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Liebes Forum,
seit ein paar Monaten habe ich folgendes Problem:

- Dauerschwindel
- stark Berauscht/starke Benommenheit im Kopf, vergleichbar mit einem Alk./Dro.rausch
- starker Kopfdruck
- Sehstörungen (ich bin sehr lichtempflindlich geworden und kann mich nicht auf einen Punkt fixieren/scharfstellen)
- Missempfindungen in den Händen und Füßen, unbeschreiblich sowie gelegentliches Anschwellen der Augen
- ab und an starke Kopfschmerzen
- ab und an Bewusstlosigkeit
- Das Gefühl, jede Sekunde tut es einen "Schlag" und man stirbt
- allgemeine Schwäche (z.B. in Beinen, ich denke, ich falle hin)
- ich muss immer in Bewegung sein, sonst wird alles noch viel schlimmer
- Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen
- gelegentliches Rauschen/Piepsen in den Ohren was plötzlich anfängt
- Herzrasen

Ich war im Krankenhaus und alle Werte waren super sie haben mir einen Termin zum Psychiater gegeben
Ich habe einfach nur Dauerangst Zwangsgedanken dass dieser Zustand für immer bleibt ich versuche das zu unterdrücken es ist nicht einfach ich konzentriere mich ständig auf meinem Körper und in mir spüre ich ein Gefühl als ob der Körper beben und vibrieren würde. Ich mache viel sport und habe eine tolle Familie es kam einfach plötzlich also es nichts vorher dramatisches passiert . Was ist nur los? Die Wahrnehmungsstörung sind auch sehr schlimm ich kann die Umwelt gar nicht richtig wahrnehmen
Es ist sehr schwer, das ganze wirklich genau darstellen zu können. Es ist ein sehr schlimmer Zustand, der mich frühs vom Aufwachen bis Nachts zum schlafengehen JEDEN Tag, JEDE Minute begleitet. Manchmal spüre ich meinen gesamten Körper nicht mehr richtig und denke, ich falle hin, werde bewusstlos. Ich nehme alles anders war und kann und möchte so nicht mehr leben. Ich denke seit dem über die Zukunft nach habe krankhafte Gedanken die man sich gar nicht vorstellen kann und das mit 17.

04.09.2017 20:08 • 05.09.2017 x 1 #1


7 Antworten ↓


Kann ich nur zu gut verstehen.......

Die meisten Symptome davon hab ich auch....
Vorallem Benommenheit/Gefühl verkatert zu sein und Gefühl jeden Moment haut es mich aus m Körper/ich kann nicht in diesem Bleiben und sterbe gleich. Auch jetzt gerade (seit ein paar Monaten ist es besonders schlimm , da Zungen/Halsprobleme. (Ärzte, wie immer , rein gar nichts gefunden)Und dadurch Probleme beim Schlafen mit Atmung bekommen. Und dadurch Konzentration auf Atmung tagsüber etc.

Aber ist nie was passiert , bisher.. da anscheinend nur Psyche

Es ist "nur "Angst, die deinen Körper durcheinander bringt. Und , oh ja, das kann sie...

Egal ob das nun hormonell/Neurotransmitter, innere Anspannung /Muskelanspannung und dadurch schlechtere Durchblutung oder einfach das Gefühl der Missempfindung in Organen/Muskeln ist- und dadurch noch stärkere Angst. Es ist nur "psychisch "..
Aber macht sich körperlich bemerkbar.

Ich erinnere mich an meine erste Verknalltheit.. Sehr aufgeregt, als ich mich über den Schulhof auf den Weg machte um ihn anzusprechen. Nicht nur Herzklopfen, erhöhter Puls, sondern auch Adrenalinbedingtes Kribbeln im Bauch UND das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen. Plus natürlich extrem weiche Knie.
Das Gefühl in den Beinen , nach meiner ersten Panikattacke, als diese schon abgeflaut war, erinnert mich ein bisschen daran
Hab mich alleine auf den Weg ins Krankenhaus gemacht.
Auf dem langen Weg zum Eingang dachte ich, meine Beine machen es nicht bis dahin, da wie aus Gummi.

Hab die meisten Beschwerden auch durchgängig, zumindest Benommenheit . Nach den Panikattacken 2013 (danach war erst mal Ruhe, zumindest mit den Attacken) hatte ich auch MONATE LANG das Gefühl, ich flipp aus und könne nicht in meinem Körper bleiben. Wurde dann irgendwann besser, dann wieder schlechter. Wahrscheinlich wegen weiteren Todesfall in der Familie bzw erneute Angst um meine eigene Gesundheit..

Bei dir wird es auch nix körperliches sein. Hab selbst alle möglichen Untersuchungen hinter mir.

