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Hallo,


ich (w,28) lebe seit über 7 Jahren mit Panikattacken. Seit 2 Monaten ist es wieder ganz besonders schlimm, habe das Haus kaum verlassen. Die letzte Woche war einfach eine Katastrophe und ich sehe gerade die nächste Depression auf mich zurasen.


Diese Woche war es jeden Tag so, dass ich vor 7.00 Uhr meine erste Panikattacke hatte und die Symptome dann auch nur ganz langsam ein wenig abgeklungen sind. Richtig weg waren sie seit Dienstag nicht mehr. Mit 'Symptome' meine ich hier das volle Programm: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Atemnot, Ohrendruck, Stechen in der Brust, Druck im Brustkorb, Übelkeit, ... ihr kennt das.


Seit einigen Monaten habe ich zusätzlich noch ein Ganzkörperzittern. Aber nicht so eins, das man sieht, eher so ein innerliches Vibrieren, "Summen". Fühlt sich an, als ob das Blut irre schnell fliessen würde. Kennt das jemand? Das macht mich total fertig. Ich komme eigentlich gar nicht mehr zur Ruhe.


Hat irgendwer einen Tipp oder kennt dieses Summen im ganzen Körper? Ich drehe gleich durch!

Freue mich über jede Antwort! Vielen Dank schonmal!


Liebe Grüße

Kiiwii

10.08.2007 07:08 • 18.03.2021 #1


35 Antworten ↓


hallo kiiwii,
die von dir beschriebenen symtome kenne ich ALLE, dieses vibrieren oder summen habe ich allerdings erst seit kurzem wahrgenommen. hauptsächlich merke ich das im kopf! hört sich komisch an - vibrieren im kopf. nur gut, daß man sich hier mit betroffenen austauschen kann, erklär das mal deinem nachbarn oder auch arbeitskollegen...die denken dann, da ist wohl jemand reif für die klappse...
manchmal glaube ich, ich beobachte meinen körper viel zu genau...da kann man ja nur ständig neue "ausfälle" entdecken.
aber wir sind doch nicht alle hypochondrisch veranlagt...oder etwa doch?
quäle mich übrigens schon über 20 jahre mit dieser angst und panik durchs leben.

10.08.2007 09:09 • x 1 #2



Vibrieren / Summen im ganzen Körper - brauche eure Hilfe

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Hallo,

wenn ich ehrlich bin, muss ich doch die ein oder andere hypochondrische Seite an mir bemerken. Das hat sich mit der jahrelangen Angst und Panik so eingeschlichen. Oder war es andersrum? Als ob man mit Panikattacken und Agoraphobie nicht schon genug zu tun hätte :-/

20 Jahre? Das macht nicht gerade viel Mut. Ich denke nicht, dass ich nochmal 7 Jahre durchhalten werde.

10.08.2007 09:20 • x 1 #3


doch, kiiwii! das kann (leicht) dein weiteres leben begleiten.
wenn du dieses forum mal etwas mehr durchliest, wirst du sehen, daß ich nicht die einzige bin, die seit so langer zeit diese probleme hat.
bei mir ist dieser "zustand" ja auch nicht ununterbrochen seit 1980...es gab durchaus auch fast ganz beschwerdefreie zeiten.
mal nur ein paar wochen, dann sogar monate oder zuletzt ein ganzes jahr!
habe zwischenzeitlich einiges ausprobiert an medis und auch kurze zeit eine therapie...
im moment geht`s mal wieder nicht so gut, hab wieder einige arzttermine. ich muß allerdings feststellen, daß dieses forum hier z.zt. eine große hilfe für mich ist! habe ich erst vor ein paar tagen entdeckt. wenn ich lese, wie viele betroffene es gibt, die diese krankheit so in worte fassen können, daß ich mich in vielen beiträgen selbst wiedererkenne...das tut mir so gut, daß die mir sonst als lebensbedrohlichen situationen gar nicht mehr soooo schlimm erscheinen.
aber ich erkenne auch immer mehr, daß nur eine therpeutische maßnahme was bringen kann, wenn man diese auf dauer durchzieht!
immer wieder abbrechen, wenn`s wieder gut geht, ist keine lösung.
da sollte schon das richtige unternommen werden. aber das rauszufinden, ist nicht einfach!

