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Alina2245
Mitglied

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Hallo zusammen,

momentan geht es mir wirklich schrecklich. Ich hatte eine sehr gute Phase wo ich gut mit meinen Ängsten und Depressionen umgehen konnte.

Seit mehreren Wochen ist die Angst vor dem Tod wieder so extrem stark das ich das Gefühl habe ich drehe durch.

Meine Therapeutin sagt immer das es normal ist mit Mitte 20 Angst davor zu haben das das Leben aber ein Prozess ist und die Angst wenn man älter ist abnimmt und es für ältere Menschen okay ist zu sterben.

Habt ihr da Erfahrungen mit? Stimmt das? Ich kann mir das absolut nicht vorstellen.

Habt ihr auch Tipps wie ich mit Szenarien in meinem Kopf umgehen kann wie zum Beispiel Autounfall?

Ich wünsche euch alles einen guten Rutsch ins neue Jahr 🫶🏻

Liebe Grüße

01.01.2026 x 1 #1


42 Antworten ↓


H
@Alina2245
Ich würde sagen das es jeder anders sieht, klar gibst oft die selbe Meinung das ältere Menschen aus der Sicht ihres Alters und dem gelebten Leben sehen.Doch Angst ist Angst und hat viele Gesichter auch gibs Menschen die große Angst und Menschen die eine kleine Angst vorm Sterben haben.Wichtig ist das du mit deiner Angst umgehen kannst, der Weg zum Alt werden ist doch gleich weil die Zeit ist die Zeit und Leben ist vergänglich. Hab auch Angst mal mehr mal weniger, darin verlieren ist das schlimme und bringt dich nicht weiter. Ablehnung und Motivation Dinge zu lernen und Soziale Kontakte sind echt wichtig und helfen Menschen mit Angst.
Also jeder hat denke Angst davor ,der eine mehr der andere weniger sichtbar.Wünsche dir das du mit deiner Angst umgehen kannst und sie akzeptieren tust.

x 2 #2


A


Verliert man wirklich im Alter die Angst vor dem Tod?

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H
Sorry Annehmen meinte ich 😅

#3


Kimsy
Diese angst vor dem Tod kenn ich auch, schon als Teenager hatte ich sie...jetzt bin ich 51 und hab diese Angst immer mal mehr, mal weniger...ich hab verstanden, dass es ein Teil der Angststörung ist, denn wenns meiner Psyche gut geht, verschwindet die Angst vor dem Tod auch...arbeite an deiner Psyche (leichter gesagt, als getan), du wirst sehen, es wird besser...lg

x 3 #4


Sonja77
Ich glaube kaum dass das eine Frage das Alters ist oder nicht
Ob man Angst vor dem Tod hat oder nicht

Ich denke das ist eher eine eine Sache der eigenen Einstellung zu dem Thema und wie man darüber denkt
Leider gehört der Tod zu dem Leben dazu und keiner von uns bleibt davon verschont

Man sollte sich aber nicht das Leben durch diese Angst kaputt machen lassen und man sollte das Leben genießen und jeden Tag als Geschenk sehen denn das ist es
Jeder einzelne Tag ist ein Geschenk was wir schätzen sollten und immer das Beste daraus machen sollten

Ich persönlich habe keine Angst vor dem Tod und hatte ich auch noch nie
Meine Angst ist eher vor einem qualvollen sterben mit höllischen Schmerzen und Qualen

x 3 #5


Icefalki
Zitat von Alina2245:
ältere Menschen okay ist zu sterben.


Nö, da widerspreche ich energisch. Evtl. hat man begriffen, dass keiner auf Dauer mit dem Leben davon kommt. Oder man hat Krankheiten, Schmerzen und dann ist auch irgendwann gut.


Zitat von Alina2245:
die Angst vor dem Tod wieder so extrem stark das ich das Gefühl habe ich drehe durch.


Versuche mal hinter diese Angst zu schauen. Was stresst dich im Moment so heftig, dass du gefühlt "sterben" tust?

Eine Angsterkrankung hat ganz viel mit dem Gefühl zu tun, dass man sich ausgeliefert fühlt, ohnmächtig. Und da man das nicht zuordnen kann, kommt dieses blöde Gefühl und macht einen irre.

Wenn du weisst, was dich wirklich quält, dann wird es besser.

Hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Sich seiner selbst bewusst zu sein, mit allen Facetten, das ist die Kunst.

Dieses Sterbegefühl ist unsere Antwort auf unbewussten Stress.

x 4 #6

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Pyrojay
Ich finde auch das ist keine Frage des Alters.
Sterben kann man auch jung da gibt es keine Garantie. Keiner gibt einem die Garantie das man morgen noch lebt.
Man muss an der Angst zu arbeiten.

#7


Windy
Zitat von Alina2245:
die Angst wenn man älter ist abnimmt und es für ältere Menschen okay ist zu sterben.

Habt ihr da Erfahrungen mit? Stimmt das? Ich kann mir das absolut nicht vorstellen.

