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Hallo,
ich habe eine furchtbare Nacht hinter mir...Bin gestern auf der Couch eingeschlafen und als ich aufgewacht bin, habe ich höllische Kopfschmerzen bekommen, dazu Herzrasen und das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Dies hat über 3 Std gedauert. Auch Tavor hatte nichts geholfen. Erst wollte ich ins KH, bin dann aber doch nicht gegangen, weil die ja sowieso nichts finden und nicht helfen.
Konnte heute auch nicht in die Arbeit. Habe noch immer Atemprobleme und ich habe das Gefühl, ein Felsbrocken liegt auf meinem Hals und auf der Brust. Ausserdem habe ich Schmerzen hinterm Schulterblatt.
Diese Angstgefühle habe ich jetzt schon seit mehreren Monaten, es wird immer schlimmer.
Habt ihr ein paar Tipps für mich, was ich gegen das Druckgefühl machen kann?
LG

10.12.2014 13:14 • 21.12.2014 #1


17 Antworten ↓


novemberrain
Liebe 1234,

so blöd, wie es auch klingen mag, kann ich Dir nur einen Tipp geben:
Erkenne endlich, dass diese Symptome alle psychisch sind! Wenn Du das begriffen hast, kannst Du ganz anders damit umgehen.

Dieser Druck auf Brust oder das Herzrasen- das sind alles Angstsymptome.
Solange sie Dir Angst machen, wirst Du weiterhin Angst bekommen!
Denn parodoxerweise hält genau diese Angst die Angststörung aufrecht.

Nimm dieses Druckgefühl an.
Sage Dir, dass es psychisch ist- denn Du warst ja schon mehrmals im KH und hast Dich durchchecken lassen.

Du hast schreckliche Symptome- aber Du musst eins verstehen:
Die machst Du Dir selbst!
Dein Bewertungssystem ist verantwortlich für Deine Angst. Dein Körper kann also gar nicht anders, als mit Angst zu reagieren.
Im Prinzip hast Du vor Dir selbst Angst.

Die Lösung?
-annehmen
-die Symptome unter Angst einordnen
-nicht davon einschränken lassen

Bleib nicht ängstlich den ganzen Tag auf der Couch liegen und horche in Dich hinein.

Alles Liebe für Dich
november

10.12.2014 14:26 • #2



Angstgefühl hört nicht mehr auf

x 3


Hallo Novemberrain,
inzwischen bin ich auch fast davon überzeugt, dass es sich um ein psychisches Problem handelt. Insgeheim hoffe ich aber noch immer, dass mit der Schilddrüse irgendwas nicht ok ist, da auch viele Symptome daraufhin deuten (Gewichtszunahme, Haarausfall, trockene Haut etc).
Jeder Tag ist ein Kampf, ich will mich ja eigentlich nicht Zuhause verkriechen, aber mit jeder Panikattacke trau ich mir weniger zu. Das Angstgefühl und der Druck ist ständig da. Arbeiten kann ich nur noch mit Lorazepam.
Habe wieder einen Tanzkurs angefangen, weil mir das immer sehr viel Freude gemacht hat. Aber diesmal habe ich keine Freude dran gehabt und war froh, dass die Stunde wieder vorbei war. Vor 2 Wochen war ich mal schwimmen, was ich auch immer gerne gemacht habe. Ich dachte, ich müsste ersticken, das Wasser fühlte sich wie eine Betonplatten an, die gegen meinen Brustkorb drückt. Ich musste wieder gehen, ich habe es nicht mehr ausgehalten.
Letzte Woche konnte ich selbst den Friseurtermin nicht einhalten. Ja, dass ist jetzt wohl schon die Angst vor der Angst.....
Heute abend geht mein Freund weg und ich werde alleine Zuhause sein. Ich habe einen Horror vor heute Abend, nachdem die Nacht so schrecklich war.
Vom Hausarzt habe ich schon Tabletten bekommen (Fluoxitin) aber ich konnte sie bis jetzt noch nicht nehmen, da ich Panik vor den Nebenwirkungen habe. Es steht da, dass sich die Symptome erstmals verschlimmern können. Das würde ich nicht aushalten.
Am 8.1. habe ich auch einen Termin in einer psychologischen Ambulanz zum Gespräch. Die haben dort eine Tagesklinik. Aber bis dahin ist es noch sehr lange.

