Zitat von aldia249:Mag vielleicht jetzt lächerlich klingen für euch, aber ich kenne das sogar mit Mitte 20... ich habe so oft das Gefühl dass das Leben einfach an mir vorbei zieht ( und das auch trotzdem noch, obwohl es mir im Großen und Ganzen psychisch sehr gut geht mittlerweile)
Ich hatte letztens mit meiner Ältesten (kurz vor 28 J.) so ein Gespräch, wo ich ihr sagte, daß es mir als junge Frau auch nicht leicht war, über das Lebensende nachzudenken. Wahrscheinlich hat man in der Jugend auch Schwierigkeiten, das Lebensende tatsächlich zu erfassen, denn die Jugend hat ihren Schwung ja eben daher, daß Leben ewig zu sein scheint.

Wenn man 20 ist, dann sagt man sich vielleicht, daß es noch zweimal so lange dauert bis man 60 ist und das ist ja noch so weit weg. Plötzlich ist man 40 und die Meßlatte ist umgelegt. Man spürt deutliche körperliche Veränderungen und eben nicht die erste Falte und das erste graue Haar, sondern schon viele mehr, seit dem ersten.
Früher oder später macht man eine gedankliche Veränderung durch und auch wenn niemand darüber jubelt, daß Leben mal zu Ende sein muß und vielleicht hat man Angst davor, so sieht man es doch irgendwann anders, als wenn man 20 ist. Man sieht auf seine Kinder und ist stolz auf sie und es verändert sich nochmal was, wenn das erste Enkel auf einen trifft. Manche bekommen plötzlich die Eingabe unbedingt nochmal los zu müssen und Dinge zu tun, die man immer mal machen wollte. Dann ist es Zeit sie zu tun - unbedingt! Wenn man viel für seine Kinder erreicht hat und diese auf eigenen Füßen stehen, dann muß man was für sich tun, bevor man zu alt wird, es überhaupt noch zu können.