Daniel27

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Hallo liebe Leute,
Ich bin neu hier im Forum. 2012 hatte ich meine erste Panikattacke auf der Arbeit. Diese war so heftig das ich zusammengebrochen bin und mit dem RTW ins Krankenhaus kam. Anschließend hat man mir zu einer Therapie geraten die ich auch im Oktober 2012 gemacht habe *stationär*.
Diese hat mir aber nicht wirklich geholfen. Die Panikattacken steigerten sich dann bis im Juli 2014 mein erneuter Zusammenbruch wieder mit RTW ins Krankenhaus, EKG, Blutbild, Herzultraschall, alles das negativ.

Im August hat mir meine Therapeutin Escitalopram empfohlen. Das habe ich drei Wochen genommen und wärentdessen hatte ich Fieber und alle paar Minuten eine Panikattacke. Deshalb habe ich es abgesetzt und seitdem keine Panikattacke mehr gehabt. Bis jetzt! nun ich war alkeine zuhause und aufeinmal wurde mir übel und schwumerig mein Herzschlag verlangsamte sich und mir wurde schwarz vor Augen.
OH gott dachte ich das war es jetzt mit deinem Leben. Ich bekam so eine heftige Panikattacke das ich wieder einmal im Krankenhaus bin und nichts gefunden wurde. Ich hatte Mittags die Attacke und abends noch Hände und Beinezittern fast wie Schüttelfrost.

Ich kann das nicht verstehen ich hatte über ein Jahr lang ruhe und jetzt sind sie wieder da.....
Ich weiß nicht was ich noch machen soll. Ich bin 27 jahre alt und jetzt aufeinmal schränkt sich mein Leben wieder so ein.
Aktuell liege ich noch im Krankenhaus und hatte heute wieder eine. Ich denke das ich sie hatte weil ich wirklich innerlich mit meinen Leben abgeschlossen hatte.
Ich hoffe mir kann hier einer weiterhelfen oder hat genauso heftige Attacken. Im Moment wo sie da ist kann ich mich auch auf nichts anderes Konzentrieren.

17.12.2015 13:35 • 18.12.2015 #1


9 Antworten ↓


Vergissmeinicht

Vergissmeinicht


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Hallo Daniel,

begrüße Dich ganz herzlich hier bei uns.

Was heißt stationäre Therapie? Warst Du in einer psychosomatischen Klinik oder in einer Psychiatrie? In der Letzteren geht es letztlich nur um die Medikamenteneinstellung und eher weniger um Therapie. Wie war es bei Dir?

Du schreibst mit dem Leben abgeschlossen zu haben?! Hattest Du Suizidgedanken?

17.12.2015 13:48 • #2


Daniel27

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Nein ich hatte keine suizidgedanken dachte nur im ersten Moment ich muss jetzt sterben und hatte so schlimme todesangst.... und ich war in einer Psychiatrie stationär und habe dort da ich auch schlecht schlafe mirtarzapin 30mg zur nacht bekommen. Die nehme ich auch heute noch.

17.12.2015 14:55 • #3


waage

waage


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Herzlich willkommen Daniel,

hast du priv. oder berufl. Probleme, daß die Panik dich wieder so überfällt?

Panik-Attacken können sehr heftig sein, daß man meint es ist alles aus. Aber der Körper zeigt mit diesen Symptomen das was in deinem Leben nicht stimmt...oder du etwas nicht verarbeitet hast.

L.G. Waage

17.12.2015 15:03 • #4


Daniel27

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Nun ja ich war vor ein paar tagen bei meinem groß onkel der im sterben liegt und logischerweise nicht sterben will.
Die Ärzte meinen lange hätte er nicht mehr und das war schon nicht schön zu sehen.... Aber warum sollte das bei mir eine Attacke auslösen? Das passiert mir ja nicht
Lg Daniel

17.12.2015 15:11 • #5


Valerie


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Lieber Daniel, da braucht es ja nur einen kleinen Auslöser und - zack - ist die Panikattacke da. Der Auslöser war in diesem Fall vielleicht der Besuch bei deinem sterbenden Onkel. Fragt sich, was genau in deinem Leben passiert ist oder im Leben deiner Familienmitglieder, was die Ursache für die Panik ist. Im Zuge des Erwachsenwerdens (du schreibst, du bist 27, also mitten drin können solche Krisen schonmal auftreten. Dann ist es wichtig, weiter zu machen mit dem, was man wirklich will und sich von diesen Gefühlen nicht einschüchtern zu lassen. Ich habe ganz lang mit Ängsten zu tun gehabt, immer noch ein bisschen, habe aber insgesamt gelernt, alle Gefühle einfach als zum Leben dazu gehörig anzunehmen. Z. B. als es dir schwarz vor Augen wurde. Du hast ja jetzt schon öfter abgeklärt, dass du organisch nichts hast. Dann will dieses Gefühl wahrscheinlich einfach nur da sein. Du musst keine Angst davor haben, auch wenn es sich fürchterlich anfühlt. Die Gefühle annehmen und durchleben. Du gehst ja zur Therapie, da werden sie dir vermutlich ähnliches erzählen. Was mir sehr geholfen hat, waren Familienaufstellungen. Schon mal davon gehört? Falls nicht, googel das mal, z. B. https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung oder http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/fa ... ufstellung. Da kann man recht gut die Ursache für solche Gefühle finden und Wege, wie man raus kommt. Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und Geduld, dann schaffst du das auch! Herzliche Grüße von Valerie

17.12.2015 16:58 • #6


Daniel27

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Ja schonmal vielen dank ich merke ja selber wenn ich panik bekomme versuche ich dagegen anzukämpfen was aber ja nicht klappt meistens wird es schlimmer. Ich habe nur ein Problem mich darauf einzulassen und das in dem Moment zu akzeptieren. Aber das hat mir schonmal geholfen

17.12.2015 17:25 • #7


Vergissmeinicht

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Sorry Daniel, dann hatte ich es falsch verstanden.

Weglaufen bringt bei Angst nicht viel, da die Angst mitläuft.

17.12.2015 21:32 • #8


Reisender


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Lieber Daniel,

Diese verfluchten Attacken kommen auch einfach so wieder, da gibt's oft keinen erkennbaren Auslöser...
mir hilft am besten Ablenken dadurch dass man konzentriert eine mehr oder weniger sinnvolle Aufgabe löst, die einen beschäftigt. Ich hatte jetzt gerade vor 2 mimuten eine, deshalb bin ich hier mal wieder unterwegs. Ich hab deinen Thread gelesen und mich gedanklich mit deinem Problem befasst. Das hat mir jetzt tatsächlich geholfen. Wichtig ist zu wissen, dass du nicht allei bist mit deinem Problem.

Alles Gute

17.12.2015 22:20 • #9


Daniel27

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Ja das ist schon irgendwie beruhigend zu wissen das es noch andere gibt. Ich versuche es mal mit Autogenes Training. Wer weiß vielleicht bringt es ja was. Was ich auch rausgefunden habe ist wenn ich eine Attacke habe, und dann etwas mache was mich entspannt vergeht diese schneller. Ich liebe das Geräusch vom fallenden Regen. Ich habe mir gestern bei meiner Attacke kopfhörer aufgesetzt und bei YouTube fallenden Regen gehört.
Das hat mir echt geholfen.

Ein Arzt hier im Krankenhaus gab mir den Tipp dein Körper kann nicht zwei Sachen gleichzeitig. Er kennt nur angespannt oder entspannt, kann aber nicht beides zur gleichen zeit sein.
Lg Daniel

18.12.2015 09:26 • #10



Dr. Reinhard Pichler


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