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hallo zusammen,

bin ganz neu, habe auch noch nicht viel gelesen, deswegen vielleicht "übersehen", dass es das thema hier schon gibt.

ist es möglich, dass ich wegen 2 oder 3 mobbender kollegen (was jetzt ausgeartet ist), angst und panikattacken bekomme? verstehe das selbst nicht, weil das eigentlich schon seit jahren so geht, mich auch belastet, aber mich weiter nicht wirklich interessiert hat. aber auf einmal ist das anders. ich bekomme von einer sekunde auf die andere extremste übelkeit und mein herz rast schnell und flach und ich bekomme tierische angst. mittlerweile bekomme ich die angst schon vorher, weil ich nicht will, dass es wieder kommt. bin jetzt ein paar tage zuhause, da ist es besser, aber wenn ich mich mit dem thema beschäftige, habe 2 bücher dazu, die ich lese (also wegen mobbing) und daran denke, fängt es wieder an, aber das kann ich dann in den griff bekommen.
nur der gedanke daran, dass ich nächste woche wieder ins büro muss, der bringt mich jetzt schon um den verstand. weiß nicht, wie ich das schaffen soll. bin eigentlich sehr stark, gab in den letzten jahren viele schlimme dinge privat (krankheiten und todesfälle in der familie, ich selbst chronisch krank usw), das habe ich immer gepackt, aber irgendwie ist da jetzt keine kraft mehr da.
und was mich am allermeisten aufregt dabei: diese blöden ömmen erzählen irgendeinen schei. über mich, schneiden mich und es ist ihnen total egal, was das für mich bedeutet. diese ungerechtigkeit und diese böswilligkeit kränken mich ganz enorm. zumal ich denen nichts, aber auch rein gar nichts getan habe.

hat jemand von euch so etwas schon mal erlebt?

viele grüße
12elfen

03.11.2008 12:00 • 08.05.2019 #1


12 Antworten ↓


Ja, hab ich.
Auch bei dir kommt eine ganze Menge zusammen und irgendwann ist dann mal " Schluss".
Vielleicht kannst du dir das Buch von Doris Wolf , siehe links, über Ängste zulegen, das könnte dich schon ein schönes Stück voran bringen. Je eher du daran arbeitest, desto größer die Chance davon zügig weg zu kommen. Viel Glück dabei!

03.11.2008 12:03 • #2



Angst / Panikattacken durch Mobbing?

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laika
hey,
es gibt in jeder stadt selsthilfegruppen zum thema mobbing! ich weiss, das ist kein einfacher schritt aber vielen menschen hilft es! meine mama war auch mobbingopfer (hat seitdem eine tunnel- und höhenangst entwickelt obwohl sie nie irgendwelche phobien hatte). die selbsthilfegruppe hat ihr sehr viel geholfen!

03.11.2008 12:51 • #3


Hallo 12elfen !

Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Auch ich hatte vor sieben Jahren ein extremes Mobbing am Arbeitsplatz erlebt. Ich war danach fast ein halbes Jahr stationär in einem psychosomatischen Krankenhaus. Bis zum heutigen Tag bin ich jedoch noch Arbeitslos, habe immer noch grosse Angst vor dem Berufsleben. Sicherlich kommen bei mir auch noch andere Probleme dazu.

Also, Mobbing am Arbeitsplatz kann sich sehr wohl auf das ganze restliche Leben auswirken, und dauerhafte Ängste nach sich ziehen.

Liebe Grüsse,

Helpness

03.11.2008 13:34 • #4


hallo ihr lieben,

vielen dank für die schnellen antworten!

@ iris: das buch werde ich mir mal anschauen. will auf keinen fall tiefer in ängste reinrutschen und schon gar nicht wegen einiger blöder kühe. vielleicht ist es ganz gut, dass ich so viel wut habe, dann habe ich nicht so viel angst.

@ laika: ich werde wohl das gespräch mit dem externen trainer abwarten und gucken, ob sich was ändert (oder eine von uns muss gehen). sollte das anhalten, würde ich das mal versuchen. habe da keine angst vor. war auch nach dem tod meiner mutter vor 2 jahren bei trauer-kreisen...

