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Hallo,

Ich hoffe, dass ich dieses Thema jetzt nicht doppelt eröffne. Ich weiß nicht wohin mit mir und brauche Meinungen/Tips und Hilfe von Gleichgesinnten.

Also, hier mein Problem:

Ich habe seit guter einer Woche Panikattacken. War auch schon bei 3 Ärzten und im Krankenhaus, alle organischen bzw. körperlichen Schäden am Herzen, etc. wurden ausgeschlossen.

Ich kann mir nicht erklären, woher diese Anfälle kommen, da sie vorallem spontan und völlig unerwartet eintreten.

Ich fliege nächste Woche für 3 Wochen in Urlaub und habe Angst, dass die Attacken dort wieder eintreten. Außerdem habe ich noch etwas Flugangst und befürchte einen totalen Zusammenbruch im Flieger

Absagen kann ich und will das Ganze aber auf keinen Fall, da ich meine Freundin (die gerade in Spanien ist) besuchen will.

Jetzt wollte ich fragen, ob mir jemand Tips dazu geben könnte.

Wie kann ich der Angst entgegenwirken ?
Was kann ich dagegen tun, wenn sie eintritt ?
Gibt es Medikamente (wenn möglich pflanzlich) ?
Was könnte der Auslöser sein ?

Ich habe Angst, dass diese Attacken in Spanien auftreten könnten und ich dann völlig hilflos bin.

Das Komische ist, dass ich ja weiß, dass nichts passieren kann und dass ich kerngesund bin, aber diese "Angst vor der Angst" trotzdem verspüre und ich meinem Körper einfach nicht klarmachen kann, dass diese Angst völlig unbegründet ist.

Ich wäre allen sehr sehr dankbar, wenn ihr mir dazu was schreiben könntet, da ich schon in einer Woche fliege und mir ziemlich Panik mache.


Besten Dank schonmal im Vorraus !!

urbansoul67

14.12.2008 11:17 • 19.12.2008 #1


20 Antworten ↓


Christina
Hallo und willkommen im Forum!

Zitat von urbansoul67:
Ich habe seit guter einer Woche Panikattacken. War auch schon bei 3 Ärzten und im Krankenhaus, alle organischen bzw. körperlichen Schäden am Herzen, etc. wurden ausgeschlossen.

Ich kann mir nicht erklären, woher diese Anfälle kommen, da sie vorallem spontan und völlig unerwartet eintreten.
Das ist typisch für Panikattacken. Häufig wird es so erklärt, dass man in Stresszeiten (das kann auch positiver Stress sein oder Umbruchsituationen wie Schul- oder Uniabschluss, eine neue Beziehung, Wohnungswechsel etc.) generell etwas angstanfälliger ist. Wenn man dann - evtl. zufällig - ein körperliches Symptom bekommt oder besonders stark wahrnimmt, kann das zu einer ersten Panikattacke führen. Und weiter zitiere ich mich mal selbst aus einem anderen Thread:
Zitat von Christina:
PAs verselbständigen sich sehr schnell, man merkt gar nicht, wie sehr man nach der ersten derartigen Erfahrung den Körper auf Anzeichen einer weiteren PA abhorcht. Dementsprechend reagiert man dann auf recht geringe, eigentlich völlige normale Veränderungen (mal eine schnellere Atmung, ein höherer Puls) ruckzuck mit Angst. Früher hätte man so etwas gar nicht bemerkt. Die Angstsymptome verstärken dann nochmal die Symptome, deretwegen man Angst bekommen hat, und der Teufelskreis ist perfekt.

Also: Eine besondere Ursache muss nicht vorhanden sein. Zur körperlichen Abklärung - falls die Panikattacken bestehen bleiben - gehören aber noch Blutuntersuchungen und der Ausschluss von z.B. hormonellen Störungen. Die Schilddrüse verursacht gerne mal Panikattacken, übrigens auch bei Unterfunktion. Auch Mangelzustände (Eisen, B-Vitamine, Kalium, Magnesium...) sollten ausgeschlossen werden.

