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Hallo
Würde gerne wisse ob es jemand geschafft hat durch reines aushalten der Panik die Agoraphobie los zu werden?
Meine Therapeutin sagte mir gefühlte 4546846 mal, dass man die Agoraphobie nur bekämpfen kann in dem man die Panik aushät und nicht flüchtet. Hat es bei euch geholfen oder kennt ihr jemand?
Kann mir das kaum vorstellen

21.01.2014 19:15 • 22.01.2014 x 1 #1


25 Antworten ↓


Das will ich auch wissen. Konfrontiere mich momentan total! Jeden Tag! Fühle mich aber irgendwie immer schlechter und es kommen immer mehr körperliche Beschwerden dazu! meine Therapeutin meinte aber auch ich muss weiter machen! Habe aber einfach tierische angst dass es mir immer schlechter gehen könnte und ich einfach zusammen breche... was sie natürlich auch wiederlegte

21.01.2014 20:07 • #2



Agoraphobie nur durch aushalten überwunden?

x 3


jaa so gehts mir auch. versuche alles zu machen und mich nicht zuhause verstecken aber kann nicht glauben das man es nur durch konfrontation überstehen kann

21.01.2014 20:19 • #3


Hi, so eine ähnliche Frage habe ich hier auch schon mal in die Runde gestellt.
Meine letzte richtige PA ist schon viele Monate her, Anflüge von PA kommen zwischendurch immer wieder, aber ich unterdrücke sie dann. Das ist wohl der Grund warum ich immer noch Dauersymptome habe, denn die Angst vor der Angst ist da.
Meine Therapeutin meinte, es ist wichtig die PA in der korrekten Art und Weise zuzulassen, man soll sie nicht unterdrücken, sie hochkommen lassen, sie aber auch nicht erzwingen, sprich Katastrophengedanken sind untersagt. Man soll sich selbst beobachten, wie ich fühle mein Herz rast, dann den Pegel der Angst feststellen von 0 bis 10 und weiterhin beobachten, ohne sich reinzusteigern, wie ich falle gleich, ich renne gleich, ich falle gleich auf etc. Wenn man alles richtig macht und sich der PA bewusst ist, dass sie gleich vorbei geht, dauert es meist auch nur wenige Minuten, bis die PA von allein wieder weggeht. Danach fühlt mal sich wohl sehr erleichtert.
Es ist also wichtig wie man die PA durchlebt...man soll am besten versuchen, ich weiß es klingt blöd, sie als einen kurzen Besuch zu betrachten, ach da bist du ja, vielleicht ein wenig zu genießen und sie dann zu verabschieden.

21.01.2014 20:21 • x 2 #4


danke du hast mich zum schmunzel gebracht wie soll man blos eine PA geniessen? =)
aber verstehe was du sagen willst nur das umzusetzen finde ich echt schwierig aber werde es mal versueche,
allen weiterhin viel kraft und gute besserung

21.01.2014 20:27 • #5


Also bei mir war das so. Ich hatte auch immer Angst im Auto und vor dem Autobahnfahren und hatte mich dem immer wieder ausgesetzt. Dabei konnte ich feststellen, dass meine Angstsymptome nachließen, nachdem ich ne Weile gefahren war (als Beifahrer). Mir gehts heute also besser. Das Umsetzen ist wirklich schwierig, aber es lohnt sich, das anzugehen.

LG

21.01.2014 20:35 • #6


Finja schön das es dir etwas besser geht! Mir gehts auch etwas besser als noch vor einem Jahr ich denke das hatt schon damit zu tun das ich versuche zug zufahren etc. aber hab immernoch angst vor der angst und praktisch jedes mal PAs und unwohl sein. Hoffe das wird noch besser den Medikamente möchte ich nicht nehmen

21.01.2014 20:40 • #7


Ja ich weiß, das hört sich komisch an mit dem Genießen, ich wollte damit sagen, man soll versuchen, es nicht als etwas bedrohliches anzusehen, denn es wird uns nichts dabei passieren.Mir fällt es schwer Pa in der Öffentlichkeit zuzulassen weil ich Angst habe aufzufallen. Und zuhause bekomme ich so keine PA, meist in geschlossen Plätzen, Züge etc. wo ich weiß, dass ich nicht mal ebe rauskann, wenn die PA mich überkommt:(

21.01.2014 20:46 • #8


Hi nura,

finde, du machst das schon ganz toll und wenn du auch schon Zug fährst allein, dann kann es nur noch besser werden. Übung macht den Meister, also bleibe weiter dran und daran denken, dass die Symptome nicht von heute auf morgen verschwinden. Also ein bisschen Geduld braucht man auch dazu.

