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Hallo an Alle,

mich würde sehr interessieren wie Ihr mit eurer Panik/ Angst umgeht. Ich höre immer wieder lass die Angst zu, aber das ist so schwer. Daher freu ich mich wenn mir einige schreiben wie sie damit umgehen. Jedesmal nehme ich mir vor tapfer zu sein, aber es gelingt mir noch immer nicht die Angst so zuzulassen das sie mir selber nichts mehr ausmacht. Wer hat ähnliche erfahrungen? Ich freu mich über Rückmeldungen

Gruss
X.

19.01.2009 19:08 • 24.01.2009 #1


21 Antworten ↓


Hallo Xira!

Das habe ich auch schon oft gelesen und ab und zu gehe ich bewußt in eine Situation von der ich weiß, dass ich Panik kriege. Ich beobachte mich dann selber, bzw. die Symptome. Wenn man es dann eine Weile aushält geht die Panik auch irgendwann weg.
Meine Therapeutin sagte mir, dass man nicht in eine Panik-Situation gehen soll mit der Meinung, dass es irgenwann nicht mehr schlimm ist oder gar nicht mehr auftritt. Aber wenn ich weiß, dass ich Panik bekomme und weiß, dass ich damit umgehen kann, dann ist das schon mal viel leichter.

Gruß
Katerin

19.01.2009 21:28 • #2



Angst zulassen wie?

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ZZerRburRuSs
Hallo

Ein Leitspruch den ich wärend meiner Therapie bekommen habe und der sehr hilfreich ist .

"Wenn Du Angst vor der Angst hast,
kann sie Dich überwältigen .
Aber wenn Du sie ruhig zu Dir einlädst
und ihr in Achtsamkeit zulächelst,
wird ihre Stärke nachlassen. "

Thich Nhat Hanh
(Zen Meister und buddhistischer Mönch)

Wenn du dir diesen Spruch schön abschreibst und ihn dir irgendwo hin hängst wo du ihn gut sehen kannst.
Und ihn dann auch noch einmal am Tag in ruhe durchliest ist er sehr hilfreich und wahr .
Einmal hier im Forum lesen wird nichts bringen.

Ärgerlich gegenüber der Angst sein ist genau so falsch wie der Versuch gegen sie "kämpfen" zu wollen .

Lade sie zu dir ein ! Geh los und suche sie !
Falls du sie dann tatsächlich finden solltest begrüsse sie , bleibe bei ihr (erst ein bischen und dann ein bischen länger und immer so weiter)
Tu das regelmässig und ansteigend .
Sorge dafür das du mit jemandem darüber sprechen kannst .

Leicht ist es bestimmt nicht , grade am Anfang aber wenn du nicht aktiv bist/wirst wird auch nichts passieren .

lg ZZ

19.01.2009 23:56 • #3


Ich versuch es auch so zu machen wie ZZ schreibt.Und es hilft wirklich.Ich hab keine Angst mehr vor den PA`s.Es passiert uns doch nichts Schlimmes.Lass es zu, wehr dich nicht dagegen.Ich red immer mit meiner Angst und sag zu ihr, komm doch und du wirst sehen ich bin stärker als du. Klingt vielleicht etwas komisch aber mit der Zeit funktioniert es.Angst und Panik lauert zwar immer im Hinterkopf aber die Attaken kommen seitdem nicht mehr so oft und wenn dann auch nur in abgeschwächter Form.
Das geht aber nicht von heute auf morgen, musst Geduld haben.
Alles Gute Lela

20.01.2009 07:50 • #4


ZZ.... ich find den Spruch genial , habe ihn mir ausgedruckt und wird mein ständiger Begleiter nun sein künftig . Obwohl ich keine Attacken mehr habe, und ich weiss wie ich damit umzugehen habe,aber man weiss ja nie ,

Glg Biggi

20.01.2009 09:05 • x 1 #5


Ich hab ihn mir auch abgeschrieben
Denn das ist ja das "zulassen".
Grüssli
Iris

20.01.2009 11:37 • #6


ZZerRburRuSs
@ chaoslady

Zitat:
Aber mal eine Frage: Soll man dann dabei auch seine Angstmachenden Gedanken denken?