Zitat von urbansoul67:
Ich fliege nächste Woche für 3 Wochen in Urlaub und habe Angst, dass die Attacken dort wieder eintreten. Außerdem habe ich noch etwas Flugangst und befürchte einen totalen Zusammenbruch im Flieger
Je mehr Du sie fürchtest, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Panikattacken wieder auftreten. Du weißt, dass die Panikattacken harmlos sind. Sie sind also nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist Deine Angst vor den Panikattacken. Du musst also den oben beschriebenen Teufelskreis durchbrechen. Falls es Dir möglich ist, könntest Du eine Panikattacke provozieren und Dich so gut es geht auf die Symptome konzentrieren. Das dann aushalten, bis es vorbei ist - ohne Hilfe zu suchen, ohne zu flüchten, ohne irgendetwas zu tun, das gegen die Angst helfen könnte. Das ist natürlich eine Rosskur, aber so erlebst Du, dass die Panik von selbst wieder vorbei geht und nichts ist, was Du fürchten musst. Eine andere Variante wäre, die Angst klein zu kriegen, wenn sie auftritt. Das geht mit Entspannungstechniken, wobei die Zeit zu knapp wäre, diese jetzt vor dem Flug zu erlernen. Oder eben mit Medikamenten. Hier gibt es viele, die auf Bachblüten etc. schwören. Ich nicht. M.E. wirken bei akuten Angstzuständen Benzodiazepine am zuverlässigsten, am schnellsten darunter Tavor Expedit. Benzos sind verschreibungspflichtig und potenziell abhängig machend, also nur etwas für den seltenen Notfall. Falls Du jemals ein Suchtproblem hattest, kommen sie nicht in Frage. Ansonsten wäre das die medikamentöse Variante, die ich persönlich bevorzugen würde. Daneben gibt es noch das ursprüngliche Antihistaminikum Promethazin, das auch beruhigend wirkt. Das ist nicht so gut angstlösend wie Benzos, macht aber nicht abhängig. Oder Opipramol, eigentlich ein Antidepressivum, das aber v.a. beruhigend wirkt und praktisch nur noch zur Beruhigung angewendet wird. Auch das kann man bei Bedarf nehmen (und muss es nicht dauerhaft schlucken), und es macht ebenfalls nicht abhängig. Da müsstest Du ausprobieren, ob Dir die Wirkung ausreicht, denn es ist ein recht schwaches Mittel. Um ein "richtiges" Antidepressivum einzuschleichen, reicht die Zeit nicht mehr.

Liebe Grüße
Christina

14.12.2008 12:01 • #2



Bitte helft mir ! Wichtig !

x 3


Êrstmal: Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

Hormonelle Erkrankungen wurden auch ausgeschlossen. Schilddrüse funktioniert normal.

Ich habe auch ein Medikament erhalten: Diazepam (Psychopharmakakon)

Es hat acuh ziemlich schnell geholfen. Habe es vorgestern 2mal genommen als es akut wurde mit der Attacke. Hat auch sofort geholfen. Gestern habe ich auch ganz ohne ausgehalten. Ich nehm es auch nicht gerne, eben wegen der Suchtgefahr.

Also du meinst, ich soll mich einfach einer Panikattacke aussetzen und diese durchleben und so das ganze in den Griff bekommen ?

Ich habe gestern wieder angefangen Sport zu machen und mich danach ziemlich gut gefühlt. Das Gefühl kam gestern zwar wieder, aber verschwand auch ganz schnell, da ich mir eingeredet habe, dass es nicht echt ist und ich mir das nur einbilde.

Was wäre denn jetzt genau die Beste Taktik ?

Grüße

14.12.2008 12:09 • #3


Christina
Ich habe auch ein Medikament erhalten: Diazepam (Psychopharmakakon)

Es hat acuh ziemlich schnell geholfen. Habe es vorgestern 2mal genommen als es akut wurde mit der Attacke. Hat auch sofort geholfen. Gestern habe ich auch ganz ohne ausgehalten. Ich nehm es auch nicht gerne, eben wegen der Suchtgefahr.Diazepam ist insofern ein wenig problematisch, als es sehr lange wirkt und aktive Metaboliten hat. D.h., wenn Du es vorgestern genommen hast, haben mindestens die Metaboliten gestern noch gewirkt. Bei Diazepam reichert sich der Wirkstoff quasi an, wenn man z.B. alle zwei Tage etwas nimmt, ist man mehr oder weniger "dauerbreit". Bei akuten Panikattacken würde ich es durch ein Benzo mit kürzerer Halbwertzeit ersetzen, z.B. Bromazepam oder Lorazepam.

