matz77

4
1
Gehöre zur Generation 50+
Hoffe ich bin richtig hier,bin seit 8-Monaten krankgeschrieben wegen leicht bis mäßigen Depressionen.
Letzte Woche bekam ich von meiner KK einen Brief das ich nach Aktenlage wieder arbeitsfähig bin, war in den Wochen meiner krankschreibung auch 2-Monate in einer Tagesklinik nehme noch Tabletten(Citalopram,Truxal,Trimipramin).
Mußte mich natürlich beim AA anmelden war kurz vor meiner Depri. arbeitslos geworden
nun bin ich natürlich wieder total am Boden.
Meine Hausäztin und meine Psychiaterin sagten ich soll es Probieren mit arbeit, aber wieder die selbe Leier Bewerbungen Zeitarbeitsstellen und der gleichen.
Habe morgen einen Termin beim AA bin fix und fertig.
Kann man den Widerspruch beim MDK einreichen wer hat erfahrungen mit denen?

Gruß Matz

02.06.2010 12:39 • 07.06.2010 #1


27 Antworten ↓


Beobachter


11375
31
381
Hallo matz77

Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich bin auch 50+ und war sehr lange krank und arbeitslos.
Das Arbeitsamt kennt meinen Gesundheitszustand.

Es gibt dort seit neuem eine Abteilung für Leute ab dem 50sten Lebensjahr.

Ich versuche gerade, mit einem 1,50 Euro Job wieder Fuss zu fassen.
Dabei habe ich die freie Wahl zwischen 15 oder 30 Wochenstunden, sowie die Möglichkeit, wenn es gesundheitlich nicht mehr geht, die Sache ohne negative Folgen abzubrechen.

Viele Grüsse, Der Beobachter

02.06.2010 15:01 • #2


Hummel


982
34
Hilfe , mir wird übel wenn ich das lese !!
Kann die Krankenkasse wirklich einfach sagen man ist wieder arbeitsfähig ?? Was ist denn , wenn der Arzt es einem attestiert, dass man noch nicht arbeitsfähig ist ?
Ich bin jetzt seit ca. 7 Wochen krankgeschrieben und ich kann es mir derzeit absolut nicht vorstellen arbeiten zu gehen! Die Arbeit ist , so glaube ich , mit ein Grund meiner Erkrankung (arbeite seit Ewigkeiten im sozialen Bereich .... ) und ich glaube , dass ich mich beruflich umorientieren muss. Bis dahin ist es aber ein weiter weg und durch meine Angsterkrankung und einer mittelgradigen Depressionen bin ich derzeit ziemlich gehemmt , eine Entscheidung zu treffen !
Ich bin von der 50+ noch Jahre entfernt und ich WILL arbeiten , nur nicht mehr in diesem Bereich ......
Och man, jetzt habe ich angst !!!

Hummel

02.06.2010 15:47 • #3


matz77


4
1
Hallo Hummel,
ja es ist wirklich so die KK kann dich zum MDK bestellen oder du
wirst nach Aktenlage wieder arbeitsfähig geschrieben.
Du brauchst einen Arzt der 100% zu dir steht und zur krankschreibung von dir.
Ich war im Dezember 2009 beim MDK weiterhin AU.Nach der Tagesklinik und den Entlassungsbericht hat mich die KK dann einfach für Arbeitsfähig geschrieben laut Aktenlage, meine Ärzte sagten da kann man nichts machen.
Habe im moment totale Probleme(Schwindel,Panikattaken,Heulkrämpfe und...)
und heute noch ins AA ich bin schonfix und fertig.

