21.03.2018 17:27 • #201


Hallo,

habe ich das jetzt richtig verstanden du hast zwar eine Lebensallergie allerdings sind deine Probleme und Panik psychischer Natur?
Darf ich Fragen welche Therapieform du machst? Ist das eine Verhaltenstherapie?
Aber erstmal schön dass du dir da Hilfe gesucht hast - Psychotherapeuten sind dafür ausgebildet Menschen mit Ängsten zu helfen und das klappt in der Regel ganz gut!
Wichtig ist das die Harmonie zwischen euch stimmt - da muss so ein ja hier bin ich richtig Gefühl geben!
Zu deinen Ängsten -das Gefühl zu kollabieren oder ähnliches ist da sehr häufig - wenn keine organischen Probleme vorliegen dann ist es schon mal ganz wichtig zu verstehen, dass es nie passieren wird!
Mit deiner Therapeutin zusammen wirst du lernen besser damit umzugehen, diese Zustände auszuhalten und dadurch reduziert sich die Angst und im besten Fall verschwindet sie auch!
Notfalls kann man solche Beschwerden auch mit Medikamenten ganz gut in Griff bekommen - besser und nachhaltiger ist allerdings wenn du dich damit auseinander setzt was du ja tust!
Find ich gut habe Mut an dir zu arbeiten, Ängste sind etwas natürliches und manchmal gerät das außer Kontrolle.
Ich denke das wird wieder

Wenn du dir hier die Dinge aus der Seele schreiben möchtest gerne
Auch wenn du Fragen zu Psychotherapie oder Tipps und Tricks für solche Situationen möchtest gerne =)

21.03.2018 17:35 • #202



Hallo carsten2,

Angst vor der Angst - Erfahrungen und Medikamente die helfen

x 3#3


Hallo danke für deinen Lieben Worte ! Ja sie sind psychischer Natur das habe ich aber auch erst jetzt verstanden ! Ich habe mich immer gefragt warum das jetzt passiert wo ich Erwachsen bin . Das hat mit der Therapeut gut erklärt . Ich Hoffe das es wieder wird ich will mein Leben zurück und wieder Glücklich sein ! Für Tipps und Tricks bin ich offen immer her damit

21.03.2018 17:46 • #203


Zitat von bolli10:
Ich habe mich immer gefragt warum das jetzt passiert wo ich Erwachsen bin

Die verdrängten psychischen Wehwechen kommen meistens erst im erwachsenen Alter hoch.
Zitat von bolli10:
Das hat mit der Therapeut gut erklärt

Welche Psychotherapieform ist das denn wenn ich fragen darf? Tiefenpsychologie oder Verhaltenstherapie?
Zitat von bolli10:
Ich Hoffe das es wieder wird ich will mein Leben zurück und wieder Glücklich sein ! Für Tipps und Tricks bin ich offen immer her damit

Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gut ! Du musst nur die richtige Therapieform für dich finden inklusive richtigem Therapeut
Angststörungen sind in der Regel gut behandelbar!
Habe Mut ich bin mir sicher du bist ein starker Mensch!

21.03.2018 20:29 • #204


Zitat von bolli10:
Für Tipps und Tricks bin ich offen immer her damit

Hast du es schon mal mit Ablenkungsmethoden versucht? Also z.B. bei aufkommen der Angst sich ganz stark auf die Nasenspitze zu konzentrieren oder auf die Zehen? Das hilft aber leider nur bei leichteren Angstzuständen
Der bessere nachhaltigere Weg wäre seine Angst zu reflektieren und sie bewusst zu erleben! Dadurch lernt man sie auszuhalten und sie reduziert sich meistens.
Aber dein Therapeut kann dir da besser helfen.
Auch regelmäßiges einnehmen von Baldrian oder Lassea kann dich etwas ruhiger stellen. Das ist dann auch noch pflanzlich =)
Alles Gute wünsche ich dir

21.03.2018 20:37 • #205


04.12.2018 16:46 • #206


Es könnte sein, dass Dich die Ängste, die einen immer größeren Raum einnehmen (das "hochkonzentriert sein müssen" fällt mir auf) von anderen Ängsten, die für Dich unbewusst noch bedrohlicher wären, ablenken. Sie sind mittlerweile zwar selbst zum Problem geworden, aber dennoch können greifbare Ängste "sicherer" erscheinen als eine diffuse Bedrohung zu fühlen.

