"Je mehr die Betroffenen versuchen, die Gedanken zu verdrängen, vor denen sie Angst haben, umso häufiger kehren sie wieder. Deshalb richten sich diese Gedanken auch auf die Dinge, die ihnen am wervollsten sind. Jemand, der sich nicht besonders um seine Karriere sorgt, wird der Vorstellung, dem Chef ins Gesicht zu spucken, keine besondere Bedeutung schenken und nicht viel Mühe darauf verwenden, diesen Gedanken zu verdrängen. Wenn aber die Vorstellungen darum kreisen, den zu verletzten, den man liebt, dann wird viel Energie drauf verwendet, diesen Gedanken zu verdrängen. Indem man versucht diese Gedanken zu verdrängen, schenkt man ihnen unbewusst sehr viel Aufmerksamkeit".
"In meiner Therapie geht es oft in einer der Sitzungen darum, sich seiner Angst auszusetzen. Bis zu vierzig Minuten lang wird der Patient gebeten, den zwanghaften Gedanken zuzulassen, in die ganze Zeit über zu denken oder auszusprechen. Ein Patient sagt beispielsweise alle zehn Sekunden: "ich werde ihn schlagen". Im Minutenabstand nennt der Patient eine Zahl zw. 1 und 10, um anzuzeigen, wie ängstlich er sich fühlt, und ich zeichne auf, wie sich seine Angst im Lauf der Sitzung verändert. Nach und nach wird die Angst immer geringer, und oft verschwindet sie sogar ganz. Wenn man der Angst ins Gesicht sieht, schwindet sie dahin. Ich bitte meine Patienten, diese 30- bis 45- Minuten-Übung noch zweimal für sich selbst zu wiederholen."
Ausschnitt aus einem Buch darüber, ich finde das triffts ziemlich gut

Nein vor Schreck kann man keinen Herzinfarkt bekommen. Das Herz ist ein extrem leistungsstarkes Organ, es arbeitet im idealfall +80 Jahre problemlos und transportiert irrsinnig viele Liter Blut durch den Körper. Natürlich weißt du das alles, aber damit ist wohl klar, dass es vor Schreck nicht aufhört zu schlagen