Gruß Matz

03.06.2010 10:26 • #4


Schlafkappe

Schlafkappe


537
6
Hallo Matz,

gehst du noch in ambulante Therpie?
Dann könntest du dir vom Psychologen eine Krankmeldung geben lassen. Du bist im Moment meines Erachtens nicht arbeitsfähig. Bei einer Krankmeldung kann die KK eigentlich nicht selber entscheiden. Ich bin knapp unter 50 und seit Jahren immer mal wieder wegen meiner Depressionen krankgeschrieben und mußte noch nie zum MDK.
Allerdings habe ich jetzt über ein Jahr einen 1€-Job gemacht, der mir auch Spaß gemacht hat. Im Moment geht es mir aber auch gar nicht gut und ich werde noch eine stationäre Therapie machen. Also weiterhin krankgeschrieben und da werde ich versuchen eine Rente auf Zeit zu beantragen, weil ich mich nicht in der Lage sehe, einen Vollzeitjob anzunehmen.
Vielleicht wäre das auch für dich eine Möglichkeit?

03.06.2010 20:59 • #5


crazy030


Ein Psychologe kann nicht krankschreiben, nur ein Psychiater oder natürlich jeder andere Arzt.

03.06.2010 21:21 • #6


matz77


4
1
Hallo Schlafkappe,
eine ambulante Therapie möchte ich schon machen, habe mich bei 6-Psychologen telefonisch gemeldet zwecks Termins einer Verhaltenstherapie diese wurde mir angeraten in der TK.
Die Psychologen hatten Wartezeiten von 4-Monaten bis zu 1-Jahr ist das nicht Toll !
Ich war gestern im AA habe auch einen Gesundheitsfragebogen vom Amt wieder abgegeben
werde Amtsärztlich begutachtet wie leistungsfähig ich noch bin (Arbeit).
Man kommt sich in diesen Staat vor wie der letzte A....!!
An EU-Rente habe ich auch schon gedacht, aber wenn du in diesen Staat nicht mit den Kopf
unter den Arm zum Amt kommst bekommst du gar nichts.
Solchen Leuten wie wir, denen sieht man halt nichts an (Äußerlich).... aber !!

Hat den jemand schon erfahrungen mit den Amtsarzt vom AA ?


Gruß Matz

04.06.2010 14:34 • #7


Schlafkappe

Schlafkappe


537
6
Ich noch nicht, aber das kommt bestimmt.
Ich hab ja noch das "Glück", dass ich eine fortgeschrittene Arthrose in den Händen habe. Ein Unglück kommt halt selten alleine.
Bekommst keine Krankmeldung von deinem Arzt? Da können die vom AA gar nichts dagegen machen. Ich hatte damit noch keine Probleme. Im Gegenteil, ich hätte mich schon öfter krankschreiben lassen können, wenn ich gewollt hätte.
Wie geht es dir heute?

04.06.2010 14:58 • #8


crazy030


Zitat von matz77:
Hat den jemand schon erfahrungen mit den Amtsarzt vom AA ?


Ja. Ich muss sagen und bitte nicht falsch verstehen, denn ich gehe natürlich wirklich auch von gravierenden Beschwerden bei den Betroffenen aus, es ist doch scheinbar bei Psyche recht einfach. Klar, man muss natürlich auch was vorweisen können, also z.B. Befunde, Aufenthalte (Station oder ambulant), Therapie oder was auch immer.

Meine Beschwerden fingen Ende Januar 2009 an, im Mai 2009 war ich schon in einer Tagesklinik, allerdings nur 5 Wochen, Entlassung auf eigenen Wunsch. Befund mit 6 vollen Seiten, 5 Diagnosen. Dann meldete sich das AA, weil ich ja vorher auch aus einer Massnahme rausgeflogen bin, wo man nur max. 14 Tage am Stück krank sein durfte, bei mir waren es 3 Wochen und schon über 10 Krankmeldungen in wenigen Monaten.

Da fragt das AA natürlich, wie man das selber einschätzt. Und da hab ich gesagt, ich fühle mich nicht arbeitsfähig. Und was bitte wollen die denn da machen? Mich haben sie zum med. Dienst geschickt, allerdings dauerte das 3 Monate, bis die mich einluden.

Mit dem Befund der Tagesklinik hab ich in der Zwischenzeit Schwerbeschädigung beantragt, 40% bekommen, womit ich nicht gerechnet hätte. Ich hatte die Beschwerden ja nicht schon Jahre, sondern erst paar Monate.