Drücke dir weiterhin beide Daumen.

21.01.2014 20:49 • #9


Ihr seid ja lieb. Fahre viel lieber alleine zug als zu zweit. es ist mir peindlicher wenn jemand meine panik sieht der ich kenne. vorallem mein freund den ich wirklich liebe mit ihm gehe ich eich nie weg dan noch lieber mit einer kollegin. In der öffendlichkeit panik zuzulassen währe für mich auch schwiriger wegen dem Kontrollverlust. Zuhause habe ich auch eich keine PAs.

21.01.2014 20:54 • #10


Kontrollverlust ?
Hast du wirklich schon mal während einer PA einen
Kontrollverlust erlebt oder meinst/befürchtest du nur
in der Situation gleich einen Kontrollverlust zu
erleiden ?

21.01.2014 23:34 • #11


Nur die befürchtung zum glück.

22.01.2014 05:49 • #12


Bei mir ist es so, dass ich nur sehr wenige PA von Anfang bis Ende erlebt habe, da ich sie danach immer unterdrücken konnte.
Ich habe auch Angst vor dem Kontrollverlust, da ich während einer PA total den Drang habe wegzulaufen, mich zu bewegen und in geschlossenen Plätzen ist das ja schwierig.
Die Sache ist aber auch die, dass ich meine ersten Panikattacken erlebt, da war ich noch nicht 100% davon überzeugt, dass es sich um Panik handelt, ich dachte dann während der PA immer mein Herz setzt gleich aus, weil es so am klopfen war.

22.01.2014 10:00 • #13


Hi,
ich habe eine Therapie gemacht gegen meine Herzphobie und - es hat funktioniert. Ich musste gestuft konfrontieren, weil ich mich nicht traute, gleich in die Vollen zu gehen. Und es hat eine Weile gedauert, die Situationen so anzugehen, das ich das Abflauen der Angst auch in der Situation erlebe und nicht erst danach.

Dieses über die Zeit retten ist nur die halbe Miete, weil der Körper sich merkt, dass die Angst nachlässt, wenn die Bedrohung vorbei ist, und nicht registriert, das die Bedrohung keine ist. Trotzdem halbe Miete, weil man mit der Zeit lernt, auch mit Angst durch die Situationen zu kommen. Dadurch lässt die Erwartungsangst etwas nach und das nächste Mal fällt leichter.

Kurzum: Deine Therapeutin hat Recht.

Gruß, Amyg.

22.01.2014 10:44 • #14


Zitat von nura:
Hallo
Würde gerne wisse ob es jemand geschafft hat durch reines aushalten der Panik die Agoraphobie los zu werden?
Meine Therapeutin sagte mir gefühlte 4546846 mal, dass man die Agoraphobie nur bekämpfen kann in dem man die Panik aushät und nicht flüchtet. Hat es bei euch geholfen oder kennt ihr jemand?
Kann mir das kaum vorstellen


Doch, mir hat das geholfen, ich bin heute beschwerdefrei.
Für mich war das auch eine Frage des Willens und der Einstellung. Ich wollte nicht mehr unter der Angst leiden, ich wollte mich nicht mehr drücken, dahinter verstecken. Ich wollte nicht mehr den einfachen Weg gehen. Ich wollte mich auf Neues einlassen können und ich wollte wieder normal leben.

Und ja, ich bin durch die Angst durchgegangen. Nie ist das eingetreten, was ich am meisten befürchtet hatte. Entspannungsübungen haben mir sehr geholfen, die Angst für mich kontrollierbar zu machen und als ich sie kontrollieren konnte, war die Angst vor der Angst auch überflüssig.

Ich glaube, man muss es wirklich wollen.

22.01.2014 12:45 • x 1 #15


Hallo zusammen...

