gikana

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Hallo liebe Leute, ich habe eine generalisierte Angststörung. Bin gerade in der Klinik. Ich habe Angst vor der Angst, also die sogenannte Erwartungsangst.Ich habe laufend Angstattacken, ich habe Angst, dass die immer wieder kommen, ich sie nie mehr in den Griff bekomme und so kein normales Leben mehr möglich ist. Ich kann dann nicht mehr klar denken, bekomme Herzrasen, so als würde mein Herz kochen, ich stehe völlig neben mir. Angst macht mir der Gedanke, dass es nie weg geht. Und schon ist die Angst da. Ich habe auch hier Angstattacken, es geht nur, wenn ich permanent abgelenkt bin. Aber wir he ich komme zur Ruhe, dann ist es vorbei. Schlafen geht nur mit Truxal. Jedesmal wenn ich wegdämmer, schrecke ich aus dem Halbschlaf mit Angst hoch. WIE KANN ICH DIESE ANGSTKETTE unterbrechen? Ich soll Einkaufen üben und für alle hier Frühstücksdienst machen. Halt Belastungen aushalten. Selbst das ist für mich eine Wahnsinnsherausforderung. Dazu habe ich natürlich auch Depressionen.

10.08.2016 20:30 • 11.08.2016 #1


6 Antworten ↓


7th Galahad

7th Galahad


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Hallo und herzlich willkommen,

schön, dass du her gefunden hast.

Ich nehme an, du nimmst Medikamente gegen deine Angstzustände, wenn du in der Klinik bist? Die ganze Umgebung, die Ärzte und der Umstand, warum man eigentlich da ist... das muss dich zusätzlich belasten. Die Klinik ist aber auch ein geschütztes Umfeld... du darfst dich zurück ziehen und dein eigenes Tempo vorgeben. Deine Mitpatienten freuen sich, wenn dir das Frühstück gelingt, aber es ist auch okay, wenn du das noch nicht schaffst.

Wichtig ist nur, dass du weißt, es kann dir nichts passieren und keiner will dir etwas Böses. Entspannungsübungen beispielsweise, lenken dich vielleicht von den Gedanken ab, was alles schief gehen oder plötzlich passieren kann. Es ist nicht schlimm, wenn mal was schief geht - wie im Leben außerhalb der Klinik. Du darfst Fehler machen. Darüber kann man doch auch mit den anderen Menschen sprechen.

Atme ein paar mal tief durch und bewältige den Tag. Und dann noch einen. Du schaffst das ganz bestimmt - und wenn nicht, dann klappt es eben morgen wieder.

Liebe Grüße und ganz viel Erfolg

11.08.2016 04:53 • #2


Hasi82

Hasi82


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Hallo gikana,

ich kann deine Gefühle und Empfindungen sehr gut nachvollziehen. Mir gehts momentan wieder genauso. Ich habe eine Angst/Panikstörung mit Somatisierungstendenz und auch Depressionen. Ich quäle mich gerade zu Hause damit durch. Finde es gut und mutig dass du den Weg in die Klinik gegangen bist aber kann mir auch vorstellen wie stressig es jetzt erstmal für dich sein muss. Setze dich selbst nicht zu sehr unter Druck. Also ich lenke mich am meisten mit Internet und Fernsehen von den Attacken ab oder mit jemandem telefonieren, aber manchmal klappt es auch nicht so gut. Es gibt im Internet auch viele Videos die Selbsthilfe zum Inhalt haben, wo eine ruhige Stimme spricht, das beruhigt mich auch. Ich nehme bis jetzt gar keine Medikamente, wenn nur pflanzliche. Hast du auch körperliche Symptome durch deine GAS?