Dann zum med. Dienst/Gutachter. War ein Psychiater und total locker. Etwa 15 Minuten nur Gespräch und dann sagte er, erstmal 6 Monate nicht erwerbsfähig. Das ist jetzt abgelaufen, vom AA hab ich schon die Einladung für Ende Juni. Da werden sie wieder so fragen wie vor 1 Jahr und mich auch wieder zum med. Dienst schicken. Ich fühle mich nicht arbeitsfähig. Meine Therapeutin wird mir das auch schriftlich bestätigen.

04.06.2010 15:02 • #9


Schlafkappe

Schlafkappe


537
6
Danke Crazy, das macht doch ein bißchen Hoffnung, dass es klappen könnte.
Hab auch schon ganz schön Bammel davor.
Wie ist das, bei 40% bekommst du da schon staatliche Rente oder wie läuft das dann?
Ich wär schon mal froh, vom Hartz IV wegzukommen. Das würde der Psyche schon mal etwas helfen.

04.06.2010 15:13 • #10


crazy030


Nein, 40% ist in dem Sinne nichts, da bekommt man auch noch keinen Ausweis. Erst ab 50% wird es interessant. Auch das AA interessiert die 40% nicht, aber man hat trotzdem was in der Hand und was auch bei 40% geht, man kann einen Gleichstellungsantrag stellen. Das bedeutet, man ist mit Leuten auf einer Stufe, die 100% haben. Da gelten dann andere Kündigungsfristen etc.

Auch wenn das AA bei mir so getan hatte, als wenn die 40% nicht interessieren, also die helfen ganz sicher, gerade beim med. Dienst und so.

04.06.2010 15:19 • #11


matz77


4
1
Hallo Crazy030 und Schlafkappe,
das mit dem schwerbehindert gute Idee.
Habe auch Bandscheibenvorfall,Kniebeschwerden und und...! In meinen Abschlußbericht von der TK stand das ich arbeitsfähig bin(leichte tätigkeiten). Meine Ärzte, der( MDK) KK haben das alles bestätigt...! Meine Ärzte möchten sich auch nicht mit den MDK anlegen der Patient ist halt immer der dumme.
Was soll ich nun machen, ich fühle mich aber nicht arbeitsfähig habe die schnauze voll von diesen ganzen Haufen.
Habe auch schon einen Vordruck für eine Schwerbehinderung zu Hause habe angst das er
abgelehnt wird. Aber ich müsste es trotzdem mal probieren?

Was meint Ihr

Gruß Matz

04.06.2010 16:57 • #12


crazy030


Zitat von matz77:
Meine Ärzte möchten sich auch nicht mit den MDK anlegen der Patient ist halt immer der dumme.


Das leuchtet mir mal absolut nicht ein. Wenn Du Dich nicht in der Lage fühlst, dann ist doch wohl das entscheidend.

Man muss auch mal sagen, ob MDK oder der med. Dienst vom JobCenter, die KÖNNEN auch nur nach Aktenlage gehen, wenn es um Psyche geht. Was wollen die denn da in paar Minuten feststellen, wofür Therapeuten Monate oder Jahre brauchen? Nüscht! Die können sich nur alle Befunde ansehen und dann entscheiden. Diagnostizieren können die da mal rein garnix.

Muss dazu sagen, ich hatte vorher auch eine Hausärztin, die war die Schärfste. Bin da Ende Januar 2009 hin, als ich meine 1. Panikattacke hatte (mit Notarzt). Nächsten Tag Kopfschmerzen wie sau, Nase zu, 38,5 Fieber. Die schreibt mich 2 Tage krank, ich dachte ich spinne! Ich sagte ihr, was gestern los war, Panik (dachte ja an Herzinfarkt), Notarzt. Ich sagte, schreiben sie mich doch mal wenigstens 1 Woche krank, wenn ich heute noch 38,5 Fieber hab. Nööö, sagte sie und hat mir weder in den Hals gesehen, keine Stirn abgetastet, kein Blutdruck gemessen, nichts. Dann gab sie mir noch Betablocker mit und meinte, ich soll da bei Bedarf mal eine nehmen, wenn ich aufgeregt bin.

