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Huhuhallosagung

Oft ist in den Nachrichten und im Alltag von Fortschritt
zu lesen oder zu hören.
Auch hier im Forum wird oft positiv vom Fortschritt der
Dinge geredet.

Was jedoch bedeutet dieser Fortschritt denn nun wirklich ?

Wenn sich jemand ganz fürchterlich verlaufen hat, sich to-
tal verirrt hat, wenn dieser Mensch nun einfach weiter vor-
wärts (also Fortschritt) geht, kann dies denn wirklich ratio-
nal zu einem positiven Ende führen ?

Was ich damit eigentlich sagen möchte ist, manche Worte
und Begriffe haben von uns Attribute (positiv/negativ) be-
kommen, die sie so eindeutig in Wahrheit gar nicht haben ...

22.05.2014 18:29 • 25.05.2014 #1


7 Antworten ↓


Fortschritt ist etwas, das passiert und etwas, auf das der Einzelne wenig Einfluss hat.
Aber wie immer liegt das im Auge des Betrachters. Was für den einen drei Schritte nach vorn sind, sind für den anderen drei Schritte nach zu weit rechts oder links...

Findest du, dass Fortschritt hier so positiv weg kommt? Ich hab eher das Gefühl, die Mehrheit hier scheut den Fortschritt, welcher Art auch immer der sein mag, wie der Teufel das Weihwasser.

22.05.2014 18:56 • #2



Fortschritt / was bedeutet das?

x 3


Zitat von AJPsychic:
.

Findest du, dass Fortschritt hier so positiv weg kommt? Ich hab eher das Gefühl, die Mehrheit hier scheut den Fortschritt, welcher Art auch immer der sein mag, wie der Teufel das Weihwasser.


Wahre Worte,ich seh das hier ganz genau so.....

22.05.2014 19:11 • #3


Ich denke schon, dass es, solange es Menschen gibt, auch immer ein Bestreben nach dem Fortschritt gibt und das ist auch gut so. Allerdings glaube ich auch, dass gewisse Eigenschaften und Begebenheiten sich nie verändern und das sind so Dinge wie Liebe, Glück oder Gefühle. Noch heute kann man die alten Philosophen lesen und merken, dass sich im Zwischenmenschlichen nicht viel verändert hat. Somit gibt es ein Grundgerüst, das sich nicht verändert. Das ist auch der Grund, warum es immer schon Kriege gab und auch immer wieder Kriege geben wird.
Alles andere, von Menschen Erschaffene wird sich immer wieder mal ändern, verbessern oder ganz neu erfinden.
Ich empfinde das allgemeingültige, zwischenmenschliche am wichtigsten. Jede technische Veränderung ist eine angenehme und alltagserleichternde Sache, aber ich will nicht so einen Hype um all die Technologien machen, sie sind eher praktisches Beiwerk.

22.05.2014 19:54 • #4


Was für die Interessen der einen als ein Fortschritt erscheint,
erscheint anderen, die davon Nachteile erleiden, als Rückschritt,
und die, die weder so noch so betroffen sind, zucken einfach mit den Schultern.

Wer Knieprobleme hat und im vierten Stock wohnt, empfindet den Einbau eines Aufzugs als Fortschritt.
Wer gerne aus sportlichen Gründen Treppen steigt, den interessiert es nicht.
Und wer im Parterre wohnt und sich an den Kosten des neuen Aufzugs dauerhaft beteiligen muss, empfindet es als Rückschritt.

22.05.2014 20:25 • #5


Huhu AJPsychic

Ich glaube, die Form des Fortschrittes, die gemieden wird wie
das Weihwasser vom Teufel, ist der Fortschritt, für den man
selber aktiv werden muss.

Daneben gibt es den Fortschritt der Zeit, der von selber voran-
schreitet, also ohne Zutun und ohne Richtungsvorgaben.

Und dann gibt es den heiligen Fortschritt der weltlichen Dinge,
der möglicherweise auf einem Holzweg begangen wird ...

22.05.2014 20:28 • #6


Zitat von Beobachter:
Huhu AJPsychic

Ich glaube, die Form des Fortschrittes, die gemieden wird wie
das Weihwasser vom Teufel, ist der Fortschritt, für den man
selber aktiv werden muss.

Daneben gibt es den Fortschritt der Zeit, der von selber voran-
schreitet, also ohne Zutun und ohne Richtungsvorgaben.

Und dann gibt es den heiligen Fortschritt der weltlichen Dinge,
der möglicherweise auf einem Holzweg begangen wird ...


Ja, das ist sehr schön unterteilt. Wobei ersteres und letzteres ja irgendwie zusammengehören.

22.05.2014 20:37 • #7


Fortschreiten kann man in zwei Richtungen: aufwärts oder abwärts. Wie man wählt. Fortschritt ist gleichbedeutend mit Entwickelung. Die Richtungsentscheidung liegt immer bei dem jeweiligen Individuum bzw. bei der Gruppe/Gesellschaft, die Konsequenzen muss/müssen der Betreffende/die Betreffenden jedoch unbedingt tragen, auch wenn sich diese Konsequenzen zunächst im Verborgenen entwickeln und erst Jahre und Jahrzehnte später sichtbar in Erscheinung treten. Somit ist Fortschritt nicht zwangsläufig etwas Gutes, in den meisten Fällen ist er eher das Gegenteil davon, wie die Erfahrungen zeigen. Aus diesem Grund bin ich ein Gegner des Fortschritts, ein Gegner der Entwickelung. Ich bin für den Stillstand, zumindest in Bezug auf das Menschlich-Persönliche.

25.05.2014 10:54 • #8




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