde erstmal erkunden, warum es dir jetzt wieder schlecht geht und ob Mediakamente dort angebracht sind oder vielleicht eher ein anderer Weg. Oder beides in Kombination.

Edit: Habe gerade gelesen, dass es dir sehr schlecht geht. In dem Sinne: Werte meine Vorschläge als Vorschläge und hole dir im Zweifelsfall Hilfe in einem Krankenhaus.

21.05.2017 13:18 • x 1 #4


Timo36-HH

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Keine 3 Wochen das Absetzen mit heftigen Absetzerscheinung.
Ja in Therapie war ich bis Februar und dannach nicht , da der Therapeut in Lübeck war und ich ais Hamburg.

21.05.2017 13:24 • #5


Timo36-HH

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Zitat von Timo36-HH:
Keine 3 Wochen das Absetzen mit heftigen Absetzerscheinung.
Ja in Therapie war ich bis Februar und dannach nicht , da der Therapeut in Lübeck war und ich aus Hamburg.

21.05.2017 13:38 • #6


laribum

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wenn es gar nicht geht dann notaufnahme

21.05.2017 13:50 • x 1 #7


Timo36-HH

Timo36-HH


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Werde das Montag mal mit meinem alten Therapeuten besprechen.Welche Alternativen es gibt usw...
Der leidensdruck ist momentan halt sehr Stark und das Positive Denken schwindet halt.

Situation :

Fahrrad fahren mit Ziel!

Was nehme ich an Köperlichen Reaktion als erstes war?

- Schwindel
- erhöhter Herzschlag
- Nasse Hände
- innere Unruhe
- Trockenheit im Mund
- Aufsteigende Wärme in Verbindung mit Gänsehaut an den Beinen

Reaktion und Gedanke

- steige vom Fahrrad bzw versuche es auszuhalten
- wann wird das besser
- was soll der mist schon wieder
- innerliche Druck schnell/heil ankommen

Es sind alles erklärbare Reaktionen meines Körpers und das weiß ich!

Anspannungslevel ist recht hoch bzw körperliche Symptome sind schon vorher Spürbar

Die Gedanken sind schon bevor ich los fahre da und das habe ich eher nicht unter Kontrolle.

21.05.2017 14:28 • #8


Häschen123

Häschen123


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Ich kann dazu nur aus meiner Erfahrung sprechen. Ich habe die dinger auch genommen 2011 und weil mir das angst machte musste ich rad fahren bis der pegel runter war.

In verbindung mit meditation ging es dann auch. Aber voll auf Adrenalin. Etliche km weit bis ich völlig alle war. Am ende war ich ko und habe mir gut zu geredet, das es ok ist znd es mir gut geht. So konnte ich mir das herzrasen inkl. Angst weg treten.

Es hat eine weile gedauert , bis ich das ohne konnte.
Mich hat mein Adrenalin dazu gebracht und das habe ich für den moment überlistet und danach (mit Wirkung des cita) wieder am leben teil zu haben.

29.05.2017 18:03 • #9


Jahreszeiten-17


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Guten Tag, evtl. bin ich zu spät mit meiner Antwort, aber ich bin neu hier und habe Ihre Anfrage gerade erst gelesen.
Ich kann sehr gut nachvollziehen wie schlimm der Zustand ist. Ich habe über Jahre Citalopram 10 mg genommen und hatte eine gute Zeit. Leider ist mein Arzt verstorben. Der Arzt, bei dem ich eine Analyse machte, hat mir das Medikament nicht gerne verschrieben und mir ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem es mir nicht gut ging, kein weiteres Rezept ausgestellt. Er war der Meinung, dass ich es "nicht brauche". Nach ungefähr 3 Wochen kam es zu einer Verschlimmerung aller Symptome, die ich von früher kannte: Angst-,Panikanfälle, Schlaflosigkeit. Diese Symptome verstärkten sich von Tag zu Tag. Erst danach habe ich in meiner Apotheke erfahren, dass es bei abruptem Abbruch der Behandlung mit Citalopram zu einem sogenannten Absetzsyndrom kommt. Es müsse vorsichtig, über eine längere Zeit ausgeschlichen werden. Ich habe erfahren müssen, wie schlimm dieses Syndrom ist, einfach Horror! Erst nach einer langen Wartezeit konnte ich einen Termin bei einem neuen Arzt erhalten. Zu dieser Zeit war es mir schon nicht mehr möglich, einem normale Leben nachzugehen. Die Ärztin hat mir sofort wieder Citalopram verordnet, erst 10 mg, dann 20 mg, weil es einfach nicht besser wurde. Ich wusste zwar, dass es zu Beginn der medikamentösen Behandlung zu einer Verschlimmerung kommen kann und es auch zwischen 3-8 Wochen dauern kann, bis eine Besserung eintreten wird, jedoch war die Zeit bis dahin für mich einfach furchtbar. Ich konnte nicht essen, nicht schlafen, hatte andauernde Panik- und Angstanfälle und daraus hat sich auch eine depressive Reaktion entwickelt. Aber nach ca. 4 Wochen kam es zu einer Besserung! Sehr langsam zwar - aber stetig. Ich war sehr froh darüber und habe schon gedacht, dass es jetzt nur noch aufwärts gehen kann. Das zweite Rezept über Citalopram habe ich in einer anderen Apotheke eingelöst. Das Citalopram kam jetzt von einer anderen Pharma-Firma. Und nach einer Woche ging es wieder los. Heftige Angst, Panik und ...... Vor Pfingsten habe ich versucht meine Ärztin zu erreichen, sie war jedoch erst heute wieder in der Praxis. Bei meinem Anruf wurde meine Vermutung, dass es an dem Medikament liegen könnte, bestätigt. Die Ärztin sagte, dass zwar immer bestritten wird, dass es Unterschiede der Wirkung beim Patienten durch den Wechsel der Pharma-Firma gibt, aber auch sie habe diese Erfahrung gemacht. Sie hat mir sofort das Medikament verordnet, von der gleichen Firma wie beim ersten Mal. Ich muss jetzt wohl wieder Geduld haben, obwohl ich auch verzweifelt bin, weil ich wieder diese schlimmen Tage und die argen Attacken, wie auch Angstgedanken und Erwartungsangst habe.
Aber Citalopram hat mir über Jahre geholfen und auch zu einer Besserung in der letzten Zeit geführt. Es ist arg, dass es jetzt wieder zu dieser Verschlimmerung gekommen ist und ich muss alle Kraft aufbieten, um weiter daran festzuhalten, dass es wieder besser wird.

06.06.2017 19:27 • x 1 #10


Timo36-HH

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Danke für deine Antwort.Bekomme nun ein neues Ad und bin seid ner Woche in der Klinik

10.06.2017 17:55 • #11


Timo36-HH

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Update:

Das neue Ad hat nicht geholfen (Elontril 300)
Neuroleptika Risperdol 2 mg (Hilft gut )
Ciraplex 10 mg aktuell am einschleichen hilft (Gefühlt)

Bin nun seiď knapp 2 monaten in der Psychartrie zwecks Eintellung der Medis und dem Weg aus der Krise.
Bin froh diesen schritt gegangen zu sein

29.07.2017 23:03 • #12



Dr. Christina Wiesemann


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