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KaiGB
Hallo ihr Lieben,

ich bin ja nun ganz neu in der Welt der diagnostizierten Angst/Panikstörungen. Aktuell ist jeder Tag ein Kampf und Heute ist es ganz besonders schlimm. Dieses Gefühl den ganzen Tag dagegen anarbeiten zu müssen oder es auszuhalten. Bei mir sind es ja so anlasslose Ängste. Das heisst ich spüre es tatsächlich nur körperlich. Dieses Brennen auf der Haut, der hohe Puls, das Herzrasen, die Zittrigkeit. Dabei habe ich aber keine psychische Angst. Im Kopf ist dann eher Verzweifelung und Erschöpfung.

Jetzt lese ich in Erfahrungsberichten immer wieder das es besser wird, in Artikeln im Netz steht das es gut behandelbar ist usw usf.
Aber was heisst das konkret? Ich bin therapeutisch angebunden, habe einen Platz in einer Tagesklinik und bekomme Paroxetin was ich bisher bis auf ein wenig Libido gut vertrage.
Worauf kann ich mich einstellen? Werden die Symptome ganz weg gehen können? Wird es wie bei einer rezidivierenden Depression so sein, das der Spaß von Zeit zu Zeit mal wieder kommt und dazwischen ist es dann normal?
Wird ab jetzt immer so eine gewisse Grundangst irgendwo im Subtext bleiben?

Ich weiss sowas ist natürlich hoch individuell und ohne jemanden zu kennen kann man da wenig sagen. Aber einfach mal über den grünen Daumen gepeilt, was ist da möglich?

20.05.2024 10:34 • 21.05.2024 #1


3 Antworten ↓


fourofour
Zitat von KaiGB:
Aber einfach mal über den grünen Daumen gepeilt, was ist da möglich?

Das ist wirklich individuell, wenn man die Dauer anschaut bis man die sog. Stabiliisierung hinter sich hat.
Hängt davon ab wie gut man selbst mitarbeitet, die Therapieform zu einem passt, der Therapeut ist. äussere Lebensumstände und die Biografie.

Das kann von drei Monaten bis zu Jahren gehen.

Langfristig gesehen kann man sehr viel erreichen. Auch hier abhängig von dem o.g..

Du stehst am Anfang deines Weges und Du machst dir zuviel Angst vor der Angst.

20.05.2024 11:22 • #2


A


Panikstörung wird besser - was bedeutet das?

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FrancesTheMute
Hallo!

Willkommen im Forum und danke für deine Geschichte.

Ich erlitt meine erste PA im Dezember 2023 und seitdem kämpfe ich damit. Habe für mich aber sehr, sehr schnell beschlossen dass ich professionelle Hilf ein Form einer Psychotherapie und eines Psychiaters benötige. Denke bei vielen Menschen kommt dieser Schritt zu spät oder ist mangels Kapazitäten/finanzieller Engpässe gar nicht so leicht zu gehen. Gerne kannst du dir mein Thema mal durchlesen, dort findest du meinen bisherigen Weg inklusiver sehr hilfreicher Tipps von den Foristen.

Aber um's für dich kompakt darzustellen: In den letzten 5 Monaten hatte ich zig Symptome, zig Arztbesuche, wochenlange innere Unruhe, konnte keinen Sport mehr machen, Erwartungsangst ... speziell die ersten 2 Monate waren richtig durchwachsen. Erst nach Einnahme von AD und therapeutischer Betreuung ging's bergauf. Und dennoch waren noch viele schlechte Tage dabei. Zum Glück auch gute. Aber dieses Gefühl von früher habe ich bis heute nicht. Wird wahrscheinlich auch nicht mehr kommen. Bei mir wurde am Tag der PA ein Schalter umgelegt. Du solltest es als Anstoß für Reflektion und Reevaluation deines bisherigen Lebens sehen. Die Symptome zu bekämpfen ist eine Sache, arbeiten musst du aber an der Ursache. Je nachdem wie gut das läuft, kannst du eine schnelle Genesung hinlegen oder es sich über Jahre ziehen. Am Ende des Tages liegt es an Dir.
Ich wünsche Dir alles, alles Gute!

20.05.2024 11:25 • x 1 #3


A
Hallo, tut mir leid, dass es Dir gerade nicht gut geht!

Zitat:
Aber was heisst das konkret?


Ich kann dir sagen, was es für mich heißt:

Ich lebe völlig ohne Einschränkungen durch die Angst. Mein damaliges Hauptsymptom, Extrasystolen, habe ich immer noch, aber sie stören mich nicht mehr.

Es heißt nicht für mich, dass ich niemals mehr Attacken habe, oder in bestimmten Situationen nervös werde (in denen ich früher Attacken bekommen hätte). Aber auch davor habe ich keine Angst, und letztlich nimmt genau das der Angst die Macht.

Bis ich dort war, hat es zwei Serien Verhaltenstherapie und viel Therapie-Selbstübung, Sport, Meditation und Sicherheitsabbau gebraucht, all das mache ich auch lebenslänglich, weil ich das meiste davon als sehr bereichernd empfinde.

Bei mir stellten sich die ersten Erfolge recht schnell ein, waren aber zunächst noch auf tönernen Füßen, so dass es erstmal öfter zu Rückfällen kam. Aber das hat sich zu immer größerer Stabilität ausgewachsen.

Ich hatte hier mal was über meine Therapie geschrieben, vlt. ist das interessant für Dich: therapie-klinik-reha-f122/therapie-ist-beendet-das-war-s-t52803.html

Alles Gute für Dich!
LG; Amyg.Dala

21.05.2024 10:45 • x 1 #4





Mira Weyer