App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

16

M

Michél
Mitglied

Beiträge:
132
Themen:
1
Danke erhalten:
23
Mitglied seit:
Hallo liebe Mitglieder, ich ersuche hier Euren Rat oder Eure Erfahrungen. Ich habe seit 2,5 Monaten mit einer schweren Schlafstörung zu kämpfen, da ich mich als Hypochonder voll reingesteigert habe. Mein Schlaf wird immer fragiler , so dass ich nach 1-2 Stunden aufwache und gar nicht mehr rein komme. Ich habe mitrazepin 3 Wochen, oxazipam ;1 Woche, Promethazin 1woche, und Bedarfsmittel wie Lurnivia probiert. Aber nichts hat mich lange auf die Matte gelegt. Ich weis mir nicht mehr zu helfen und habe Angst, dass es jetzt so bleibt. Die Insomnie macht mich jeden Tag aufs Neue fertig. Ich hoffe hier Betroffene zu finden die in der selben Situation waren und Tips für mich haben oder ihre Geschichte erzählen wie sie daraus gekommen sind. Vielen lieben Dank im Voraus

16.01.2025 x 2 #1


222 Antworten ↓
E

Ex-Mitglied
Gast

@Michél

Ja, mir geht es da wie Dir.

Ich schlafe zwar schnell ein, aber wenn ich dann wach werde - meist gegen 2 oder 3 - geht es los.

Linke Seite, rechte Seite. Aufs Handy geguckt. Toll. Aufstehen. Toilette. Hinlegen. Gedankenkarussell. Linke Seite, Rechte Seite. Handy geguckt. Toll. Stunde rum. Aufstehen. Toilette. Nächster Versuch.

Nach dem 3en oder 4en Mal geb ich es dann meist schon auf und ich werde unruhig und bekomme dumme bzw. ziemlich negative Gedanken.

Bei mir kommt halt zusätzlich hinzu, dass ich seit mehreren Wochen ne akute Gastritis habe, die einfach keine richtige Ruhe geben will, trotz einem Schrank voller Medikamente.

Sobald ich die Augen erstmal aufmache, merke ich, dass es drückt und zieht und rumort.

Hoggar Night, also das Antihistaminikum habe ich als Schlafsterne hier und zumindest habe ich damit gemerkt, dass ich dann schlicht zu müde bin, um mich in die Probleme mit dem Magen richtig zu vertiefen. LMA, ich schlaf jetzt.

Nur ist das halt keine Dauerlösung.

Und die NW, am nächsten Tag so vergnattert zu sein, ist für meine ängstlich-hypochondrische Ader auch ein gefundenes Fressen, weil ich dann nichtmehr auseinanderzuhalten kann was vielleicht "unnormal" ist und was eine NW.

So bleibt das natürlich alles in einem Teufelskreis gefangen. Schlafmangel, Symptome, Stress, Cortisol, Magen, Schlafmangel, Symptome, Stress, Cortisol, Magen.

Nach ein paar Monaten merkt man dann, wieso natürlicher, gesunder Schlaf mit richtiger Tiefschlafphase so wichtig ist, ne.

Geht ja nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper, der durch diese permanente Anspannung irgendwann in die Knie geht und Symptome zeigt, die die Wachsamkeit erhöhen.

Na ja.

Ich hatte es schon mit Escitalopram und Duloxetin probiert, aber ersteres hat den Magen/Darm dann total eskalieren lassen (hatte die G. schon vorher, aber nur dezent bemerkbar) und letzteres musste ich abbrechen, bevor es wie beim Escitalopram geendet wäre. Also im KH am Tropf wegen Verdacht auf Geschwür.

Ich hatte dem Psychiater beim Einschleichen schon gesagt, dass ich dieses aufputschende von SSRI irgendwie gar nicht gebrauchen kann, weil ich sowieso schon auf 180 bin und ich was brauche, um runterzufahren. Damit die Sensoren mal ausgehen.

Aber Nein. "Halten sie das aus".
Ohne iwas für die Nacht oder zur Dämpfung. Also schön Dauerspannung, Kiefer angespannt, Bauchmuskeln permanent angezogen, nur noch Brustatmung und Magen/Darm haben munter mitgemacht. Und mir wurde dann mangelnde Compliance vorgeworfen - als hätte ich irgendwas mitzureden gehabt bei dem Arzt.