Meine Mutter ist 83 und geht damit sehr gelassen um. Mein Vater ist 80, dieses Jahr wäre er fast gestorben und geht damit genauso ruhig um. Es gehört zum Leben, damit muß man sich abfinden. Alles darumherumgedenke bringt nichts, weil es nichts ändert, denn irgendwann erwischts jeden. Mir hilft es, daß das schon Milliarden vor mir und allen anderen genauso ergeht, also eigentlich was völlig normales und nichts was einen zu ängstigen braucht.

x 1 #8


Frigga
Ich kann mir vorstellen dass man irgendwann in ein Alter kommen kann wo man sich gut damit abfinden kann. Zum Beispiel wenn alle bzw. Viele mit denen man alt wurde nicht mehr sind. Ich denke da wäre es für mich ein Trost zu wissen dass ich ihnen bald folgen darf.

x 3 #9


Schlaflose
Ich habe die Angst schon mit 21 verloren, als mein Vater starb. Zum einen, weil ich dachte, wenn er es geschafft, es hinter sich zu bringen, schaffe ich das auch. Zum anderen bin ich in Ohnmacht gefallen, als ich davon erfuhr und dieses Erlebnis des Nichts zwischen dem Moment, wo ich das Bewusstsein verlor und wieder zu mir kam, hat mir die Angst genommen. Denn so stelle ich mir das Totsein vor und es ist gar nicht schlimm. Vorher hatte ich immer Angst davor, dass danach noch etwas kommt. Seitdem nicht mehr. Ich werde bald 64 und natürlich macht es mir Unbehagen nachzurechnen wieviel Zeit ich voraussichtlich noch habe, aber nicht wegen der Angst vor dem Tod, sondern weil ich es sehr schade finde, all die schönen Dinge, die mir Freude machen, nicht länger zu erleben.

x 2 #10


C
Zitat von Alina2245:
Habt ihr da Erfahrungen mit? Stimmt das? Ich kann mir das absolut nicht vorstellen.

Bei mir persönlich wird es immer besser und es fing mit Anfang 20 an und war gar nicht gut.
Von dem auf Angsterkrankungen spezialisierten Borwin Bandelow hörte ich, dass das tendenziell tatsächlich so ist, dass Ängste mit dem Alter verschwinden. Von Tobias Esch, ein Arzt und Gesundheitswissenschaftler, hörte ich, dass die Zufriedenheit im Alter immer mehr zunimmt, was ja dann zumindest ein Indiz über Bande ist.

x 1 #11


sensibelchen98
Ich habe da verschiedene Erfahrungen gemacht.
Meine Uroma ist kurz vor ihrem 99. Geburtstag gestorben. Sie war eigentlich total bereit dafür. Allerdings hat sie einige Monate davor auf einmal gefragt ob sie nicht doch in die Hölle kommen könnte und war ganz unsicher. Sie war streng katholisch, hat während dem Krieg ihren Mann verloren und meine Oma und ihre Schwester alleine durch geboxt, Hunger gelitten und all sowas. Aus Überforderung hat sie beide Mädchen ab und an geschlagen. Sie dachte wohl immer es wäre nicht so schlimm weil sie ja sonst so fromm ist aber als das Ende nahte kamen Zweifel und sie hat sich gefürchtet. Ich weiß nicht ob sie letztlich Frieden damit finden konnte.

Mein Opa ist jetzt vor zwei Monaten gestorben. Er hat das Leben immer genommen wie es gekommen ist, obwohl er auch einige Schicksalsschläge erlebt hat. Er hat zum Schluss fast nur noch vom Sterben gesprochen und meinte wortwörtlich zu mir dass er 'froh wäre wenn ihn endlich die Würmer fressen würden und er die Blumen von unten betrachten kann.' Er hatte keine Angst.

Ist wohl alles auch ein bisschen Typ Frage

x 2 #12


A
@Cbrastreifen das freut mich sehr das es bei dir besser wird! Kann ich dich fragen was dir geholfen hat?

#13


C
Zitat von Alina2245:
Kann ich dich fragen was dir geholfen hat?

Schwer zu sagen. Ich habe durch einen Zufall einen Crashkurs Emotionen reingedrückt bekommen, das geschah so, dass ich mich nach dem Wechsel meiner Arbeitsstelle 2x folgenlos verliebte, die zweite Frau hat intensive Emotionen gelebt, konnte auch den negativen 'Ja' sagen und da ich in sie verliebt war, war ich total offen für ihre Sicht und ihr Sosein. Und natürlich immer 'drauf'.

War vorher etwas abgeschnittener von den Emotionen.
Dann hatte ich eine intensive Partnerschaft, immer hart an der Grenze zur Überforderung, aber die hat angsttechnisch sehr gut getan, vermutlich genau weil sie anstrengend war.
Es hat mich verändert, ich habe viel gelernt, viele Hemmungen verloren, das ist auch gut gegen Angst.

Drittens, habe ich meine spiritueller Praxis verändert, vielleicht vertieft.