Ich bekomme es manchmal ganz gut in den Griff wenn ich tief durch atme und mir sage : ich schaffe es , die Attacke hat keine Macht über mich ich bin stärker...
Nur das Schlimme ist , fast jeden Tag damit zu leben...
also mich plagt das auch täglich die Angst mein Herz könnte jeden Moment stehen bleiben, es ist so schrecklich.
Aber ich sehe ich bin nicht alleine damit. Mein Freund kann das gar nicht verstehen. Er hatte mich sogar angeschrien als ich es ihm anvertraut habe.
Von wegen ob ich spinnen würde. Momentan ist es wieder schlimm, er ist beruflich unterwegs. Bin mit meinem Sohn allein und ich drehe durch.
War auch vor ein paar Tagen wieder beim Arzt, EKG und 24 Std EKG : nichts ! Warum nur ? Macht mich diese Angst so fertig ! Verdammt ich will normal
leben... Jeden Tag , ich kann nicht mehr... Bin so verzweifelt. Einen Termin beim Psychologen 6 Monate... na danke!
Mal ist es weniger, mal mehr. Ich besuche auch einen Kurs progressive Muskelentspannung aber danach gehts mir viel schlechter wie vorher, alles tut mir weh.
Naja jetzt hab ich mir etwas Luft verschafft... tat jetzt erstmal gut es raus zu lassen...

22.01.2014 13:04 • x 1 #16


herzlichen dank an eure texte.... es macht mut zu hören das es einige schon gut geschafft haben!
BRAVOOOOO

22.01.2014 13:35 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von nura:
herzlichen dank an eure texte.... es macht mut zu hören das es einige schon gut geschafft haben!
BRAVOOOOO

Ja nicht aufgeben... Bevor die Angst uns umbringt... Naja darauf wartet sie ja auch !
Sich immer sagen ! Ich bin stark, stärker als die Angst!
Hahaha leichter gesagt als getan...
Aber wir haben es so gelernt und müssen es einfach wieder verlernen !

22.01.2014 13:43 • x 1 #18


Ja ich stelle mich auch den Situationen, auch wenn es schwer fällt.
Habe morgen z. B. eine Klausur (studiere an einer FH), und ich bin deswegen so aufgeregt.
Würde mich am liebsten für morgen krank melden, tja dann müsste ich es mündlich machen oder halt im nächsten Semester wiederholen mit einer anderen Prüfungsleistung wie Seminararbeit etc.
Aber das möchte ich nicht, denn dann würde sich ja wieder abspeichern...acha Klausurschreiben ist gefährlich.
Habe Angst in den zwei Stunden in Panik zu geraten, vor den anderen aufzufallen.
Wenn meine Angst vor Tabletten nicht so groß wäre, hätte ich sogar eine Tavor 0,5 mg genommen um einfach ruhiger zu sein morgen, aber ich trau mich nicht, habe sie noch nie ausprobiert.
Mir schnürt sich jetzt schon die Kehle zu, wenn ich daran denke.
Und das ist nicht bloß daher gesagt, diese Symptom ist leider wirklich nur eines meiner Angstsymptome, Kloßgefühl im Hals, wie ich das hasse! Sobald ich aus der Situation raus bin geht es mir besser.

22.01.2014 14:14 • #19


Zitat von hoperful:
Ja ich stelle mich auch den Situationen, auch wenn es schwer fällt.
Habe morgen z. B. eine Klausur (studiere an einer FH), und ich bin deswegen so aufgeregt.
Würde mich am liebsten für morgen krank melden, tja dann müsste ich es mündlich machen oder halt im nächsten Semester wiederholen mit einer anderen Prüfungsleistung wie Seminararbeit etc.
Aber das möchte ich nicht, denn dann würde sich ja wieder abspeichern...acha Klausurschreiben ist gefährlich.
Habe Angst in den zwei Stunden in Panik zu geraten, vor den anderen aufzufallen.
Wenn meine Angst vor Tabletten nicht so groß wäre, hätte ich sogar eine Tavor 0,5 mg genommen um einfach ruhiger zu sein morgen, aber ich trau mich nicht, habe sie noch nie ausprobiert.
Mir schnürt sich jetzt schon die Kehle zu, wenn ich daran denke.
Und das ist nicht bloß daher gesagt, diese Symptom ist leider wirklich nur eines meiner Angstsymptome, Kloßgefühl im Hals, wie ich das hasse! Sobald ich aus der Situation raus bin geht es mir besser.

Was hast du denn für Angstsymptome?
Gruss Melli

22.01.2014 14:21 • #20



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