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hallo ihr lieben

immer das gleiche mit mir. samstag nicht fit, aber ganz okay, sonntag erzwunge autofahrt in die city inkl. foto-safari (abends perfekt), heute (montag) morgens okay, im verlaufe des tages abnehmend. jetzt so langsam vor dem durchdreh-stadium.

ich muss morgen früh nochmal mein auto in die werkstatt bringen, es wird am mittwoch strassenverkehrsamtlich vorgeführt (bäh, mittwoch wieder abholen) und das reicht schon, um hier wieder angst zu schieben.

es ist zum aus der haut fahren, lernt denn mein hirn wirklich nichts?

wiedermal mutlose grüsse

saorsa

13.10.2008 18:16 • 14.10.2008 #1


21 Antworten ↓


Vor was hast du den Angst? Kannst du sie beschreiben?

13.10.2008 18:25 • #2



Alle drei tage erneut am ende

x 3


ich hab schon mal angst, dass ich vor lauter angespanntheit wegen morgen nicht schlafen kann. nicht schlafen heisst bei mir übelkeit vorprogrammiert. kleinstes unwohlsein heisst durchdrehen.

zudem habe ich einfach angst, um 9.45 h hier wieder mit dem autoschlüssel in der hand zu stehen und das gefühl zu haben, die wohnung nicht zu verlassen können. dasselbe am mittwoch nochmal. ich hab bammel vor jedem termin, vor jeder autofahrt... kurz ich habe angst vor der angst.

das schlimme daran ist, dass ich mich ja wissentlich in die angst reinsteigere... wie oft habe ich mir schon gesagt, lass es auf dich zukommen, du kannst es ja eh nicht ändern. es ist wie es ist und dann früh genug, sich damit auseinanderzusetzen. aber nein, einen tag vorher abzudrehen ist programm.

13.10.2008 18:31 • #3


Kennst du das Buch "Ängste verstehen und überwinden" von Doris Wolf?
Als ich die ersten ein paar Tage hier war haben mir die Menschen hier dieses Buch empofhlen. Seit dem geht es mir viiiiiiel besser. Ich hatte und habe auch jetzt noch ab und zu Angst vor der Angst. Aber ich kann anderst damit umgehen. Ich hatte letztes Jahr drei Tage lang das Gefühl ni9cht raus gehen zu können, am vierten bin ich dann raus. Trotz Angst. Und es ist nichts passiert. Was könnte den dir passieren? Wo vor hat den deine Angst vor der Angst angst? Ich hatte angst zu sterben, auf irgendeine Art halt. Ich musste es auch erst lernen das mir ja nichts passiert. Was ist es bei dir?

13.10.2008 20:13 • #4


Hallo kajal,

das Buch habe ich auch es ist wirklich sehr gut.
Als ich es gelesen ging es mir auch gleich etwas besser.
Ich habe ja die gleiche Angst, Autogenen Training und Verhaltenstherapie geht es mir schon bedeutend besser.

Liebe Grüße
Alex

13.10.2008 20:18 • #5


Schmetterling1968
Ich kenne viele, die das Buch von Lucinda Bassett lesen. Heißt "Angstfrei leben". Also ich finde mich da voll drin wieder.

Und es erklärt auch die chemischen Zusammenhänge, die uns so durchdrehen lassen. Für Neandertaler war das überlebenswichtig. Aber in unserer Zivilisation haben diese Notprogramme nix zu suchen

In dem Buch stehen auch Tipps, wie man sich selber einigermaßen wieder selber runterschaukeln kann

Ist für mich ein absolutes "must have"

13.10.2008 20:18 • #6


Ich kann euch auch ein tolles Buch empfehlen, nennt sich"Endlich wieder Angstfrei leben" von Shirley Trickett, daz gibt es auch passend eine CD. Hat mir auch sehr gut geholfen, erklärt auch vieles.

13.10.2008 21:29 • #7


danke euch - das sind ja viele gute bücher...

naja, ich habe bis jetzt wenige bücher zum thema gelesen. die meisten haben mir nichts gebracht, ausser den angstkreislauf zu verstehen.

ich werde mir mal notieren, was ihr alles erwähnt habt und hoffentlich auch den mut finden, sie zu lesen. letzteres ist für mich im moment nicht so einfach. ich verstehe zwar nicht warum, aber sobald ich ein "angst-buch" in die finger nehme, schreit mein inneres, es wolle doch lieber einen thriller lesen. verdränge ich? etwas, was sich gar nicht mehr verdrängen lässt?

kajal - ich bin emetophobikerin... also gibt es nichts schlimmeres, als dass ich mich übergeben könnte. durch die angst leide ich aber quasi unter dauerübelkeit (in verschiedenen stadien). natürlich kann man sich von der logik her problemlos übergeben, ohne zu sterben... trotzdem sterbe ich bei dem gedanken tausend tode. dann kommt die atemnot dazu, die einem wirklich das gefühl gibt, es habe das letzte stündlein geschlagen. spätestens dann drehe ich völlig durch und mutiere zu einem zitternden, heulenden, nach luft jappsenden, über der kloschlüssel hängendem bündel elend.

davor habe ich angst! ich will nicht, dass mich so jemand sieht, aber ich will es auch nicht ständig wiede durchmachen.