Jetzt habe ich ihn mittlerweile über den Psychologen überreden können, dass wir es mal mit einem leichten AD, Opipramol probieren, statt dem Bretterzeug, das wie Amphetamine bei mir wirkt.

Am Montag soll ich mir das abholen.

Vielleicht kann ich ja damit endlich auch diesen Teufelskreis aus hohem autonomen Erregungsniveau und dem Magen durchbrechen.

27.04.2024 18:33 • #54


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst Erkrankung und schwere Schlaflosigkeit

x 3


Schlaflose

Schlaflose
Mitglied

Beiträge:
40270
Themen:
7
Danke erhalten:
28299
Mitglied seit:
Zitat von hman20:
@Schlaflose wenn es die Arbeit wäre hätte ich sofort gekündigt. Von der Arbeit würde ich mir mein Leben nicht zerstören lassen. Konntest du dann im Urlaub immer schlafen ?

Das Problem bei mir war, dass ich einen Beruf ergriffen habe, der für mich total ungeeignet war. Ich hatte schon im Studium Angst davor, irgenwann mal als,Lehrerin vor einer Klasse stehen zu müssen. Aer ich dachte, man gewöhnt sich daran. War aber nicht so 😄 Vom ersten Tag an im Beruf ging es mit den massiven Schlafstörungen los. Ich hatte schon vorher vor Prüfungen oder wichtigen Terminen u.ä., dass ich die Nächte,davor nicht schlafen konnte, aber das hat sich immer gegeben, wenn das Ereignis vorbei war. Aber im Schuldienst blieb es bestehen und hat sich chronifiziert. In den Ferien lief es immer viel besser, aber der Druck, mich wenigstens in den Ferien zu erholen und zu schlafen, hat auch viel zunichte gemacht.
Einfach kündigen ging nicht, wovon hätte ich denn leben sollen? Ich war immer alleinstehend und finanziell ganz allein von mir abhängig. Es lag ja nicht Arbeitsplatz, sondern an der Arbeit an sich. Und ich hatte keinen Plan, was ich anderes hätte machen solle, um Geld zu verdienen. Mit einer sozialen Phobie und ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung (diese Diagnosen habe ich erst vor 15 Jahren bekommen) kommt sehr viel nicht in Frage. So habe ich 20 Jahre im Schuldienst ausgehalten, bis gar nichts mehr ging. Ich war 2011 fast ein Jahr krank geschrieben und konnte während dieser Zeit ganz hervorragend schlafen und das Doxepin von 125mg auf 25 reduzieren. Dann bekam ich die Möglichkeit, eine Stelle in der Verwaltung am Ministerium anzunehmen. Mit dieser Arbeit geht es mir insgesamt sehr viel besser, aber es gibt trotzdem immer Sachen, die mich unter Druck setzen, funktionieren zu müssen. Aber das Ende ist abzusehen. Ich gehe zum 1. März mit 63 in Rente. Da sind mir die,13,2% Abschläge egal.

01.05.2024 13:59 • #113


Zum Beitrag im Thema ↓


U
Hast du eine ärztlich festgestellte *psychische Diagnose*? Kennt man bereits die URSACHE für deine Schlafprobleme oder werden derzeit quasi nur die Symptome behandelt.
Eine deiner aufgezählten Medikamente sind ja eine Dauermedikation. Also etwas, dass man länger einnehmen muss, bis sich eine Wirkung zeigen kann. Es kann auch die Dosierung noch nicht ausreichend gewesen sein. Das muss man an Anfang alles erstmal austesten.
Was ich sagen möchte: Nicht zu früh das Handtuch werfen und sagen : Hilft nicht.
Von WEM wirst du behandelt.
Hausarzt oder Facharzt? Psychologe oder Psychiater? Von welchem Arzt hast du die Med. verschrieben bekommen?
Nimmst du aktuell NICHTS ?

