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kopfloseshuhn

kopfloseshuhn

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Sagt mal. Gibt es eigentlich biologische oder sonst welche erklärungen dafür warum die pas besonders gerne erst dann einschlagen wenn man zur ruhe kommt und es einem eigentlich grade gut geht?
Bin gespannt.
Danke für erklärungsmodelle
Huhn

25.05.2017 13:07 • 29.05.2017 x 1 #1


20 Antworten ↓


Schnuffiii

Schnuffiii


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Wenn der Körper runter fährt, hat der Kopf mehr Zeit zum nachdenken und dadurch werden die Gedanken meist in ein Karusell gesteuert, welche zu PAs führen KÖNNEN. Nicht zwangsweise Müssen

26.05.2017 15:45 • #2


Rockinger

Rockinger


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Das ist sogar relativ gut zu erklären. Im Zustand der Entspannung entladen sich deine Muskeln. Das bewirkt zB Schwere, Kribbeln, Zucken uä. Der Angstpatient, der sich immer beobachtet, wertet das als Bedrohung, da ja KEIN Auslöser da ist und Bäm! Sehr gut bei PMR zu beobachten

26.05.2017 18:40 • x 2 #3


Timo36-HH

Timo36-HH


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Zitat von Rockinger:
Das ist sogar relativ gut zu erklären. Im Zustand der Entspannung entladen sich deine Muskeln. Das bewirkt zB Schwere, Kribbeln, Zucken uä. Der Angstpatient, der sich immer beobachtet, wertet das als Bedrohung, da ja KEIN Auslöser da ist und Bäm! Sehr gut bei PMR zu beobachten



Das hab ich gehabt bei PMR

26.05.2017 20:27 • #4


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


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Okay also schlechte Gedanken kann ich ausschließen. Hab ich da gar nichtgehabt.
Wir waren spazieren und es hat sich gut angefühlt, wie Urlaub.
Also waren meine Muskeln ja auch nicht in Ruhe.
UNd plötzlich hätt ich schwören können, mir wird komisch und schwindlig und wumms...
Hab dann bei mir gesagt "lmaa Angst..." und nach ein paar hundert metern war alles auch wieder halbwegs okay.

Bei mir kommen die PA s immer in Ruhe. Also wenn alles längst vorbei ist an Stress und Anspannung und so.
ich weiß, das ist nicht gerade selten aber trotzdem interessiert es mich warum die gerade dann aus dem nichts erscheinen.

Und zB auch gerne beim entspannten TV schauen auf dem Sofa mit Mann und alles gut dann wumms mit nem Blutdruck von 230 und nem Puls von 160 einschlagen.
Halt gerade dann, wenn ich KEINE schlechten Gedanken hab oder Anspannung ....

28.05.2017 09:05 • #5


IchLiebeEuchAll.


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Als ich es einst schrieb hast du es belächelt, aber jetzt gibst du es wieder.

Wenn du besonders zufrieden und glücklich bist, dann bist du besonders anfällig für die Angst. In diesem Moment ist es wichtig in eine emotianale Leere abzudriften und dort auch zu verweilen.

Der Erste Gedanke ist: "Mir geht es gut, ich bin so glücklich

...Zweifel kommen

"Aber was wenn mir..."

"Nein, quatsch ich bin so glücklich, haha, die panikatatcken habe ich hinter mir"

...dann geschieht wieder ein Wechsel durch negative Gedanken mit noch stärkeren Zweifeln und die versuchst du mit Freude zu unterdrücken, was dann jedes mal schwieriger fallen könnte.

Gerade Nachts ist es wichtig nicht vorher zu viel gelacht zu haben und sich überglücklich zu fühlen...das kann der reinste Brennstoff werden.

28.05.2017 09:15 • x 2 #6


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


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Sorry aber ilea ich mag deinen Humbug hier nicht lesen, echt nicht. Tut mir leid.
Könntest du dich bitte entweder am Riemen reißen oder es hier sein lassen?

ansonsten no comment. ist mir zu doof.

28.05.2017 09:25 • x 2 #7


IchLiebeEuchAll.


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Weil es das nicht unwahrer macht.

Man muss glücklich sein, ohne sich glücklich zu fühlen. Das ist der Trick.

Wie gesagt, ich finde es interessant, wie du es jetzt selbst belegt hast, was du damals verneint hast.

28.05.2017 09:29 • #8


Coru

Coru


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Also wenn ich vor dem schlafen gehen sehr glücklich bin bekomme ich eher Panikattacken?

