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polecat
Hallo Zusammen,
ich habe meine Ängste und Panikattacken schon seit über 10 Jahren. Und komischerweise hatte ich monatelange Phasen, wo Sie fast weg waren. Wo ich wirklich dachte "cool, Du hast es im Griff". Komischerweise ist jetzt gerade eine schlechte Phase, die ich mir nicht erklären kann. Ich bin generell im Moment viel ängstlicher und besorgter und habe auch vermehrt Panikattacken udn "komische" Gefühle und nehme jede Körperbewegung extrem war.

Dadurch beschäftige ich mich im Moment wieder vermehrt damit.

Ein Blogeintrag hat mich nachdenklich gemacht:

http://edubily.de/2014/06/die-depression-2/

Bin es wirklich ICH , die ängstlich ist, oder ist es mein Gehirn , was es mir vorgaukelt.

Komischerweise wurde bei mir im Januar eine Fruktosemalabsorption festgestellt.
Man sagt ja , dass diese eine Depression/Ängste begünstigt. Warum?
Serotonin wird aus Tryptophan gebildet, einer essentiellen Aminosäure. Tryptophan bildet im Darm mit der Fruktose einen festen Komplex, und kann daher, bei hohen Fruktosekonzentrationen im Darm, nicht in den Körper aufgenommen werden. Dadurch haben Personen mit Fructoseintoleranz oft zu wenig Tryptophan und damit auch zu wenig Serotonin. Die Folge sind u.a. depressive Zustände.

Was ist , wenn alle meine Ängste am Ende ein Darmproblem ist. Was ist wenn vielleicht bei manchen die Ängste durch Darmprobleme , die durch eine Tryptophanmangel zu einem Serotoninmangel führen, eigentlich mit das Problem sind.


Antidepressiva behandeln ja nur das Symptom, also das wenige Serotonin was da ist, wird länger im Gehirn behalten. Aber sie lösen nicht das Problem, dass einfach wenig Serotonin ausgeschüttet wird.

Eigentlich wäre es auch eine gute Nachricht, weil man aktiv was machen könnte:
Speziell bei Fruktoseintoleranz
Schonkost/Darmsanierung mit Probiotika und L-Glutamin und dann zusätzlich Tryptophan oder sogar die nächste Stufe 5-HTP zuführen.

Nun suche ich mal nach Supplements und NEM, die man nehmen kann um den Serotoninspiegel anzuheben und den Darm aufzubauen.

Habt Ihr vielleicht auch schon solche Gedanken gehabt?

VG
Polecat

30.05.2015 21:53 • 01.06.2015 #1


13 Antworten ↓


Adea
Hallo Polecat,

bin auch dabei, mich mit dem Thema zu beschäftigen. In dem Buch "Was die Seele essen will" von Julia Ross werden diese Zusammenhänge beschrieben. Trotz der guten Erfahrungen habe ich mich noch nicht getraut, isolierte Aminosäuren zuzuführen, weil ich Angst vor Nebenwirkungen habe. Ich finde es schade, dass Ärzte sich mit diesen Mitteln nicht beschäftigen und man in dieser Richtung nicht ärztlich beraten wird, obwohl die NW viel geringer sind als von AD - die aber bedenkenlos verschrieben werden.

LG

30.05.2015 22:28 • x 1 #2



Ängste - vielleicht durch Darmprobleme?

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31.05.2015 10:24 • #3


Zitat:
Bin es wirklich ICH , die ängstlich ist, oder ist es mein Gehirn , was es mir vorgaukelt.

Diese Frage macht nicht viel Sinn. Letztlich ist man sein Gehirn.

31.05.2015 10:33 • #4


Adea
Zitat von Kern12:
Diese Frage macht nicht viel Sinn. Letztlich ist man sein Gehirn.

Das ist eine große Frage, ob wir Gehirn oder Seele sind, die die Menschheit noch nicht beantwortet hat.

31.05.2015 14:55 • #5


Adea
Zitat von sevens:
https://www.ugb.de/serotonin/serotonin-schokolade-fischoel-kohlenhydrate/


Dieser Link funktioniert nicht?

31.05.2015 14:57 • #6


Zitat:
Das ist eine große Frage, ob wir Gehirn oder Seele sind, die die Menschheit noch nicht beantwortet hat.

Du tust ja so als wäre diese Frage irgendwo Gegenstand der Forschung.
Ist mir nicht bekannt, dass sich irgendjemand bemühen würde diese Frage zu beantworten, weil diese Frage gar nicht existiert.