#2


M
Ich habe die Medikamente von diversen Ärzten bekommen, außer das AD das ist vom Psychiater. Ich habe auch jetzt eine Therapeutin und bin stationär in der Psychiatrie. Also ich hatte/hab ein depressive Episode. Dann kamen viele Todesfälle in diesem und letzten Jahr. Und ich bekam Panickattacken und dachte es wäre was körperliches. Dann habe ich dummerweise gegoogelt und dachte ich habe tausend tödliche Krankheiten. Zum Schluss sogar eine tödliche Familien Insomnie. Ich habe mich da voll reingesteigert und dachte ich muss sterben. Die Diagnosen sind derzeit schwere Angsterkrankung Hypochondrie und depressive Episode, welche natürlich anhält durch die Insomnie, welch ich mir selbst angeeignet habe. Dadurch dass ich jede Nacht wach liege kommen zusätzlich dunkle Gedanken, ich bekomme sie aber schwer vertrieben und zusätzlich machen mich schöne Gedanken traurig, da ich denke ich habe jetzt alles verloren.

x 1 #3


M
Derzeit nehme ich keine Medis außer gelegentlich Zolpiclon, aber das hält nur 3,5-4 Stunden und dann wieder wach

#4


H
@Michél habe genau die gleichen Probleme. Exakt den gleichen Verlauf. Das Problem ist ein Hyperarousol. Also ein dauerhafter Stresszustand. Daher kannst du nicht ein oder durchschlafen. Zopiclon und Benzos würde ich dringend weglassen. Ich musste einen Benzoentzug machen. Weil die einfach nicht lange helfen. Du musst ständig erhöhen und kommst dann irgendwann nicht mehr runter. Bis jetzt habe ich auch keinen Ausweg gefunden. Habe halt leider auch eine Medikamentenangst. Glaube aber man muss ein Antidepressiva nehmen. Mit Bedarfsmedikamenten klappt das nicht. Habe auch eine ständige latemte Unruhe.

#5


M
@hman20 Das hört sich tatsächlich nach mir an. Von diesem Zustand habe ich schon gelesen. Aber da muss es doch ein Zurück von geben oder ? Der Körper reproduziert zu viele Stresshormone. Dann müsste man doch mit zur Ruhe kommen und Sport das wieder hinbekommen. Ein paar Patienten hier auf Station nehmen Betablocker, die sollen anscheinend die Stresshormone senken. Ich bin mittlerweile bereit auch Medikamente auszuprobieren, weil schlafen immer noch besser ist als wenig schlafen. Wie lange hast du diesen Zustand schon ?

#6


H
@Michél wahrscheinlich schon mein ganzes Leben da ich immer sehr getrieben war. Im positiven Sinne sehr aktiv eben. Im negativen versucht man so vor Situationen oder Zuständen zu fliehen. Bei mir hat es letztes Jahr angefangen. Da ich viel Stress hatte. Eine chronische Entzündung meiner Augen hat es dann letztendlich ausgelöst. Ab da wurde die Angst so stark das ich sofort nicht mehr schlafen konnte. Um weiter zu arbeiten und Leistungssport zu machen habe ich dann Zopoclon genommen. Dabei hatte ich extrem Angst vor der Abhängigkeit. Auf der anderen Seite extrem Angst vor dem nicht schlafen. Das wurde zum Teufelskreis.

x 1 #7


H
@hman20 am Ende hat das Zopiclon nicht mehr geholfen. Konnte auch damit gar nicht mehr schlafen. Andere Medikamente halfen nicht oder ich wollte Sie nicht nehmen. Dann bin ich in Benzos abgerutscht. Die ebenfalls nie richtig halfen. Habe Sie abgesetzt. Jetzt schleppe ich mich so durch. Mit dem Schlaf nimmt einen keiner ernst. Habe Angst ins Bett zu gehen und wach zu liegen. Mit Trazodon und Mirtazapin rette ich mich so durch die Tage. Mir geht es aber nicht gut. Versuche irgendwie Dinge Normal zu machen und Therapie und hoffe das es besser wird

#8


H
Übrigens macht Zopiclon alles schlimmer. Ich halte von dem Medikament überhaupt gar nichts mehr. Wenn man mal vor einer Prüfung oder so nicht schlafen kann. Dann kann man das nehmen. Zopiclon wirkt nur 5 bis 7 Stunden. Danach ist es raus. Wer es zu lange einnimmt kommt jeden Tag in Zwischenentzüge.ä mit innerer Unruhe. Außerdem ist die Toleranzwirkung brutal. Bei mir war die nach 2 Wochen bereits vorhanden. Das wird viel zu sehr verharmlost. Zopiclon ist wie jedes Benzo ein Notfallmedikament und macht mehr Probleme als es.hilft

#9


M
Echt heftig, dass du das schon solange hast. Von Medikament Zolpiclon halte ich auch nicht viel. Die Wirkung ist auch zu gering bei mir. Habe es nur als Notfall genommen und dennoch war da nicht viel. Wie lange kannst du mit den beiden AD’s schlafen ? Nimmst du die zusammen oder abwechselnd. Ich suche auch nach der einen oder anderen Entlastung. Ein Freund hatte mir erzählt, dass das auch mal hatte wo er im Auslandseinsatz war. Er hatte mal nicht geschlafen , dann halbe Stunde , dann mal wieder anders. Er meinte, das ging solange, bis sich sagte sch. drauf und dann hatte es sich bei ihm stetig verbessert. Hast du es mal mit dem quviviq probiert. Also irgendwas muss man doch gegen diesen Zustand machen können. So dass sich das Gehirn wieder reguliert.

#10


H
@Michél Quviviq hat leider auch nicht geholfen. Habe es versucht. Irgendwann zusammen mit Zopiclon. Dann ging es mal. Habe von Quviviq eine heftige Schlafparalyse bekommen. Manchmal schlafe ich mit Trazodon und Mirtazapin 6 Stunden manchmal 5. Manchmal gar nicht. Ich habe halt Amgst vor meinem Bett entwickelt. Bin Abends schon nervös. Früher habe ich mich so auf mein Bett gefreut. Habe diese Bettschwere als so angenehm empfunden. So gerne lang geschlafen. Am Wochenende immer mal 9 Stunden durch. Ich vermisse es so. Und ich merke es halt auch körperlich. Es wirken nur Benzos. Aber das mache ich nicht mehr. Das ist ein Spiel auf Zeit

#11


M
Also , wie gesagt. Mein Kumpel hatte das auch. Und auch über mehrere Monate. Er meinte heut zu, dass es ewig gedauert hat bis der Schlaf wieder kam . Aber er hat halt gemeint, dass er sich damit abgefunden hat dass es so ist und dann hat sich der Schlaf wieder eingestellt. Das hatte mir Hoffnung gegeben. Ich glaube, da liegt auch das Problem begraben. Wir haben Angst vor der nächsten Nacht. Also schütten wir Stresshormone aus. Entsprechend kommt die Quittung.

#12


M
Arbeitest du noch und machst du noch Sport ?oder hast du aufgrund des Zustandes aufgehört ?

#13


M
Dieser Zustand ist auf jeden Fall der Horror.

#14


H
@Michél ich mache Sport und habe angefangen zu arbeiten. Aber. Ir tut alles weh und es macht alles so keinen Spaß mehr. Dir Schlaflosigkeit verfolgt einen halt jeden Tag

#15


M
Jup, das tut sie. Das kann ich zu 100 Prozent nachempfinden. Ist ja bei mir genau der selbe sch. Zustand. Vielleicht müssen wir wirklich den Gedanken davon lösen und nicht drüber Nachdenken. Es geht ja darum den Teufelskreis zu durchbrechen. Aber da la ist echt nicht einfach, wenn man kaum schläft. Und Benzos möchte ich auch nicht mehr anfassen. Die haben mir auch nicht wirklich geholfen so wie die Z Substanzen.

#16


M
Ich habe mich stationär untergebracht , aber das hat sich nicht wirklich dadurch verbessert. Und das einzige was denen hier einfällt , ist mehrere Medikamente auf einmal zu schlucken. Das ist doch aber echt nicht die Lösung

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

H
@Michél Helfen Sie Medikamente denn...was bekommst du denn ?

Trazodon und Agomelatin kannst du mal probieren, das ist von den Nebenwirkungen gut verträglich

#18


H
@hman20 ich glaube dass das was mir dem Serotonin Spiegel zu tun hat. Wenn Benzos und Z nicht helfen. Dann ist es nicht der GABAnerege System

#19


Donnie_Darko
Zitat von Michél:
Ich habe mich stationär untergebracht , aber das hat sich nicht wirklich dadurch verbessert. Und das einzige was denen hier einfällt , ist mehrere Medikamente auf einmal zu schlucken. Das ist doch aber echt nicht die Lösung

Welche nicht medikamentösen therapeutischen Angebote konntest du bereits wahrnehmen?

#20


A


x 4


Pfeil rechts



Youtube Video

Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore