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Milbe
Hallo zusammen

Ich denke ich bin hier richtig, auch im Forum. In der freien Wildbahn spricht man doch weniger über schwierige psychische Situationen.

Ich habe eine diagnostizierte Angststörung und lebe auch schon ca. 11 Jahre damit. Mal besser mal schlechter. Ich habe in den Jahren der Psychotherapie den Zugang zu meinen Gefühlen gelernt, zu Beginn war da nur ein Matsch von Angst, Panik und Anspannung. Es war schwierig sich den Gefühlen zu stellen, sie richtig zuzulassen. Ich muss auch sagen, ich hatte eine riesige Angst davor zu fühlen. Irgendwann mit 13 habe ich (unbewusst) entschlossen, meine Gefühle wegzudrücken und zu verdrängen. Ich vermute auch das war schon viel früher der Fall da ich ein eher schlechtes Beispiel an Vater gehabt habe. (Kriegsteilnehmer, alte Schule etc.).

Auf was ich hinaus will, ich fühle mich etwas alleine auf der Welt mit meinen Triggern. Im Laufe der Jahre hatte ich jede Menge Trigger, von klein bis gross, von kurz bis lang. Was ich merke ist, die Trigger verändern sich. Vor Jahren triggerte mich eine Phase im Leben welches sich nur auf das Jahr 2008/2009 bezog. (div. doofe Situationen). Dann triggerte mich diverse Jahre lang Dinge aus dem Jahr 2005/2006. Nun triggern mich Dinge (ich muss sagen die schlimmsten in meinem Leben) aus dem Jahr 1996/1997 (Teenager).
Irgendwie erkenne ich hier ein Muster. Kann es sein, dass es eine Art Verarbeitung ist, welche in mir abläuft? Ich konnte nie Gefühle zu lassen und somit auch nicht verarbeiten. hole ich das nach? Ich komme auf diesen Gedanken da ich immer tiefer und früher in mein Leben rutsche in Form von Triggern. Sobald so was ausgelöst wird habe ich kleine Backflashs mit den zugehörigen Gefühlen. Wie manchmal ein Eitergeschwür das aufplatzen muss um zu heilen?

Spinn ich oder geht es schon in meine Denkrichtung?

Tolles Forum Liebe Grüsse

09.11.2023 13:29 • 14.11.2023 #1


10 Antworten ↓


Idefix13
Ich Versuche mal eine Antwort zu geben, die leider weitere Fragen beinhalten. Da du gewisses nicht geschrieben hast, das aber nicht wissen konntest.

Sehe ich das richtig, dass dir deine Kindheit und deine Erlebnisse daraus, von allen Erinnerungen, jetzt deine Jahre genannt am wenigsten bekannt ist? Und dich deswegen unbewusst in den Jahren rückläufig bist. Und so auf immer weitere neuere Trigger stößt.
Wie ist es, wenn es passiert, du sagst du hast dann kurze flashbacks.
Kannst du die ggf. Beeinflussen, auch wegdrücken oder ggf. abschwächen oder bist du gezwungen sie zu durchlaufen, sie auszuleben, Nochmal.

Ich vermute Mal, oft es für einige schwierig es auszusprechen, geht es Gewalt und/ oder MB.?

Sind dir psychologische Hilfen bekannt, wie sicherer Ort oder die Tresorübung?

Eine Menge Fragen, tschuldige, aber erst dann kann ich vielleicht mehr sagen..

Viele Grüße

09.11.2023 15:57 • x 1 #2


A


Trigger und Auslöser

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Milbe
Hey Idefix

Ich habe etwas Mühe deine Frage zu verstehen. Unbekannt waren diese schwierigen Zeiten nie, ich erinnere mich daran. Die Erinnerungen sind aber nur visuell und ohne Gefühl. Ich denke du gehst Richtung Traumata, ja die Übungen oder Skills sind mir bekannt.

zB wusste ich nie das ich Hochsensibel bin, ich dachte eher das Gegenteil. Jetzt mit der Zeit wird das immer mehr klar. Ich kann mich zu den Gefühle immer mehr öffnen, das ist ja irgendwie auch schön.

Im Laufe der Zeit hatte ich 2 x die Situation die für mich wie ein Türöffnen war zu weiteren Erinnerungen. Es machte plopp blöd gesagt und ich hatte Zugang. Dies geschah in den letzten 3 Jahren.

also es waren Gewalterfahrungen über eine längere Zeit, ca 14 Monate. Nicht physische Gewalt, psychische und ich war da 13/14 Jahre alt.

Ich kann mich ablenken wenn es geschieht und habe das mehr oder weniger im „Griff“. Ich sags mal so ich geh 100% arbeiten und bin mit Medis gut eingestellt. Ich durchlebe die Situationen nicht erneut, das ist vermutlich wichtig. zB vor ner Woche war ich wieder 13 Gefühlsmässig als meine kleine Geweint hat. Ich spürte mein Elternhaus und das schlimme Gefühl.. War wirklich anstrengend aber ging vorbei.. davor hatte ich 2 Tage Druck auf der Brust. Es schien als ich das Gefühl unterdrückt hatte und als ich es spürte, ging auch der Druck weg.

Ich weiss nicht ob das irgendwie nachvollziehbar ist.

09.11.2023 16:52 • x 1 #3


Idefix13
Zitat von Milbe:
Ich weiss nicht ob das irgendwie nachvollziehbar ist.

Mehr als du glaubst. Kann mich da einigermaßen gut rein denken, muss halt - tschuldige, nicht ganz gravierend oder sagen wir komplex denken, wie bei anderen oder mir selber.

Trigger

Habe in frühester Kindheit SMB erleben müssen..


Nur damit du ein wenig im Bilde bist.

Ich kann dir berichten von anderen Foris, die an ähnlichen Symptomen litten und ihre Gefühle abgespalten hatten, mit der EMDR- Technik viel erreicht haben.
Hast du das schon Mal probiert oder davon gehört.

Und es stimmt, ich gehe in Richtung Traumata und PTBS.

Aber es gibt auch andere Therapieformen die dich auf deinem Weg unterstützen können und dir so mehr Sicherheit geben können.

PITT oder KVT, kannst ja Mal Googlen. Sind mitunter Recht erfolgsversprechend.

Ohne Therapie wird es einfach nicht möglich sein, einen Weg zu finden, dass du weiterhin stabil bleibst. Diese plopps können ungeahntes auslösen und bis du dich an den sicheren Ort begeben kannst, kann es schon zu spät sein.

Und du weißt wie verheerend vergangene Zeit in einem wüten kann, obwohl man sich immer sagt, dass man im jetzt ist und Vergangenheit ist vergangen..
Unter Umständen, ich weiss nicht wie schwer das werden wird, wirst du womöglich deiner Realität entrissen - ich will dir keine Angst machen, aber das kam alles schon vor und da ist es besser man arbeitet sich früh genug an diese Zeit vor oder zurück und kann das Professional angehen mit fachlicher Unterstützung.

Tschuldige mehr kann ich nicht beisteuern, weil die Alleintour und die skills unter Umständen nicht ausreichen können.

Ganz viele Grüße

09.11.2023 17:27 • x 1 #4


Milbe
Lieber Idefix, so was zu lesen tut mir unendlich Leid!

Trigger

Ein Schulkumpel hat mir auch vor drei Wochen erklärt, dass er und seine Schwester SM wurden!



Ich glaube auch dass diese Geschichte mich getriggert hat und der Fakt, dass ich in seinem Elternhaus war, welches 200 m von meinem liegt.

Vielleicht muss ich etwas mehr von mir erzählen. Ich habe viele Jahre Therapie gemacht. Zuerst bei einem fähigen Psychiater der mit mir eine Tiefenpsychologische Therapie gemacht hat. Bei ihm war ich 5 Jahre. Zuvor war ich ca 2008 für drei Monate auch bei ihm, da konnte ich mich das erste Mal auskotzen. Das war richtig gut und das Resultat war, dass ich mich das erste Mal richtig verlieben konnte.. durch die Gespräche haben viele Gefühle Ihren Weg an die Oberfläche gefunden.

die 2. Therapie war bei einer wunderbaren Frau, bei der ich eine Verhaltenstherapie gemacht habe. Für ungefähr 3 Jahre. Auch hier habe ich riesige Fortschritte gemacht.

ich denke auch mein Vater der nie Gefühle gezeigt hat, hat mir den Weg des Unterdrückens gezeigt.

Ich denke ich stehe sehr sicher im Leben, einfach durch meine vielen Therapiestunden die ich hatte.

zurück zu der PTBS, es ist möglich aber der heftigste Teil, so denk ich, liegt hinter mir. Ich denke meist in grösseren Dimensionen. Wenn ich überlege wie es vor 10 Jahren war und wie es jetzt ist, da liegen Welten. Ich war ein verstörter Mann mit so vielen Themen, unglaublich.

ich habe auch viele Jahre Dissoziiert und abgespalten, alles was da so aufgeploppt ist. War teilweise nur noch ein Roboter, tagelang im Bett mit Angst und Anspannung.

Und trotzdem fragte ich mich wie lange ich denn noch diese starken Trigger habe. Wie gesagt es sind immer andere, es bewegt sich und wird in der Erinnerung immer früher. Der Trigger als ich meine Tochter gehört hatte letztens war heftig und ich wusste der kommt sicher irgendwann, aber im Nachhinein war er irgendwie gar nicht so schlimm. Zumindest das Gefühl war nicht so heftig. Ich hatte jahrelang gedacht, wenn ich irgendwann die Dinge spüre die da mit 13 passiert sind brech ich.

ich muss auch sagen vor dieser Zeit hatte ich eine Kindheit die ok war.. Mutter eine Glucke und dem Vater hörig und der Vater introvertiert und „Gefühllos“ aber sonst? Ich glaube jetzt auch nicht dass noch schlimmeres aufgedeckt wird als ich schon weiss.

Was auch noch ist, meine letzte TP sagte zu mir ich hätte eine GA in nahen Beziehungen. Wenn ich Single bin habe ich keine Probleme, nur in nahen Beziehungen. Nur in tiefen Bindungen werden Dinge getriggert. Ich bin jetzt 11 Jahre mit meiner Frau zusammen.

aber meinst du diese immer früher werdenden Trigger ist verarbeiten?

irgendwie habe ich mich so eingerichtet dass diese Wellen kommen aber auch wieder gehen. Dagegen ankämpfen bringt sowieso nix..

09.11.2023 20:05 • #5


Idefix13
Hallo
Ich kann nur von mir reden und das Vergleichen, aber da gibt es schon sehr große Unterschiede, womit ich schon Schwierigkeiten habe überhaupt Rückschlüsse auf die Ähnlichkeiten kommen zu können.

Habe noch weitere PS und auch was Beziehungen oder Partnerschaften betrifft habe ich, hatte ich und werde auch nie jemals dies Kennenlernen, womit mir dahingehend jede Art von Urteil oder Kritik und Rat fehlt.

Was ist eine GA? Kenne GAS, aber das nicht..

Meine Flashbacks musste ich schon früh lernen durch sie die Realität weiter wahrnehmen zu müssen, weil ich selbst Zuhause nicht wirklich sicher vor Gewalt war. Habe gelernt sie abzuschwächen, sie halb-transparent werden zu lassen, und auch bei der Dissoziation mir einen Weg durch den Nebel und der Passivität offen zu halten, um im Notfall reagieren zu können.

