Zitat von Ex-Mitglied: Du hast doch in der letzten Zeit sicher einiges ausprobiert. Du hast festgestellt das einiges davon nicht funktioniert. Dann würde ich etwas anderes ausprobieren. Bringt ja nichts wenn du irgendwas sinnloses nachrennst was nicht funktioniert.
Das ist genau oft ein großes Problem.
Wir machen gerne das, was wir kennen und wobei wir uns sicher und wohl fühlen. Hoffen dabei weiterhin auf heilung und versuchen blind das nach zu machen und zu tun, was anderen in unseren Situationen geholfen hat. Dabei könnte es für uns manchmal allerdings auch ein falscher Ansatz sein.
Also probiere doch mal einiges aus?
Vielleicht magst Du dich damit mehr beschäftigen, was Dir gut tun würde?
Wirklich wichtig kann sein, sich einiges zuhinterfragen, wieso oder weshalb es so ist.
Natürlich kommt man nicht direkt darauf und es kann sein, dass man sogar andere Dinge noch mit ans Licht bringt.
Ich versuche zurzeit es ja "lockerer zu nehmen". Okay, "es lockerer nehmen" hört sich jetzt vielleicht etwas blöde an, die Krankheit ist ernst, aber was ich meine ist, seitdem ich drüber normal spreche, es akzeptiert habe und ich es als ein Teil von mir ansehe, geht es mir viel besser.
Wir können es nicht direkt ändern, also was sonst tun? Dagegen kämpfen? Habe ich auch erst, ist mir ehrlich gesagt viel zu ansträngend. Einfach halt versuchen so "normal" es geht zu leben.
Tofa, ich mag gerne spekulieren. Darf ich Dir ein paar Fragen stellen?
Zitat von tofa2021: Ich mache mir extreme sorgen um mich.
Geht es Dir zurzeit Körperlich sehr schlecht? Bzw. hat es Gründe warum Du Dir da so extreme Sorgen machst?
Vieles kann ja ein Arztbesuch abklären. Also Dir Teile von der Angst nehmen, vor anderen schweren Erkrankungen.
Wo hängt weiterhin dann das Problem, dass Du so denkst und Dir Sorgen machst?
Falls es wegen der Psyche ist, Du wirst sicherlich nicht verrückt, wenn Du Dich selbst nicht verrückt machst.
Du möchtest es nicht werden, also wirst Du es nicht! So einfach geht es eigentlich,
da Du doch entscheiden kannst.Zitat von tofa2021: Aber dann kommt die angst und ich verzweifle dann wieder. Ich glaube ich habe den verstand komplett verloren. meine Angst ist es, total unruhig und ängstlich zu werden.
Den Verstand hast Du nicht verloren, da brauchst Du Dir auch keine Sorgen drum machen. Ich und ich gehe mal davon aus auch andere, denken auch sehr oft so und trotzdem sitzen wir hier und schreiben miteinander auf sachlicher und tiefer Ebene und liegen nicht in der Ecke rum und sabbern.
😉Überleg mal wie Paradox es eigentlich ist. Teilweise haben wir "nichts schlimmes" (im vergleich zu vielen Anderen) und trotzdem drehen wir am Rad. Angst vor komischen Gefühlen oder ob was, irgendwann, vielleicht kommen könnte. Eigentlich könnte man sagen, man wäre eher bekloppt und nicht verrückt.
😆Spaß jetzt mal beiseite.
😉 Du hast eigentlich schon super rausgefunden das es die Angst vor der Angst ist und eigentlich keinen wirklichen Grund hat.
Also wie kann Dir etwas Angst machen, was nicht wirklich existiert?🙃Was ist, wenn Du Dir immer wieder sagst:
"Ich brauche keine Angst haben, denn da ist nichts, wovor Ich Angst haben muss!"?
Würdest Du das glauben können? Bei mir hat es so die Ängste genommen, ich bin sprachlos wenn ich daran denke und ich selbst hätte das auch nie gedacht aber im Vergleich zu vorher, ich konnte 8 Jahre nicht aus dem Haus gehen und heute gehe ich mittlerweile Spazieren (noch nie in meinem Leben gemacht). Ohne Medis und Therapeut (welches ich beides aber gerne als Unterstützung hätte)
Es gibt sicherlich auch viele andere Ansätze, die man neben einer Therapie u.o. Medikamenten machen könnte.
Einige versuchen es mit der Aktivität. Also jedes Mal, wenn Du wieder Angst bekommst, Dich schnell mit etwas zu beschäftigen.
Vielleicht etwas Richtung Sport oder etwas, wo dein Kopf viel zu tun hat.
Nicht nur, das "aktiv sein" gesund ist, es kann auch vieles fördern. Viele sind dann gerne auch müde, träge oder unmotiviert und kommen nicht aus dem Haus raus und so, hätte man vielleicht mehr Gründe raus zu gehen?
Allerdings nur sich immer abzulenken, verdrängung, Schauspiel und Co., sich nicht darüber Gedanken zu machen, könnten es verschlimmern. Man darf sich nicht zu sehr verstellen und unter Druck setzen, sonst hällt man auch dieses nicht lange aus.
