Ich bin 17 und weiß nicht wirklich etwas mit meinem Leben anzufangen.
Ich habe schreckliche Angst vor meiner Zukunft, zB Führerschein, Ausbildung...
Ich fange jetzt eine Ausbildung als Bürokauffrau an aber habe solche Angst davor.
Mir wird immer schlecht, ich fange an zu zittern...
Vor jeder Fahrstunde setzte ich mich selbst so unter Druck und habe Angst etwas Falsch zu machen. Ich mache mich schon stunden vorher fertig und kann oft nur schlecht einschlafen. Aber es sind nicht nur diese Dinge sondern auch so kleinigkeiten wie Arztbesuche oder in eine Disco zu gehen, bereitet mir Angst.
Ich bin vollkommen angespannt unter vielen Menschen, würde mich am liebsten zuhause verkriechen, aber ich sehe ja selbst ein das ich irgendetwas tun muss um wenigstens etwas normal zu sein.
Ich bin auch sehr schüchtern und verschlossen, habe daher auch nur eine Freundin.
Ich bin in der Schule oft fertig gemacht worden, genau wie meine Freundin. Wir wurden beschimpft und immer wieder fertig gemacht, fast von der ganzen Klasse.
Mittlerweile glaube ich sogar das wir diejenigen waren, die etwas falsch gemacht haben.
Ich meine, ich weiß selbst wie schei. ich bin und wie psyichisch krank. Vielleicht hatten sie alle recht und wir waren selbst schuld, das sie uns fertig gemacht haben...
Ich denke auch das ich nicht so normal bin wie andere Jugendliche in meinem Alter...
Ich meine, ich habe fast keine Freunde und ich habe schreckliche Angst davor eine beziehung mit einem Jungen einzugehen, nicht das ich schon einen Freund gehabt hätte...nur weiß ich jetzt schon das ich einfach nur unglücklich sein würde wenn ich
einen Freund hätte. Wie sollte mich auch ein Junge oder Freunde mögen, wenn ich mich selbst schei. finde?
Ich habe auch schreckliche Angst das ich beim Autofahren sterbe, keine Ahnung. Ich denke mir jedes mal irgendwelche verwqueren Sachen aus wie ich sterben könnte.
Oder aber bei ieinem Arzbesuch ist es dasselbe ich male mir vorher schon aus das ich Krebs habe oder eine Andere schwere Krankheit. Obwohl ich mich gleichzeitig frage warum ich Angst habe zu sterben, wenn ich doch oft selbstmord Gedanken habe.
Jede Kleine Veränderung in meinem Leben, belastet mich dermaßen, das ich slebst schon merke wie diese ständige Angst an meinen Nerven zerrt. Ich denke mir dann immer, das ich irgendwann nicht mehr kann, wenn sich nichts an meinen Angstzuständen ändert.
Außerdem fühle ich mich sehr oft einsam, ich meine ich verdränge sie die meiste Zeit (keine Ahnung wie ich das mache) aber manchmal habe ich solche Depri momente.
Ich flüchte mich dann meistens ind Bücher oder schau Filme, lenke mich ab.
Außerdem bin ich so ein Mensch der alles in sich hineinfrisst, ich bespreche Problem weder mit meiner Freunin noch mit meiner Schwester (mit meinen Eltern und meinen anderen geschwistern habe ich keine sehr gute Beziehung), sondern will eben alles mit mir alleine ausmachen.
In streitsituation, merke ich wie sich die Wut in mir anstaut, aber irgendwie kann ich sie nicht rauslassen. Ich schreie nicht so rum wie meine Schwester sondern fresse alles in mich hinein und lasse nichts hinaus.
Ich mache keine Therapie und eigentlich bin ich mir sicher das ich eine bräuchte, aber ich habe Angst mich meinen Ängsten zu stellen.

Geht es vielleicht jemanden ähnlich?