Ist irgendwie beruhigend. Mach das ruhig alles, auch Ärzteshopping

Aber mein großer Tipp: Therapie. PLUS irgendwas zur Beruhigung... (Lavendelöl, Passionsblüte, Bachblüten, Heilpraktiker, Tai Chi,Qi Gong , Bewegung, egal...probier was aus.
Chemiekeulen können ganz nützlich sein für manche. Oder für ne Zeitlang. Bei mir (Citalopram) damals nicht sooo viel gebracht.
Zumindest nicht was das Gefühl der Betrunkenheit/Müdigkeit betrifft. Hatte dadurch ganz gute Laune und war vielleicht auch gelassener . Aber haben ja nicht nur Nebenwirkungen wie Benommenheit _Schwindel etc. Sondern danach können (und auch laut vielen Betroffenen hier im Forum oder woanders) die Symptome wieder kommen. Deswegen halte ich persönlich davon wenig..
Aber nur meine bescheidene Meinung.

Was du öfters lesen wirst: hol dir professionelle Hilfe und warte nicht allzu lange damit.

Und: nicht einigeln zuhause...das macht es nur schlimmer.

Auf Ernährung und Vitaminzufuhr (vielleicht auch mal n Check beim Arzt bezüglich Vitamine)und genügend Wasser und Bewegung achten.

Und nicht ständig Symptome erfühlen/auf den Körper konzentrieren , oder über negative Sachen grübeln, den Zellen beim Schwingen lauschen oder im Internet die Beschwerden rauf und runter googlen...

04.09.2017 22:12 • #2



Dauerangst Symptome mit Zwangsgedanken - was tun?

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la2la2
Zitat von KastanienKiller:
Ich war im Krankenhaus und alle Werte waren super sie haben mir einen Termin zum Psychiater gegeben

Hey, die Frage ist, wie intensiv du untersucht wurdest. Wurde nur mal eben husch-husch Blut abgenommen, EKG gemacht, bisschen mit dem Reflexhammer und dann zum Psychiater geschickt?

Bei den Symptomen macht es Sinn direkt mal gründlicher zu suchen:
- MRT vom Kopf
- Ultraschall vom Herz
- Langzeit Blutdruck
- Langzeit EKG
- Nervenwasser untersuchen
- Nervenmessungen (Leitgeschwindigkeit etc.)
- .............

Es gibt 2 Möglichkeiten: Entweder du versuchst jetzt soviel Diagnostik, wie möglich zu bekommen (wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg).
Oder du gehst erstmal zum Psychiater und Psychologen. Wenn nach 15-20 Sitzungen beim Psychologen keine nennenswerten Besserungen zu merken sind, dann ist es wahrscheinlich KEIN psychische Problem (egal was der Psychologe oder Psychiater behauptet) - dann setze durch, dass du so lange und intensiv untersucht wirst, bis die Ursache gefunden wird.
Alles Gute!

04.09.2017 22:22 • x 1 #3


Also, Nervenwasser würde ich persönlich erst mal nicht untersuchen lassen, da ich gelesen habe, dass da die Kopfschmerzen, die meistens danach auftreten, bei manchen sehr lange anhalten bzw. Fühlt sich für mich persönlich auch eher komisch an-die Vorstellung..
Wäre mir einfach zu viel, vorallem wenn es noch kein Arzt vorgeschlagen hat. Was soll da eigentlich ausgeschlossen werden, la2la2?
Wobei es natürlich kein allzu schlimmer Eingriff ist, denke ich. Lassen ja viele machen. Aber eher mit Verdacht auf irgendwas..
Und:klingt für mich trotzdem eher psychisch bei dir...

Vorallem da ich die meisten Symptome auch habe und zumindest schon MRT Kopf , EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-blutdruck, diverse Blutuntersuchungen , Schwindeltest beim HNO , CT Felsenbein (hat auch was mit Schwindel zu tun) und Lungenfunktionstest. 2 Mal Ultraschall Bauchraum,
Ultraschall Schilddrüse auch 2 mal.
Klar, könnte noch mehr gemacht werden..(mach ich vielleicht auch noch, wenn Verhaltenstherapie und Ernährungsumstellung , Homöopathie sowie Tai Chi und Sport nix bringen- bin etwas faul

Aber denke, wenn ich irgendwas im Nervenwasser hätte, seit 5Jahren, hätte ich doch irgendwann mal ne extreme Verschlimmerung bezüglich Benommenheit bemerkt? Oder Blutwerte/Fieber (hab ich nie. Umgekippt auch noch nie)
Naja, jeder ist anders. Und ansonsten hat La2La2 schon recht: Bleib auf jeden Fall mit noch n paar Untersuchungen dran.. manchmal machen es sich Ärzte mit der Psyche schon zu einfach.

Aber: unsere Psyche ist ECHT krass und mega mächtig ..möchte uns ja nur auf was hinweisen wahrscheinlich. Und geht halt nur über den Körper, als Sprache. Aber kann sich echt lebensbedrohlich anfühlen

Aber, nimm mich und viele andere als Beispiel: man lebt weiter und stirbt nicht dran!
Und wenn du es nicht schleifen lässt, sondern auf die Signale so schnell wie möglich reagierst und nicht Decke übern Kopf- bekommst du es bestimmt schneller geregelt..