Also du meinst, ich soll mich einfach einer Panikattacke aussetzen und diese durchleben und so das ganze in den Griff bekommen ?Das wäre der Königsweg, ist währenddessen aber auch richtig unangenehm.

Ich habe gestern wieder angefangen Sport zu machen und mich danach ziemlich gut gefühlt. Das Gefühl kam gestern zwar wieder, aber verschwand auch ganz schnell, da ich mir eingeredet habe, dass es nicht echt ist und ich mir das nur einbilde.Sport ist auf jeden Fall gut, da merkst Du, dass Dein Körper belastbar ist. Es ist auch richtig, wenn Du Dir bei aufkommender Angst sagst oder in Erinnerung rufst, dass Du gesund bist und dass keine echte Gefahr besteht. Vielleicht reicht das schon. Hier auf dieser Seite sind die Strategien sehr ausführlich erklärt. Schau links unter "Krankhafte Angst" und weiter unter "Panikattacken".

Was wäre denn jetzt genau die Beste Taktik ?Zur Vorbereitung des Fluges würde ich Dir das Aushalten von Panikattacken empfehlen. Oder Du reduzierst die Angst, indem Du Dich damit beschäftigst, dass sie ja gar nicht realistisch ist. Wie Du es gestern gehandhabt hast, scheint es recht gut zu funktionieren. Und für alle Fälle würde ich ein Benzo in der Tasche mitnehmen. Vorher vielleicht mal zu Hause ausprobieren, damit Du die geeignete Dosis kennst. Die beste Taktik ist die, die für Dich am besten wirkt und am besten umsetzbar ist.

Liebe Grüße
Christina

14.12.2008 12:31 • #4


Vielen Dank !! Du hast mir sehr geholfen !!

Ich versuchs mal weiter so, wie ích das gestern hinbekommen habe.

Diese Benzos sind ja bestimmt verschreibungspflichtig...

Kannst du mir da vielleicht einen exakten Namen nennen, die dir auch geholfen haben ?

Gruß

14.12.2008 12:42 • #5


Zitat:
Was wäre denn jetzt genau die Beste Taktik ?


Verzichte auf jegliche Behandlung, gehe auf 100% Konfrontation als gäbe es nie irgendwelche PAs in deinem Leben.

Deine PA Störung ist noch jung und nicht fest verankert, du kannst das für dich nutzen. Red nicht drüber, denk nich drüber nach usw stempel alle seit der PA auftretenden ''Panikgedanken'' als 100%igen Schwahcsinn ab. Das sind sie nämlich.

Das wär der ideale Weg und er ist durchführbar. Das weiss ich weil ich ihn gegangen bin und nach einigen Wochen die Panik im Griff hatte, ohne Hilfe von aussen. Das Vertrauen in meinen Körper und meine Psyche kommt aber nur langsam wieder. Das kommt aber von meiner sozialen Phobie (Einsamkeit ist ne harte Zusatzbelastung wenn man sowas durchmacht). Ohne wäre ich wieder ganz fit denke ich.

Die Frage ist ob du bereit bist wie ein kleines Baby zu heulen, die Umgebung vollzukotzen, in der Öffentlichkeit zusammenzubrechen oder einfach wahnsinnig zu werden und ganz alleine zu sterben. Ich musste diese Bereitschaft erbringen auch wenn nichts davon eingetreten ist. Und ich sage nicht dass es leicht war. Nur das es funktioniert hat

Wie lange willst du mit dieser PA Sache noch leben? Gibst du dich zufrieden mit der Tatsache dass du jetzt ein bisschen ga-ga bist? Das wär nicht so schlau.

14.12.2008 15:09 • #6


ZZerRburRuSs
Schreib ich hier auch nochmal

Für die bevorstehende Reise finde ich das alles OK hier .

Wenn du wieder hier bist und deinen Alltage wieder hast schmeiss den ganzen Kram aber erstmal in den Müll und probier einen anderen Weg.

