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RikeRike
Hallo liebes Forum,

ich zähle wohl eher zu den ängstlicheren Typen.
So hatte ich als Kind Angst vor Gruppen, davor einfach nicht normal zu sein, und auch gleichgeschlechtlich zu sein.

Mit der Zeit kamen neue Themen dazu,- unrationale Ängste wie ich hätte mal jmd. umgebracht, und weiß es nur nicht mehr, oder Angst päd. zu sein, Aggressive Gedanken, Angst Krebs zu haben wegen Jahrelangen psychosomatischen Bauchschmerzen, ...

Das alles hat mich ziemlich viel Energie gekostet und mich lange gequält. Aber darum geht es mir nicht.
Wie funktioniert bei euch eure Angst? Gibt es da einen Rythmus ? Einen Mechanismus der zu erkennen ist?

Mein Eindruck ist, dass wenn sich das eine Thema auflöst, dass ein neues dazu kommt. Zum Beispiel habe ich von dem Zwang gehört alles zählen zu müssen, seit einer Woche zähle ich meine Schritte automatisch. Es ist nicht weiter schlimm aber es fällt auf. Mein damaliger Freund erzählte mir mal von einer Mitschülerin die immerzu so einen Tick mit den Fingern hatte. Ohne es bewusst zu forcieren, hatte ich später jahrelang diesen gleichen Tick.
Oder ich schaue einen Film über einen Mörder oder schlicht einen Menschen, den ich als einen unliebenswürdigen und schlechten Menschen ansehe. Und dann bekomme ich Angst genauso zu sein. Und denke dann lange darüber nach, und bin davon fast überzeugt, und suche Gegenargumente.
Aktuell habe ich Angst ein Narzisst zu sein, und manipulativ zu handeln, und niemals lieben zu können. Klingt vllt. albern.

Wie ist das bei euch? Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen

Guten Abend!

08.03.2017 18:50 • 09.03.2017 #1


6 Antworten ↓


Bei mir war es halt immer so, dass ich mir vor bestimmten Ereignissen alles mögliche darunter vorgestellt habe.
Dabei hat meine Nebenniere zuverlässig Adrenalin ausgeschüttet, das dann für die bekannten Symptome gesorgt hat.
Die großen Mengen konnte ich aber dann nicht mehr abbauen und sie kreisten dann noch recht lange im Blut.
Inzwischen denke ich vorher bewusst, darüber nach, was denn nun wirklich jemals in ähnlichen Situationen passiert ist
und was nun auch wirklich passieren könnte. Ganz los habe ich die Nervosität nie gekriegt, aber inzwischen ist es
so, dass ich mich nicht mehr damit alle mache. Denke auch dass ein Leben ohne Angst auch ganz schnell vorbei
sein kann, weil sie in wirklich gefährlichen Situationen zuverlässig vor Übermut schützt.

08.03.2017 19:00 • x 1 #2



Wie funktioniert eure Angst ?

x 3


RikeRike
Hallo,

danke für deine Antwort.
Freut mich, dass Du gelernt hast mit deiner Angst umzugehen!
Auf was bezieht sich denn deine Angst?
Und seitdem du damit klar kommst, kam eine neue Angst dazu?

Gruß

08.03.2017 19:11 • #3


Zitat:
danke für deine Antwort.


Danke auch für Deine!

Zitat:
Auf was bezieht sich denn deine Angst?


Bei mir waren es eigentlich schon immer Situationen mit zwischenmenschlichen Kontakten und Situationen aller Art.

Zitat:
Und seitdem du damit klar kommst, kam eine neue Angst dazu?


Nein, zum Glück hat sich der Wust nicht ausgedehnt. Dafür immer wieder Depressionen.

Ganz los werde ich das Zeug wohl auch nie mehr, aber man kann durchaus damit Leben lernen.

Hoffe dass Du auch damit mal relativ gut zurecht kommen wirst!