Wow das ist mal eine Erklärung. Ich muss abends einfach nur wieder "The Walking Dead" schauen und alles ist gut =D. Nee mal ernsthaft also ich find die Erklärung jetzt nicht so schlüssig. Was habe ich davon glücklich zu sein, aber ich fühle mich nicht glücklich.

In Ruhe Phasen hat man mehr Zeit über sich und sein Leben nachzudenken und auch über Probleme mehr Gedanken zu machen.

28.05.2017 09:32 • #9


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


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Du hast nicht alle Steine auf der SChleuder. das ist meine Meinung.
Ich kenne diese leere und ich bin FROH wenn ich sie nicht fühlen muss.

Ich bin froh, wenn ich mich gut fühle, es geht mir gut wenn ich lachen kann und fröhlich bin und albern sein kann.
Ich zweifele dann auch nicht, ich genieße den Augenblick wohl wissend, dass es anders sein kann. Immerhin erlebe ich es seit ich denken kann.

Hör auf mir zu sagen, wie ICH ticke. Das kannst du nicht wissen. Sprich für dich aber hör auf jedem zu sagen wie es bei jemand anderem sein muss, zu sein hat und ganz SICHER so und so ist.
Das leben ist individuell. Gefühle sind individuell.

Und ich verbleibe bestimmt nicht in einer alles erstickenden Leere nur weil mir ein selbst ernannter Messias das so predigt.

*geht jetzt singen.....
oh wenn ich einen Finger hätt, oh wenn ich einen Finger hättt.... hätt hätt


@Coru das ist es ja. Ich mache mir dann keine Gedanken. Wenn ich solche Gedanken hätte, würde ich mich ja nicht wundern.

28.05.2017 09:33 • #10


tuffie


Ich denke mal das der Kopf Angst hat vor der Ruhe und entwickelt so seine Gewohnheiten die juten alten Panikattacken

28.05.2017 09:42 • #11


IchLiebeEuchAll.


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Ich war einige Zeit in der Lage, binnen Sekunden sehr viel Glück zu generieren über viel Sport und gesunder Ernährung, doch egal wie weit ich emotional Vorrückte, die Angstwelle hat es jedes Mal erfolgreich unterdrückt. Mir wurde also eigentlich etwas das wir als gut bezeichnen...zum Verhängnis...hier überschlug sich alles, was ich dachte zu wissen. Und man muss bereit sein sich zu verändern....

weil Coru, man als Ängstler anders funktioniert, in diesem Zusammenhang völlig kontrovers.

Walking dead, also Drama, Trauer und Gewalt ist dann wieder die andere Waagschale, nämlich die negative. Eine emotionale Leere, baut darauf beides in Maßen aufzunehmen und zu recyceln.

Ruhephasen sind gar nicht so schlimm, als dieses Gefühlshoch, das sich über die Zufriedenheit bildet, wo man im nächsten Moment schon ei9ne Panikattacke haben kann.

Tja kopfloses Huhn, wir ticken viel änlicher als du denkst. Hier liegt die westliche Verteufelung und Verachtung des gleich seins vor, wo jeder meint egostisch sein zu müssen und missgünstig.

Ich, du und alle anderen Ängstler hier haben einst viel gelacht und konnten Zufriedenheit, als das nehmen was es ist...aber Umstände verändern sich nun mal. Und du beschreibst selbst, das es nicht mehr klappt.

28.05.2017 09:46 • #12


Coru

Coru


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@kopfloseshuhn meine Panikattacken kamen auch als ich eigentlich endlich in eine ruhige Phase kam und ich einfach glücklich sein hätte können.

28.05.2017 09:47 • #13


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


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Zitat:
Tja kopfloses Huhn, wir ticken viel änlicher als du denkst. Hier liegt die westliche Verteufelung und Verachtung des gleich seins vor, wo jeder meint egostisch sein zu müssen und missgünstig.


bla bla
ich glaub mir ist schlecht.

28.05.2017 10:28 • #14


Gäbchen


Huhu Kolohu
Ich kopiere hier mal etwas rein, was mir jemand als Erklärung dazu geschrieben hat.
Denn das Problem mit den PA's in Ruhephasen ist auch mir bekannt

Angst und Panikattacken kommen sehr häufig in Ruhe und Entspannungsmomenten.
Meine Therapeutin hat mir das mal erklärt... Der Körper und Geist fahren runter, man entspannt sich, spürt sich sehr intensiv, und die unter dem Alltag vergrabene Unruhe bricht sich Bahn.
Wie wenn man Urlaub hat, endlich nach langer Durststrecke, und erstmal krank wird. Da schlummert was und wartet darauf an die Oberfläche zu kommen.