10.08.2007 09:52 • #4


hallo kiwi
das vibrieren war bei mir wie eine art zittern, eine art schüttelfrost ohne frost. dabei war die anspannung im kiefer ziemlich hoch. ist das bei dir auch so ? mir hat vt geholfen, dieser "tremor" ist nicht wieder aufgetreten.
wenn der druck unerträglich wird, geh in die psych.ambulanz des klinikums, die helfen in der regel sofort.....

10.08.2007 10:05 • #5


ZZerRburRuSs
hallöchen .
also ich kenne natürlich auch alle beschriebenen symptome zur genüge .
aber kribbeln kenne ich wie auch nur im kopf ,direkt unter der deckelPlatte .
bei mir war dieses kribbeln recht unabhängig von atacken ,mal kam es mit einer ataacke und mal ganz alleine.

kiiwii machst du therapie oder hast du früher schon eine gemacht ?
steht leider gar nichts von in deinem postl .

büs bald ZZ

10.08.2007 10:08 • #6


Danke erstmal, dass ihr so schnell antwortet... Ich bin heute ganz besonders zappelig und das Forum hilft mir sehr. Ein gutes Gefühl, nicht alleine zu sein.

Ja, ich habe vor ca. 4 Wochen meine vierte Therapie bei meinem dritten Therapeuten begonnen. Soweit macht das auch alles einen guten Eindruck, ich fühle mich da sehr gut aufgehoben und sehe auch ab und zu einen kleinen Fortschritt. Nur diese Down-Phasen machen mich fertig. Diese jetzt gerade ist besonders schlimm - tiefes dunkles Loch.
Es fühlt sich jetzt gerade so an, als hätte ich einfach keine Kraft mehr für diesen ganzen Müll. Ich möchte gern aufgeben, einfach alles stehen und liegen lassen, mich verkriechen (was ich im Prinzip eigentlich schon mache).

@ no fear
Ja, der Kiefer, das Kieferzittern macht mir während einer heftigen Attacke sehr zu schaffen. Das macht das Sprechen dann sehr schwierig. Abgesehen davon, dass ich dann eh keinen klaren Gedanken äußern könnte. Was ist vt?

@ZZ
Das Kribbeln ist bei mir auch ganz unabhängig von einer Attacke. Es ist eigentlich die ganze Zeit da, mal mehr, mal weniger. Fängt direkt im Kopf an und geht bis in den kleinen Zeh. Wenn's ganz schlimm ist, fangen die Fingerspitzen an, schlimm zu Kribbeln. Das bringt so viel Unruhe in mich, wo ich doch eh schon so zappelig bin und keine Minute ruhig sitzen, liegen, stehen kann :-/

10.08.2007 10:20 • #7


vt ist verhaltenstherapie
was für eine therapie machst du ? wenns nicht auszuhalten ist, und die ambulanz nicht hilft, geh in eine tagesklinik, zz hat das ja ausführlich beschrieben

10.08.2007 10:26 • #8


Ich will nicht jammern und nichts dramatisieren, aber ich schaffe es zur Zeit nicht durch diese verdammte Haustür. Ich schaffe es einfach nicht - keine Ahnung wie ich irgendwohin gehen sollte. Keine Ahnung.

10.08.2007 10:31 • #9


Kiiwii schrieb am Fr, 10 August 2007 10:20

Ja, ich habe vor ca. 4 Wochen meine vierte Therapie bei meinem dritten Therapeuten begonnen. Soweit macht das auch alles einen guten Eindruck, ich fühle mich da sehr gut aufgehoben und sehe auch ab und zu einen kleinen Fortschritt. Nur diese Down-Phasen machen mich fertig. Diese jetzt gerade ist besonders schlimm - tiefes dunkles Loch.
Es fühlt sich jetzt gerade so an, als hätte ich einfach keine Kraft mehr für diesen ganzen Müll. Ich möchte gern aufgeben, einfach alles stehen und liegen lassen, mich verkriechen (was ich im Prinzip eigentlich schon mache).