Es geht, hätte ich auch nie gedacht.

08.03.2017 19:19 • #4


RikeRike
Da schreit meine Hoffnung auf! Nein, ich muss daran glauben, dass man, also auch Du, deine Depression heilen kannst, und deine Wunden heilen können!

Ja ich kann auch damit leben. Aber gut würde ich nicht sagen. Aber ich kämpfe auch erst seit etwa einem Jahr. Vorher hatte ich mich dem ganzen leider einfach ergeben.

Bei mir ist es hauptsächlich auch die Angst vor Zurückweisung, der Bestätigung das ich wirklich so blöd bin, wie ich oft denke.

Schönen Abend

08.03.2017 19:29 • x 1 #5


Zitat von RikeRike:
Hallo liebes Forum,

ich zähle wohl eher zu den ängstlicheren Typen.
So hatte ich als Kind Angst vor Gruppen, davor einfach nicht normal zu sein, und auch gleichgeschlechtlich zu sein.

Mit der Zeit kamen neue Themen dazu,- unrationale Ängste wie ich hätte mal jmd. umgebracht, und weiß es nur nicht mehr, oder Angst päd. zu sein, Aggressive Gedanken, Angst Krebs zu haben wegen Jahrelangen psychosomatischen Bauchschmerzen, ...

Das alles hat mich ziemlich viel Energie gekostet und mich lange gequält. Aber darum geht es mir nicht.
Wie funktioniert bei euch eure Angst? Gibt es da einen Rythmus ? Einen Mechanismus der zu erkennen ist?

Mein Eindruck ist, dass wenn sich das eine Thema auflöst, dass ein neues dazu kommt. Zum Beispiel habe ich von dem Zwang gehört alles zählen zu müssen, seit einer Woche zähle ich meine Schritte automatisch. Es ist nicht weiter schlimm aber es fällt auf. Mein damaliger Freund erzählte mir mal von einer Mitschülerin die immerzu so einen Tick mit den Fingern hatte. Ohne es bewusst zu forcieren, hatte ich später jahrelang diesen gleichen Tick.
Oder ich schaue einen Film über einen Mörder oder schlicht einen Menschen, den ich als einen unliebenswürdigen und schlechten Menschen ansehe. Und dann bekomme ich Angst genauso zu sein. Und denke dann lange darüber nach, und bin davon fast überzeugt, und suche Gegenargumente.
Aktuell habe ich Angst ein Narzisst zu sein, und manipulativ zu handeln, und niemals lieben zu können. Klingt vllt. albern.

Wie ist das bei euch? Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen

Guten Abend!

Hallo liebe Rieke,
die Angst, ich könnte gleichgeschlechtlich sein habe ich seit 10 Jahren schon, dazu im Moment auch Zwangsgedanken . Bei mir ist es auch so, das eine Angst der anderen die Hand gibt. Seit meinem Selbstmordversuch letzten Oktober ist es wieder ganz schlimm, aber ich muss mich zwingen zu hoffen. Aktuell habe ich Angst verrrückt zu werden. Natürlich zu den anderen Ängsten dazu. Nimmst du Medikamente ?

Liebe Grüße
Maja

08.03.2017 19:52 • #6


Bei mir ist es so wie bei Blackstar war. Ich stelle mir immer automatisch vor, dass alles negativ ausgeht. Oder sehr schwierig sein wird. Dann kommt zuverlässig die Angst davor. Ich habe nie gelernt, mit Problemen, Veränderungen, umzugehen.
Nun soll ich in einer Therapie lernen, die Sorgen zuende zu denken. Was würde schlimmstenfalls passieren.., ich vermute, ich würde immer überleben .
Auch versuche ich mir zusagen, ok, ich habe eine Angsterkrankung (GAS) und Depressionen, damit kann man leben. Der Gedanke beruhigt mich auch - manchmal.

09.03.2017 08:31 • #7




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