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Bin gerade echt verzweifelt. Habe seit ca.2 Monaten Panik/angstattacken.habe bis jetzt auch kein Gespräch mit einem Psychotherapeuten gehabt.lediglich mit einer psychiaterin heute morgen die mir escitalopram verschrieben hat.ich habe soooo angst mit Antidepressiva zu starten da ich angst vor den Folgen habe(nebenwirkung,später auch Absetzungserscheinungen). Nie hätte ich gedacht dass ich an so einen Punkt im leben komme dass mir AD verschrieben werden. Ich weiß nicht was ich tun Soll.die psychotherapie kann erst voraussichtlich im Oktober gestartet werden. Bitte um Hilfe. Bin echt verzweifelt:(

16.08.2016 14:04 • 23.10.2021 x 1 #1


80 Antworten ↓


Perle
Hallo dekanti,

hier in diesem Forum wimmelt es von Menschen, die ein AD nehmen oder genommen haben. Du kannst hier bis Ende des Jahres über deren Erfahrungen lesen, positive wie negative. Keiner aber kann Dir die Entscheidung erleichtern oder gar abnehmen, ein AD zu nehmen oder nicht.

Ich war damals an einem Punkt, wo ich mir sagte, mir ist alles sch ..... egal, ich kann nicht mehr und brauche jetzt medikamentöse Unterstützung. Und zwar so lange, bis ich seelisch und körperlich stabil genug bin, um wieder ohne auskommen zu können.

Du wirst anfangs Nebenwirkungen spüren aber das ist nicht der Weltuntergang und geht auch wieder weg. Bis das AD wirkt, können einige Wochen vergehen, dessen solltest Du Dir im Vorwege bewusst sein und nicht nach drei Tagen sagen, so es passiert nichts, ich breche ab. Dein Wille es zu schaffen ist wichtig in diesem Zusammenhang. Mir hat das AD einen guten Dienst erwiesen, um mich in die Stabilität zu bringen. Das Einzige, was mich wirklich ärgert ist die Gewichtszunahme. Aber auch dazu hat jeder von uns andere Erfahrungen.

LG, Martina

16.08.2016 14:55 • x 2 #2



Angst vor Antidepressiva

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@perle: welches AD nimmst Du?

@dekanti : ich habe schon von ganz vielen gehört und gelesen,wie sehr ihnen die Medikamente geholfen haben,das ist ein grosser Gewinn an Lebensqualität.
Man muss erst das Richtige für sich finden,ich suche auch noch.

Das Gute ist,man kann sie wieder ausschleichen,wenn man eine Weile stabil ist.
Ich bin froh,dass es sowas überhaupt gibt.

16.08.2016 18:42 • #3


Perle
Ich nahm Fluoxetin (habe Ende April d.J. ausgeschlichen)

16.08.2016 18:45 • x 1 #4


25.03.2021 12:02 • #5


Lasse dich einfach darauf ein.....es kann dir sehr helfen

25.03.2021 12:05 • x 2 #6


portugal
Wie schlecht muss es Dir noch gehen, damit Du ADS annimmst?

Ich hatte bei einigen NW und bei anderen rein gar nichts.

Sertralin hatte damals bei mir nach 2 Tagen angeschlagen u mir das Leben gerettet.

Es kann nur bergauf gehen!

25.03.2021 12:22 • x 4 #7


Zitat von Nicky78:
Hallo, Nach 25 Jahren mit Panikattacken und mehreren Jahren mit Depressionen komme ich nun endlich in eine Tagesklinik. Diagnose schwere Depression und Angststörung. Ich soll ...


Ganz, ganz vielen geht es in den ersten 14 bis 21 Tagen nach Einnahme-Beginn und Dosissteigerung beschissen. Mich hat es, wie du weißt, stationär gebracht. Andere machen die Hölle zuhause durch, um endlich wieder richtig leben zu können.
Entschuldige die drastische Wortwahl, ich will deine Angst vor diesen Medikamenten bzw. deren anfänglichen NW nicht schüren.
Aber wenn du ans nächste AD mit der Hoffnung ran gehst, nichts davon zu merken, kannst du fast nur enttäuscht werden.

Hättest du damals nicht nach 6 Tagen das Escitalopram - einem der besser bekömmlich SSRI - abgesetzt, wärest du jetzt vielleicht die alte.

Was ich dir sagen will: die erste Zeit wird vermutlich anstrengend. Nimm zur Not Tavor und Co und gönn dir ALLES was dir gut tut. Aber halte Minimium 3 Wochen durch (nach jeder Erhöhung).

Dann schaffst du den Sprung zurück ins Leben.