Guten Morgen Kiiwii,
Du schreibst das du dich sehr gut aufgehoben fühlst und auch kleine Fortschritte machst...hast du schon mal darüber nachgedacht das du deswegen gerade vermehrt so schlimma lang anhaltende Symptome hast?

Nach manchen Therapiesitzungen auch einige Male erst ein paar tage später ging es mir richtig dreckig...weil ihrgendwas in der sitzung mich innerlich so aufgewühlt hat und mein Unterbewusstsein daran zu knabbern hatte ohne das ich es deutlich gespürt hab...also weisst du wie ich das meine?

Das dich diese downphasen so fertig machen kenne ich nur zu gut...ich leide da auch immer sehr drunter...

Es fühlt sich jetzt gerade so an, als hätte ich einfach keine Kraft mehr für diesen ganzen Müll. Ich möchte gern aufgeben, einfach alles stehen und liegen lassen, mich verkriechen (was ich im Prinzip eigentlich schon mache).

Auch das kenne ich nurzu genüge...und du hast recht das was wir da machen wollen "aufgeben und uns verkriechen" praktizieren wir schon....aber wir sind dabei etwas dagegen zu unternehmen!Therapie, hier den ehrlichen Austausch zu suchen..also ist irgendetwas in uns das noch nicht wirklich aufgegeben hat!

10.08.2007 10:49 • #10


ich habe auch aktuell das schlimme gefühl, nicht meine wohnung verlassen zu können. weder zum arzt noch zum einkauf, noch nicht mal den müll runterbringen...
zum glück lebe ich nicht alleine, sodaß ich warte bis mein mann von der arbeit kommt, damit wir dann diese dinge zusammen erledigen können. ganz ohne probleme geht das dann auch nicht, aber ich kann die wohnung verlassen.
kannst du nicht partner, freundin oder vielleicht nachbarn in dieser situation um hilfe bitten? oder kommst du auch in begleitung nicht aus deiner wohnung?

LG

10.08.2007 10:49 • #11


@Linchen
Schön, dass Du bemerkst, dass wir wohl offensichtlich noch nicht GANZ aufgegeben haben. Das stimmt dann wohl, sonst wäre ich/wären wir nicht hier. Man sieht das nicht immer so deutlich, wenn man gerade im "Dunkeln" sitzt und vor sich hinbrütet. Also, danke dafür!

Und ja, es könnte tatsächlich sein, dass so einiges, frisch aufgearbeitetes gerade an mir knabbert. Meine Güte, ist das alles kompliziert.

@Gast
Das "Müll-Problem" kenne ich leider auch. Das letzte Mal, als ich - ganz spontan - versucht habe, den Müll runter zu bringen, bin ich Minuten später völlig fertig in meiner Wohnung zusammengebrochen und nix war mehr möglich.
Mein Partner kommt immer erst sehr spät nach Hause. Aber ja, es ist möglich, in seiner Begleitung die Wohnung zu verlassen. Das geht allerdings nicht generell mit jedem Menschen. Dazu muss ich dem jenigen sehr vertrauen und mit meinem Vertrauen in die Menschheit ... das ist so ein kleines Problemchen.
Freunde und Nachbarn: Ich bin gerade erst hierher gezogen, Freunde habe ich hier vor Ort also nicht. Und die Nachbarn. Die meisten arbeiten. Und ausserdem. Was soll ich denen erzählen? "Verbringen Sie den Tag mit mir in meiner Wohnung, damit ich keine Panik schiebe?" Vielleicht mache ich es schwerer, als es tatsächlich ist, aber im Moment weiss ich da einfach nicht so richtig weiter.