Lg

15.08.2010 10:33 • 15.08.2010 #1


5 Antworten ↓


Drachenerbin
Hallo Sandra,
also erstmal ich bin 16 und hab im Moment auch ziemliche Probleme mit Angst, also hast du schonmal jemandem in deinem Alter
Ich habe nicht vor den gleichen Dingen Angst wie du, aber oft habe ich einfach Angstgefühle, obwohl ich nicht weiß, warum.
Ich hab auch nicht so viele Freunde und bin eher schüchtern.
Und nochwas: Du musst dich selbst nicht als "unnormal" bezeichnen. Das dachte ich auch schon, seit ich diese Angst habe, aber wer ist denn heutzutage schon normal?
Ich habe einen Freund, der leider in der Schweiz wohnt, und der war bis vor 2 Jahren einige Zeit depressiv. Und weißt du was, das hätte ich niemals erraten, denn für mich ist er ganz "normal" und auch immer ziemlich fröhlich.
Also denk bloß nicht, du bist ganz anders als alle anderen; ich denke du und ich wir haben nur andere Probleme als andere Menschen.

Liebe Grüße
Drachenerbin

15.08.2010 11:15 • #2


Hallo Sancra,

herzlich willkommen im Forum. Du hast einen guten Schritt gemacht, um dich freizuschaufeln.

Darf ich dir gleich mal ein paar Fragen stellen?

Erste Frage: Es ist prima, dass du eine Ausbildungsstelle bekommen hast. Aber warum hast du Angst davor? Du bist ein intelligentes Mädchen, was man an deinem Posting merken kann, den Beruf Bürokaufmann schaffst du mit links. Warum hast du also Angst? Ich frage das nicht etwa als Vorwurf, sondern weil ich gerne wissen möchte, was du dir dabei vorstellst.

Zweite Frage: Wieso meinten deine Klassenkameraden oder Lehrer (?), dass du psychisch gestört seist? Und wer ist "wir"?
Zitat:
wir waren selbst schuld, das sie uns fertig gemacht haben...
Deine Freundin und du vielleicht?

"Nur" eine Freundin zu haben ist besser als gar keine , und oft ist es mehr als viele scheinbar gute Freundinnen. Mach dir das nicht schlecht. Oder gibt es jemanden, mit dem/der du gerne befreundet wärest und das bisher nicht geklappt hat?

Dritte Frage: Deine Schwester schreit also herum, sagst du. Demnach hast du dir das Kontrastprogramm dazu ausgesucht, ja? Demnach fühlt sich aber auch deine Schwester zu Hause nicht wirklich wohl. Dann hat es wohl etwas mit euren Eltern zu tun, dass ihr euch nicht wohl fühlt, ja? Magst du etwas davon erzählen?

15.08.2010 11:46 • #3


Also erst mal danke für die Postings, es ist schon mal erleichternd zu hören das ich nicht ganz alleine da stehe.

@GastB
Also um deine erste Frage zu beantworten: Ich habe Angst den Beruf einfach nicht zu schaffen! Ich setzte mich dermaßen unter druck (das war auch schon in der Schule so) das ich einfach immer glaube, du musst das können. ich weiß klingt irgendwie veriwrrend abeer ich habe denke ich einfach immer zu hohe erwartungen an mich, ich bin schon fast eine Perfektionistin. ich mache mich jedes mal fertig wenn ich den kleinsten Fehler mache und das regt mich dann noch mehr auf.

Zweite Frage: Niemand hat wortwörltich gesagt ich sei psychisch gestört, ich selber sage das von mir. Ich weiß dass das nicht normal ist vor jeder Kleinigkeit vor einer Panikattake zu stehen.
Dritte Frage: Mit "wir" habe ich mich und meine Freundin gemeint, ja! Sie ist mit mir zur Schule gegangen und wurde auch von meinen Klassenkameraden gemobbt.
Zur vierten Frage: Meine Schwester ist auch nicht gerade zufrieden in unserem Elternhaus. Wir haben fast keine Beziehung zu unseren anderen Geschwistern und zu unseren Eltern schon gar nicht. Meine Schwester ist etwas Älter als ich und ich muss sagen sie ist mehr eine Mutter für mich als es meine Leibliche je war! Natürlich hat es mich fertig gemacht als ich noch kleiner war, das ich keine Beziheung zu meinen Eltern habe (und vielleicht empfinde ich das heute immer noch so, nur nicht in diesem ausmaß) aber um ehrlich zu sein, möchte ich keine engere Bindung mit ihnen haben. Meine Kindheit war nicht gerade toll! Meine andere etwas ältere Schwester ist zu hundertprozent behindert und ich wurde von ihr als ich noch kleiner war, oft geschlagen. Meine Mutter wusste das, hat aber nicht eingegriffen. Nur meine Schwester mit der ich mich verstehe hat mich verteidigt. Ich kann mich noch an einen Satz erinnern den meine Mutter mal zu meiner Schwester gesagt hat als meine behinderte Schwester mich wieder gebissen oder gezwickt hat; "Lass sie das unter sich selbst ausmachen", heute denke ich nur noch; wie sollte ich es denn mit meiner 6 Jahre älteren Schwester aufnehmen können?! Ich fühle mich schlecht weil es wegen mir immer streit gegeben hat und was kann meine Schwester daür wenn sie Behindert ist?

15.08.2010 13:54 • #4


OH JE.

Dann ist es ja kein Wunder, dass du dich so schlecht fühlst, Sandra. *tröst*

Du hast mit deiner Familie offenbar ECHTES PECH gehabt.

Dafür konntest du wirklich nichts. Und du hast völlig Recht, gegen eine 6 Jahre ältere Schwester anzukommen ist unmöglich, und die Einstellung deiner Mutter finde ich auch absolut unmöglich.

Eltern haben manchmal völlig verdrehte Auffassungen. Leider beeinflussen sie damit die Gefühle und das Leben ihrer Kinder langfristig negativ. Die Kinder müssen dann schwer an sich arbeiten, bis sie das wieder ausgebügelt haben.

Lebst du denn nicht mehr bei deinen Eltern?

Du brauchst vor dem Beruf Bürokauffrau ganz bestimmt keine Angst zu haben. Eher könnte es sein, dass die Ausbildung dich unterfordern wird. Aber ich würde sie trotzdem zu Ende machen. Eine Weiterbildung und Karriere kannst du dann trotzdem immer noch machen. Ich kenne eine Frau, die hat Bürokauffrau gelernt, wurde dann Personalleiterin und ist jetzt Leiterin des Rechnungswesens einer großen Firma. Du siehst also, der Weg ist da.

Du musst jetzt aber daran arbeiten, dein Selbstbewusstsein wieder herzustellen. Mach dir bitte klar, dass deine Ängste und auch die Angst, Fehler zu machen, auf deiner früheren Umwelt beruht und nichts mit deiner eigentlich Persönlichkeit zu tun hat. Denk an die "armen Irren" von früher, verzeih ihnen und beschließe, in Zukunft selber für dich einzustehen, so wie deine Schwester es früher für dich getan hat, als du kleiner warst. Das wird noch ne kleine Weile dauern, aber vielleicht viel kürzer als du jetzt noch vermutlich glaubst.

15.08.2010 15:28 • #5


Hi Sandra,
ich bin ja jetzt schon eine Schüppe älter als du, aber mit 17 fing es bei mir genau so an.
Und ich hatte panische Angst davor, zu einem Psychologen/Therapeuten zu gehen. U. a. weil ich von meinen Eltern noch den Spruch kenne "wer dahin muß, ist krank inner Birne" Nunja, die kennen die psychologische Medizin und deren Entwicklungsstand auch noch aus den 50-60 Jahren und da wurde mit psychisch Kranken eben nicht gerade ziemplich umgegangen. Und wehe es kam heraus, dass sich jemand psychisch behandeln läßt - der wurde quasi aus der Stadt gejagt. Zum Glück hat sich die Erforschung psychischer Leiden und deren Behandlung aber so gut entwickelt, dass eine Behandlung heute ein Segen für den Betroffenen sein kann. Vorrausgesetzt er findet den richtigen Therapeuten und ist 100%ig ehrlich. Dass der erste Schritt in eine Therapeutenpraxis den meisten Patienten eine riesige Überwindung abverlangt, wissen die Ärzte, sie sind darauf eingestellt und starten entsprechend behutsam. Das kann ich dir aus eigener Erfahrung versichern!! Ein hilfreicher Gedanke, den ersten Schritt zu wagen ist, dass du nach Ende der ersten Sitzung vor lauter Stolz nicht mehr durch die Haustüre passen wirst! Namen geeigneter Psychologen hält entweder die Krankenkasse für dich bereit, kennt dein Hausarzt oder vielleicht jemand hier aus dem Forum.

Gruß, Holger

15.08.2010 18:53 • #6




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