10.12.2014 17:49 • #3


Huhu!

Ich konnte ich meiner ganz schlimmen Zeit nicht einmal alleine in einem Raum bleiben. Ich habe dann vom Psychologen ein Antidepressivum und Opipramol bekommen. Ich konnte mich damit wirklich gut erholen und auch dieses ständige Beklemmungsgefühl ging dann weg. Ich habe mir dann alleine beigebracht wieder rauszugehen usw. Also wieder ein ganz normal Leben zu führen.

Ich hatte mir wegen der Nebenwirkungen keine Gedanken gemacht, weil für mich das Beklemmungsgefühl und die PA schon das schlimmste waren, was es geben kann. Ich habe es nie bereut ein Antidepressivum zu nehmen.

Und wenn es einem dann besser geht, dann ist man auch wieder offener für eine Therapie usw.

Wie geht es Dir denn jetzt?
Mein Rat: Versuch es mit dem Fluoxetin. Mir ging es so schlecht und wenn ich daran denke, wie schnell es mir besser mit dem AD, deswegen rate ich Dir es wirklich einmal auszuprobieren. Weglassen kannst Du es ja immer noch, wenn es Dir nichts bringt oder Du Nebenwirkungen hast.

Alles Gute wünscht Dir Jess

15.12.2014 21:32 • #4


Lilly1001
Hallo liebe 1234...

Ich habe auch eine angststörung , Angst vor der Angst .. Und panische krebsangst !
Ich verweigere Anti-D's. Habe in einer akutsituation eine Packung tavor bekommen , auch die habe ich nicht einmal genommen ( Angst vor Nebenwirkungen ).
Obwohl ich dieses Medikament kenne, da ich es bekomme wenn ich ins mrt muss ! Ein segen für angstgeplagte! Aber leider macht es auch abhängig ! Aber zurück zum wichtigen Teil !
Du hoffst das alles an der Schilddrüse liegt ? Sag sowas nicht !
Ich selbst bin an hashimoto -thy. Erkrankt !
Es ist ein absoluter Horror nicht eingestellt zu sein . Ich reagiere schon auf kleinste tsh Veränderungen , und das ist wirklich eine Qual . Ich habe 3 Wochen am Stück unter einer panikattacke gelitten , die Angst wollte sich nicht lösen . Erst mal SD-Medis erhöht . Jetzt geht es einigermaßen . Aber glaub mit , Probleme
Mit der SD sind wirklich kein Geschenk . Und da sind Haarausfall und gewichtsprobleme sind da nur das kleine übel . Von massivsten panikattacken , depressiven Episoden , muskelschwäche und Benommenheit .... Gar nicht erst die rede !
Wenn du durchgecheckt wurdest, dann mach dir klar , das dass alles nur eine Spinnerei deines Körpers IST .... Einfacher gesagt als getan , das weiß ich wohl .. Kopf hoch !

15.12.2014 22:46 • #5


Ich habe genau wie du lange nach körperlichen Gründen für meine Angst gesucht. Es wurde mir gefühlte 100mal Blut abgenommen, war beim Herzecho, 24std. Blutdruck und EKG,EEg...von Kopf bis Fuß MRt, Magen und Darmspiegelung....was soll ich sagen,ich bin körperlich gesund. Die Erkenntnis hat bei mir 4Jahre gedauert, so das ich jetzt im Februar mit der Therapie beginne.
Heute habe ich wieder einen schlechten Tag und ich versuche nicht nur auf der Couch zu liegen obwohl ich das Gefühl habe ,im stehen einschlafen zu können, wenn der Druck in der Brust nicht wäre.
Aber ich sage mir immer das ich spinne und ab Februar alles besser wird durch die Therapie und das ch so nicht mehr sein möchte. Es nimmt mir Lebensqualität und das will ich nicht zulassen!
Habe damals auch immer gehofft das sie was körperliches finden,aber.....nix