25.03.2021 13:05 • x 3 #8


Hallo Pauline, warum musstest du nochmal stationär gehen? Wenn es das nächste Mal so schlimm ist, werde ich auch darum bitten, bevor ich abbreche. Der Zeitpunkt ist nur denkbar schlecht. Mein Sohn, auch depressiv, wechselt gerade dann die Schule und ich will für ihn da sein. Er ist zur Zeit in der Tagesklinik.

25.03.2021 13:12 • #9


Weil ich wahnsinnig mit den NW zu kämpfen hatte: Dauerpanik, extreme Unruhe, sodass ich gezittert und gewackelt habe z.T., ich konnte nichts mehr essen, nicht mehr schlafen, war verzweifelt und weinerlich. Ich bin wegen meiner Kinder stationär gegangen. Sie sollten nicht Angst um oder vor mir haben und ich musste mich ganz klar um mich kümmern.

25.03.2021 13:22 • x 1 #10


Hast du es dann ausgestanden und ging es dann besser?

25.03.2021 13:25 • #11


Kannst du alles im Profil nachlesen
Ja, beide Male (2009 und Anfang 2020) bin ich für 2 bzw. 6 Wochen durch die schlimmste Zeit meines Lebens gegangen und wurde dann mit einer völligen Wiederherstellung bzw. sogar besseren Version meiner Selbst belohnt. Und absetzen ging/geht problemlos.

25.03.2021 13:33 • x 1 #12


Ina2509
Ich hatte die ersten 4-6 Wochen extreme Nebenwirkungen hab es nur dank Tavor ausgehalten würde es aber immer wieder machen den jetzt habe ich mein Leben zurück, lass dich darauf ein es kann nur noch Berg auf gehen

25.03.2021 13:40 • x 1 #13


petrus57
Sertralin hat meiner Frau nach gut 4 Wochen super geholfen. Sie hat aber nur 50 mg genommen.

Mir wurde in der Klinik Sertralin ziemlich schnell auf 150 mg hochgesetzt. Ging voll nach hinten los. Bekam ganz schlimme aggressive Zwangsgedanken. Anderen Patienten ging es genauso.

Also wenn Sertralin, dann in einer niedrigen Dosierung. Muss aber bei dir nicht so sein.

Bekam von den Sertralin auch total gelben Stuhl. Muss wohl auf die Leber gegangen sein.

25.03.2021 13:40 • x 2 #14


Moon2
Ich nehme auch Sertralin 50 mg. Auch erst paar Wochen. Hatte auch totale Angst davor, aber ich wollte unbedingt eine Veränderung. Es hat geklappt.

25.03.2021 13:54 • x 2 #15


Icefalki
Zitat von Nicky78:
Denkt ihr, ich kann diesmal hoffentlich bessere Erfahrungen machen?


Da du schon so lange mit deiner Krankheit lebst, kennst du die Ruhe im Inneren überhaupt nicht mehr. Kannst dir gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt.

Dass man dafür bissle durchhalten muss, ist der Preis dafür. Aber du kennst doch Panik und Co, ist doch nichts neues.

Je positiver du an die Medis rangehst, desto besser. Ich bin beim 2.Mal sofort auf die volle Dosis gegangen, die hat auch richtig reingehauen, allerdings wusste ich, wie sich der Erfolg anfühlt.

Irgendwann kommt man eben an einen Punkt, wo man der Chemie mal eine Chance geben darf. Oder willst du nochmals 25 Jahre weiter leiden?

25.03.2021 19:25 • x 2 #16


Sauregurke
Hallo Nicky78 ich verstehe deine Angst hatte am Anfang auch Sorgen keine Angst , vor allem Versuche nicht nach Nebenwirkungen zu googeln oder den Beipackzettel zu studieren auch wenn es dir schwer vielleicht schwerfällt und werde nicht unruhig wenn sich nach 2 Tagen keine Veränderung ergibt es braucht alles seine Zeit und dein Körper muss sich auch erstmal dran gewöhnen.

25.03.2021 19:39 • x 3 #17

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Windy
Hatte auch sehr lange Angst vor Medikamenten. Das Erste, war bei mir auch nicht das Richtige, aber das Zweite hat mir dann wirklich sehr geholfen und mir wieder so etwas wie Lebensqualität zurück gegeben, nach wirklich langer Leidenszeit. Deshalb kann ich dich auch sehr gut verstehen und kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass Medikamente wirklich ein Segen sein können, wenn sonst nichts mehr greift. Es gibt heute sehr milde und mit der Dosierung kann man auch selbst abstufen, wenn etwas am Anfang zu stark wirkt. Meine Ärztin hat mich darin auch sehr unterstützt und ich bin heute sehr froh, dass es Medikamente gibt.

25.03.2021 19:49 • x 3 #18


Bubbles

14.10.2021 16:34 • #19


Alex93
Was soll ich da groß sagen?
Ich würd sie nehmen.
Liegt aber letztlich bei dir.

14.10.2021 16:48 • #20



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Dr. Christina Wiesemann