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Hallo,

seit vielen Jahren suche ich mir immer wieder irgendwas, worüber ich mir Gedanken machen kann. Sorgenfreie Zeiten gab es, aber die hielten nicht lange an.

Dieses Mal ist es allerdings anders: es hört gar nicht mehr auf. Bin ich gerade mit etwas fertig gedanklich, wache ich am nächsten Tag auf und was anderes ist da.
das geht jetzt seit ca. 4 Monaten so.

Meine Familie glaubt, dass sich das alles die letzten Jahre so angestaut hat, dass jetzt gar nichts mehr geht.

also aktuell tauchen immer wieder neue Symptome auf: Ohrgeräusch, das Gefühl auf einem Ohr weniger zu hören, Zahnprobleme, Sehstörungen, Hautausschlag,.
Und wie gesagt: wenn eins abgehakt ist, folgt unmittelbar das nächste.
Daher schaffe ich es momentan auch nicht, das/die Symptom/e zu ignorieren, weil dann sowieso direkt das nächste vor der Tür steht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ich soll auch bald in eine Klinik gehen, aber wie soll ich es mit den Symptomen handhaben? Ich habe keine Angst, schlimm krank zu sein, sondern dass diese Symptome für immer bleiben und mich so sehr belasten. ein Teufelskreis

15.09.2020 14:31 • 03.10.2020 #1


21 Antworten ↓


cube_melon
Zitat von saksuja:
Ich soll auch bald in eine Klinik gehen, aber wie soll ich es mit den Symptomen handhaben?

Deine Frage ist mir unklar. Was genau meinst Du damit?

15.09.2020 14:43 • x 1 #2



Wie mit den Symptomen umgehen?

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Zitat von cube_melon:
Deine Frage ist mir unklar. Was genau meinst Du damit?


Ich meine: ignorieren bringt ja nichts, weil ja dann was anderes kommt, aber hinnehmen fällt mir auch schwer, weil sie mich belasten...
Wie soll ich also damit umgehen?

15.09.2020 14:51 • #3


cube_melon
Die Symtome haben die beste Chance zu bleiben wenn bei der betroffenen Person eine Krankheitseinsicht und Therapiebereitschaft vermisst wird und eine passivität besteht.

Beste Chance darauf das die Symptome "verschwinden" ist eben das was du tust - Einsicht und der Wille zur Veränderung.

Wenn man noch keine geeigneten Mittel erlernt hat um sich selbst auf die Situation anzupassen, Veränderungen zu bewirken und Techniken um Ausnahmnesituationen auszuhalten, dann kann sich das anfühlen als wäre man Machtlos. Und in der logischen Folge sich das so anfühlen kann wie bei dir.

Wenn man dem Therapeuten, gerade in einer Klinik so konsequent wie möglich, aufmerksam zuhört, die Übungen die man nahegelegt bekommt trainier und einen guten Umgang mit sich selbst so gut wie möglich pflegt, steigen die Chancen erheblich für einen Therapieerfolg.

15.09.2020 15:01 • x 1 #4


Hallo,

ich suche nach einem Rat. Ich sehe ein, dass meine Symptome mit großer Wahrscheinlichkeit psychisch bedingt sind. Trotz dieser Erkenntnis klingen sie nicht ab.

Da es überwiegend Sehstörungen sind, fällt es mir besonders schwer, diese zu ignorieren, mich nicht über sie aufzuregen oder traurig deswegen zu sein. Diese sind auch 24/7 da und nicht nur während einer Panikattacke.

Wie geht ihr mit psychosomatischen Symptomen um? Akzeptiert oder ignoriert ihr sie?

Bin über jeden Tipp dankbar!

17.09.2020 08:45 • #5


Lottaluft
Machst du eine Verhaltenstherapie ?denn erst da habe ich den Umgang mit meinem Symptomen gelernt

17.09.2020 08:46 • #6


Zitat von Lottaluft:
Machst du eine Verhaltenstherapie ?denn erst da habe ich den Umgang mit meinem Symptomen gelernt


Hab ich gemacht. Da ich mir aber immer wieder was Neues zum Sorgen machen suche, hat es nicht viel gebracht. Ich brauche immer irgendwas, worüber ich mich Sorgen kann: Job, Studium, Freunde und wenn da alles gut ist, dann suche ich mir irgendwas Körperliches.

17.09.2020 08:49 • #7


Calima
Zitat von saksuja:
Ich brauche immer irgendwas, worüber ich mich Sorgen kann: Job, Studium, Freunde und wenn da alles gut ist, dann suche ich mir irgendwas Körperliches.

Problem erkannt. Es könnte sich lohnen, mal nach etwas zu suchen, was dich glücklich macht.