LG Danny

16.12.2014 12:19 • #6


kyra96
Hallo ihr lieben.
Mir geht's grad genau so. Hab heute auch starke Brust und Rückenschmerzen.
Hab auch alles hinter mir inkl Herzkatheruntersuchung vor 2 Jahren.
Ich denk auch immer es ist das Herz. Im Moment wieder.
Nehme opipramol und fange im Januar eine Therapie an.
Drück Euch

16.12.2014 13:30 • #7


Hallo Ihr Lieben,
zu 80 Prozent glaube ich schon, dass es psychisch ist. Aber vielleicht habe ich auch etwas Angst davor, dass hier irgendetwas übersehen wird-wäre nicht das erste mal...
Liebe Lilly, es tut mir leid, dass du diese Krankheit hast. Ich kann mir vorstellen, dass dies kein zuckerschlecken ist. Ich wollte das auch nicht verharmlosen. Aber sicher geht es vielen so, dass man irgendwie schon hofft, eine Krankheit zu haben und es nicht psychisch ist.
Heute war ich beim Gynäkologen, wollte eigentlich mal meinen Hormonstatus checken lassen. Nur die gute Frau hat mich nicht ernst genommen. Was mir das nützen würde, wenn ich wüsste, dass da was nicht stimmt. Kann man eh nicht viel dagegen machen.....
Toll, keiner nimmt mich für voll....
Habe heute auch wieder starken Druck und für ein paar Sekunden wurde mir heute regelrecht schwarz vor den Augen. Hab dann mal Blutdruck gemessen, War dann 170 zu 120. Trotz Blutdrucktabletten (3 Stück am Tag) bekomme ich den einfach nicht in den Griff. Das muss doch auch eine Ursache haben? Kann doch nicht nur psychisch sein. Meine Mum ist schwer Herzkrank und mein Papa hatte Angina P.
Bei einem Herzkatheder wurde vor 2 Jahren auch eine Engstelle (30 Prozent) festgestellt. Vielleicht ist jetzt mehr?
Morgen hab ich nochmal Termin für das Suppressionszyntigramm. Mal sehen, was da rauskommt.
Ich hoffe, euch geht es heute abend allen gut-schön, dass es Euch gibt!

16.12.2014 21:36 • #8


kyra96
Hi 1234,
Ich mach mich ja auch immer Gleich verrückt dass es mein Herz ist.

Meine kardiologin meinte dass man nach einer Herzkatheruntersuchung sehr lange ca 10 Jahre beruhigt sein kann. ( fällt mir auch schwer)
Ebenso soll es Jahrzehnte dauern bis eine Arterie verkalkt sofern man nicht raucht oder fettes isst.
Drück dich ganz doll.....er zwei leidensgenossen

17.12.2014 17:18 • #9


Zitat:
Erkenne endlich, dass diese Symptome alle psychisch sind!

@Novemberrain:
Woher willst du das denn überhaupt wissen?
Hast du Beweise oder bildest du dir da vielleicht etwas ......psychisch...ein?

17.12.2014 17:21 • #10


Hallo Kyra,
ja das mit der Verkalkung. ..leider bin ich ein relativ starker Raucher und mein Cholesterin ist auch sehr hoch....Also hab ich da schon etwas Angst, dass da was zu sein könnte....Und bei uns liegt das ja auch in der Familie. Meine Mum hatte - neben ihren Bypässen - auch einen Stent, der innerhalb eines Jahres wieder zu war. Und sie raucht nicht...
Auf jedenfall war ich ja heute zur Nachuntersuchung wg der Schilddrüse. Es ist eindeutig ein heißer Knoten, der - wie er Lust hat- Hormone streut. Der Arzt ist sich sicher, dass fast alle meine Symptome davon kommen. Jetzt rät er zur Radiojodtherapie. OP könnte man auch machen, aber davon rät er ab.
Also doch nicht nur psychisch.....Wobei meine Psyche sicher schon von dem ganzen angeschlagen ist.
Bin heute etwas optimistischer.
LG