Lebensfreude kommt halt auch von den kleinen Dingen. Aktiv werden ist meistens immer gut und man hat viel mehr für den Kopf zum verarbeiten und Du hängst vielleicht nicht ständig in der eigenenTeufelsschleife dann fest.
Zitat von tofa2021: Ich finde es so extrem beängstigend ein Leben lang so angst haben zu müssen.
Deine Gedanken sagen Dir: Du würdest so ein Leben lang leben müssen? Warum denkst Du das?
Weil es bisher noch nicht weg gegangen ist? Dabei weißt Du warum es nicht weg geht. Weil Du daran immer denkst und Angst davor hast. Sowas verpufft auch nicht einfach so.
So Simpel eigentlich und doch so schwer abzustellen wegen der Angst.
Also was ist, wenn Du Dir ab jetzt eher denkst: "
Es geht irgendwann weg! Wann weiß ich zwar nicht, aber es geht auch wieder weg!"?
Da es ja auch eigentlich
jederzeit weg gehen kann!?
Zitat von tofa2021: Ich bin wie gelähmt zitter habe angst muss würgen und verkrieche mich dann in mein bett und hoffe nur darauf dass es irgendwie aufhört.
Habe ich auch erst einmal gemacht und es ging nicht weg so. Das muss man eigentlich erst mal verstehen und akzeptieren. Es erfordert halt einiges, vielleicht dies, was Du als "kampf" dann bezeichnest. Ich würde es eher jetzt als "Training" bezeichnen oder es "Aufgabe" nennen? Ah, komische Wörter dafür, vielleicht nicht so richtig - aber es kommt dem nahe wie ich jetzt denke.
Es kommt -
Du reagierst darauf oder leider eben nicht, wenn Du ins Bett gehst und nur hoffst das es weg geht. Siehst Du hier vielleicht schon den Haken? Du legst Dich ins Bett, anstatt vielleicht der Sache auf den Grund zu gehen oder aktiv etwas zu machen.
Sich ins Bett zu legen, defensiv zu werden. Auch das ist dann ganz Normal und sei dann nicht sauer, traurig oder enttäuscht auf Dich. Wir brauchen auch hier und da mal ruhe und können nicht immer auf Kommando. Hier bitte immer auf deinen Körper achten, was der Dir dann sagt!
Wobei viele die unter Psychischen Erkrankungen leiden haben den Kontakt zu ihren Körper verloren, auch hier gillt es vielleicht wieder erst kontankt aufzubauen? Könnte einem auch sehr stärken und Kraft geben!
🙂 Zitat von tofa2021: Aber aufhören tut es nie. Seit monaten. Es wird mal stärker mal schwächer. Oft denke ich in solchen momenten dass ich einfach sterben möchte.
In solchen Momenten denken viele so. Habe ich auch und tu ich immer noch gelegentlich mal. Bei mir sogar teils noch aus Angewohnheit... aber dann kommt jetzt danach ein deutliches.. "Eigentlich ja nicht!"
Zitat von tofa2021: Manchmal vergesse ich es und alles ist okay bis mir wieder alles einfällt was ich so deswegen erlebt habe.
Das ist der Punkt. Es kann Dir also noch gut gehen und Du denkst in dem Moment nicht daran.
Iirgendwann dann aber doch wieder...
Direkt nach der Angst hatte ich ein Tick? mit dem Schlucken. Es kam sobald ich daran gedacht habe. Danach ein zweiter Tick, danach schon der dritte.. Bis.. Ich realisiert habe, das ich es eigentlich steuern kann. Ich will das nicht und es liegt an MIR es nicht zu machen und schon gar nicht, daran zu denken oder dran zu verzweifeln. Weil dann kommt es wieder und es wird präsenter. Ich war bestimmt... 20x Rückfällig, nachdem ich es sogar 1-2 Tage erfolgreich weg hatte und sogar einmal 2 ganze Wochen und dann habe ich
einmal kurz gedacht:
"Ist es noch da?" was natürlich ein Fehler gewesen war und Und Zack.... war wieder dierekt da und ich konnte es wieder nicht abstellen. Ahhh... Also weiter mit der Geduld.
Dann habe ich mir nur gedacht... "Okay, dann hab ich es erst einmal. Ist halt so." und dann war es alles nach ein paar Stunden Ablenkung weg.. Es war nicht mehr so präsent in meinem Kopf. Ich habe ja eigentlich keine Ticks, es war bei mir nur stressbedingt. Ich hatte Schluckprobleme (vergessen wie man richtig Schluckt), ich hatte einen extrem Salzigen Mund (Einbildung) und ich fing noch leicht mit anderen Dingen an. Also wollte ich mich nur verrückt machen..
Seitdem aber, immer wenn ich daran denke, auch diese Bewegungen mache, wo ich in der Dauerschleife mal drin steckte, bleibe ich nicht mehr drin hängen, denn ich weiß ja, es geht wieder weg falls es kommt. Habe keine Angst mehr davor. Die Angst kann mich da, wo die Sonne nicht scheint!