Bin sofort zu einem anderen Arzt, der mich gleich auch zum HNO geschickt hat. Nasennebenhöhlenentzündung, 1 Woche Antibiotika, 3 Wochen krankgeschrieben!

Also sorry, wenn man nicht gerade Hypochoder ist ( ), wenn es einem zu blöd ist, Arzt wechseln!

04.06.2010 17:33 • #13


Schlafkappe

Schlafkappe


537
6
Auf jeden Fall den Antrag stellen. Bin mir zu 99% sicher, dass er erst mal abgelehnt wird.
Und dann wird so lange Widerspruch eingelegt, bis es klappt. Da ist natürlich der richtige Hausarzt sehr wichtig, siehe Crazy.

04.06.2010 18:02 • #14


pax


Zitat:
Man kommt sich in diesen Staat vor wie der letzte A....!!

Das könnte ich zum Teil tatsächlich absolut mit ja beantworten.
Wenn man psychische Probleme hat, auf Harz4 angewiesen ist, ist das in der Regel tatsächlich unter aller S. a. u, was man sich da gefallen lassen soll/ muß.
Da krieg ich Wut, weil die meisten ja tatsächlich arbeiten wollen. Nicht die schwarzen Schafe, die sich Ihr bequemes Leben bezahlen lassen möchten.
Das macht auch unser System kaputt, aber das ist hier nicht die Frage.
Zunächst einmal kann ich sagen, dass ich noch in der Lage bin zu arbeiten, und hätte das alles auch immer nebenbei durchgezogen.
Auch das war für mich noch zusätzlich krank- machend.
Aber, ich war damals noch zu jung, um meine Erwebsunfähigkeit, und das damit verbundene Zuhause sitzen, als gegeben und für mich und meine Psyche als heilsam zu sehen.
Da hätte und hat mich die Arbeit abgelenkt, und ich hab mich dadurch als "Mitglied der Gesellschaft"gesehen.
Wenn es aber nicht geht, dass man zusätzlich zum psychischen Umstand auch noch Arthrose- etc hat, dann finde ich das Amt wirklich als Zumutung.
Wenn ich dann arbeitsunfähig-leider- bin, sollte ich mir aber dennoch eine neue Lebensphylosophie überlegen, zumindest um psychisch gesund, den Lebensabend verbringen zu können.
Das wünsch ich dann jedem, wenigstens dieses Ziel aktiv zu verfolgen.

04.06.2010 22:57 • #15


crazy030


Na ja, wie der letzte A..., würde ich nicht so sagen. Das Problem ist aber ein anderes. In meinem Fall, es ist ja nicht so, als sitze ich nun den ganzen Tag zu Hause und sage mir, wie schlecht doch alles ist. Und was ja auch auf viele Leute hier zutrifft, es ist ja nicht "nur" die Psyche, wie es sich Laien vorstellen. So nach dem Motto "nimm Dich mal zusammen". Nein, bei mir z.B. sind es vordergründig übelste körperliche Beschwerden und wie gesagt, so geht es ja vielen hier.

Wie soll man denn im Kundenkontakt arbeiten (oder überhaupt), wenn man fast rund um die Uhr Kopfschmerzen hat, viel Übelkeit, Schweißausbrüche, Tinnitus, Unruhe und mehr? Es gibt bei mir seit Monaten keinen einzigen Tag, wo ich früh frisch und munter aufstehe. Bei mir fingen die Beschwerden ja auch mit Arbeit an, an der Arbeit lag es aber nicht. Hab es etliche Monate durchgehalten, z.T. täglich nur mit 2-3 Stunden Schlaf. Irgendwann geht es nicht mehr.

Ich wäre jedenfalls froh, wenn es mir besser gehen würde und dann hab ich auch null Probleme mit Arbeit. Den Schritt Arbeit werde ich aber nicht gehen, wenn ich daran gesundheitliche Zweifel hab. Ich hab nämlich keinen Bock, dass das dann irgendwann mal richtig dicke kommt. So, das nichts mehr geht und nur noch Station.