17.12.2014 19:57 • #11


kyra96
Hast du den doc denn mal gefragt on du nach der Therapie noch Kinder bekommen kannst? Vor 17 Jahre wollte ich das gleiche machen und dann hieß es dass ich dann keine Kinder mehr bekommen kann und mind. Ein halbes jahr nicht mit schwangeren oder Kleinkinder in Berührung kommen soll. Deswegen hab ich mich für die op entschieden.
aber wie gesagt. Es ist 17 Jahre her und vlt ist es heute ja nicht mehr so schlimm. Wollte dir auch keine Angst machen.
Aber schön dass man endlich was gefunden hat

17.12.2014 20:04 • #12


Hallo Kyra,
hattest du auch einen heißen Knoten?
Kinderwunsch besteht keiner mehr und aufgrund der Endometriose kann ich auf natürlichen Weg sowieso keine bekommen.
Soviel ich weiß, darf man sich 2 Wochen danach nicht in der Nähe von Schwangeren und Kleinkindern aufhalten - aber das wäre kein Problem.
Was mir etwas Sorgen macht, ist, dass du während der Behandlung isoliert liegst, nicht raus darfst und keinen Besuch empfangen darfst. Die Behandlung dauert zwischen 2 und 10 Tagen. Das macht mir echt Angst...
Wie geht's Dir überhaupt heute?

17.12.2014 21:57 • #13


kyra96
Ich hatte kalte Knoten....und was es jetzt für einer ist weiss ich ehrlich gesagt nicht.
Ja..ich könnte auch nicht so lang isoliert sein...voll langweilig. ...
Heute geht's mir besser aber fit wäre geprahlt

17.12.2014 22:11 • #14


novemberrain
Ach Kern 12,

lies einfach mal die Beiträge von der Fragestellerin durch- dann erkennst du, was sie schon alles für Untersuchungen hinter sich hat.

Aber einigen wir uns doch darauf:
Ich bilde mir das alles ein! Okay

Und nun such Dir ein neues Opfer, was Du angreifen kannst.
Mach doch am besten wieder einen neuen Thread auf und beschwere Dich, dass man nicht Deiner Meinung ist.

Ach nee, geht ja nicht, der wird wieder geschlossen.
Sowas Blödes aber auch...

18.12.2014 13:12 • #15


Hallo 1234!

Ich würde Deinen Arzt auf jeden Fall fragen, ob man die Engstelle (Stenose) nicht noch mal kontrollieren will, dann bist Du auf der sicheren Seite.
Was hast Du denn für Tabletten für den Blutdruck? Jemand im Bekanntenkreis hatte den Blutdruck auch nicht unter Kontrolle und dann hat der Arzt sie umgestellt. Es gibt ja mehrere unterschiedliche Blutdrucksenker. Sie wurde auf die Gruppe der Sartane umgestellt und nimmt seitdem ein Valsartan. Hat super geholfen.

Alles Gute von Jess

19.12.2014 10:30 • #16


Hallo Jess,
mein Arzt meint, es ist nicht nötig, nochmal einen Herzkatheder machen zu lassen. Naja, er denkt sowieso, is alles psychisch.....
Ich nehme früh und abend Betablocker (Metoprolol 95mg) und mittags einen Blutdrucksenker (Vocado 10 mg). Wenn er besonders hoch ist, habe ich noch zusätzlich Tropfen bekommen. Eine Tablettenumstellung hatte nichts gebracht.
Heute ist wieder ein besch... Tag. Mir geht's richtig schlecht.
LG

21.12.2014 17:43 • #17

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anna24
Hallo,

Ich habe auch eine angstörung und zwangstörung, aber wenn es dir wirklich so schlecht solltest du versuchen die Tabletten zu nehmen, man fängt mit einer kleinen Dosis. Ich habe auch angst davor tabletten zunehmen sogar riesige. Aber wenn es möglich is fange icg mit einem kleinen stück an danach suche ich mir gleich eine Ablenkung. Vielleicht hilft dir diese Technik.
Und was mir meine ärztin meistens gesagt hat wenn ich angst davor habe soll i davor eine halbe beruhigungs Tablette nehmen.

Lg anna

21.12.2014 21:50 • #18



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