10.08.2007 11:02 • #12


ja, kiiwii,
das mit dem anquatschen der nachbarin habe ich echt schon gemacht! liegt zwar schon sehr lange zurück, aber an die situation erinnere ich mich noch sehr gut. ich muß sagen, daß ich auch im "normalen" leben keine probleme habe, auf leute zuzugehen...
ich weiß nur, daß ich auch noch nicht lange dort gewohnt habe.jedenfalls hatte ich außer notarzt anrufen keine möglichkeit jemanden zu benachrichtigen. das mit dem notarzt hatte ich schon mal gemacht, aber nachdem er nichts lebensbedrohliches feststellen konnte, gab er mir `ne valium und die sache war für ihn erledigt.
mein mann war auf nachtschicht, freunde oder verwandte wollte ich nicht anrufen...also rüber zur nachbarin "geschleppt", geklingelt und hab sie gebeten, mit in meine wohnung zu kommen, mir ginge es gar nicht so gut. sie hat zwar nicht so richtig verstanden, was mit mir los ist, hat auch vorgeschlagen, einen arzt kommen zu lassen...
dann habe ich versucht, ihr zu erklären, was mein akutes problem ist. je mehr wir gequatscht haben, umso ruhiger wurde ich. unser gespräch drehte sich nachher auch um alles mögliche,
und ich bin heute noch froh, daß ich dort geklingelt habe.
ich wohne schon lange wieder ganz woanders, weiß aber, daß ich in ähnlicher situation wohl nochmal so handeln könnte.
die nette frau war übrigens eine griechin...d.h. wir hatten auch noch sprachliche probleme zu überwinden...und was angst-und panikattacken sind , weiß die gute frau bestimmt bis heute noch nicht...

LG

10.08.2007 11:41 • #13


Schön das dir das ein wenig gut getan hat das ich dir das gesagt hab....ich erkenne das auch manchmal selber nicht!

Wie du schon sagst wenn man in sie einem tiefen Loch ist, ist für sowas der Blick zu schwarz...da ich aber jemanden an meiner Seite haben der mir das zur Zeit immer wieder klar macht, sagt und zeigt steht genau diese Denkweise im Vordergrund bei mir...und ich versuche sie zu festigen...udn das ist manchmal wirklich schwer

Ja, das es kompliziert ist da kann ich dir nur zustimmen..wenn ich für mich innerlich irgendwas erkenne gehts mir auch immer erst mal schlechter von den symtomen her...besser wird es dann wenn ich Klarheit bekomme was es ist...versuch dir doch nochmal deutlich zu machen bei welchen Punkten du das Gefühl hast das die Therapie greift....versuch dir auch über diesen weg klar zu machen das genau das ein Fortschritt ist, ein Erfolg!

Ist es nicht vielleicht auch so das es dir zur Zeit so schlecht geht eben weil ihr umgezogen seid und du dort noch niemanden kennst?
Vielleicht könnt ihr euch -also dein Mann und du- einfach mal bei euren nächsten Nachbarn kurz vorstellen gehn...so in dem Sinne von "Hallo wir sind die neuen hier"?

Darf ich dich fragen in wie weit dich dein Partner unterstützt? Hoffe ist nicht zu privat die Frage....

10.08.2007 12:30 • #14


Hallo linchen,

ja, diese extrem schlimme Phase seit zwei Monaten hängt sicherlich direkt mit dem Umzug zusammen. Ich komme aus dem Norden und der ist zur Zeit sehr sehr weit weg. Während der letzten 3 Jahre hatte ich bereits sehr gute Fortschritte gemacht, war im Prinzip wieder allein lebensfähig, mein Leben hatte wieder ein Stück Qualität angenommen.
Hier in München bin ich in ein tiefes Loch gefallen, aus dem ich während der letzten zwei Monate ab und zu mal 'raus geschaut habe, aber im Großen und Ganzen hat mich der Umzug um Jahre zurück geworfen. Das Wissen, dass ich es bereits einmal (fast) geschafft hatte, sollte mich eigentlich aufbauen. Aber es war eben auch ein ganzes Stück Arbeit, anstrengend, mühevoll und nun mit der Aussicht, das alles noch einmal durchgehen zu müssen ... das entmutigt mich zur Zeit etwas. Ich fühle mich einfach recht kraftlos.

Mein Partner unterstützt mich insofern, dass er sehr verständnisvoll ist. Angst und Panik zu verstehen, wenn man sie nicht selbst hat, ist nicht einfach. Ausserdem ist er immer für mich erreichbar. Natürlich nicht physisch für mich da, das geht nicht. Aber zumindest telefonisch jederzeit erreichbar. Und das ist schonmal ein gutes Gefühl.
Er ist auch einer der wenigen Menschen, die mich während einer Panikattacke "erreichen" können. Ich bin dann meistens nicht auf dieser Welt und bei den meisten Menschen mache ich einfach komplett dicht, lasse niemanden an mich ran.