17.09.2020 08:51 • #8


Lottaluft
Zitat von saksuja:
Hab ich gemacht. Da ich mir aber immer wieder was Neues zum Sorgen machen suche, hat es nicht viel gebracht. Ich brauche immer irgendwas, worüber ich mich Sorgen kann: Job, Studium, Freunde und wenn da alles gut ist, dann suche ich mir irgendwas Körperliches.



Okay dabei kann ich dir leider nicht helfen außer dir raten es nochmal mit einer Therapie zu versuchen und versuchen heraus zu finden warum du so handelst das du dir immer etwas Neues suchen musst

17.09.2020 08:52 • #9


Zitat von Calima:
Problem erkannt. Es könnte sich lohnen, mal nach etwas zu suchen, was dich glücklich macht.


Selbst wenn ich glücklich bin und alles gut ist, suche ich mir ja wieder irgendwas...

17.09.2020 08:58 • #10


Calima
Die Einzige, die das ändern kann, bist du. Es braucht Selbstdisziplin, um nicht mehr zuzulassen, dass du immer wieder in diese Denkschleifen eintauchst. Und du musst Strategien finden, die dich dabei unterstützen.

Körperliche Anstrengung hilft meist gut.

17.09.2020 09:07 • #11


cube_melon
Zwei allgemeine Denkansätze:

Angst hat den Impuls sich an etwas festzubeißen. Sie will ein Freindbild haben.

Was für einen Benefit hast Du aus der Krankheit?

17.09.2020 09:19 • #12


Zitat von cube_melon:
Zwei allgemeine Denkansätze:Angst hat den Impuls sich an etwas festzubeißen. Sie will ein Freindbild haben.Was für einen Benefit hast Du aus der Krankheit?

welche Krankheit meinst du jetzt?

Ich sehe keinen Benefit darin. Es ist wirklich einfach so, als dürfte ich nicht bzw. nicht lange glücklich sein. Und ich weiß nicht warum. Und ich bin dann auch immer so sauer auf mich, dass ich immer alles kaputt machen muss - wenn eben mal alles gut ist.

17.09.2020 09:54 • #13


cube_melon
Wie gesagt, das ist nur ein Denkansatz für eine Reflektion (damit Du das für dich selber evtl. hintefragst) und keine Feststellung.

Eine Erkrankung kann als Beispiel eine Schutzfunktion vor Belastung sein. Dadurch kann man z.B.:

- dem Umfeld gegenüber legitim rechtfertigen das man weniger leisten kann/will.
- Versorgung einfordern/ rechtfertigen
- Aufmerksamkeit erreichen

usw.

So was habe ich schon des öfteren gesehen. Daher ermutige ich Menschen inzwischen das bei sich zu Reflektieren.
Ob das real so ist, kann ich weder wissen, noch behaupten.

17.09.2020 10:03 • x 1 #14


Zitat von saksuja:
Hab ich gemacht. Da ich mir aber immer wieder was Neues zum Sorgen machen suche, hat es nicht viel gebracht. Ich brauche immer irgendwas, worüber ich mich Sorgen kann: Job, Studium, Freunde und wenn da alles gut ist, dann suche ich mir irgendwas Körperliches.



Hab das Gefühl der Text ist von mir.
Fühle mich auch so Sorgenkrank - immer ist etwas & wenn ich ist hab ich ein Körpersymptom um das ich mir Sorgen mache.
Jetzt zb hab ich seit Tagen ein Globusgefühl im Hals was mir Sorgen macht.
Letzte Woche war es noch ein Patient von mir um den ich mich gesorgt habe oder irgendwas mit meinen Kids.
Wie lange begleitet Dich das denn schon ?

22.09.2020 19:11 • x 1 #15


Hallo,

ich habe die Symptome jetzt erstmal angenommen und rege mich nicht mehr über sie auf.

Trotzdem sind sie unverändert. Wieso?

03.10.2020 13:14 • x 1 #16


Weil das nicht so einfach funktioniert,Sympthome akzeptieren und erwarten das sie dadurch verschwinden funktioniert leider nicht so.Hab öffters in Psychologie Bücher darüber gelesen.Hab das auch probiert.Es wäre super wenn das so leicht ging.

03.10.2020 14:48 • #17

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Zitat von Olla:
Weil das nicht so einfach funktioniert,Sympthome akzeptieren und erwarten das sie dadurch verschwinden funktioniert leider nicht so.Hab öffters in Psychologie Bücher darüber gelesen.Hab das auch probiert.Es wäre super wenn das so leicht ging.


Aber wie gehen sie denn dann weg?

03.10.2020 15:36 • #18


Ja aber sie zu akzeptieren ist ein guter Weg,es passiert ja nichts schlimmes und sie werden einen immer wieder besuchen.

03.10.2020 15:45 • #19


Iris311
Wie fühlen sich diese HERZSTOLPERER an, steigt das bei Euch auch in den KOPF

03.10.2020 16:01 • #20



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