Ich gehe mit meinen Ängsten zum Therapeuten. Wie steht es damit bei Dir?

04.12.2018 18:50 • x 1 #207


@chillangel, Danke für deine Rückmeldung. Du meinst ich habe eigentlich eine andere Angst und nehme diese nicht wahr?

Ja, ich war schon beim Therapeuten. Das ist der Angstkreislauf der mich immer mehr einschränkt. Ich musste halt immer funktionieren. Das steckt noch in mir drin. Die Therapeutin sagte mir, dass ich mich immer wieder den Situationen aussetzen soll und versuchen soll die Angst auszuhalten. Manchmal gelingt es mir und dann schreibe ich mir die positiven Sachen gleich auf.

Alelrdings bin ich durch meine ständigen Angstgedanken auch ziemlich schnell fertig. Also andere gehen arbeiten einkaufen und dann noch Freunde treffen. Das wäre mir zu viel. Ich brauche dann eher Ruhe.

04.12.2018 19:24 • #208


Icefalki
Marie, Streich mal alles was ein MUSS bedeutet. Ersetze es durch möchten, probieren, üben, gebe dem Ganzen gedanklich ein bisschen mehr Leichtigkeit.

Und mach die kleinen Schritte. Der Weg aus der Angst ist der Weg zu sich selbst. Du machst das auch sehr gut,da du versuchst, deinen Alltag zu meistern. Das ist sehr gut.

Unsere Ängste sind meistens der Ausdruck einer Imbalance in uns. Man möchte eben nicht als hilflos erscheinen, kann mit Situationen nicht richtig umgehen, nimmt Stressauslöser nicht wirklich wahr. Und ja, erlebte Panik ist grausam, deshalb wird sie auch so gefürchtet. Eigentlich nur zu normal, denn dieses Gefühl ist wirklich beängstigend, zumal man das überhaupt nicht einordnen kann. Deshalb diese Angst vor der Angst.

Lass dir Zeit, nütze die Therapie und verzweifle nicht.

04.12.2018 20:12 • x 2 #209


Was mir manchmal auch hilft ist der Gedanke: "Wie würde ich mich fühlen, wenn ich jetzt keine Angst hätte?" Da versuche ich mich hineinzuversetzen und manchmal klappt es auch. Bin ja nun über 30 und mittlerweile die Hälfte meines Lebens verbringe ich mit den Kopfchaos.

04.12.2018 20:21 • #210


Zitat:
... verbringe ich mit den Kopfchaos.

Treffend: das Chaos verursacht der Kopf, letztlich die Gedanken. Die bewussten können wir hinterfragen, so wie Du es sehr schön beschreibst: "Wie ginge es mir, hätte ich diese Gedanken nicht?"

Unsere Gefühle folgen normalerweise unseren Gedanken. Und es gibt auch solche, die sehr tief vergraben wurden, weil sie eine Angst auslösten, mit der wir nicht fertig wurden, und um sie nicht wahrzunehmen, setzten wir andere Gedanken und Gefühle praktisch davor, das meinte ich. Wir sind aber heute - erwachsen geworden - viel weiter als zu der Zeit, als wir die ungeprüften Gedanken hatten, und wir können anders mit der Angst umgehen, die meist früh in unserem Leben entstand.

Du bist doch auf dem richtigen Weg, wenn ich auch nicht ganz einverstanden bin mit der gängigen Praxis, dass Therpeuten in der Therapie den Patienten raten, immer wieder in die Angst hineinzugehen. Mir ist die Vorstellung, durch die Angst hindurch zu gehen, sympathischer. Immer wieder in die Situation hineingehen, das klingt für mich, wie Angst zu üben.

Ich machs so, dass ich mir sage, was ich jetzt fühle, ist nicht real, es wird mir nichts tun, denn es ist bloß ein Adrenalinschub, und der wird nachlassen. Weil er immer nachlässt. Das klappt bis jetzt ganz gut.