Tja, so ist das.

Wie geht es DIR eigentlich?

10.08.2007 13:04 • #15


Guten Morgen Kiiwii,

Ohje da bist du ja sozusagen quer durch Deutschlang gezogen...
da ist der Norden wirklich sehr weit weg...

Das es dich nicht ermutigt, aufbaut das du es schon mal so weit gebracht hast kenne ich...ich leide auch immer sehr unter diesen enormen Rückschlägen und kann mich nicht daran hochziehen was ich schon mal erreicht habt...das ist eine schreckliche Situation, die leider niemand verstehen kann...redest du darüber auch mit deinem Partner?

Schön, das er für dich da ist und dich "versteht"...ich bin da genauso wie du, bei mir gibts auch nicht viele Menschen die mich in diesen Situationen erreichen können und die ich an mich ranlasse...und die paar die es gibt lass ich dennoch dann auch nicht immer an mich heran...aber wir sollten dankbar und froh sein das es sie gibt!

Hast du dir denn dort in München schon einen Therapeuten gesucht?

Tja, wie gehts mir?...Gute frage...also ich bin auch dabei mich gerade aus dem ganz finsteren, dunklen herauszuarbeiten...in dem ich nun mit ein paar kleinen Unterbrechungen seit 6 Monaten drinhänge...schwere, harte Zeit, naja hehe wem sag ich das...
Ich bin auch der Meinung das ich keine Kraft habe...das ist alles so kräftezehrrend und anstrengend!

Die Vorstellung das es diesesmal schon wieder nur für eine kurze Weile ist...deise Kräfte zu mobilisieren um dann in 3 Wochen den nächsten Rückschlag durchzumachen...ist schon dunkel und ansterregend und hemmt mich und und und...aber ich habe jemanden an meiner Seite der mir immer wieder sagt wieviel Stärke ich in mir habe die ich selber gar nicht sehe...ich versuche das zu verinnerlichen das es so ist, denn wäre es nicht so wären wir ja nicht hier...aber es sit schwer das zu glauben...naja wem sag ich das...hehe...

Wie fühlst du dich heute?

11.08.2007 10:23 • #16


Guten Morgen Kiiwii,

Ohje da bist du ja sozusagen quer durch Deutschlang gezogen...
da ist der Norden wirklich sehr weit weg...

Das es dich nicht ermutigt, aufbaut das du es schon mal so weit gebracht hast kenne ich...ich leide auch immer sehr unter diesen enormen Rückschlägen und kann mich nicht daran hochziehen was ich schon mal erreicht habt...das ist eine schreckliche Situation, die leider niemand verstehen kann...redest du darüber auch mit deinem Partner?

Schön, das er für dich da ist und dich "versteht"...ich bin da genauso wie du, bei mir gibts auch nicht viele Menschen die mich in diesen Situationen erreichen können und die ich an mich ranlasse...und die paar die es gibt lass ich dennoch dann auch nicht immer an mich heran...aber wir sollten dankbar und froh sein das es sie gibt!

Hast du dir denn dort in München schon einen Therapeuten gesucht?

Tja, wie gehts mir?...Gute frage...also ich bin auch dabei mich gerade aus dem ganz finsteren, dunklen herauszuarbeiten...in dem ich nun mit ein paar kleinen Unterbrechungen seit 6 Monaten drinhänge...schwere, harte Zeit, naja hehe wem sag ich das...
Ich bin auch der Meinung das ich keine Kraft habe...das ist alles so kräftezehrrend und anstrengend!

Die Vorstellung das es diesesmal schon wieder nur für eine kurze Weile ist...deise Kräfte zu mobilisieren um dann in 3 Wochen den nächsten Rückschlag durchzumachen...ist schon dunkel und ansterregend und hemmt mich und und und...aber ich habe jemanden an meiner Seite der mir immer wieder sagt wieviel Stärke ich in mir habe die ich selber gar nicht sehe...ich versuche das zu verinnerlichen das es so ist, denn wäre es nicht so wären wir ja nicht hier...aber es sit schwer das zu glauben...naja wem sag ich das...hehe...