Wieso sollte ausgerechnet der Mensch eine Seele brauchen?
Dann hätten Tiere auch eine.

31.05.2015 17:17 • #7


Frollein
Das ist ja interessant und ein total neuer Aspekt für mich!
Da hat mich noch kein Arzt drauf aufmerksam gemacht! (Hab auch eine leichte Fruktoseunverträglichkeit)

Werd mich da jetzt auch mal reinlesen und sicher später noch mal zu Wort melden! Vielen Dank vorab fürs teilen Allemann!

31.05.2015 17:30 • #8


Hallo polecat,

ich lese gerade das Buch "Der Burnout-Irrtum ... Burnout fängt in der Zelle an" in dem auch der Zusammenhang zwischen Darmkrankheiten, z.b. chronische Entzündungen und dem Gehirnstoffwechsel erklärt wird. Ich werde mal meine Heilpraktikerin dazu befragen, was sie zur Einnahme von Tryptophanen sagt.
Ein Symptom von Burnout sind ja auch Angst-/Panikattacken.

Ich selbst habe auch eine Fehlbesiedlung im Darm sowie eine Laktoseintoleranz.

Grüße
Oela

31.05.2015 19:03 • #9


polecat
Hallo Zusammen,
Danke für Eure Gedanken. Das hilft immer mit Betroffenen zu sprechen. Der Grund warum ich auch darüber nachdenke ist, dass ich mir nach 10 Jahren Angst einfach nicht erklären kann, warum ich im Moment gerade wieder so megaängstlich bin und so schnell negativ erregbar. Es gibt für mich keine Erklaerung sondern ich hatte halt in letzter Zeit vermehrt Darmprobleme. Vielleicht ist es eine Mischung aus allen.
Aber zusätzlich zu meiner Verhaltenstherapie werde ich das mit mit L-Glutamin und dem Tryptophan versuchen und Euch berichten.

Am Ende haben wir doch wahrscheinlich fast alle einen Serotoninmangel sonst würden Antidepressiva ja nicht helfen.

Und ein Serotoninmangel ist nun Nüchtern betrachtet ein physischer Mangel eines Neurotransmitters. Ob dieser Mangel durch Disposition und Gene evtl. besteht, weiß keiner. Bei mir ist es jedenfalls so, dass meine Mutti auch ängstlich ist und eine Depression hat.

ich hoffe einfach, dass wir alle irgendwie eine Lösung daraus finden.

31.05.2015 19:29 • #10


Zitat von Kern12:
Zitat:
Bin es wirklich ICH , die ängstlich ist, oder ist es mein Gehirn , was es mir vorgaukelt.

Diese Frage macht nicht viel Sinn. Letztlich ist man sein Gehirn.


Das wäre aber ziemlich armselig. Wir sind viel mehr als nur Gehirn. Nüchtern betrachtet schon allein deswegen, weil sich ca. 100 Mio. Nervenzellen im Magen-Darm-Trakt befinden und das so genannte enterische Nervensystem bilden. Und dass dieses einen Einfluss auf unser Wohlbefinden und damit auch unser Handeln hat, ist nicht unbedingt eine neue Erkenntnis.

Siehe z. B.:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=23369

01.06.2015 00:42 • #11


Mich84
Hi,

danke für den Tipp mit dme Buch, Adea.

Bevor ich aber irgendwas in diese Richtung unternehme, werde ich erstmal eine Probiotikum-Kur machen. Denn der Darm dürfte nach dem Ausschleichprozess des AD`s noch ziemlich angegriffen sein

01.06.2015 07:39 • #12


Adea
Oela, danke für den Buch-Tipp

Polecat, ja berichte uns, wie die Aminosäuren bei dir wirken. Nicht vergessen

LG
Adea

01.06.2015 14:39 • #13


martha_r
Verdauung - körperlich und psychisch hängen sehr eng zusammen, davon bin ich mittlerweile überzeugt. Wenn meine körperliche Verdauung gut funktioniert, d.h. Magen und Darm keine Probleme machen, geht es mir automatisch psychisch besser, andererseits habe ich das Problem, dass Stress, Probleme, Ängste mir auch sehr schnell auf den Darm und Magenschlagen und dann so ein Kreislauf beginnt.

Ich finde es immer total nervig, dass wir in unserer Welt diese Trennung von Körper und Psyche haben.

Ob Aminosäuren helfen, wenn jemand da etwas weiß und berichten kann, es würde mich auch sehr interessieren.

01.06.2015 15:24 • #14



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