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Patrizia1964
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Hallo,
die Angst im Job wird immer schlimmer. Seit gestern habe ich wieder dieses Druckgefühl in der Brust, das Herzstolpern und Mundtrockenheit extrem. Auch leichte Übelkeitsphasen sind dabei. Die Stress-Situation in der Arbeit krieg ich einfach nicht in den Griff. Neuer Job ist nicht in Sicht, da nur Absagen kommen. Ich muss also noch ziemlich lange durchhalten denke ich.
Ich nehme zum Einschlafen eine halbe Trimipramin, damit ich nachts wenigstens das Grübelkarussel abstellen kann, aber auf meine Ängste hat das Medikament keinerlei positiven Einfluss. Mehr will ich davon auch nicht nehmen, da die Müdigkeit eh schon bis mittag anhält. ich spreche auf jede Art von Medikation sehr stark an.
Daher meine Frage: Wer spricht auch sehr stark auf Medis an und welche nehmt ihr gegen diese spezifische Angststörung wegen dem Job. Privat bin ich nicht so extrem belastet. bzw. da komm ich mit Ängsten klar, die hab ich ja auch schon als Jugendliche gehabt, aber eben nie dauerhaft sondern eher situationsbezogen.
Danke schon mal im Voraus

04.04.2016 x 1 #1


35 Antworten ↓
tinschti

tinschti
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Leider ist es ja so, was dem einen hilft, hilft dem anderen noch lange nicht.

Damals, vor 24 Jahren, als mein Arzt nicht wusste was mir fehlt, bekam ich Tolid Tabletten, ein Benzodiazepam. Das war cool, denn ich konnte nach Monaten wieder schlafen und meinen Alltag, wenn auch verschwommen und benebelt meistern. Uncool war, dass ich nach ein paar Monaten abhänging davon war. Habe die Dinger wie Bonbons gegessen, damit ich als Mutter von 3 Kindern halt irgendwie funktioniere. Dann dachte ich mir so, kann wohl nicht gut sein, wollte Sie allein absetzen und holla, da war die Not groß. An die Zeit mag ich nicht mehr denken. Habe es aber allein geschafft. Bin dann bei einem Psychater gelandet, so ein ganz alter seines Stammes. Er klärte mich auf, was ich überhaupt habe. Hä, fragte ich, was habe ich. Denn bis dahin dachte ich noch, ich sei verrückt und sterbenskrank. Ne, war ich nicht, nur mein Gehirn, meine Sensibilität mir gegenüber war aus dem Gleichgewicht geraten. Er erzählte mir viel, was ich gar nicht verstanden habe und entließ mich mit der Aufgabe mir einen Psychotherpeuten zu suchen und einem Rezept mit dem Medi Aurorix. Ich war 24 Jahre jung und so wie ich mir sagte, bekloppt im Kopf. Von heut auf jetzt. Tolle Aussichten. Das Aurorix hat mir damlals ganz gut geholfen. Habe dann vieles über mich an Therpaien, ambulant und stationär ergehen lassen, doch Therpien haben mir persönlich nichts gebracht. Ein netter Doktor sagte mir mal, ich sei nicht therapierbar. Liegt vielleicht daran, dass es bei mir nichts zu Therapieren gab Smile, sondern dass nach der Geburt meines 2ten Kindes, wo alles anfing, etwas bei mir aus dem Gleichgewicht geraten war, was nicht erkannt wurde und sich gefestigt hatte. Ich habe keine Dinge in meinem Leben erlebt, wo man hätte ansetzen können. Ich habe dann noch so einige andere Strohhalme ergriffen, wo ich heute echt drüber lachen kann, was man alles macht, wenn man verzweifelt ist. So traurig es auch ist. Ich habe dann akzeptiert, dass ich diese Ängste habe. Habe akzeptiert, dass es wie bei allen Menschen auf dieser Welt Tage gibt, die einfach unerträglich sind. Ja, so wie es uns Angsthasen teilweise geht, geht es jedem Menschen mal. Jeder Mensch hat Symptome wie wir, nur hinterfragen Sie Sie nicht und es sind keine Symptome für Sie. Angsthasen wie wir reagieren einfach sensibler, wenn uns schwindelig wird, uns übel wird oder denken wir können nicht atmen oder anfangen zu schwitzen. Diese Dinge erleben alle Menschen auf der Welt, doch für Sie ist es dann kein Weltuntergang sondern einfach nur ein blöder Tag. Alle Menschen um dich herum leben mit Ihren Ängsten. Ein ganz normaler Um-und Zustand. Symptome wie Du Sie heute erlebst, hast Du früher auch schon gehabt, auch wenn Du es verneinst, doch es ist so, nur hast Du Dir früher dadrüber keine Gedanken gemacht, sonder war halt auch für Dich, nur ein blöder Tag.
Ich habe mal einen Test gemacht und über einen Monat jeden Tag meine Liebsten Freunde angerufen und Sie beiläufig jeden Tag gefragt...und wie ging es Dir heute. Ich habe es mir dann notiert. Alle hatten an jedem Tag irgendwas. Es waren Kopfschmerzen, unbestimmte Schmerzen, Kreislaufprobleme, Übelkeit, Darmprobleme, übermäßiges Schwitzen, Rückenprobleme, Atemnot, Herzschmerzen usw. usw. usw. Alles Symptome, die wir auch kennen. Nur für Sie sind diese Dinge nicht bedrohlich, sondern einfach nur normale alltägliche Wehwechen. Und mehr ist es bei uns Angsthasen auch nicht, nur dass wir zulassen, dass Sie uns überrennen und Macht über uns haben. Mag sein, dass es tatsächlich etwas mit unserem Stoffwechsel im Hirn zu tun hat, dass kann ich nicht abstreiten.