@ helpness: das, was du erlebt hast, ist ja eine ganze spur härter, als das, was bei mir passiert. ich weiß auch nicht, wie ich damit umgegangen wäre. ich hoffe, dass irgendwas in deinem leben passiert, was dir diese angst nehmen kann. keine ahnung, ob es so etwas wie "spontanheilung" auch bei ängsten gibt. oder du stellst fest, dass es irgendwo doch echt nett ist. denn es gibt auch tolle kollegen und vorgesetzte. aber ich kann das schon nachvollziehen. bin auch jetzt misstrauisch und wenn ich morgens hingehe denke ich: was passiert wohl heute wieder?

vielen dank nochmal für eure hilfe!

lg
12elfen

04.11.2008 10:57 • #5


Hallo 12elfen !

Erst einmal vielen Dank für deine guten Wünsche !

Bei mir hat sich dieses Erlebnis damals zum Glück nicht auf andere Lebensbereiche übertragen (glaube ich zumindest?). Ich hatte auch schon andere, absolut positive Arbeitsplätze in der Vergangenheit. Leider waren die oft nur befristet, oder die Unternehmen sind in den Konkurs gegangen.

Ich wünsche dir viel Kraft für die anstehenden Aufgaben, und viele liebe Grüsse,

Helpness

04.11.2008 13:39 • #6


Hallo 12elfen,

Lass Dir dass nicht gefallen!
Das darf ja wohl nicht war sein.
Versuch drüber zu stehen. Ich weiß dass ist einfacher gesagt als getan.
Es kann nicht angehen das Dein Leben wegen solchen blöden Weibern nur noch aus Angst besteht. Wer sind die denn? Was bilden die sich ein?
Es kann nicht angehen das Menschen auf so eine primitive Art und Weise terrorisiert werden. Ich weiß nicht ob Du das schaffst aber ich würde die vor versammelter Manschaft konfrontieren und fragen was die für ein Problem haben!! Musst Du mit diesen Damen direkt Hand in Hand arbeiten oder besteht vielleicht die möglichkeit Ihnen aus dem Weg zu gehen? Wie sieht es mit Deinem Vorgesetzten aus? Besteht die möglichkeit mit Ihm zu sprechen?
ich bin so sauer glaubst nicht!!!

04.11.2008 18:51 • #7


hallo prinzessin82,

wow, noch mehr wut. die verleibe ich mir jetzt einfach mal ein.

ja, das ist eine total schwierige situation, die schon seit ca. 7 jahren besteht. mein/unser chef weiß, dass wir uns "nicht so gut verstehen", hat aber bis heute nicht wirklich verstanden, was da abgeht. immerhin hat er jetzt den schritt zu den personalern gemacht und in ein paar wochen gibt es ein gespräch (2 tage lang) mit allen beteiligten. ich glaube zwar nicht, dass es was bringt, dafür ist das problem zu groß/tief/alt, aber immerhin eine reaktion.
er denkt einfach, dass wir uns nicht mögen, wenn ich ihm sage, was wirklich sache ist, dann bin ich "hysterisch". vielleicht erkennt er in dem gespräch, da muss er als teil des problems dabei sein, endlich die wahrheit. ich weiß es nicht.

aus dem weg gehen, geht leider nicht. alle in einer abteilung ;-(
wir arbeiten nicht direkt zusammen, haben aber trotzdem berührungspunkte, zb urlaubs-vertretung. und als stellvertreter des chefs bin ich eigentlich sogar weisungsbefugt (wenn er nicht da ist), das wurmt die natürlich noch mehr.

beim betriebsrat war ich auch schon, aber "wir können da jetzt erst mal nichts machen, wenn die personalabteilung schon mit der klärung beauftragt ist".

ich werde nächste woche ja sehen, ob man weiterhin nicht mit mir spricht, mich nicht anguckt etc und erfahren, ob weiterhin schlecht geredet wird. wie ich das dann verkrafte ist eine andere sache.
genauso schlimm sind allerdings die annäherungsversuche, so nach dem motto, guck mal, willst du mal sehen. diese getue, als wär nichts gewesen ist einfach ober-eklig.
ich lasse mich überraschen und werde auch mit dem chef nochmal sprechen, in der hoffnung, ihm endlich die augen öffnen zu können.

das schlimmste an der sache: ich habe eine echt tolle arbeit und würde ungern wegen denen gehen. aber ich bin mit mitte 30 die jüngste im team und auch "erst" seit 7 jahren dabei, die anderen alle um/über 50 und zwischen 13 und 25 jahren dabei. schwierige sache.

lg
12elfen

04.11.2008 19:15 • #8


Hallo 12elfen !