Wenn du eine Überweisung zum Psychiater hast, wird der vielleicht auch was testen. Mir hat zumindest die Ärztin in der Psychiatrie damals zum MRT vom Kopf geschickt Plus ne Riesenblutuntersuchung inklusive Lues, HIV etc

04.09.2017 22:55 • x 1 #4


la2la2
Zitat von Waldmeisterin:
Wäre mir einfach zu viel, vorallem wenn es noch kein Arzt vorgeschlagen hat. Was soll da eigentlich ausgeschlossen werden, la2la2?

Man findet immer nur wonach man sucht - wie bei allen Laboruntersuchungen.
Im Nervenwasser kann man sehen ob die Blut-Hirn-Schranke intakt ist (bei chronischen MS Formen ohne sichtbare Schäden im Gehirn), Entzündungen im Nervensystem, Demenzen, NeuroBorreliose(!), ......
Ich hatte danach keine Kopfschmerzen. Im Gegenteil, davor hatte ich welche und danach nicht mehr.

Zitat von KastanienKiller:
- ab und an Bewusstlosigkeit

Das passt nicht zu nem psychischen Problem. Echte Bewusstlosigkeit ist sehr selten psychisch bedingt. Außer wenn die jetzt immer nur in bestimmten (Angst)situationen auftritt.
Das kann aber auch eine ganz harmlose Ursache haben, wie z.B. eine Anämie, extremer Eisenmangel (Ferritinwert unbedingt auch bestimmen lassen), etc.

Zitat von Waldmeisterin:
Aber denke, wenn ich irgendwas im Nervenwasser hätte, seit 5Jahren, hätte ich doch irgendwann mal ne extreme Verschlimmerung bezüglich Benommenheit bemerkt?

Es gibt so viele Ursachen für Symptome beim homo sapiens, da lässt sich nichts pauschal sagen.
Extreme Verschlimmerung muss nicht sein, kann sich in 5 Jahren auch nur leicht verschlimmern oder die Stärke der Symptome kann schwanken.

04.09.2017 23:32 • x 1 #5


Mh, interessant...
Tut diese Nervenwasseruntersuchung weh?
Und wieso wurde sie bei dir gemacht?

Chronische MS ...bedeutet ja, dass man sie länger hat, oder..? Und hat man dann nicht auch extremer werdende Symptome?

Bist du tatsächlich umgekippt KastanienKiller?

04.09.2017 23:43 • #6


Also, hab mal gegoogelt..(hust, hust) und denke, dass weder KastanienKiller noch ich Entzündungen im Nervensystem, chronische MS , Neuroborreliose oder irgendwas in der Richtung haben. Da fehlen schon ein paar krasse Symptome (brennende (Nerven-) Schmerzen, Sprachstörungen, Gesichtslähmung, Bewusstseinstrübung bzw.zunehmende Gangstörung etc) bzw.klingt einfach anders.
Und da wäre bestimmt schon ein Arzt drauf gekommen, einen Verdacht geäußert, selbst wenn die Beschwerden "erst " seit ein paar Monaten bestehen.

In Ohnmacht fallen, da solltest du auf jeden Fall noch mal den Arzt anquatschen.. Denke da aber auch eher in Richtung was Harmloses, wie psychisch oder eben Vitamin, Eisenmangel?)
Zum Psychiater gehst du ja eh, stimmt's..

Jedenfalls : du klingst ziemlich verzweifelt Überschrift/Text und schreibst ja nicht nur von Zwangsgedanken sondern auch großer Angst (Dauerangst sogar- vielleicht wird das deinem Körper einfach zu viel und er braucht ab und ne Pause und zieht die Notbremse? Jeder Mensch ist eh anders. Aber wie gesagt, Angst ist krass. Und die Psyche sehr mächtig
Ich fress m Besen wenn dieses sich reinsteigern, permanente Angst nicht eine große Rolle bei den meisten deiner Beschwerden spielt (diese entweder verstärkt oder sogar erst hervor gerufen hat)

05.09.2017 00:38 • #7


Also in deinem Fall würde ich Zweigleissig fahren. Zum einen macht der Termin wie empfohlen Sinn da dies eine Ursache sein kann. Aber bei den ganzen Symptomen kann es was vom Kopf her sein, aber auch ernste Erkrankungen sind möglich. Hier macht es Sinn wenn die akute Phase erst einmal überstanden ist das ganze abzuklären, also das ganze Programm wie Blutwerte, Gesundheitscheck, EEG und so weiter. Nicht das dort irgendwas übersehen wird.

Wünsche dir da aber alles gute und hoffe das es nichts ernstes ist und nur vom Kopf her kommt. Klar das macht es nicht besser da die Beschwerden ja da sind, aber dann weißt du zumindest das es nichts bedrohliches ist

05.09.2017 01:17 • #8




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