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Bellavista
Hallo Ihr Lieben,

Seit 3 Tagen bin ich hier angemeldet. Meine Angsstörung habe ich seit Oktober und weiß dass ich schon Fortschritte gemacht hab. Jeder Rückschlag nervt und verunsichert mich aber ungemein. Jetzt habe ich seit 3 Tagen wieder sehr starke Nervosität und 2 mal nachts auch wieder heftige Adrenalinschübe gehabt. Als ich aufwachte war ich schon wie benommen. Ich hab's dann allerdings immer wieder in Griff bekommen mit positiven Gedanken, was aber nur kurz hilft. Ich weiß dass Rückschläge wohl normal sind, aber ist es normal dass es so stark wiederkommt? Es war ja schon besser. Fühl mich jetzt wie gerädert. Ich will ab Februar wieder arbeiten gehen und habe Angst dass das dann wieder so weitergeht. Wie soll Mann denn immer wieder Kraft schöpfen?

Lg tanja

07.01.2015 12:21 • 08.01.2015 #1


9 Antworten ↓


Fee*72
huhu..
Hab auch seit Anfang des jahres Rückschläge,die mich nerven..das Fragen nach dem warum das so ist,wo man doch so Fortschritte gemacht hat die letzten monate helfen auch nich weiter...ich muss auch anders denken lernen und Gedanken die negativ sind durchbrechen und stop sagen und weiter machen ,nicht entmutigen lassen,weiter an sich arbeiten und am Leben teilhaben..
nicht jeder Tag ist gleich,gibt gute und weniger gute und auch das Wetter trägt dazu bei.

07.01.2015 13:12 • x 1 #2



Wie stark sind Eure Rückschläge?

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Bellavista
Ja ich geb mir auch Mühe irgendwie positiv zu sehen. Ich drück dir natürlich auch die Däumchen dass es weiter bergauf geht!

07.01.2015 13:46 • #3


also ich hab nach 3 Jahren noch Rückschläge, die sich schlimmer als die ersten anfühlen. Liegt wohl dadran, dass diese weniger werden und ich wieder von neuem konfrontiert werden...

07.01.2015 13:57 • #4


Bellavista
Klingt ja vielversprechend
Aber danke für die Antwort

07.01.2015 19:13 • #5


Bellavista
Ist es möglich dass sich Rückfälle auch wieder auf ein paar TAGE ausdehnen können?

08.01.2015 22:20 • #6


Das mit den Rückschlägen ist echt ne richtig nervige Angelegenheit.. Ich hab mich damit vor allem zu Anfang überhaupt nicht abfinden können. Die ersten 2-3 Jahre hat mich jeder "Rückfall" extremst demotiviert und wütend gemacht. Und wenn mir dann Psychologen usw gesagt haben "Jeder Rückfall ist ein Fortschritt" hätt ich jedes Mal an die Decke gehen können, ich find diese Aussage bis heute ziemlich bescheuert.. Früher wars bei mir auch so, dass mich eine einzige PA 2 Wochen völlig aus der Bahn geworfen hatte. Wenn ich ne PA hatte, hab ich für die folgenden 2-3 Wochen direkt alles abgesagt und hab mich gefühlt, wie vom LKW überfahren. Mit der Zeit hab ich aber mehr oder weniger gelernt, das wegzustecken. Mir wurde es quasi zu lästig mich davon jedes Mal wieder so runterziehen zu lassen.
Bei soner Tortour nicht einfach in Sack zu hauen, fällt manchmal echt schwer, es ist aber eben auch ein Teufelskreis. Man lässt sich zu schnell von negativen Gedanken/Empfindungen verleiten, gibt sich dem hin, verfällt vielleicht auch in Selbstmitleid. Eben sowas darf man aber nicht zulassen, jedenfalls nicht auf Dauer. Denkmuster zu ändern ist schwer, da kann ich auch ein Lied von singen, aber mir hat die Erfahrung der letzten Jahre eben auch gezeigt, dass es geht. Früher war ich nach ner PA einfach nur down und wollte mich verkriechen und hab die Welt verflucht. Mittlerweile kann ich (zumindest meistens) sagen "Ach, f*ck dich", hatte dann eben nen schlechten Tag, aber schlepp das nicht mehr in den nächsten hinein.
Habe irgendwo mal einen Spruch gehört oder gelesen (glaub bei Hitch fiel der Spruch auch), den ich schon ziemlich passend finde.
"Beginne jeden Tag, als wäre es mit Absicht."