Grüßchen

28.05.2017 10:36 • x 1 #15


koenig

koenig


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Mein Leben an sich läuft derzeit rund. Ich bin im Prinzip happy, aber scheinbar ertrage ich das kaum und habe viele Unruhezustaende und PA. Ich arbeite mit meiner Therapeutin jetzt daran Gefühle zu ertragen, eben endlich auch das Glück. Z. B . meine Arbeit. Mit der Arbeit glücklich zu sein, ist für mich ein neuer Zustand gewesen.

28.05.2017 13:46 • #16


Waldmeisterin


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Vielleicht auch so à la "alte Griechen"- die dachten (zumindest mal gelesen) , dass ,wenn alles super läuft, das gar nicht sein kann/nicht von allzu langer Dauer und höchstwahrscheinlich -bald- was Schlimmes passieren wird..
So nach m Motto"Dir geht's wohl zu gut!"
Vielleicht aufbauend auf Kindheitserlebnissen, dass , gerade wenn man superglücklich ist, irgendwas mehr oder weniger Blödes passiert ist?

Oder (zusätzlich) irgend n gravierender Nährstoff-Mangel oder was anderes (Histamin "Problem"?).

Ich hab mal an sowas in Richtung Histamin vermutet, als ich einfach so, im Bett, ohne negativen Gedanken bezogen auf meinen Körper oder sonst was , da lag, und richtig gemerkt habe, wie ein kitzelnder Adrenalinschauer durch meinen Körper gerieselt ist.. Einfach so. War nicht schlimm, aber seltsam..

Also, nicht n komisch-schreckliches Panikgefühl, von wegen "Hilfe-ich-sterbe/flipp aus-kann-nicht-mehr-lange-in-meinem-Körper-bleiben"- das ich aber auch schon oft die letzten Monate hatte, ohne Nachzudenken!, in ganz guten/stinknormalen Momenten (z.B. Film schauen) - sondern echt einfach nur spürbar Adrenalin freigesetzt.. egal, ob vorher was zu tun gewesen, oder den ganzen Tag "gechillt".
Ganz komisch.

28.05.2017 16:02 • x 1 #17


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


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Zitat:
dass ,wenn alles super läuft, das gar nicht sein kann/nicht von allzu langer Dauer und höchstwahrscheinlich -bald- was Schlimmes passieren wird..
So nach m Motto"Dir geht's wohl zu gut!"
Vielleicht aufbauend auf Kindheitserlebnissen, dass , gerade wenn man superglücklich ist, irgendwas mehr oder weniger Blödes passiert ist?


Jaja alles soweit interessant. Ist aber der gleiche Ansatz wie von ilea. Aber so ticke ich nicht.
Ich hatte ja jetzt auch Jahre in denen ich keine Panik hatte, in der emotional gesehen alles rund lief. Nur halt sachlich gesehen nicht. Also in Form von gesundheitlichen Beschwerden, Fehlgeburt etc.
Da habe ich natürlich auch gerade am Anfang einer neuen beziehung fragt man sich das ja...geht das gut...? Aber das ist normal. Und es ging mir täglich gut, ohne dass PAs bekommen musste weil ich mich fragte oder zweifelte oder oder oder.

In der Kindheit gab es nichts schönes. Es gab keinen Moment der Ruhe es gab kein "gut gehen" aus dem es mich wieder hätte runterreißen können.
Es war der kontinuierliche Schrecken himself.
Natürlich bin ich so und durch die Traumata ein Angstmensch. Ich kenne es ja gar nicht anders.
Und dennoch - es kann Zeiten geben in denen alles besser ist.

Histamin ist natürlich ein interessanter Ansatz. Aber ich bin eh schon Histaminintolerant und ernähre mich entsprechend Histaminfrei und auch in den schlimmsten Histaminschüben (noch bevor ich wusste, was los ist) hatte ich davon jedenfalls keine PAs.

Aber genau das einschießen von Adrenalin ist ja eigentlich die Frage.
Zitat:
Wie wenn man Urlaub hat, endlich nach langer Durststrecke, und erstmal krank wird. Da schlummert was und wartet darauf an die Oberfläche zu kommen.

Da fragt man sich aber, -..... es braucht ja irgendwas um den Adrenalineinschuss zu bewirken.

Ich werde dazu auch Mittwoch mal meine Thera befragen.

28.05.2017 16:14 • #18


IchLiebeEuchAll.