Suche dir dann einen Verhaltenstherapeuten ,schildere ihm deine Situation und Frag ihn gezielt nach Strategien um Stress besser abzubauen , druck besser aushalten zu können oder was sonst nötig ist.

Evtl. brauchst du gar keine "volle Therapie" sondern nur kleine Hilfen um deine eigenen "Werkzeuge" wieder nutzen zu können oder aufgezeigt zu bekommen .

lg ZZ

14.12.2008 15:21 • #7


Ich würde es auch so machen wie es Christina geschrieben hat.Du sollst die Benzos ja nicht ewig nehmen,nur zur Überbrückung.
Kann auch bestätigen,dass es funktioniert wenn man die PA`s auszuhalten versucht.Sie werden mit der Zeit schwächer,ganz weg sind sie bei mir noch nicht.Ich kann aber damit leben.
Hab immer mein Xanor in der Tasche,brauch es aber nur sehr selten.Es reicht mir schon das Wissen eines dabei zu haben.
Wünsch dir einen schönen Urlaub.

14.12.2008 15:34 • #8


ZZerRburRuSs
@ Craven

Für dich mag das der richtige Weg sein .

Mir selbst hat der etwas Eckige Weg auch gut geholfen .

Aber es ist/gibt keine Pauschallösung, leider !

Verschiedene Menschen brauchen verschiedene Lösungen.
Sich Angst und Panik zu stellen ist sehr sinnvoll aber nur wenn man dann auch drüber reden kann und "Feedback" erhält. Das macht die ganze Sache wesentlich erträglicher .

Der Mensch ist seit anbeginn seiner Zeit kein Einzelgänger !
So ist er gar nicht konzipiert .
Feuer machen , jagen , Land bestellen , Kinder erziehen sind alles Dinge die der Mensch zusammen mit anderen Menschen macht.

Auch für andere/neue Problemlösungen ist es deshalb wichtig mit anderen Menschen zusammen zu sein und zu arbeiten .
Das liegt in der Natur des Menschen und sollte nicht unterschätzt werden !

ZZ

14.12.2008 15:37 • #9


Vielen Dank für die tollen und zahlreichen Antworten !

Ich versuch meinen eigenen Weg zu gehen aus ner Mischung der genannten Möglichkeiten

Wünsch euch alle eine schöne Weihnachtszeit ! Vor allem eine ruhige....


Bis denne


Und danke nochmal !!

14.12.2008 15:48 • #10


Ich muss noch etwas erwähnen das scheinbar noch keinem der langjährigen Psychopharma-Junkies hier aufgefallen ist; eine Behandlung der PAstörung ist gleichzeitig die Rechtfertigung und der Beweis für die Existenz und das WEITERBESTEHEN der Störung. Eine Behandlung festigt nur die Panik, macht sie zum Teil des Lebens. Und so kriegt man sie nie mehr weg darum haben viele das Problem ihr Leben lang. Eine Behandlung, überhaupt jegliche Art der Beachtung der Panik seh ich als fatalen Fehler.


Das ist garnicht mal meine ''Meinung'', sondern ne Art Tatsache.

14.12.2008 16:59 • #11


Christina
Zitat von Craven:
Das ist garnicht mal meine ''Meinung'', sondern ne Art Tatsache.
Eine Tatsache, die Du mittels Befragung Deines Spiegelbildes empirisch untersucht hast? Sorry, aber die Bezeichnung irgendwelcher ungenannter Forenmitglieder als "Psychopharma-Junkies" und die Darstellung einer Meinung als Tatsache finde ich ziemlich daneben.

Liebe Grüße
Christina

14.12.2008 19:45 • #12


also ich kann dir nur empfehlen, KEINE MEDIKAMENTE sondern die direkte Konfrontation, es wird nicht leicht sein auf keinen Fall aber das ist die beste Möglichkeit um die Panik zu kontrollieren.

Mir ist es immer total schwer gefallen mit der Bahn zu fahren, schon alleine der Gedanke daran, du musst heut Bahn fahren hat mich immer wieder voll nervös gemacht, der Magen verkrampfte sich und mir wurde schwindelig ect...dann habe ich mich dazu entschlossen, das ich mein Leben wieder im Griff haben will und nicht die Angst meinen Körper!!