13.10.2008 21:42 • #8


Ach liebe Saorsa..

was schreit in dir?..
da ist etwas, das möchte ausbrechen..
Was ist es?
Wie kannst du ihm helfen?

wo fühlst du dich hilflos?

13.10.2008 22:41 • #9


Das tut mir leid. Das mit der Übelkeit kenne ich nicht, nur das mit der Atemnot. Und weißt du wie ich sie wegbekommen habe? Ich habe mich am Anfang immer ganz schnell aus dem Fenster gelehnt. Aber irgendwann half das nicht mehr. Dann machte ich mir eine Zig. an um mir selber zu beweisen das ich Luft bekomme und das sogar beim rauchen. Und es half. Die Atemnot kommt nur noch alle paar Monate.
Aber versuche über deinen Schatten zu springen und lese ein Buch. Das von Doris WOlf ist echt der Hit. Sie beschreibt sehr gut und zeigt aber gleichzeitig wege aus der ANgst. Die kann man sehr gut durch setzen. Ein Versuch ist es wert. Überwinde dein inneres. Nur so kommst du da raus! Versuche es! Bitte!

14.10.2008 07:40 • #10


Liebe Saorsa,

ich beschäftige mich seit längerem mit Krankheiten und deren psychischen Zusammenhängen. Lt. einem Buch von Louise Hay steht Übelkeit für die Ablehnung einer Idee oder Erfahrung und natürlich für Angst. Vielleicht möchtest Du mit einer positiven Affirmation arbeiten? Sie lauter hierfür: Ich bin in Sicherheit. Ich vertraue darauf, dass mir der Prozess des Lebens nur Gutes bringt.

Hast Du Pfefferminzdrops oder Pfefferminztee zuhause? So etwas hilft prima gegen Übelkeit, weil es den Magen kühlt.

Liebe Grüße
bollywood

14.10.2008 07:46 • #11


Huhu Saorsa,

ach mann, das ist echt ne blöde Situation.

Ich finde es aber toll, dass du die Sachen trotzdem machst auch wenn du vorher und während Angst schiebst.

Ich denke auch oft, das kann ja jetzt nicht sein, dass du schon wieder Angst hast oder Angst vor der Angst.....

Irgendwann muss mein Kopp das doch mal begreifen, dass nichts passiert......aber so ein kleines Männchen sagt mir dann wohl immer es könnte ja grade doch was sein und die anderen Male hatte ich nur Glück.....bei mir wechselt auch oft die Angst, dann klappt eines, prompt häng ich wonders mit Angst.....es ist zum verrückt werden...

Bücher habe ich auch viele gelesen und ich weiss jetzt um die Angst, die Entstehung etc.- auch die theoretische Massnahme gegen oder mit der Angst zu leben.
Aber in der Praxis kann ich das oft nicht umsetzen....

Grüsslis
Gabi

14.10.2008 07:48 • #12


@ bollywood: den satz habe ich mir abgeschrieben. aber schon während des schreibens habe ich gemerkt, dass ich ihm nicht traue. vielleicht hast du damit wirklich den nagel auf den kopf getroffen. ich werde mal vertieft darüber nachdenken müssen. ja, pfefferminztee habe ich... und werde ihn dann wohl wieder regelmässiger zum einsatz bringen. ist einer der wenigen tees, die ich auch mag.

