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Im Allgemeinen könnte man ja denken, das man bei Angst oder Angstanfällen bzw. Attacken lieber jemanden um sich herum hat, am besten fachärtzlich vollumfänglich in allen Bereichen ausgebildetes Personal. Das man dadurch natürlich niemals lernt mit der Angst zu leben ist auch klar. Deswegen fallen ja viele nach einem Aufenthalt in der Psychosomatik wieder in ein großes Angstloch. Wie ist das bei Euch mit der Angst: Könnt Ihr dann Nähe von GELIEBTEN Menschen zulassen oder passiert eher das Gegenteil und ihr seid abwesend, wollt alleine sein. Auch wenn man weiß das es den anderen vielleicht verletzt und man sich damit noch mehr unter Druck setzt? Mir durfte in der schlimmeren Angstzeig die Partnerin nicht nahe kommen, aber wildfremde Ärtze den Arm um mich legen und sagen: "Alles nur Panik, das geht wieder!" Vielleicht ist das der Frust über die Angst oder zusätzlich depressive Erscheinungen die einen irgendwie so abweisend machen? Ich weiss es nicht aber manchmal nervt es mich sehr. So nach dem Motto "Hau ab aber lass mich nicht alleine". Ein Hü und Hott ein Hin und Her.

28.01.2013 12:26 • 28.01.2013 #1


4 Antworten ↓


Ich habe lieber jemanden um mich herum, aber nur jemanden, der weiß, was mit mir los ist. Ohne meinen Lebensgefährten geht gar nichts, dann habe ich sowieso keine Angst, wenn er bei mir ist, egal, ob außerhalb oder zu Hause. Eine Freundin geht auch.

Ganz anders sieht die Sache schon aus, wenn ich zu Hause jemanden `reinlassen soll. Z.B. meine Friseurin. Geht gar nicht, wenn ich alleine bin. Könnte ja die Angst kommen, und sie könnte was merken..

Ich bin dann zwiegespalten... Einerseits kann ich nicht alleine sein, andererseits möchte ich nicht, daß mich jemand sieht, wenn ich Angst habe.

28.01.2013 12:52 • #2



Könnt Ihr bei Angst Nähe von Vertrauten zulassen?

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Das nennt sich paradoxe Kommunikation und ist ein übles Mitbringsel aus Deiner Vergangenheit!
Möglicherweise ein Gewaltherrschaftsmuster Deiner Erziehungsberechtigten?
Versuch das so schnell wie möglich los zu werden, ich hab lang gebraucht, zu durchschauen, dass es immer so weiter gehen wird,
wenn ich mit den Personen, die mir das mit ihrem Geseier immer wieder aufzwingen wollen, nicht breche.
Mein Tipp.
Vielleicht ist es bei Dir anders gelagert -- bei meinen nahm es leider parasitäre Züge an und es wird Dir niemand verübeln können, wenn Du Dir eine Zecke ziehst, bevor sie Dir ne Krankheit überträgt.
Das juckt einen dann fürchterlich, aber der Entzündungsprozess ist ein heilsamer.

28.01.2013 13:05 • #3


diemutti
Also bei mir ist es so, das ich zu einem kleinen Teil meiner Arbeitskolleginnen gehe und ihnen sage das es mir gerade nicht so gut geht. Dann reden wir etwas Smaltalk bis es wieder geht, und ich mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren kann. Zu Hause habe ich meine größeren Kinder die über meine Angstschübe bescheid wissen, aber zu Hause habe ich nicht so oft PA.

28.01.2013 14:15 • #4


Bei mir ist es auch so! Wenn die Panik kommt habe ich den Impuls mich zurück zu ziehen, wie ein verwundetes Tier! Selbst vor meinen Mann verschliesse ich dann die Tür und zieh mich ins Bett zurück. Allerdings ist es für mich auch eine Sache der Gewohnheit. Wenn man Mann, der beruflich sehr eingespannt ist, einige Tage nicht dabei war, wenn es mir so ging, dann viel es mir schwer, mich hinterher umzustellen. Aber es gab auch schon Zeiten, in denen er viel zu Hause war und dann konnte ich ihn ja nicht jedes Mal wegschicken und wir standen es zusammen durch. Danach hätte ich ihn dann immer am liebsten angerufen und gebeten zu kommen, wenns wieder losging. Vor Freunden und Familie kann ich zwar offen sprechen, aber mich in meiner Angst auch zu zeigen ist etwas GANZ anderes. Das kann ich kaum ertragen und spiele dann wie ein Weltmeister, damit man mir nichts anmerkt. Vor Ärzten und Therapueten hingegen kann ich mich so zeigen, wie ich bin. Auch mit meiner Angst. Da habe ich überhaupt nicht das Gefühl, mich verstellen zu müssen.

28.01.2013 21:47 • #5




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