Wenn die Panik im Flugzeug kommen sollte, dann probier mal Atemübungen. Durch die Nase ein- und lange durch den Mund ausatmen, das beruhigt mich zumindestens....

Ich hoffe du findest den richtigen Weg....

14.12.2008 20:38 • #13


ZZerRburRuSs
@ Craven

Also ich habe nie Medikamente genommen .
(mein Gedanke dazu : ich bin ohne Dro. hier hin gekommen und ich komm auch ohne hier weg .)

Ich hatte 20 Jahre Panikattacken und habe jetzt keine mehr .
(die meiste Zeit wusste ich gar nicht was ich hatte , geschweige denn das es einen Namen dafür gab. Als ich es dann wusste konnte ich mich damit beschäftigen und etwas dagegen unternehmen . )

Die Ideen die du bisher hier ge und beschrieben hattest fand ich am Anfang gar nicht schlecht.
Etwas experimentell und hart/schroff vielleicht aber im Ansatz , net schlecht.

Die Idee mit dem "aushungern der Attacken" und dein letzter Post beschreiben aber das du versuchen möchtest die Augen zu verschliessen vor der Realität .
"Wenn ich dich nicht sehe bist du auch nicht da"
oder es mit der Vogelstrausspolitik versuchen möchtest
"Kopf in den Sand"

Das funktioniert nicht !

Wenn es so leicht wäre wären Angst und Panik als Störung schon längst ausgestorben .
Denn du bist bestimmt icht der erste der diese Ideen ausprobiert.

Ich selbst wusste ja lange Zeit nichtmal das es Angst und Panik als Störung gibt . Ich hätte sie also nichtmal Ignorieren müssen , ich wusste ja nichts von ihnen .
Und sie haben mir trotzdem in die Suppe gespuckt !

Helfen kann : Augen aufmachen, Geist aufmachen, Verantwortung übernehmen, sich Fehler eingestehen, anderen Fehler zugestehen, leben, leben lassen, ....
Das hat Eier und macht Sinn !

Das andere nicht .

ZZ

14.12.2008 23:18 • #14


Ich will ehrlich sein, ich weiss nicht wie es ist, es muss wohl unglaublich schön sein ein Leben ohne soziale Phobie mit Fruenden usw zu haben, schön und lebenswert genug um 20 jahre Panik auszuahlten wie's aussieht! Ich hätte mich umgebracht nach wenigen Tagen, darum habe ich shcnell gehandelt.

Da liegt der Unterschied; ich bin allein. ABER ES IST MÖGLICH es innerhalb einer einzigen Woche in den Griff zu kriegen. Nur weil man kumpels fruende usw hat ist das kein Grund zu trödeln, Panik is ein hartes Pferd aber man kann es knallen bis es Nachschlag verlangt.

wer sich abhöngig macht undsich einschrönkt, ist nunmal erbärmlich. dersol auch wissne wie erbärmlich er ist.

15.12.2008 23:32 • #15


ZZerRburRuSs


Ich bringe mich nicht um und auch niemand anderen !
Sowas kommt bei mir nicht vor , mit oder ohne Panikattacken .

Ich kann dir schon sagen das da lange Zeiten bei waren in denen ich nicht von Freunden umgeben war und auch sonst war ich mit recht wenig gesegnet teilweise

Du schreibst das es möglich ist "es innerhalb einer Woche in den Griff zu kriegen"

Was meinst du mit "in den Griff kriegen" ?
______

Zitat:
wer sich abhöngig macht undsich einschrönkt, ist nunmal erbärmlich. dersol auch wissne wie erbärmlich er ist.


Würde die Sache schön einfach machen

Funktioniert aber nicht.
Was für den einen eine Einschränkung ist kann für den anderen evtl. richtig und sinnvoll sein .
Man kann nicht alles und jeden über einen Kamm scheren und die Dinge immer nur aus einer Richtung betrachten.

Andere Menschen leben andere Leben .
Besser oder schlechter ist deswegen niemand !

ZZ

16.12.2008 00:31 • #16


Zitat von ZZerRburRuSs:
Was meinst du mit "in den Griff kriegen" ?




