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Geht mir auch so. Ich habe meinen Führerschein vor genau 40 Jahren gemacht und habe immer noch Angst vor dem Autofahren. Es war besser in der Zeit, wo ich 20 Jahre lang mit dem Auto zur Arbeit fuhr, aber immer nur diese Strecke, die ich in- und auswendig kannte. Seit 11 Jahren habe ich eine andere Arbeitsstelle, wo ich mit Bus und Bahn hinkomme und seitdem ist meine Angst vor dem Fahren wieder viel größer geworden. Ich fahre nur bei uns im Umkreis von 10km zum Einkaufen und nur dorthin, wo ich weiß, dass man gut parken kann ( ohne Schranke, ohne Parkautomat oder gar Parkhaus). Meine Ängste sind genau die gleichen wie bei dir vor dem Fahren an sich, und nicht wie bei vielen anderen, dass sie im Auto eine Panikattacke bekommen.
Während der Fahrstunden hatte ich keine Angst, weil der Fahrlehrer dabei war und ich mich deswegen sicher fühlte. Aber nach der Fahrprüfung habe ich mich erstmal wochenlang geweigert, zu fahren. Dann habe ich mich endlich getraut, zusammen mit meinem Vater oder meiner Mutter sonntags morgens, wenn so gut wie kein Verkehr war, eine Runde zu fahren. Es hat über ein Jahr gedauert, bis ich mich getraut habe, diese bekannten Strecken alleine zu fahren. So wurde es langsam besser, so dass ich zumindest in der Umgebung fahren konnte. Wenn ich doch eine Strecke fahren muss, die ich noch nie mit dem Auto gefahren bin, fahre ich das mit dem Fahrrad ab oder eben mache ich sonntags um 7-8 Uhr morgens eine Vorfahrt, wenn wenig Verkehr ist. Aber weitere Strecken auf unbekanntem Terrain oder in eine Stadt rein geht gar nicht. Da fahr ich immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es mit viel Übung besser wird, aber ganz weg geht die Angst nicht und sobald man mit der Übung nachlässt, breitet sie sich wieder aus.
24.05.2021 08:46 •
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