Ich habe noch Cipralex und Citalopram genommen, aber irgendwie hat alles nichts so wirklich bei mir ausgelöst. Meine Akzeptanz meinen Ängsten gegenüber und das Wissen, dass in jedem irgendwo ein kleiner Angsthase steckt, haben mir am besten geholfen. Meine Ängste können mich sprichwörtlich mal am AR... *beep*.

Alles Gute für Dich

03.03.2016 15:04 • #21


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Welche Medi`s nehmt ihr bei Angstzuständen im Job?

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Turnus

Turnus
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1
Mitglied seit:
Hallo Patrizia,

meiner Meinung nach hast du eine Situationsbedingte Angststörung was eigentlich nur mit einer guten Verhaltenstherapie in den Griff zu bekommen ist und sicher nicht von heute auf Morgen geht.
Ich selber habe Patienten die in solchen Fällen sogenannte Benzodiazepine nehmen wo ich selber aber nicht so der große Freund bin weil diese Medis einfach zu gut helfen und dann nur mehr nach diesem Zeug gegriffen wird.

1. Toleranz Bildung (du willst mehr)
2. Angst Panik wird einfach unterdrückt (null Heilung)
3. sehr hohes Abhängigkeitspotential
4. Entzug (sehr schwer)

Trotzdem muss ich sagen das eine gute Mischung bzw. Medikation nehmen das Therapie möglich ist oder um den Job nicht zu verlieren sicher einen größeren Vorteil hat als alles zu verlieren und noch mehr Probleme anzuhäufen.
ABER diese Med. nur bei Bedarf oder max. 4-6Wochen immer in gleichen Dosen nehmen um keine Belohnungswirkung herzustellen im Gehirn und dann wieder ausschleichen, NICHT abrupt absetzen!
Wenn es wirklich wichtig ist kannst du zbs. max. 2.5mg Diazepam (Valium) oder weniger nehmen um diese wichtige Besprechung zu halten nur musst du das mit deinem Arzt besprechen.

Viel Glück
Mag. Turnus

02.03.2016 12:49 • #5


Zum Beitrag im Thema ↓


Schlaflose
Es gibt kein Medikament, das speziell gegen Angstzustände im Job hilft. Es gibt eine Reihe von ADs, die allgemein bei Ängsten helfen. Du solltest das bei deinem Psychiater ansprechen.
Trimipramin ist ein schlafanstoßendes AD. Wenn du davon so müde bist, dass du die Dosis nicht so weit erhöhen kannst, dass es gegen die Ängste hilft, könntest du für tagsüber ein anregendes AD nehmen z.B. Sertralin oder Escitalopram. Das nehmen viele im Forum gegen Ängste.

#2


P
Ja ich erinnere mich an eine zeit vor 15 jahren, damals fing ich neu im job an und hatte auch diese Ängste. Damals bekam ich Zoloft verschrieben. Ich hatte damaks nach einer hochphase einen schlimmen absturz und musste oft weinen. Zoloft hat nach einer weile gut geholfen. Ich sprech mal mit dem arzt ob das medikament mir jetzt auch helfen könnte und ob es mit dem trimipramin zusammenpasst.

#3


Schlaflose
Zoloft ist das gleiche wie Sertralin.

#4


Turnus
Hallo Patrizia,

meiner Meinung nach hast du eine Situationsbedingte Angststörung was eigentlich nur mit einer guten Verhaltenstherapie in den Griff zu bekommen ist und sicher nicht von heute auf Morgen geht.
Ich selber habe Patienten die in solchen Fällen sogenannte Benzodiazepine nehmen wo ich selber aber nicht so der große Freund bin weil diese Medis einfach zu gut helfen und dann nur mehr nach diesem Zeug gegriffen wird.