PAs treten nicht mehr auf wenn man die Störung im Griff hat. Vertrauen in den Verstand und den Körper sind immernoch geschädigt. Rekonstruktion dauert Monate.

16.12.2008 01:15 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ZZerRburRuSs
Hi

Zitat:
PAs treten nicht mehr auf wenn man die Störung im Griff hat. Vertrauen in den Verstand und den Körper sind immernoch geschädigt. Rekonstruktion dauert Monate.


Kann ich so nachvollziehen . Ich bin da durch andere Mittel und Wege hingekommen als du . Meine kenne ich schon.
Erklärst du mir deine nochmal?

Einfach "ignorieren" reicht mir nicht um deine Technik zu verstehen.

Wie lange hast du gebraucht bis du wusstest das es "Panikattacken" sind , woher wusstest du das dann und wie hast du sie einfach ignoriert ?

lg ZZ

16.12.2008 13:23 • #18


Die Einen schrecken auf, rennen umher und meckern noch ne Weile wenn man sie mit kochend heissem Wasser übergiesst. Sie haben hinterher Verbrennungen. Die Anderen rühren sich kein Stück und schenken dem heissen Wasser keine Beachtung, sie machen einfach weiter womit sie in dem Moment beschäftigt waren. Sie nehmen auch keinen körperlichen Schaden.

Schreib ein dickes großes Buch über die Panik und dein Problem wird einige Kilo mehr wiegen. Denk nicht drüber nach und es ist als wäre die Panik nie aufgetaucht.

Das ist ein Idealbeispiel, in der Praxis sieht die Sache um einiges dreckiger aus aber so funktioniert das Ignorieren. Schon die Tatsache dass ich hier drüber schreibe ist an sich ungesund. Aber man kann sein Wissen über die Panik erweitern ohne darüber zu grübeln und negativ zu denken.

PS; ich hab schon nach wenigen Tagen in einem Forum mein erstes Erlebnis beschrieben und man sagte mir das wäre eine Panikattacke gewesen.

16.12.2008 16:16 • #19


ZZerRburRuSs
Man man du hast immer ganz schön drastische Beispiele auf Lager

Um bei deinem Beispiel zu bleiben :
Die Menschen welche sitzenbleiben und keinen Schaden nehmen (die will ich sehen !) schliessen damit vielleicht aus das der Typ mit dem Eimer heissen Wassers wiederkommt , weil er merkt das er auf diese Weise nichts erreichen kann . Und dann sucht sich der Wassereimerträger nen anderen Weg um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Die Menschen die verbrannt werden , finden das erst mal sch..lecht und tun sich weh. Vielleicht bekommen sie danach noch ein paar Eimer heisses Wasser ab , aber irgendwann merken sie - hoppla der Typ mit dem Wassereimer nervt ! Gegen den muss ich was unternehmen .

Im ersten Moment scheint das heisse Wasser das Problem zu sein . Richtig ist aber das der Wassereimerträger das Problem ist .

Beide Sorten Menschen müssen was gegen ihn unternehmen , früher oder später ! Und beide werden es auf ihre Weise tun .
Solange sie zum Ziel kommen sind beide Wege richtig .


Zitat:
Schreib ein dickes großes Buch über die Panik und dein Problem wird einige Kilo mehr wiegen. Denk nicht drüber nach und es ist als wäre die Panik nie aufgetaucht.


Ist die eine Art die Sache zu betrachten .

Die andere könnte sein :

Schreibe dir dein Leid und deine Sorgen von der Seele !

Auch das haben nachweislich viele Menschen getan und hatten Erfolg damit.


Das ist sehr gut das du recht schnell eine "Diagnose" bekommen hast.
Heute sind Angst und PAnik nicht mehr ganz so unbekannt und werden auch von Ärzten viel häufiger in Betracht gezogen.

Als sich damals bei mir Angst und Panik "eingeschlichen" haben und ich mich irgendwann mal traute meinem Hausarzt davon zu erzählen (gab ja noch kein I.Net nehmen sie sich mal 2 Tage frei , dann wird das schon wieder"

lg ZZ

17.12.2008 02:33 • #20



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