04.12.2018 21:47 • x 1 #211


Du bist ja schon sehr weit und es hört sich alles sehr positiv an. Sehr gut.
Sicherlich gibt es auch mal Tiefen, aber auch die werden wir meistern. Ab und an kommt dann die Situation, in der man sich wieder verfängt und nciht klar denken kann. Aber man muss sich immer wieder solchen Situatuionen stellen----es ist nicht einfach, aber nur so kann man es schaffen.

Große Supermärkte vermeide ich immernoch, aber ich muss ja auch nicht. Vor was hast Du Angst?

05.12.2018 17:02 • x 1 #212


Zukunft, Tod, alleine zurückzubleiben (schon aus meiner Kinderzeit, jetzt wieder aktiv geworden).

05.12.2018 19:01 • #213


Da hat jeder so seine Ängst. Ich bin beispielsweise gerne alleine und blicke relativ positiv in die Zukunft. Es hat aber jeder sein Päckchen zu tragen.

07.12.2018 18:54 • #214


Zitat von Marie1981:
Da hat jeder so seine Ängst. Ich bin beispielsweise gerne alleine (...)

Oh, ich auch. Nur nicht allein und verlassen zu sein - was heißt, insofern das Alleinsein freiwillig ist und Kontaktmöglichkeiten genug da sind, finde ich es fast immer schön.

07.12.2018 20:15 • #215


Oh Chillangel,
Du beschreibst genau meine Angst!
Es fing vor einem halben Jahr erst an,als ich dachte,ich hätte einen Herzinfarkt (es war nur meine erste PA)....ab ins Kh,alles in Ordnung.
Die ersten Wochen wäre ich bald verrückt geworden,bis ich mal geblockt habe,was mit mir passiert.
Horror
Nehme seid drei Wochen Medis,geht schon viel besser.
Ruhiger,entspannter,nur die Gedanken sind abnormal.
Seid meinem gedachten Herzinfarkt,kamen plötzlich die Ängste:
Ich werde sterben! Nicht jetzt,aber unumgänglich!
Meinen Kindern kann jederzeit etwas passieren!
Jetzt sind wir gesund,aber Krankheit u Tod kommen!
Immer wenn ich ältere Menschen sehr,denk ich:
Ach Mensch,so eine liebe alte Frau.
Lange hat sie wohl nicht mehr zu leben,ob sie Angst vor dem Tod hat?
Ist sie allein? Hat sie Familie?
Habe solche Angst,alleine alt zu werden.
Aber auch gegenwärtig habe ich Angst allein unterwegs zu sein,habe Angst,dass mir genau in dem Mlment etwas schreckliches passiert,dann ist niemand da,der mir helfen kann ect.
Meine Therapie beginnt im April,warte bereits seid einem halben Jahr auf den Platz!
Die sind doch nicht normal!
Finde,man wird da allein gelassen.
So lange Zeit mt sich umgehen lernen,mit den Gefühlen und Gedanken.
Habe auch Angst vor Geistesgestörtheit,werde ich verrückt?
Mein Körper spinnt auch nur noch rum....?!?
Wie gehst du mit diesen Ängsten um?
Denn,selbst wenn ich eine Therapie mache,weiß ich noch nicht genau was sie mir bringen soll.
Die Angst ist ja immer da,weil ich ja irgendwann sterben MUSS.
Die Vorstellung meine Kinder bei mehr wieder zu sehen,macht mich krank.
Denke auch oft über den Vorgang des Todes nach....hatte mich mit Nahtoderfshrungen auseinandergesetzt,was mir sehr gut geholfen hat.
Der Tod wird nicht schmerzhaft sein u es kommt danach noch etwas.
Meine Schwiegermutter ist vor vier Jahren an Krebs gestorben,mach fünf langen Jahren Kampf.
Mein Schwiegervater hatte letztes Jahr einen Schlaganfall (wohnen unter einem Dach),habe ihm gefunden u im März musste ich meinen 14 jährigen langen Hundefreund einschläfern lassen.
Zwei Monate später fing diese Angst bei mir an.
Der Auslöser ist mir klar....aber was kann ich tun?
Ich grüße euch ganz lieb!