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@waldmeister

Es kann ja in der Regel nichts passieren, aber man hält an einem tollen Gefühl, Erfolg, Menschen usw fest und das schürt dann augenscheinlich die extenzielle Verlustangst.

Wir denken immer das Glück und Freude sich in der Mimik und Gestik wiederspiegeln. Das Ding ist einfach, das hier nur die Lebensenergie dafür vebraucht wird und sich langsam Ein Turm an positiven Gefühlen aufbaut, der besonders bei Ängstlern droht schnell einzustürzen. Aber auch Normalo's sind nach äbermäßig Konsum und anschließend negativem Wechsel, anfälliger Für Streit, Eifersucht, Trauer und mehr.

Und diese ongoing Steigerung gilt es zu unterbinden, indem man die geringe Menge, die man momentan hat immer wieder recycelt und geringe Poritionen hinzufügt, so das es immer im Gleichgewicht ist.

Ein Normalo denkt jetzt "Heißt das ich darf nicht glücklich sein, das wäre schrecklich" Ganz im Gegenteil, richtig umgesetzt kann man ein weit zufriedenstellenderes Leben führen, mit noch weniger negativen Rückfällen.

Auch hier hinkt der Westen zurück. In der traditionellen chinesischen Medizin und im Budhismus wird das richtig geführt.

28.05.2017 16:23 • x 1 #19


Waldmeisterin


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Mein Denkansatz lehnte sich eher an die alten Griechen und an meine eigene Kindheit. Und könnte sich auch n bisschen an König's Problem, die plötzlich zufrieden stellenden Lebensumstände als normal hinzunehmen und einfach zu genießen, bezogen haben.
Aber egal.

Und ich bin auch kein Therapeut.
Für mich klingt es nur plausibel, dass es mit einprägsamen Erlebnissen aus der Kindheit zusammenhängt..
egal, ob die Kindheit sehr schlimm, oder mit ständigen UPS-and-Downs versetzt oder vielleicht sogar super lief (kann ja trotzdem ein verdrängtes Trauma sein, an das man sich gar nicht erinnert, aber der Körper/Unterbewusstsein)
Weiss jetzt auch gar nicht, was das mit Ilea zu tun hat.

Auch kann ich nicht erklären, wieso es PA -freie Zeiten gibt/gab, obwohl es da u.U. viel Schlimmer war, alles..Würde mich aber auch interessieren..

Irgendwann kommt vielleicht der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Ich hatte auch nie auch nur Ansatzweise sowas wie PA- nicht, als verschiedene Leute, die mir nahestanden, verstorben sind, nicht wegen Geldproblemen, oder extremen Liebeskummer, oder sonstwas.

Wahrscheinlich lag es bei mir an einem super Verdrängungsmechanismus- Alk. lässt grüßen..Und als ich damit ABRUPT und ohne danach rückfällig zu werden, aufgehört habe, und mir das Leben nicht mehr schön trinken konnte, fing alles, ein paar Monate später, an.
Klar, das ist nicht bei jedem so. Wahrscheinlich bei wenigen.. Muss man dann halt rausfinden.. keine Ahnung.
Würde mich sehr interessieren, Huhn, was deine Therapeutin dazu sagt, nächste Woche...Wenn du es mit uns teilen möchtest.

Finde die Ansätze von Ilea aber oft recht interessant. Mal was anderes und man kann sich damit befassen oder auch nicht, ist ja jedem selbst überlassen.
Hab beim Durchlesen des letzten Posts übrigens an Buddhismus gedacht, noch bevor das Wort gefallen ist. Das passt zu deren Denkweise. Und kann schon stimmen, muss jeder für sich selbst herausfinden.
Ist doch immerhin total "hipp", der Buddhismus , hier in Deutschland. Also, wieso immer auf Ilea rumhacken? Viele interessieren sich dafür..
Aber vielleicht eher für das typische LotusBlütenBild aufhängen, ne Buddha-Statue aufstellen und mit nem bunten Tuch um den Kopf Yoga machen. Ist halt doch viel mehr als das..

Neeeein, nur, weil ich ein paar Ansätze davon gut und weise finde, möchte ich nicht zum Buddhismus aufrufen...
Im "Gegenteil"..
Wenn dann zum Glauben an Gott- aber das gehört hier nicht hin.
Und Veganismus möchte ich auch nicht verbreiten. Hol mir jetzt meine zweite Rindswurst und da ich keine Buddhistin bin, muss ich auch nicht fürchten, meine Großmutter zu vertilgen oder im nächsten Leben selbst als Würstchen zu enden

28.05.2017 16:55 • #20




Dr. Christina Wiesemann

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