#14


sir_yoshi
Irgendwann kannst du nicht mehr und dann willst du auch nicht mehr

#15


Abendschein
Zitat von Alina2245:
Hallo zusammen, momentan geht es mir wirklich schrecklich. Ich hatte eine sehr gute Phase wo ich gut mit meinen Ängsten und Depressionen umgehen konnte. Seit mehreren Wochen ist die Angst vor dem Tod wieder so extrem stark das ich das Gefühl habe ich drehe durch. Meine Therapeutin sagt immer das es normal ist mit ...

Ich hatte auch und habe auch immer noch manchmal Phasen wo ich Angst vor dem Tod habe. Dieses Nie mehr wiederkommen, machte mir ganz schön zu schaffen. Aber ich habe meinen Glauben und vertraue darauf, bei Jesus zu sein, nach meinem Tod. Trotzdem habe ich manchmal Angst. Aber die Angst bringt nichts, aber auch gar nichts, weil wir müssen alle einmal sterben und wenn ich immer Angst davor habe, verpasse ich das Leben. Du bist noch so herrlich Jung. Du kannst es aber auch durch die Angst nicht verhindern, das Du stirbst. Du verhinderst nur Dein Leben und das wäre doch zu schade.

x 2 #16


Windy
Zitat von Frigga:
Ich kann mir vorstellen dass man irgendwann in ein Alter kommen kann wo man sich gut damit abfinden kann.

Irgendwann wird man denke ich müde, von dem was man alles so erlebt hat und die Seele sehnt sich danach, endlich wieder nach Hause kommen zu dürfen. Wir sind auf diesem Planeten ja nur zu Gast.

x 3 #17

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Windy
Bringt doch nichts darüber nachzudenken ... es gehört nunmal zum Leben dazu, es ist sinnlos sich dagegen zu wehren.
Akzeptanz des Unabänderlichen ist hier notwendig.

x 2 #18


Tink59
Früher in jungen Jahren hatte ich auch Angst vor dem Tod. Ich hab mich da manchmal richtig reingesteigert. Jetzt ist es insofern besser geworden, dass ich mal kurz daran denke, aber es macht mich nicht mehr panisch. Höchstens, wenn ich so wie letztes Jahr, so enormes Herzstolpern habe. Dann habe ich Angst umzufallen und zu sterben. Ich hänge an meinem Leben, weil ich gerne lebe. Und wenn ich so lese, wer jetzt an Prominenz alles so gestorben ist.
Meine Mutter ist jetzt 93 und ihr geht es bis aufs Laufen noch gut. Sie lebt noch in ihrer Wohnung und macht alles selber. Hat sich sogar jetzt noch die Augen operieren lassen damit sie wieder lesen und Kreuzworträtsel machen kann.
Ich hoffe, ich habe Ihre Gene geerbt.

x 3 #19


C
Zitat von Alina2245:
Kann ich dich fragen was dir geholfen hat?

Was ich gestern vollkommen vergessen habe. Ich war ziemlich hypochondrisch unterwegs, weil ich meine Ansgststörung zu einer Zeit hatte, als diese noch nicht so bekannt waren, wie das heute der Fall ist. So entwickelte ich eine extreme Herzphobie, nahm ab und zu noch ein paar andere mögliche Erkrankungen, wie Krebs in diversen Organen dazu und irgendwann arbeitete ich im Krankenhaus, erst in einer OP Schleuse, dann über 10 Jahre auf allen Stationen in der Pflege, als Springer.

Also habe ich viel gesehen, auch viel Krankheit, Leid und Tod. In einige Fällen auch sehr junge Menschen, die noch nicht genügend Zeit hatten, um im Leben viel falsch gemacht zu haben, aber dennoch tödlich erkrankt waren.

Das hätte meine Angst maximal triggern können, aber irgendwie passierte das Gegenteil. Ich erinnere mich, dass ich irgendwann die innere Gewissheit hatte, dass diese frühen Tode bedeuten, dass es keinen wirklich Schutz vor dem Tod gibt. Das klingt nun nicht beruhigend, gerade wenn man Angst davor hat, will man hören, dass man mit Sport, Ernährung und Vorsorgeuntersuchungen auf der sicheren Seite ist ... Quatsch.

Statistisch ist da was dran, aber das heißt ja nun auch nicht so viel, gerade Angsterkrankten reicht das bekanntlich nicht, man hält sich - aus Not - gerne für die Ausnahme von der Regel. Mich befreite die Erkenntnis, auch da habe ich mich wohl dem Leben ergeben.

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Zusätzlich gewöhnte ich mich in dieser Zeit, im Fitnessstudio, vor allem auf dem Fahrradergometer Schritt für Schritt an immer größere kardiale Belastungen und merkte, dass ich davon nicht sterbe.

Das, Psychotherapie, die allerdings einen anderen Inhalt hatte und die Anerkennung, die ich im Krankenhaus bekam, waren große Schritte, als ich in den frühen 40ern war.

Was ich gestern schrieb, hatte den durchschlagenderen Erfolg, aber das war irgendwie die Basis dafür.

x 1 #20


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Mira Weyer
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