Meinst du wärend du den Spruch liest und drüber nachdenkst ?

Nein, wärend dem lesen denke nur an das was du liest.
Mach dir im Kopf dazu oder sonstwas , damit du verinnerlichst und immer parrat hast was dort steht.

Wie bereits geschrieben : Je öfter man es liest und je mehr man es versteht und annimmt desto hilfreicher und grösser und effektiver wird dieses Werkzeug.

Zusammen mit einer erlernten Entspannungstechnik angewendet sollten Angstsituationen bald an schrecken verlieren.


Aber bitte nicht übersehen oder vergessen !

Dies ist ein Mittel gegen die Angst oder die Angst vor der Angst !

Für Angst und Panik gibt es einen Grund , eine Ursache es ist sehr wichtig auch daran zu arbeiten .
Es nützt recht wenig immer nur an den Symptomen rumzuschrauben ohne den Grund dafür ausfindig zu machen und daran etwas zu verändern .

lg ZZ

20.01.2009 13:45 • #7


ZZerRburRuSs
Ohne Editbutton ist schon lustig !

nochmal @ Chaoslady :

Mach dir "- BILDER-" im Kopf dazu oder sonstwas .........
wollte ich schreiben!

Die "Bilder" haben wohl meine Tasten verschluckt

ZZ

20.01.2009 13:48 • #8


Lieber ZZ

Genau das ist der Knackpunkt
Diesen Satz von dir:Für Angst und Panik gibt es einen Grund , eine Ursache es ist sehr wichtig auch daran zu arbeiten .
Es nützt recht wenig immer nur an den Symptomen rumzuschrauben ohne den Grund dafür ausfindig zu machen und daran etwas zu verändern

. Ich habe was verändert in meinem Leben und das hat mir geholfen gelassener und Angstfrei zu sein,

Glg Biggi

20.01.2009 13:50 • #9


Huhu,

tja, mein Problem ist eben, dass wir immer noch nicht wissen warum das bei mir so ist ?

Meine Mutter ist sehr ängstlich (aber in anderen Gebieten) - die Schwangerschaft meiner Mutter mit mir war schlimm, die Kindheit auch nicht ohne - aber direkt was zu finden ist bei mir extrem schwer.

Ich werde da wohl nie was genaues finden - spielen so viele Sachen zusammen und eine Rolle.

Selbst den Auslöser vor Jahren finden wir nicht. Ich hatte ja auch jahrelang keinerlei Störungen.
Ich weiss nicht was da anders war - bei mir gings ja auch schon mit ca. 15-16 Jahren los.

Ich merke nur, dass ich auf Stress empfindlich reagiere. Daran kann ich dann arbeiten....

LG
Gabi

20.01.2009 15:19 • #10


Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich hab kenne die Ursache meiner Panik/Angst nicht, aber sie zwingt mich mein Leben zu verändern obwohl ich es ungern inzwischen mache. Ich habe so viele heftige Symptome, da lade´´ ich ungern zusätzlich diese Angst noch ein, obwohl es richtig und wichtig wäre. Es ist die Angst vorm umfallen, verblöden keine Kontrolle mehr zu haben, einfach umzukippen wie auch immer...

Die Kontrolle hab ich eh nicht mehr, alles was früher locker ging geht jetzt nicht mehr.. Ich hätte bestimmt weiter im Stress gelebt wenn die Angst nicht so stark mich überfallen würde, und mich innerlich fast lähmt. Ich kenne die Ursache nicht, aber ich stand lange extrem unter Druck den ich nicht abbauen konnte laut der VT!!

Jetzt hab ich ANgst vor der Angst.. Ich weis nicht ob es richtig von mir war keine Medikamente einzunehmen, vielleicht hätte ich die Angst vor der Angst verhindern können, weil ich 6 Mon. nicht wusste was ich hatte und von Arzt zu Arzt gerannt bin... verlorene Zeit etliche weitere Attacken etc...