@gajoko: ja, genauso ist es. ich beschäftige mich seit 20 jahren mit der angst, habe dutzende bücher darüber gelesen und irgendwann alle in die ecke geworfen. ich gebe aber zu, dass keines der oben erwähnten bücher dabei war. im moment habe ich noch zwei selbsthilfe-bücher aus der bibliothek, aber die lust sie zu lesen fehlt komplett. trotzdem werde ich mich wohl ranwagen und auch die empfohlene literatur hier mal beziehen. da ich ja irgendwie festgefahren bin. vielleicht hilft das eine oder andere ja tatsächlich meinem engmaschigen hirn einen anstoss zu geben.

ansonsten: geschlafen habe ich, bin seit 7.00 h wach. in einer knappen stunde muss ich los, und die angst krabbelt so langsam wieder in mir hoch. ich hoffe, ich krieg das geschaukelt.

euch wünsche ich einen guten start in den tag.

liebe grüsse

saorsa

14.10.2008 08:49 • #13


Hi Saorsa, bin in Gedanken bei dir *Daumen drück*
Ich habe alle 3 der erwähnten Bücher und finde sie super, aber auch sehr geholfen haben mir die beiden Antworten von Bernd unter Expertenrat. Das Geheimnis scheint nicht im " Überstehen" oder "Aushalten" zu liegen, sondern ganz klar in der Offensive... die man aber nicht immer an den Tag legen kann, ich jedenfalls nicht.
Aber WENN man offensiv in die Situation reinläuft, sich der Angst stellt ( dazu gehört leider auch Selbstbewusstsein*würg) und sie nicht in der Situation " füttert" ( ach du Elend, gleich wird mir schlecht, ich kann das nicht etc ) wird es deutlich besser, die Angst lässt nach und ein Erfolgserlebnis stellt sich ein.
Soviel von der weltbesten Theoretikerin

14.10.2008 08:54 • #14


Hi Saorsa, bin in Gedanken bei dir *Daumen drück*
Ich habe alle 3 der erwähnten Bücher und finde sie super, aber auch sehr geholfen haben mir die beiden Antworten von Bernd unter Expertenrat. Das Geheimnis scheint nicht im " Überstehen" oder "Aushalten" zu liegen, sondern ganz klar in der Offensive... die man aber nicht immer an den Tag legen kann, ich jedenfalls nicht.
Aber WENN man offensiv in die Situation reinläuft, sich der Angst stellt ( dazu gehört leider auch Selbstbewusstsein*würg) und sie nicht in der Situation " füttert" ( ach du Elend, gleich wird mir schlecht, ich kann das nicht etc ) wird es deutlich besser, die Angst lässt nach und ein Erfolgserlebnis stellt sich ein.
Soviel von der weltbesten Theoretikerin

14.10.2008 08:56 • #15


Huhu Saorsa,

das schaffst du bestimmt!!

Ich habe auch die Bücher, die hier erwähnt wurden durch. Hab mir noch ein neues gekauft: Boris Bandelow: Das Angstbuch.

Aber eigentlich steht in allen irgendwie das gleiche drin, ist eben so - was sollen sie anderes sagen ?

Das Problem ist eben wirklich das auch umzusetzen und in sein Hirn zu bekommen und nicht sofort in diese Angstmuster abzudriften.

In der Theorie bin ich ein Meister aber in der Praxis kämpfe ich jeden Tag.
Mal klappt es besser - mal schlechter.

Grüsslis
Gabi

14.10.2008 08:57 • #16


Hallo miteinander,
ich denke mal, in der Theorie sind wir alle gut, wir beschäftigen uns ja schon lange mit dem Thema.
Es liegt wirklich an der Umsetzung in die Praxis und nicht in das alte Angstmuster zu verfallen.
Ich habe es erst gestern erlebt, ich mühe mich, ich mache, trotzdem kommt die Angst, ich halte die Situation aus. - Also müßte ich mich freuen, daß ich nicht aus der Situation raus bin, was mache ich aber: mich ärgern.
Ganz einfach akzeptieren, daß es eben mal nicht so war, ist sehr schwer.

engelchen106

14.10.2008 10:12 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Da muss ich dem Engelchen leider Recht geben

14.10.2008 10:34 • #18


ja, ist schon so.... offensiv die angst suchen, ist irgendwie nicht mein ding. ich habe es ein paar mal gemacht, meistens ist sie gar nicht gekommen, aber wenn dann war die situation so schlimm, dass ich sie nicht aushalten konnte. also quasi übung für die füchse und kontraproduktiv. ich kann das irgendwie nicht... vielleicht will ich irgendwie auch nicht mehr. bin schon so froh, wenn ich mal so etwas über die runden kommen.

ach, das ist alles so verzwickt.

aber zumindest ist mein auto in der werkstatt gelandet... muss heute einen supertag haben *selbstironisch lächel*... vielleicht noch ein foto-shooting anhängen *überleg*.

14.10.2008 12:02 • #19


Hallo Saorsa,
ich würde jetzt nicht überlegen, ob fotografieren oder nicht. Wenn du aus dem Bauch heraus das Gefühl hast - dann mach es einfach. Du machst es für dich.
Vielleicht kannst du uns ja mal einige Fotos zeigen.

Liebe Grüße
engelchen106

14.10.2008 12:40 • #20



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