Ein Klärungsgespräch bietet eine gute Möglichkeit so eine Sache aus der Welt zu schaffen.
Ich hatte damals viel zu lange gewartet, wollte die Angelegenheit nicht aufheizen, und dachte es würde sich irgendwann von selbst erledigen. Es war ja auch nur eine Person, die wegen einer Stellenneuvergabe gemobbt hatte.

Mobbing ist heute überall ein grosses Problem. Durch die Wirtschaftslage hat fast jeder Angst um seinen Arbeitsplatz, und da fallen dann auch sehr schnell die Schranken des Anstandes.

Liebe Grüsse,

Helpness

04.11.2008 19:39 • #9


Ursache Wirtschaftskrise?
In Zeiten wirtschaftlicher Krisen geht immer die Angst um den Arbeitsplatz mit um. Man darf sich nicht so viele Fehlzeiten erlauben, also nicht zu oft krankfeiern. Aber auch der Arbeitsdruck verschärft sich.

Weniger Beschäftigte müssen mehr leisten. Das Arbeitspensum für den Einzelnen wird größer. Die Gefahr von Fehlern bei der Arbeit nimmt zu, Druck baut sich auf. Angst greift um sich. Jeder muss nun neben seiner stressigen Arbeit auch noch um den Erhalt seines Arbeitsplatzes kämpfen.

Nach der Devise Angriff ist die beste Verteidigung greifen viele dann ausgerechnet zur Mobbing-Keule. Man mobbt den anderen schnell raus, um sich selbst zu behaupten. Oder aber Betriebe selbst mobben, um die Mannschaft auf diese Weise zu verkleinern. Manchmal geschieht das sogar ganz offen. Wir brauchen Euch nicht mehr. Seht zu, wo Ihr bleibt, heißt es dann einfach. Abteilungen werden zusammengelegt.

Auf der Betriebsversammlung heißt es dann ganz offen: Wir haben zu viel Personal. Wir können auf Euch verzichten! Insbesondere im öffentlichen Dienst mit Arbeitsplatzgarantie ist Mobbing inzwischen ein beliebtes Mittel.

Prävention gegen Mobbing
Erste Anzeichen von Mobbing sollte man sehr ernst nehmen. Manchmal reicht schon ein klärendes Gespräch mit dem Chef oder mit Kollegen. Führen Sie als Opfer nie ein Einzelgespräch mit dem Mobber, sondern nehmen Sie immer einen Dritten als Zeugen mit hinzu.

Der Hinweis, man hat klar erkannt, was hier abläuft, schreckt mitunter die Mobber auf. Man muss das Geschehen öffentlich machen, die Kollegen für diesen Mobbingfall sensibilisieren und zeigen: Das Problem ist erkannt! Ein klares Stopp ist besonders wichtig. Lassen Sie Mobbing sich nicht erst etablieren. Wenn Sie sich nämlich nicht wehren, ermuntern Sie nur noch den Mobber, so weiter zu machen.

Beste Grüsse Ihre Joe Studer

04.02.2014 11:33 • #10


08.05.2019 19:10 • #11


Acipulbiber
Hallo, willkommen hier

Ich kann nur soviel dazu sagen. Ich wurde an meinem Arbeitsplatz gemobbt und war deswegen bei einer Gesprächstherapie.
Das ganze war ohne Medikamente. Ob die notwendig sind kann nur die Therapeutin entscheiden.
Abr ich vermute dass zunächst versucht wird ohne Medikamente auszukommen

08.05.2019 19:59 • x 1 #12


Okay dankeschön

08.05.2019 21:31 • #13



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