Heute war ich beim Zahnarzt und dachte für ne Weile oh mein Gott..was machst du wenn du nen Erstickungsanfall hast? Dann hab ich versucht umzudenken, und sagte mr: Dies sind geschulte Ärzte die werden dir schon helfen.. Das warten auf diesen Stuhl machte mich etwas nervös aber dann ging es....

Genau so als ich einkaufen war.. Ich wollte nicht in die Läden rein, aber ich habe es doch getan, allerdings nicht in Eile´´ ich lies mir Zeit hab sogar mit Bekanten einen Kaffee getrunken sonst vermeide ich es lieber weil ich Angst vorm nächsten Anfall habe..

Ich gebe zu ich habe gebebt manchmal mehr manchmal weniger, aber das lies dann auch nach..

Irgendwann fing es wieder an als ich an der Kasse stand und es nicht möglich war den Laden zu verlassen...Also ich musste durch die Kasse, da hab ich auch gewartet, aber ist es wirklich gut so viel Stress zu selber anzutun? Also trotz regelm. üben, bemerke ich keine Besserung- vielleicht übe ich zu sehr inneren Druck aus ohne es in dem Moment zu bemerken, ich weis auch nicht..

Aber ich find es gut das es so ein tolles Forum gibt und so aktive Mitglieder. Zuerst hab ich gedacht ich bin ganz allein mit der Angst, aber das sieht wohl doch anders aus..

Hat sich euer Leben verändert durch die Angst?

Vielen Dank an alle.
Schönen Abend noch

Freu mich über Rückmeldungen

Gruss
X.

20.01.2009 22:19 • #11


Lisa_Coccinella
Zitat von xira99:

Irgendwann fing es wieder an als ich an der Kasse stand und es nicht möglich war den Laden zu verlassen...Also ich musste durch die Kasse, da hab ich auch gewartet, aber ist es wirklich gut so viel Stress zu selber anzutun? Also trotz regelm. üben, bemerke ich keine Besserung- vielleicht übe ich zu sehr inneren Druck aus ohne es in dem Moment zu bemerken, ich weis auch nicht..



Hallo Xira,

du bist nicht die Einzige, die trotz Übung keine Verbesserung merkt
Was habe ich geübt und hat nichts genutzt. Zum Schluß dachte ich, diese Übungssache sei nur ein Märchen, von Therapeuten erfunden, weil sie sonst nichts bieten können, um zu helfen. Wer das nicht selbst durchmacht, hat leicht reden mit "Üben". Du stehst da, hast du Angst einen Herzinfarkt zu kriegen (als Beispiel), um man soll "Üben"? Und was dann? Wird es das nächste Mal besser? Nein, auch nicht! Also wozu üben überhaupt? Mir ging es erstmal wieder besser, als ich akzeptierte, dass ich eine Krankheit habe, und die Angst wie eine solche zu behandeln, und nicht als Freundin. So eine Freundin braucht echt kein Mensch

20.01.2009 23:18 • #12


ZZerRburRuSs
Hello

Also ich hab über 20 Jahre Panikattacken gehabt und alles was dazu gehört.
Und es hat 15 Jahre gedauert bis ich das erste mal das Wort "Panikattacke" gehört habe von einem Arzt.


Vielleicht hättest du mit Medikamenten die Angst vor der Angst vermeiden können ?! Aber dann würdest du jetzt Medis nehmen und nicht mehr merken das du immernoch ein Problem vor dir herschiebst.

@ xiara

Du schreibst ja selbst das du keine Kontrolle mehr hast und das du lange sehr gestresst warst und dieses nicht abbauen konntest.
Angst vor Kontrollverlust kann durchaus zu Panikattacken führen .
Und, fragst du dich wirklich ernsthaft ob der Stress dem du dich beim warten an der Kasse aussetzt schädlich ist ?
Man hat so eine art Eimer in sich , in dem man Stress aufnehmen kann. Ist dieser Eimer aber immer rand voll wird der Stress zum problem weil er eben nicht mehr in den für ihn vorgesehenen Platz kann .
Und dann sucht er sich nen andern Platz und da ist er nicht gut aufgehoben und schlägt Radau !

