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hallo ihr da draußen...wie verhällt sich es bei euch wenn ihr aufdringliche zwangsgedanken habt und wie geht ihr damit um...ich war vor ca. 3 jahren in einer tagklinik mit einer abteilung für zwänge...ab da wurde es erheblich besser...jedoch wenn ich mich einsam fühle..in einem konflikt mit jemanden stehe oder mich zukunftsängste überkommen dann werden die zwänge wieder schlimmer...wenn ich fern sehe und in einem film taucht ein krank aussehender mensch auf dann darf ich diesen menschen nicht anschauen und dabei einatmen da ich befürchte dann auch krank zu werden...neulich kam ein herzkranker im tv und ich hatte plötzlich angst sein herz zu bekommen...ich versuch dann den zwang ohne gegenmassnahme auszuhalten so wie ich es in der konfrontationstherapie gelernt habe aber das gelingt mir nicht immer weil mir manchmal die kraft dazu fehlt...manchmal lassen mich die zwänge auch tagelang in ruhe und dann treten sie plötzlich geballt auf und überfallen mich regelrecht...im grossen und ganzen glaube ich das mein zwang von situationen abhängt wo sich eine gewisse unsicherheit bezüglich dem umgang mit konflikten zeigt gepaart mit der viel zu oft erlebten einsamkeit die schmerzt und weh tut...schreibt mir einfach eure erfahrungen vielleicht können wir uns gegenseitig helfen...würde mich freuen..eure isi1

20.01.2014 19:11 • 26.01.2014 #1


3 Antworten ↓


Hallo Isi,

Zwangsgedanken sind echt nicht schön. Besonders schlimm sind sie, wenn man keine Ablenkung hat z.b abend im Bett oder unter der Dusche. Sich ablenken mit irgendwas hilft schon, aber Einsamkeit macht es nicht besser.

Vielleicht solltest Du Dich nicht in Situationen begeben, die schwierig für Dich sind. Also Krankenhausserien würde ich eher nicht schauen an Deiner Stelle.

Ich habe die Zwangsgedanken, die eher real sein könnten. Aber ich würde sie auch gerne abstellen, weiss aber auch noch keine Lösung.

LG
Egerton20

20.01.2014 19:30 • #2



Zwangsgedanken und auslöser

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hallo egerton....das stimmt schon das mit dem ablenken von den zwangsgedanken aber die vermeidung der zwänge durch ablenkung verstärkt die zwänge nur noch mehr und sie tauchen dann zu gegebenem zeitpunkt wieder auf...ich hab in der konfrontationstherapie gelernt und erfahren das das aushalten der zwänge ohne gegenmassnahmen das auf dauer effektivste ist...die zwänge verschwinden zwar nicht ganz aber sie tauchen nicht mehr in der intensität auf wie vorher...das mit der einsamkeit kann ich leider nur bedingt abwenden denn ich wohne in einer stadt in der die menschen äußerst introvertiert sind...ich bin zwar ein offenes und kontaktfreudiges wesen muss aber immer mal wieder feststellen wie sehr sich manche menschen gegenseitig für ihre zwecke funktionalisieren und manipulieren...ich bin für die ehrliche und respektvolle art des umgangs mit anderen bekomme aber immer wieder ins kreuz getreten...vielleicht wohne ich einfach in der falschen stadt...wer weis...aber der umzug in eine neue stadt würde mich im moment überfordern...man ist halt nicht so flexibel und man steckt die widrigkeiten des lebens bei einer psych. erkrankung nicht mehr so leicht weck wie zu gesunden zeiten...wünsch dir alles gute und wenn dir danach ist kannst du mich gerne wieder kontaktieren...würde mich freuen...nette grüße von isi1

21.01.2014 19:33 • #3


Hey,

also bei mir ist es so, dass ich diese Intensität, mit der die Zwangsgedanken momentan bei mir sind, noch nicht kenne.
So ein paar Tics hatte ich zwar schon immer, aber dieses Denken Wenn du das machst, dann passiert das Hatte ich vorher nicht.
Bei mir kommen die Gedanken manchmal von jetzt auf gleich, z.B. wenn ich was in den Mund stecke kommt der Gedanke Iss das nicht, das ist nicht gut, davon wird dir übel und ich spucke es wieder aus. An manchen Tagen denke ich mir aber dann in so einem Moment, dass ich es einfach essen will und dass ich es, wenn ich es erst mal runtergeschluckt habe, eh nicht mehr ändern kann
Und ansonsten halt Rituale, die ich einhalten muss, weil ich denke, dass mir sonst was passiert. Habe es auch noch nicht, oder nur ganz selten mal geschafft, die Gedanken zu ignorieren.
Ein Verhaltensmuster wie bei dir, isi1, dass ich sage, wenn ich Stress habe, dann wird es schlimmer, konnte ich bei mir (noch) nicht feststellen. Hmm.

Liebe Grüße, (ich heiße übrigens auch Isi )

26.01.2014 18:09 • #4