Wie fühlst du dich heute?

11.08.2007 10:26 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Guten Morgen linchen,

neue Woche - neues Glück!?
Wie war Dein Wochenende?
Meins war ziemlich anstrengend und als ich heute morgen aufgewacht bin, war irgendwie klar "das wird kein so guter Tag". So sollte man den Tag nicht beginnen, ist klar, leuchtet mir auch ein, aber wenn der Gedanke sich nunmal in den Vordergrund drängt - was kannst Du machen?

Du hast recht, die Rückschläge sind schlimm. Bei mir laufen sie meist nach dem gleichen Muster ab: neue Panik, Depression, Aufschwung. In letzter Zeit sind die Depressionsphasen allerdings auch recht heftig, dauern länger als sonst (in den letzten 7 Jahren).

Ja, ich habe hier in München schon einen neuen Therapeuten, vor 5 Wochen habe ich die Therapie angefangen. Ich bin soweit auch sehr zufrieden damit.

Wie sieht's bei Dir aus? Hast Du ein gutes Gefühl für diese Woche? Machst Du auch gerade eine Theapie?

LG
Kiiwii


PS: ICH WÜNSCHE ALLEN FORUMSTEILNEHMERN EINE SCHÖNE, SO ENTSPANNT WIE MÖGLICHE WOCHE !

13.08.2007 07:00 • #18


Guten morgen kiiwii,

ja bei mir werden die Phasen auch immer schwieriger ehrlich gesagt...naja ich denke auch kein Wunder...vermutlich kommt uns dann immer in den Sinn "oh nein, schon wieder von Anfang an beginnen"...also du weisst wie ich das meine....

Wie ist deine heutige Stimmung für den Tag? Besser wie gestern?

Tja wie war mein Wochenende...auch wirkich sehr anstrengend...ich habe nun wieder mit dem Sport begonnen weil der ja definitiv bei Depressionen hilft...aber wenn das Herz dann wegen der anstregung anfängt doller zu schlagen mein ich ja eine vermeintliche Panikattacke ist da...naja wem erzähl ich das also muss ich mich da erstmal wieder einfinden sozusagen...tja die Woche wird sehr hart für mich aber ich versuche jeden Moment einzeln zu sehen und mich nicht dieser "Überforderung" der ganzen Woche hinzugeben...maaaaan, also so kompliziert und schwierig und einfach nur zum Schreien jetzt so gerade im Augenblick ...

14.08.2007 11:51 • #19


Hallo linchen,

im Augenblick, denke ich, können wir uns gut zusammen tun. Die letzten beiden Tage waren eine reine Katastrophe für mich. Mei, den ganzen Tag lang eine Attacke nach der anderen. Dazwischen immer die Angst vor der nächsten im Nacken.

Ein kleiner Lichtblick ist morgen für mich. In Bayern ist Feiertag, was bedeutet, dass ich zur Abwechslung mal nicht den ganzen Tag allein sein werde ... Puh ... hoffentlich kann ich dann endlich mal wieder kurz durchatmen.

Am Donnerstag habe ich einen Termin in der Stadt. Mir stehen jetzt schon die Haare zu Berge. Ich weiss natürlich, dass das alles ziemlich kontraproduktiv ist... diese Denkweise und dass ich da jetzt schon Angst vor habe. Aber sag das mal meinem Hirn, meinem Unterbewusstsein. Da kann ich mir noch so lange einreden, das wird alles klappen und das wird gut. Ich weiss doch, dass es nicht gut werden wird. Ab und zu gelingt es mir schon, mich durch positive Gedanken zu motivieren und schlimme Attacken evtl. zu vermeiden, aber zur Zeit ... wie gesagt: ein dunkles Loch.

Gibt es effektive Methoden, wie man sich selbst in so dunklen Phasen motivieren kann?

Was steht bei Dir diese Woche an, was so schlimm ist? Ich weiss, Du willst da noch nicht dran denken, aber wahrscheinlich tust Du's ja doch. ?

Liebe Grüße
Kiiwii

14.08.2007 14:33 • #20



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