1. Toleranz Bildung (du willst mehr)
2. Angst Panik wird einfach unterdrückt (null Heilung)
3. sehr hohes Abhängigkeitspotential
4. Entzug (sehr schwer)

Trotzdem muss ich sagen das eine gute Mischung bzw. Medikation nehmen das Therapie möglich ist oder um den Job nicht zu verlieren sicher einen größeren Vorteil hat als alles zu verlieren und noch mehr Probleme anzuhäufen.
ABER diese Med. nur bei Bedarf oder max. 4-6Wochen immer in gleichen Dosen nehmen um keine Belohnungswirkung herzustellen im Gehirn und dann wieder ausschleichen, NICHT abrupt absetzen!
Wenn es wirklich wichtig ist kannst du zbs. max. 2.5mg Diazepam (Valium) oder weniger nehmen um diese wichtige Besprechung zu halten nur musst du das mit deinem Arzt besprechen.

Viel Glück
Mag. Turnus

#5


tinschti
Liebe Patrizia,

mich interessiert, ob Deine Arbeitskollegen von Deinen Ängsten wissen.

LG

#6


B
Ich suche aktuell auch was gegen Angst was evtl nicht abhängig macht und man so bekommt. Habe aktuell diazepam bin davon noch nicht abhängig da wenn ich auch nur maximal 2mg nehme aber will es auch nicht weiter nehmen

#7


tinschti
Hallo Burni,

Diazepam, ich halte pesönlich nichts davon. Schlechte Erfahrungenvor langer Zeit. Auch an Dich die Frage. Wissen Deine Arbeitskollegen von Deinen Ängsten?

#8


B
Ja bei mir wissen Sie davon . Bei schlägt die Angst aber nicht in verhalten aus sondern ein körperliche Beschwerden :-/ hab auch die Überschrift nicht gelesen das es hier um Angst bei Job geht bei mir ist es ja wegen Krankheit . Es passte nur da ich was suche was etwas happy macht und Angst vermindert auf pflanzlicher nicht abhängiger Basis oder so.
Mein diazepam wird auch von einem Nervenarzt überwacht und meistens war es bei mir eher Placebo Effekt

#9


tinschti
Hallo Burni,

es ist gut, dass Deine Arbeitskollegen von Deinen Ängsten wissen. Ganz verstehe ich allerdings nicht was Du meinst. Hast Du Angst vor Krankheiten oder Angst vor den Symptomen Deiner Ängste?

Sorry, was ich noch nie gehört habe ist, dass ein Diazepam einen Placebo-Effekt verursacht.?

#10


B
Ich hatte Angst vor einer Krankheit und habe ich mich extrem dort reingesteigert.Durch diese Steigerung und Verkrampfung habe ich Schmerzen und Magen/Darm Schmerzen Probleme bekommen, bzw. auch psychosomatische / somofotorme Störungen sagt man mir.
Nun habe ich aber die Angst vor der ursprünglichen Krankheit nicht mehr. Jetzt habe ich Angst vor den Symptomenen weil sie nicht besser werden bzw. ich habe auf und ab ein Tag kann ich sie sehr gut ertragen und werden weniger, verschwinden sogar fast und nächsten Tag ist alles wieder da, alles durch die Angst Sad
Bzw. die Schmerzen und Magendarm Probleme belasten mich sehr stark.

#11


Schlaflose
Zitat von Burni:
Es passte nur da ich was suche was etwas happy macht und Angst vermindert auf pflanzlicher nicht abhängiger Basis oder so.


Das gibt es leider nicht. Nur als Placebo Effekt Mr. Green
Was aber nicht abhängig macht, sind Antidepressiva, die auch bei Ängsten eingesetzt werden.

#12


B
Vor Antidepressiva habe ich aktuell noch Angst weil meine Beschwerden im Magen Darm Bereich sind und diese ja oft darauf schlagen, ich habe aber schon öfters gelesen das opipramol ganz gut helfen soll?

x 1 #13


Schlaflose
Ja, wenn man darauf gut anspricht. Es ist halt das schwächste AD, das auf dem Markt ist. Mir hilft das nicht, ich brauche stärkere Geschütze.

#14


Wadeh
Mir gehts es schei. hab wieder drang und angst dass ich die Rettung rufe , ich liege nur im bett, tresleen. Hab ich heute auf 50mg erhöht ... Hab Übelkeit müde ich nehme alles nicht wshr .

#15


Digo
Also ich bekomme citalopram. Es ist meist gut verträglich. Panikattacke habe ich dann nicht so stark wahrgenommen. Später garnicht....

#16


B
Attacken habe ich eigentlich garkeine mehr , hatte auch nie richtige. Bei mir ist eher so das ich sehr starke unruhe habe die zur Angst wird und manchmal panik sich dazu gesellt.
Bin Gedankenmacher, was ich nicht schlimm fand, bis ich die schmerzen bekam

#17

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Wadeh
Mir gehts so mies gerade

#18


B

Wadeh
Zittern unruhe Übelkeit. Angst herz rast . owhol ich viertel temesta genommen hsb. Ich hsb heute treseleen erhöht vielleicht davon

#20


A


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Mira Weyer
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