07.12.2018 20:46 • x 1 #216


Tja, Tanja, was kann man tun?

Ich versuche seit langem schon, so gut es mir möglich ist, mit allem, was ich dazu finden kann, mit der Angst zurechtzukommen.

Therapie, Meditation, Lebenshilfebücher, Ablenkung, regelmäßige Bewegung, möglichst gesundes Essen, Kontakte, Beschäftigung mit dem Glauben .... alles hilft etwas, aber manchmal hilft alles nichts. Bei mir hat die Angst mittlerweile dauerhaft den Schlaf zerstört, und ich muss Medikamente nehmen deswegen; also arbeitet sie nachts unbewusst weiter in mir. Auch wenn ich weiß, woher sie kommt - sie bleibt mir anscheinend soweit treu.

Den Königsweg habe ich demnach bisher nicht gefunden. Ich bin aber trotzdem froh, wenigstens über die aufgezählten Hilfsmittel zu verfügen. Ich rechne damit, ohne pessimistisch zu sein, meine Ängste nicht ganz loszuwerden, und versuche, sie zu akzeptieren; das und sie zu "handhaben", also damit weiterleben zu können (weil wir es ja auch müssen), ist doch schon etwas.

Alles Gute für Dich.

Liebe Grüße!

07.12.2018 21:19 • x 1 #217


Übrigens sind viele unserer Ängste ja auch eigentlich normal, weil Schwierigkeiten im Leben nun mal vorkommen, die bewältigt werden wollen. Nicht normal ist es, sich davon beherrschen, vom Leben abhalten zu lassen und sich andauernd Gedanken darum zu machen, was alles passieren könnte.

Menschen, die weniger Angst haben, trauen sich im Unterschied zu uns zu, wenn irgend etwas davon eintritt, damit fertig zu werden. Es fehlt uns also an Selbstvertrauen - Vertrauen in uns selbst. Das ist etwas, woran wir arbeiten können.

07.12.2018 21:44 • x 2 #218


Ja na klar,etwas anderes bleibt uns nicht übrig.
Diese Ungewissheit ist schrecklich,andererseits möchte ich natürlich nicht schon jetzt wissen,wann wo u wie ich sterbe.
Habe ja bis vor einem halben Jahr noch keine so starke Angst verspürt,wenn ich an dieses Thema gedacht habe.
Das kam jetzt plötzlich.
Habe auch angefangen zu joggen (habe einen neuen wunderbaren Vierbeiner), gesünder essen,Entspannung ect.
Aber nichts hat wirklich geholfen.
Dieser Druck im Kopf u innerliche Unruhe waren am Schlimmsten u mein Schlaf.
Habe immer geschlafen wie ein Stein,aber seitdem war ich dauernd wach u Gedankenkarussel.
Aber wem sag ich das?
Morgens total geschlaucht,aber es muss ja alles weitergehen (Arbeit,Kinder,Pflege Schwiegervater...)
Seid wann schlägst du dich damit rum?
Wie gesagt,seid ich die Medikamente nehme ist es eine Wohltat.
Klar,unterdrücke nur die Symptome....hoffe aber auf die Therapie,obwohl ich schon viele Bücher gelesen habe über das Thema und in letzter Zeit zum Glück keine PA gehabt.

08.12.2018 07:14 • #219


Mit der Schlaflosigkeit habe ich seit ein paar Jahren zu tun, und ich empfinde meine Medikamente auch als Wohltat; von den Benzos musste ich ja weg, obwohl sie bei mir Null Nebenwirkung hatten und hervorragend wirkten, aber ich kam in die Toleranz - ein Warnzeichen. Nun habe ich sie nur noch für den Notfall.

Zum Schlafen nehme ich Trimipramin, die Höchstdosis, leider diesmal mit ein paar unschönen Nebenwirkungen; ich brauche von allem immer das Doppelte wie andere, ist mein Eindruck ... Da sie für mich die einzige Möglichkeit für Schlaf in der Nacht sind, nehme ich sie dennoch.

Welche Medis sind es, die Dir helfen?

08.12.2018 10:24 • #220




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