Also liebe Tofa, wenn bei Dir doch sogar auch mal alles Okay sein kann, dann lass doch von diesem Gedanken oder eher, die Frage die Du Dir stellst:
"was ist wenn es wieder kommt?" einfach mal los.
Lass Dir doch nicht von den Gedanken und die Dinge die "passieren könnten" den Spaß und das Leben verderben! Versuche einfach dann wieder an die Aktion zu gehen
und an das zu denken, was Du gerade unternimmst und
wie gut es Dir dann eigentlich dabei geht. Das ist dann doch etwas schönes, mal sorgenfrei zu sein, also genieße es doch!
Versuche der Angst doch weniger Macht zu geben! Irgendwann wird auch das schon wieder klappen!
Zitat von tofa2021: Wenn ich ea nicht ernst nehme und vergesse geht es mir top. Und sobald mir einfällt dass ich ja total unruhig werden könnte und micj wieder nicht kontrollieren könnte, ist es wieder eie hölle. Es ist wie ein zwangsgedanke.
Wenn es gelegentlich mal klappt und Du es auch mal vergessen kannst, ist doch Super!
Dann bist Du teils sogar schon viel weiter als sehr viele andere. Wobei Du das ja schon gezeigt hast, indem Dir vieles schon bewusst ist!
👍Erst überhaupt einmal es für eine Zeit lang mal vergessen zu können, abschalten können, ist viel Wert.
Aber dann kommt wieder der "falsche" Gedanke dazwischen. Alles ist Gut vorher.. Aber Du denkst dann anscheinend, Du könntest Dich vielleicht nicht mehr kontrollieren. Wobei Du dich bis dahin doch kontrolliert hast? Warum solltest Du eigentlich es nicht mehr dann weiter können?
Ein Zwangsgedanke. Damit kenne ich mich leider nicht aus..
Ich könnte mir denken, vielleicht, dass man sich so etwas dann einredet? Ich weiß dann leider nicht wo hier die Grenze liegt, von "sich was einreden" (was man öfters mal so tut, aus Angst etc.) und den Zwangsgedanken.
Hier kenne ich ja leider nur meins. Ich bin/war dann eher die Richtung mit einem schlechten Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen und redete mir deswegen sehr viel Bockmist ein. (Ja Immer noch teils bei einigen Sachen
😑)
Zitat von tofa2021: Ich hane einfach das gefühl dass ich bald den verstand verliere wenn es nicht besser wird. Ich habe echt keine Lebensfreude mehr deswegen
Hast Du vielleicht andere Aspekte in deinem Leben die Dir vielleicht wieder mehr Kraft und Lebensfreude geben können?
Eine Möglichkeit wäre ganz woanders anzuknüpfen und einiges um Dich herum zu verbessern?
Also, um mit der Situation in der Du dich befindest, besser klar zu kommen und etwas angenehmer zu gestalten.
Natürlich sollte man das Problem bei der Wurzel packen, aber auch andere Dinge im Leben sind wichtig und deine Psyche kann positv beeinflusst werden. Hilft vielleicht auch mit der Angst dann weiter, wer weiß?
Ein schöneres Leben allgemein. Bewusster das Positive mal wahrzunehmen.
Hier und da was ändern, mehr auf Dich und deinen Körper achten etc.
Einfach alles was gut tun könnte. Vielleicht kann man so dann langsam auf das eigentliche Problem zugehen, sich erst einmal antasten, man muss ja nicht gleich durch die Tür rennen. Schritt für Schritt, einiges ausprobieren was helfen könnte.
🙂Vieles ergibt sich dann vielleicht auch von allein, wer weiß das schon?
Hast Du vielleicht Freunde oder Familie die Dir in schweren Zeiten helfen würden und können?
So etwas kann teilweise auch viel Erleichterung verschaffen. Es kann viel leichter zu zweit oder in einer Gruppe sein, man kann sich gegenseitig aufbauen und manchmal sind ein paar liebevolle Tritte von Anderen doch auch sehr nützlich.
Alles sehr aufwendig, aber könnten halt auch zu Erfolgen führen. Wie gesagt, vor allem - wenn etwas einem gut tut!
Ich möchte mich selbst von nichts frei schreiben. Ich sitze selbst oft hier und habe den Ansatz wieder "schlecht" zu denken. Irgendwo "kämpfen" wir uns ja alle durchs Leben. Wobei das Leben ja eigentlich kein Kampf sein sollte... Wir sollten es genießen können und das liegt am Ende doch nur allein in unserer Hand. Oder eher im Kopf.
😄 Also Wie möchtest Du eigentlich leben?
Denk doch mal an das, was Du schon alles überstanden und was Du bis jetzt alles durchgehalten hast. Das kann und sollte doch nicht umsonst gewesen sein oder? Du bist stärker als Du denkst!
Das sind wir alle!
Liebe Grüße & viel Kraft
🍀 wünscht das Lingu!
Entschuldigt, falls ich viele Fehler im Text habe. Ich hoffe man kann es trotzdem noch recht angenehm lesen.
Es ist spät und ich recht müde, also werde ich den Text nicht noch einmal nach Fehlern absuchen. Danke fürs lesen
❤