LG und ganz viel Kraft

11.08.2016 05:40 • #3


gikana

gikana


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Danke erstmal an euch. Ich war schon 6 Monate in einer anderen Klinik, da hatte ich Hoffnung und die Angst langsam im Griff, dann zu Hause einen massiven Rückfall, da bin ich tagelang Amok gelaufen vor Angst. Bin nur mit Tavor zurecht gekommen. Jetzt bin ich hier, aber so richtig hilft mir auch nichts. I 2 Wochen muss ich gehen. Länger nehmen sie mich nicht. Ich bekomme ein AD Moclobemid. Ist bereits das 3in den 6 Monaten. Das wollen sie auch so lassen. Von Medis halten sie hier nichts. Sobald ich alleine bin und zur Ruhe komme, kommt die Angst vor der Angst und alles ist vorbei. Dann kommt die Verzweiflung, dass ich da nie mehr raus komme aus diesem Angstkreisel. Wie schaffe ich das?

11.08.2016 13:23 • #4


GreenTree


Hallo ,

bei mir hat es Klick gemacht,als ich zutiefst verstanden hatte,dass ich mir die Angst selber mache.
Anfangs konnte ich das gar nicht glauben.
Ich hatte auch die grösste Angst,es könnte nie wieder gut werden und ich könnte nie wieder normal leben.
Kein Wunder,dass man bei solchen Gedanken Panik kriegt!

Dann hab ich angefangen,meine Gedanken zu beobachten und tatsächlich: sobald ich was negatives gedacht habe (z.B.: nachher krieg ich wieder Panik) ging es bergab.
Die Gedanken haben eine starke Kraft und ich hab mich damit selbst sabotiert.

Wenn Du Dich bei einem negativen gedanken erwischst (z.B.: heute wird ein schwerer Tag,ich komme da nie raus),setze sofort einen positiven dagegen(z.B.:ich fühle mich noch unsicher aber mit jedem Tag wird es besser)

Das muss man konsequent üben,es erfordert eine Menge Bewusstseinsarbeit.
Aber mit der Zeit werden deine Gedanken immer hoffnungsvoller und somit auch deine Gefühle.

Es wird Rückschläge geben aber das macht nichts,immer am Ball bleiben!
Mit der Zeit traust Du Dir immer mehr zu und belohne Dich für jeden Erfolg!

Deine Gedanken sind der Schlüssel zur Befreiung!

11.08.2016 13:43 • #5


Katha34


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Hallo gikana
Welche Gedanken hast du denn genau das du Angst vor der Angst hast?
Bei mir ist es zum Beispiel so das ich Angst vor den Panikattacken habe das ich mich nicht beruhigt bekomme und am Ende mit Medikamenten abgeschossen werde. Aber ich habe jetzt seid 6 Jahren Panikattacken und Angstgedanken und sowas ist noch nie passiert. Aber ich will auch ehrlich sein meine Angstgedanken hab ich auch nicht in dem Griff. Gehe ab nächste Woche in eine Klinik für 10 bis 12 Wochen und hab auch angst davor was dort wohl passiert mit mir und alles aber alleine und mit Hilfe meiner Freunde schaff ich es dort nicht mehr raus also aus meinen Angstgedanken und Panikattacken. Was ich denke das du du schon den richtigen Weg gegangen bist das du in einer Klinik bist. Ich dagegen hab viel zu lange gewartet und es immer alleine versucht und nun hab ich den Salat und hab meine Angst schon viel zu doll

11.08.2016 14:22 • #6


gikana

gikana


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Ich war ja schon 6 Monate in einer Klinik. Da hatte ich auch noch Hoffnung, da konnte ich Kraft tanken und gegen die Angst kämpfen. Jetzt bin ich in einer anderen Klinik, bin 4 Wochen hier, aber keine Besserung. In 2 Wochen schieben sie mich ab in eine Tagesklinik. Jetzt soll ich einkaufen gehen und hier Kuchen backen. Einzelgespräche sind nur 20 min 2xpro Woche. Da war der einzige Tip meine Gedanken umzuprogramieren. So wie: Ich bin stark und so. Ich habe Angst vor der Angst und das ich das nie in den Griff bekomme. Ganz schlimm ist es, wenn ich alleine bin. Dann kommt die Angst. Ich habe Angst, da nie mehr raus zu kommen.

11.08.2016 19:33 • #7



Mira Weyer


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