Wenn man sich nicht wehrt, wenn man die Trigger und die Erinnerung oder Flashbacks gewähren lässt, dann habe ich festgestellt, waren sie nicht so schlimm, so nervig und ihre Präsenz verebbte Recht schnell. Im eigentlichen sind sie zu was gute, weil sie aufzeigen, dass man einemunkt kam, der zu schlimm war und durch die Wiederholung wollte jenes Symptom nur verdeutlichen, dass man es so weit nicht mehr kommen lassen soll, dass aber durch die ewige Wiederholung man auch schaden nehmen kann, soweit kann das Unterbewusstsein nicht denken, weil es nicht auf Rationalität und Logik zurückgreifen kann.

Du hast einen Weg gefunden , wie du damit umgehst..


Ich habe und hier kommt die nächste Schwierigkeit, nur von meines gleichen erleben dürfen und sehen dürfen dass je früher die Erlebnisse ans Tageslicht kommen, durchbrechen, diese besonders destabilisierend sind..
Vielleicht liegt das an der DIS (früher MPS)
Das klingt so abgehoben, deshalb habe ich versucht es nicht zu schreiben, auch weil die social Medien zurzeit so zerreißen, wie ich am rande mit bekomme.

Ich denke du hast schon sehr viel erreicht und musst jetzt nur immer wieder dich selbst in den Bahnen neu erfinden , damit du deinen Weg weiter gehen kannst. Und das ein Leben lang.

Die PTBS wirst du immer haben, du kannst nur lernen besser mit den Triggern umzugehen.

10.11.2023 14:04 • x 1 #6


Milbe
Danke Idefix für deine Worte.

Am Schluss ist die Welt der Psychischen Krankheiten so riesig. Oft hat man ähnliche Symptome von einer anderen PS was einem sehr verunsichern kann.

Ich meinte natürlich GAS nicht GA.

Und auch jetzt kann ich nicht sagen ob das eine PTBS ist oder nicht, zumindest hat mir niemand solch eine Krankheit bestätigt. Irgendwie ist mir das auch latte, was bringt mir eine genauere Definition von meinen Symptomen, das sind am schluss nur Namen.

Ich überlege mir wirklich oft wie ich mich fühle wenn ich 50 bin. Das dauert jetzt nicht mehr so lange und vermutlich werden die nächsten 8 Jahre viel Fortschritte bringen. Ich hoffe es zumindest. Ich könnte wirklich langsam ein Buch schreiben.

Zitat von Idefix13:
Wenn man sich nicht wehrt, wenn man die Trigger und die Erinnerung oder Flashbacks gewähren lässt, dann habe ich festgestellt, waren sie nicht so schlimm, so nervig und ihre Präsenz verebbte Recht schnell. Im eigentlichen sind sie zu was gute, weil sie aufzeigen, dass man einemunkt kam, der zu schlimm war und durch die Wiederholung wollte jenes Symptom nur verdeutlichen, dass man es so weit nicht mehr kommen lassen soll, dass aber durch die ewige Wiederholung man auch schaden nehmen kann, soweit kann das Unterbewusstsein nicht denken, weil es nicht auf Rationalität und Logik zurückgreifen kann.


Dies kann ich zu 100% unterschreiben. Es gibt auch immer etwas Gutes in jedem Leid, auch wenn man dies im Moment nicht sieht. Wie haben sich denn deine Trigger verändert im Laufe der Jahre? Du hast diese ja auch schon länger lese ich heraus. Hast du immer die gleichen Trigger? Magst du mir ein Beispiel nennen?

10.11.2023 14:47 • x 1 #7


Idefix13
Ich hatte aufgehört sie zu zählen.

Aber z.b. Wasser. Alles drumherum oder naheliegende lies dieses Erlebnis zurück kommen.
In der Schule, wenn es zum Schwimmen ging, in der Freizeit, als die Schulkameraden ins Freibad wollten.
Wenn ich an Flüsse und Seen nur vorbeifuhr.
Man könnte fast sagen, alleine wenn ich nur Wasser sah.
Zum Glück nicht Zuhause, wenn ich aktiv und alleine duschen oder baden ging. Die Erinnerung kehrte zwar auch hier zurück, aber nicht als unkontrollierte Warnung, eines Flashbacks.