Was ich eigentlich sagen wollte, mit Hartz 4 ist man speziell als psych. Kranker dumm dran. In vielen Fällen müsste man nämlich auch Dinge machen, die Geld kosten. Man soll laut Therapeuten an einigen Sachen arbeiten (Umfeld erweitern, Unternehmungen, Hobbys etc.), aber ohne Geld geht nicht viel. Und von Hartz 4 kann ich maximal überleben, mehr nicht. Es ist ein Teufelskreis! Man kann wegen der Gesundheit nicht arbeiten, aber ohne Arbeit hat man kaum Mittel, um gesund zu werden.

Ich sollte mir eine neue Brille machen lassen, hatte der Neurologe wegen der Kopfschmerzen empfohlen. 145 Euro. Wegen Tinnitus legte mir die HNO Ärztin eine Behandlung nahe, die aber von der Kasse nicht gezahlt wird. 83 Euro. Im gleichen Zeitraum hab ich beim Zahnarzt auch noch 80 Euro für eine Parodontose Behandlung gelassen. Jeden Monat allein 25 Euro Fahrgeld, um überhaupt zur Psychotherapie zu kommen. Selber hab ich sicher allein 2010 schon 200 Euro in der Apotheke gelassen (Kopfschmerztabletten, Pfefferminzöl, Salben, Johanniskraut, Ginko Tabletten und und und). Alles von Hartz 4.

Ich könnte mir echt was besseres vorstellen.

04.06.2010 23:37 • #16


pax


Crazy, dann hast Du wohl schon früher nicht in dich gehört, könnte das sein?
Zitat:
Den Schritt Arbeit werde ich aber nicht gehen, wenn ich daran gesundheitliche Zweifel hab. Ich hab nämlich keinen Bock, dass das dann irgendwann mal richtig dicke kommt. So, das nichts mehr geht und nur noch Station.

So ganz ist das aber auch keine Lösung oder?
Zitat:
aber ohne Geld geht nicht viel.

Ein Teufelskreislauf-ja.
Aber zuhause hocken?
Versteh mich nicht falsch, ich kann es absolut verstehen.
Aber da kommt auch wieder mal die Henne und Ei- Frage auf. Leider.
Hast niemand in Deinem Umfeld, der Dir Stütze ist?
Grüßle

04.06.2010 23:46 • #17


Pulsar

Pulsar


60
9
Hallo matz77 !

Ich habe ähnliches hinter mir !
Ich weiß nicht ob Du Arbeitslosengeld oder Hartz 4 bekommst ?
Solltest Du Hartz 4 bekommen,
dann kann ich Dir dazu was erzählen !
Wie es sich bei Arbeitslosengeld verhält weiß ich nicht !

Deine KK schreibt Dich arbeitsfähig auf Grund der Aktenlage ?
Na die können viel schreiben ! lach !

Gehe zu Deinen Psychologen / Psychater / Hausarzt
laß Dich weiter Krankschreiben !

Dann ab zum JobCenter / Arbeitsamt !
Dort sagen das Du Dich nicht arbeitsfähig fühlst
und auch keine 3 Stunden mehr arbeiten kannst !!!
Und das Du darauf bestehst das Dich der Psychologische Dienst
vom Arbeitsamt / Jobcenter untersucht um ein Gutachten zu erstellen !
Wenn diese Dich dann als arbeitsunfähig einstufen
und Du auch keine 3 Stunden mehr arbeiten kannst !
Dann hast Du vorrübergehnd Deine Ruhe !
Und Deine Akte wird beim Jobcenter für ein paar Monate als Ruhend geführt !

Sollte der Psychologische Dienst vom Arbeitsamt / Jobcenter,
Dich sogar für eine lange Zeitdauer Erwerbsunfähig ansehen,
anhand Deiner Erkrankung,
dann darauf bestehen das Du zum Sozialamt willst !
Weil jetzt ist eigentlich das Sozialamt für Dich zuständig !