Helfen könnte , Stress abbauen , dazu findest du hier viele hilfreiche Tipps auf der Seite.
Und einsehen das man nicht alles kontrolieren muss und kann .
_____________


JA ! Üben hilft . Üben hilft sogar viel !
Aber üben alleine reicht nicht !
Wenn man alte Gewohnheiten , Denkweisen und Verhaltensweisen nicht verändert , also alles lässt wie es war ! Braucht man auch nichts zu üben .

lg ZZ

21.01.2009 02:09 • #13


Hallo ZZ!
Das Problem ist halt nur, dass man bestimmte Dinge nicht ändern kann auch wenn man weiss dass sie der Auslöser für Panikattaken sind.
Der Stress in der Arbeit löst bei vielen Leuten PA`s aus, was soll man da machen?Ist nicht so leicht heutzutage eine neue Arbeit zu finden.
Oder wenn in der Partnerschaft was nicht stimmt. Man schmeisst nicht so leicht alles hin und gibt die gewohnte Sicherheit auf, besonders dann nicht wenn es einem psychisch sowieso schon schlecht geht.Da gehört so viel Mut und Kraft dazu die die meisten von uns hier nicht haben.
Ist ein Teufelskreis.lg Lela

21.01.2009 07:40 • #14


Hallo Lela,

vielleicht muss man ja nicht gleich alles hinwerfen, sondern "einfach" nur lernen, anders damit umzugehen. Oder sich in einer Beziehung einfach mal richtig aussprechen. Das könnte der erste Schritt zur Veränderung sein.

Liebe Grüße
bollywood

21.01.2009 08:51 • #15


Nun ja, wenn es erst einmal konditioniert ist, macht es der Körper "automatisch".
Ich denke, man muss vielleicht doch die ganzen angstbesetzten Gedanken zulassen, so wie sie sind ( Hilfe, ich sterbe, ich fall um etc ) um dann zu merken, das es "nur" Befürchtungen sind. Sozusagen: Bereit zum Sterben Nun ja, ich werde mal sehen, was ich so erreichen kann.
Bis denni
Iris

21.01.2009 11:49 • #16


ZZerRburRuSs
Hi

Du wirst andere Faktoren nur bedingt ändern können .
Den Stress auf der Arbeit oder Stress in einer Beziehung oder sonstwas in der Art.

Aber wie Bollywood geschrieben hat , du kannst dich selbst verändern . Dein Umgang mit solchen Dingen und von allem auch deinen Umgang mit dir selbst.
Man kann sich Plätze für sich selbst schaffen und dort kann man z.B. einiges daran tun Stress besser aufnehmen zu können oder besser damit umgehen zu können.

Wenn hier von konditionierung oder auch schonmal von erlernter Hilflosigkeit gesprochen wird sind das bnestimmt schwer zu überwindende Hürden aber es geht . Ganz bestimmt .

Der Wille , der Geist des Menschen , die Seele sind so unglaublich stark und mächtig das dies fast nicht begreifbar ist .

Zugegeben ist es eine grosse Anstrengung und kostet viel Mut sich zu Motivieren .
Man bricht ja quasie ins Ungewisse auf .

Man muss das aber auch nicht alleine tun man kann sich dabei von Profis helfen lassen .
Im Übrigen kann ich mir nicht vorstellen was besser wäre als ein Profi einzustellen um ein Problem zu lösen ?!

ZZ

21.01.2009 14:20 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich habe das Buch " Das heilende Bewußtsein" und das ist der absolute Hammer
Wie gesagt, ich arbeite daran, bei mir haben sich schon zu viele "Profis" die Zähne ausgebissen und vor allem auch schon zu lange.
Bis denni
Iris

21.01.2009 18:46 • #18


ZZerRburRuSs
Da man letztendlich alles selber tun muss was getan werden muss ist im Grunde ja egal wer einen dort hinführt . Und wie

Wenn du mit einem Buch erreichst was du erreichen willst ist das der richtige Weg für dich

Ich brauchte dazu echte Menschen .

lg ZZ

21.01.2009 22:27 • #19


hallo

ich habe mal davon gehört, die angst zuzulassen sei ähnlich einem zusammenbruch.
man lässt die ganzen emotionen einfach raus.......

23.01.2009 22:40 • #20



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