08.01.2015 22:38 • x 1 #7


Bellavista
Vielen Dank. Ja genau dieses Gefühl kenn ich auch. Als ob mich ein Zug überfahren hat. Und dann isses ja nicht gl am nächstes Tag wieder weg. Ich mache schon so viel. Gehe zum Sport, tu mir gutes, aber komplett sorgenfrei kann ich halt noch nicht leben und dann kommen halt die Rückschritte. Anders kann ich's mir nicht erklären außer dass ich zur Zeit etwas erkältet bin und evtl vermute dass dadurch wieder schneller PA kommen. Aber eigentlich auch eher unwahrscheinlich oder?!
Es erschüttert mich ehrlich gesagt dass du jetzt schon 3 Jahre damit zu kämpfen hast. Ich will mir auf keinen fall eingestehen dass ich es so lang haben werde. Da hab ich doch keine Lebensqualität mehr...diese Angst hab ich zumindest. Keine Verabredungen, spontanfeten oder Urlaube mehr?! Ständig muss ich alle Vorhaben 3 mal durchdenken. Die Krankheit hat mich total verändert. Ich war immer sehr lebensfroh, jetzt bestimmen Ängste und Sorgen mein Leben obwohl ich immer versuchs wieder aufzustehen...

08.01.2015 23:35 • #8


Es sind 6,5 Jahre^^ Und ich war auch ein völlig anderer Mensch vorher, ich hab gemacht was ich wollte, ich bin auch mal spontan mitm Zug sonstwohin gefahren zum shoppen mit ner Freundin oder hab mir mit Freunden die Nächte um die Ohren gehauen (ich mein jetzt keine Saufparties oder so), ich wollte mein Abi machen, ggf studieren.. Und dann war alles vorbei, einfach so. Wenn man an sich ich sag mal ne recht starke Persönlichkeit hat eigl, dann tut man sich damit vermutlich noch schwerer, diese "Schwäche" zu begreifen. Und die Lebensqualität leidet extrem darunter, obwohl ich in den ersten 4 Wochen direkt in Behandlung kam, ließ sich der Zustand nicht dauerhaft bessern. Schmeckt mir auch nicht, aber bin ja weiterhin in Behandlung.. Ich hab die Hoffnung zwar aufgegeben, dass ich es wirklich komplett loswerde, aber ich sehs auch nicht ein, die nächsten 50 Jahre nur so dahin zu vegetieren. Meine Tante hatte auch PA, 7 Jahre lang. Ich hab ja die Hoffnung, dass die 7 vielleicht meine goldene Zahl ist Aber sieht bisher nicht danach aus^^

Aber das mit der Erkältung ne, da bin ich aber ähnlich. Wenn ich ohnehin krank und angeschlagen bin, bin ich auch anfälliger für PA.

08.01.2015 23:49 • #9


Bellavista
Also ich hab oft gelesen dass es sich genauso schnell legen kann wie es kommt und auch hier im Forum hab ich immer wieder hoffnungsvolle Posts gelesen die das bestätigen. Es wird bestimmt dann erst wirklich weggehen wenn wir es schaffen die Angst beim Schopf anzupacken und unseren inneren schweinehund bekämpfen und unser Verhalten so zu verändern dass wir besser für uns Sorgen. Ich wünsche dir dass Du es bald hinter Dich lassen kannst. Irgendwie hab ich jetzt noch mehr Angst und Zweifel ob es für mich gut ist, in diesem Forum zu sein weil man natürlich nicht immer das liest was man sich erhofft.
Lg tanja

09.01.2015 00:00 • #10



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