Das bedeutet beim Jobcenter rausschreiben und beim Sozialamt einschreiben !
Das Sozialamt erkennt das Gutachten
aber vom Psychologischen Dienst des JobCenters nicht an.
Die beauftragen dann nochmal deinen Rententräger , für ein Gutachten.
Der wird aber meist nach Aktenlage entscheiden,
also den Bericht von deinen Arzt / Klinik, und vom Psyschologischen Dienst des Jobcenters !
Meist wird der Rententräger, die gleiche Entscheidung treffen wie der Psychologische Dienst ! ( Eine Katze kratz der anderen nicht die Augen aus ! )
Diese Sachen immer gut aufheben , damit Du was in der Hand hast !
Und bist Du soweit gekommen , dann bekommst Du Sozialhilfe
und mußt dann nur einmal im Jahr einen formlosen neuen Antrag stellen !
Und bist damit den Jobcenter Streß los !

Wenn Du dann wieder irgendwann Arbeitsfähig bist,
dann meldest Du das dem Sozialamt
und dann gehts wieder zum Jobcenter !

Aber ich sage Dir das ist ein langer Weg !!!
Ich hatte damals diesen JobCenter Terror wirklich satt !
Und das damals in einen Zustand wo ich wirklich sehr krank war !

Hoffe konnte etwas helfen ??

Nette Grüße
von Pulsar

05.06.2010 02:35 • #18


crazy030


@ pax, sicher ist das keine Lösung. Ich merke doch aber selbst, es würde nicht gehen mit Arbeit. Ich hab es doch letztes Jahr noch monatelang versucht, es ging dann nicht mehr. Und da waren es "nur" paar PA im Monat und sonst war es ok. Heute ist das alles chronisch.

05.06.2010 09:54 • #19


Beobachter


11375
31
381
Hallo crazy030

Ich befinde mich in einer fast ähnlichen Situation.
Bin 50+, seit 8 Jahren arbeitslos, psychisch "im Eimer" und Hartz IV Bezieher.

Viele Dinge hängen nicht vom Staat ab, sondern liegen in den Händen der einzelen Sachbearbeiter.
Mein Glück ist es, dass mein Arge-Sachbearbeiter sehr viel Verständnis für meine Situation aufbringt. Das letzte Gespräch ging über volle zwei Stunden.

Mir werden von der Arge keinerlei Zwangsmassnahmen auferlegt, und ich bekomme sogar die Möglichkeit mit Arbeitsversuchen zu experimentieren (Testen), ohne zusätzlichen Stress oder gar Sanktionen befürchten zu müssen.

Am 14 Juni beginne ich versuchsweise einen 1,50 Euro Job als Auslieferungsfahrer in einer Sozialküche, die Schulen und Altersheime mit Essen beliefert.
Dies wird für mich ein grosses Abenteuer, aber auch ein guter und gefahrloser Test, wozu ich im Bereich Arbeit noch in der Lage bin.

Die Sache mit dem wenigen Geld kenne ich natürlich auch nur zu gut.
Mein Psychologe sagt mir auch immer: "Vor die Tür gehen und neue soziale Kontakte suchen".
Vor etwa fünf Jahren war dies auch noch möglich, und ich habe es damals auch noch getan.
Aber heute (ohne Auto und Geld) ist dies so kaum mehr möglich.
(Busfahrkarten in die Stadt und zurück plus eine Tasse Kaffee = fast 10 Euro, von Kino, Kneipen, Konzerten oder Essen gehen, ist gar nicht erst zu träumen)

@ pax:

Es ist wie bei der Henne und dem Ei.

Krankgeschrieben, Arbeitslos oder (Früh)Rente =
"Stressfrei" und ohne Geld zuhause sinnlos vereinsamen

oder

Arbeiten gehen (egal wie oder was) =
Beschäftigung und Geld, aber psychisch (Stress und Angst) noch mehr krank werden

Die reine Feststellung dieses Problems beinhaltet aber leider noch keine Lösung.

Gleichgesinnte Grüsse, Der Beobachter

05.06.2010 11:37 • #20




Mira Weyer

Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag