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0815s
Hallo liebe Psychic-Community,

ich wende mich nun eher ratlos an euch.
Ich bin ein 18-jähriger Junge, der nach einer "durchgemachten" Nacht nicht mehr richtig schlafen kann.

Zu mir:
Ich bin ein leistungsstarker, sehr neugieriger und (zumindest von anderen behauptet) intelligenter Mensch, der oft als "komisch" oder gar etwas "verrückt" (im positiven Sinne) bezeichnet wird.
Ich bin aber generell ein melancholischer Mensch, bei mir wurde in der Kindheit eine affektive Depression bereits festgestellt.
Nach und nach kamen weitere Beschwerden dazu, ich habe zum Beispiel vor einem halben Jahr angefangen, meinen Herzschlag jeden Tag zu messen, mit der Angst, ich könnte herzkrank sein. Aber aus Angst vor Ärzten hab ich mich nie überprüfen lassen. Ich habe generell sehr oft Gedanken über den Tod und die Angst davor, denke wirklich sehr sehr oft über die Bedeutung von dem allen nach. Ich bin aber auf gar keinen Fall suizidal falls ihr das denkt. Ich hänge sehr am Leben und vermeide jegliche Themen die mit Tod (wie z.B. Krebs etc.) zu tun haben.

Vor kurzem sind auch Zwangsstörungen dazu gekommen: Beispielsweise muss ich nun beim Schlafen gehen jedes Mal die Haustür überprüfen (ob sie wirklich zu ist), die Tür meines Schlafzimmers muss in einem ganz bestimmten Winkel geöffnet sein, der Computer muss wirklich aus sein, das Licht muss im Badezimmer aus sein und blablabla. und mich nerven diese Gedanken und trotzdem stehe ich extra aus dem Bett auf um dem Nachzugehen. Aber wirklich gestört hat mich das alles in meinem Alltag eher geringfügig, nur wenn ich Zuhause bin und nichts zu tun habe. Es war eher eine Art nerviges Ritual.

Nun habe ich letztens dummerweise eine Nacht durchgemacht, da ich mal wieder wie immer zu lange auf war und dadurch am Tag vor der Schule zu wach war um schlafen zu gehen. Das heißt ich bin bis 6 Uhr morgens aufgeblieben, hab mich für 1-2 Stunden ins Bett gelegt und scheinbar keinen Schlaf bekommen und dann in die Schule gegangen. Normalerweise hab ich gar keine Einschlafprobleme und würde bei so einer durchgemachten Nacht ziemlich schnell tief und fest schlafen, jedoch war es diesmal nicht so. Ich habe nur mit großer Mühe meine Augen zu bekommen und bin jede Stunde aufgewacht und musste wieder einschlafen. Für mich subjektiv war es so, als ob ich keinen Schlaf bekommen hätte und mich nur herumwälze aber meine Mama meinte, dass ich geschlafen habe. Jetzt habe ich dummerweise durch meine Hypochonder-Züge wiederrum Angst, ich könnte an einer seltenen Schlafkrankheit oder sonstiges Leiden und dass ich sterben werde, wenn ich nicht einschlafe. Ich setze mich dadurch unter Druck wenn ich jetzt Schlafen gehe und bekomme beim Gedanken daran Herzrasen und Übelkeit. Ich weiß auch nicht woher das schon wieder alles kommt, ich will doch einfach nur meinem Tag ganz normal nachgehen und mich erholen können.

18.05.2021 02:31 • 18.05.2021 #1


6 Antworten ↓


Schlaflose
An Schlafmangel stirbt man, wenn man über 10 Tage überhaupt nicht schläft, keine Sekunde. Um die lebensnotwendigen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten, reichen dem Körper insgesamt 2-3 Stunden Schlaf insgesamt pro Tag, egal wie tief und mit wievielen Unterbrechungen und die holt sich der Körper automatisch, es sei denn, jemand rüttelt einen immer wach, wenn man eindöst. Die Krankheit, vor der du Angst hast, ist erstenst extremst selten und zweitens erblich,d.h. eine ganze Familie leidet dann darunter. Glaub mir, ich wäre schon längst tot, wenn man an Schlafmangel sterbeb würde. Ich war schon als Kind ein schlechter Schläfer und seit über 30 Jahren habe ich rchtige Schlafstörungen.

18.05.2021 06:19 • x 4 #2



Angst an Schlafmangel zu sterben

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Angor
Hallo

Setz Dich bitte nicht unter Druck, der Körper holt sich schon seinen Schlaf, wenn er ihn braucht. Hier im Forum leiden viele unter Schlaflosigkeit, das ist aber keine Krankheit, eher ein Symptom von unbewältigten Problemen, Stress, oder auch Nebenwirkungen von Medikamenten.

So schnell wird man nicht krank wegen Schlafmangel, ich schlafe auch sehr wenig. Du kannst es mal mit pflanzlichen Mitteln wie Baldrian oder Johanniskraut versuchen, damit Du abends zur Ruhe kommst. Wenn man schon mit Erwartungsangst zu Bett geht, ist klar dass der Körper nicht zur Ruhe kommen kann.

Offenbar leidest Du auch unter Zwangshandlungen, diesen Kontrollzwang alles zu überprüfen kenne ich, und einige im Forum auch. Das ist, wenn es sehr den Alltag einschränkt, behandelbar, man kann aber auch versuchen, diese lästigen Kontrollen abzukürzen, damit man nicht alles ständig wiederholen muss.

Mir hat es geholfen, bei jeder Überprüfung laut zu sagen, dass alles ok ist, also Licht ist aus, Tür ist zu, usw. Mit der Zeit wurde es dann weniger, und beschränkte sich dann auf einen Rundgang.

Es war schon manchmal sehr belastend für mich, z.B. während der Fahrt zum Einkaufen zu überlegen, ob man zu Haus alles ausgemacht und die Tür abgeschlossen hat und man die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl hatte.
Manchmal bin ich unterwegs zum Einkaufen vom Fahrrad gestiegen und hab im Rucksack nachgeschaut, ob ich wirklich meine Geldbörse mitgenommen habe.

Bei mir war das aber nur eine Baustelle von vielen im Rahmen meiner Angststörung. Ich würde mir auch mal überlegen, einen Facharzt aufzusuchen, denn nicht nur eine Hypochondrie sondern auch Depressionen und Deien Zwangsstörung können das Leben sehr einschränken, sind aber behandelbar. Bekommst Du Medis? Vielleicht wäre auch eine Therapie sinnvoll.

LG Angor

18.05.2021 07:31 • x 4 #3


Der Druck, schlafen zu MÜSSEN lässt dich nicht schlafen. Versuch es andersrum: versuche, NICHT zu schlafen und nimm dir schöne Dinge für die Nacht vor: Lesen, Schrank ausmisten, Sterne beobachten, Serie gucken etc. p.p.

Nur, wenn du keine Angst vor der Nacht bzw. dem nicht-schlafen hast, wirst du entspannt genug sein, um einschlafen zu können.

18.05.2021 07:41 • x 3 #4


0815s
Vielen Dank Leute!
Ich habe es gerade eben geschafft, etwas länger zu schlafen, wenn auch mit einigen Unterbrechungen.
Ich versuche die Tipps umzusetzen.

Als Antwort: Nein, ich habe bisher keine Medis genommen, da ich sonst ausreichend funktionieren kann. Diese Schlafstörung kommt aus dem Nichts. Ich konnte sonst relativ gut schlafen.

Liebe Grüße

18.05.2021 15:30 • #5


portugal
Während meiner Depression schlafe ich fast nie .... Panda Augen hoch zehn ... das Gedankenkarrusell hat mich so im Griff, dass ich nicht abschalten kann.

Davon stirbst Du nicht keine Angst.

18.05.2021 15:32 • x 1 #6


0815s
Ich frage mich nur, wieso langsam immer mehr "Störungen" dazu kommen. Ich habe einfach manchmal das Gefühl, dass ich meinen Verstand verliere.

18.05.2021 18:21 • #7




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