In Internet fand ich den Begriff LBS (Lebensbedrohliche Situation)
Und hab mir alle an die ich mich weitgehends erinnern kann, aufgeschrieben. Erst grob, stichpunktartig und dann immer genauer. Die Umgebung, die Uhrzeit, das Wetter, die Gerüche, die ich etwa eine Stunde vorher gerochen hatte , aber auch fast direkt vor dem Ereignis. Man kann sich gar nicht vorstellen, an was sich der Geist alles erinnern kann, an winzig kleine Details. Aber das wichtigste bei all dem war, dass man es nie aus der Ich-perspektive schreiben darf. Am besten aus einem versetzten Blickwinkel, eines völlig Fremden, damit du deinem Unterbewusstsein signalisiert, dass du nicht von dir berichtest. Klar insgeheim weiss auch das Unterbewusstsein bescheid, aber mit dieser Methode kannst du es auf Stop halten.
Am Ende kommt es aber darauf an wie stabil du bist und wie vorbereitet du bist, wenn du es komplett dir anschauen und aufschreiben willst.
Ob ich dumm war, leichtsinnig oder etwas anderes, kann und darf kein anderer urteilen, aber ich habe genau mit dem Traumata im Freibad mit 8 Jahren, das erste Mal ausprobiert, hatte meine skills und dachte, dass würde schon nicht ganz so schlimm werden, war damals 28 Jahre alt. Dachte war gut vorbereitet, doch es kam anders, aber wie du schon geschrieben hast, man lernt auch daraus, wenn man es schafft das Bewusstsein festzuhalten und mit ihm einen Weg heraus zu suchen. Auch wenn das Unterbewusstsein vollständig übernimmt und wörtlich verrückt spielt.
Genei weiß ich es nicht, es war Mai gewesen und als ich mich bereit machte stand die Sonne vielleicht auf fünf Uhr, ich hatte vergessen auf die Uhr zu blicken, warum sollte ich, dachte ich würde klar kommen, doch als ich es schaffte, die Flashbacks-Kette zu verlassen, war es fast völlig dunkel. Klar das war nicht das erste auf was ich achtete, ich wollte nur dass du eine Zeit Vorstellung bekommst.
Es lief auch einiges schief, Währenddessen und meine Extremitäten taten mir schrecklich weh und ich musste dringend auf die Toilette.
Doch das schlimmste für mich war, dass ich genau so viel wusste wie vorher..
Hatte nichts erfahren, konnte nichts mitnehmen und nach über 7 Jahren, als ich dieses Erlebnis mit meiner Therapeutin teilte, war sie sprachlos. Verurteilte mich aber nicht.

Habe bis ich 40 war auch sehr oft meine Panik im Zaum gehalten, irgendwie, ja hatte schon verdammt es Glück ab und an, weil trotzdem in Schwimmbäder und Seen schwimmen ging. Seen sind sehr schlimm, weil man den Grund nicht sieht und wenn Fische oder das Seetang an meine Füße kam, bekam ich die größten panikschune und trank manchmal die halben Seen leer. Bis ich mich wieder durch das Bewusstsein gefangen hatte.
Sarkastisch, hatte nie Durst, wenn ich zum Schwimmen ging, vielleicht vorher kurz, aber nachher, nie!

Erst mit 40 gestand ich mir ein, dass ich das nicht mehr zu machen brauche, nur damit keiner, von meinem Trauma erfuhr..
Nur die T... und meine Therapeutin von damals kennt die Wahrheit.
Ich trage ungern, Details nach draußen. Ich musste lernen wie verheerend es ist, wenn man Aufmerksamkeit bekam, von den Falschen und wenn man das schon mit 3-4 Jahren lernt, dann bleibt diese Prägungung ein Leben lang.

Schwitze und bin erschöpft, auch wenn nichts passiert ist, gibt es durch die DIS gewisse Symptome, aber damit komm ich schon klar.

Faszinierend, dass man eine GAS entwickeln kann, wenn man sich auf eine Beziehung einlässt.

Aber wie du schon geschrieben hast, sind wir nicht die Diagnose, sondern weiterhin Menschen und das sind nur Leitlinien und nicht alle Symptome müssen zutreffen, dahingehend bist du eine Ausnahme. Ist doch schön..

10.11.2023 17:06 • x 1 #8


Milbe
Hallo Idefix

Ich hoffe du hattest ein angenehmes Wochenende!

So wie du das schreibst ist das ultra heftig und ich kann mir das fast nicht vorstellen, aber die Psyche ist echt krass. Und was das wichtigste ist, niemand sucht sich so was aus! Es ist einfach wie eine Krankheit, der Rucksack fürs Leben ist gepackt und man versucht mit diesem umzugehen oder sogar teilweise zu leeren.

Haben sich die Trigger bei dir im Laufe der Zeit verändert? Hört nicht langsam die Intensität etwas auf? Ja ich versuche das natürlich auf mich dann zu adaptieren weil ich irgendwie noch nie mit jemandem gesprochen habe, der auch starke Trigger hat. Wie gesagt, meine Trigger sind meistens einmalig und dann sind sie energetisch wie verbraucht. Vielleicht kommt die Erinnerung aber kein Gefühl.
Ich muss auch sagen, das Erleben meines letzten grossen Triggers hat mich sanfter gemacht. Davor hatte ich immer die schlimmsten Gedanken zu dem Ereignis und jetzt, wo ich das Gefühl wieder gespührt habe, nahm es irgendwie den Schrecken. Keine Ahnung wie ich das Beschreiben soll. Es war doch gar nicht so schlimm will ich nicht sagen, weil es war unter aller Kanone und wirklich kein Kind soll und muss so was erleben. Aber wenn du als Erwachsener noch einmal Gefühle von früher durchlebst kann man irgendwie sagen, ich schaff das wieder. Die Hilflosigkeit ist etwas weg.

Ich wünsche dir einen schönen Wochen start Idefix.

13.11.2023 12:14 • x 1 #9


Idefix13
Hallo

Es gab durch die DIS schon öfters Veränderungen, deshalb muss es im Grunde wohl jeder selbst auf seine Art es schaffen. Erst durch eine große und dann noch kleine Veränderung, schwächen sich mit der Zeit die Trigger in ihrer Intensität ab. Ob das auch ohne jene Veränderungen hatte passieren können oder ob es da noch andere Möglichkeiten gibt, das kann ich nicht sagen.

Was ich sagen kann um das Bild noch etwas genauer werden zu lassen, um das ich hatte aufgehört sie zu zählen noch ein wenig besser erklären zu können, will ich noch erwähnen dass ich 5 solcher LBS hatte/habe, alle bis zu meinem 12 Lebensjahr, den MB nicht mitgerechnet.
Und trotzdem ist mir aber immer wichtig zu erwähnen, dass jeder, egal was er erleben musste und dadurch noch erlebt, für einen selbst das schlimmste ist. Bei Leid gibt es kein meins ist schlimmer, weil keiner die Wahrnehmung des anderen teilt und demjenigen seine Verletzbarkeit, innere Abwehr und noch so viel mehr kennt.
Im Grunde sitzen wir alle im gleichen Boot, für die einen dauert die Reise halt nur kurz, für andere länger und wieder andere, nehmen manchmal sogar Abzweigungen die zu anderen Booten führen.


Nun es könnte besser sein, aber man muss es nehmen wie es kommt und das beste daraus machen, auch wenn es kaum leichter wird, mit Alter oder physischen Einschränkungen.
Aber solange man selbst noch für sich Hoffnung findet und diese festhält, schafft man auch dass und es kommen auch wieder bessere Tage. So ist das Leben..

Dann dir ebenfalls alles gute für diese graue Woche, an dem es bei uns schon den ganzen Tag regnet..

13.11.2023 14:46 • x 1 #10


Milbe
Guten Morgen, vielleicht weiss noch jemand etwas über Trigger?

14.11.2023 10:03 • #11


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