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Katharyna-

Katharyna-
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Hallo!

Ich leide seit fast zehn Jahren an sehr großer, teilweise kaum auszuhaltender, mich teilweise eingeschränkender und bedrückenden Angst vor dem Tod. Dabei geht es mir in erster Linie, glaube ich, um die Ausweglosigkeit, den Abschied für immer und dass es kein Zurück gibt.
Teilweise habe ich deshalb Panikattacken und schlimme Angstzustände.

Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht allein dastehe. Kennt ihr das eventuell auch?

Was mich beschäftigt: Kann man die Angst vor dem Tod TATSÄCHLICH überwinden oder handelt es sich dabei nur um ein Verdrängen oder Schönreden?

Gibt es hier jemanden, der seine Angst überwinden konnte?

Liebe Grüße!
Katha

12.06.2017 x 1 #1


70 Antworten ↓
ZZerRburRuSs

ZZerRburRuSs
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Hallo

Angst für sich genommen ist ja erstmal nichts Schlimmes .....
Im Gegenteil ! Funktioniert sie wie sie soll ist alles in Butter ......
Alleine Die Tatsache das wir sie haben können .. fühlen , erleben , .... wie auch immer , zeigt ja auch das sie irgend einen Sinn haben muss .

Was ich sagen will ..... es gibt Sachen vor denen darf man Angst haben . Viel mehr noch , es wäre ziehmlich komisch und mit Sicherheit auch sehr ungesund vor manchen Dingen keine Angst zu haben .

Ich selbst hatte eine generalisierte Angststörung lange und ausgeprägt und hab einiges lernen dürfen .... aber die Angst vor dem Tode zu überwinden halte ich für nicht klug und auch gar nicht sinnvoll .

Die Menge und die Präsenz der Angst kann und sollte man da mal ein bisschen bekümmern .... leben sollte ja möglich und auch möglichst schön sein ....
Vielleicht mal rechts und links vom Tod schauen was Dich noch so beunruhigt .... und auch mal prüfen wie wahrscheinlich der Tod grade ist wenn Du Angst vor ihm hast ....
Ich hab mir viel angesehen wie andere Völker und Kulturen mit dem Tod umgehen und um das Thema drumrum viele kleine Denkweisen umgeformt Smile

Die Sichtweise und Einstellung zum Tode ändern ist sicherlich eine gute Möglichkeit da mehr Ruhe zu finden .

Gruss ZZ

04.06.2017 23:31 • x 2 #4


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Kann man die Angst vor dem Tod wirklich überwinden?

x 3


M

Maro
Gast

Zitat von Katharyna :
Maro: Ich hinterfrage beide Seiten. Die spirituelle und jene, die für alles eine wissenschaftliche Erklärung hat oder sucht.
Ich bin damit aufgewachsen, dass mir von klein auf gesagt wurde, dass der Tod das Ende bedeutet. Als mein Kaninchen gestorben ist, als ich drei Jahre alt war, hatte ich zum ersten Mal Panik vor dem Tod, da meine Mutter zu meinem Vater sagte, sie habe den "Todeskampf" des Tieres erlebt. Vielleicht hat mich das damals irgendwie traumatisiert. Wer weiß.

Wahre Spiritualität und wahre Wissenschaft widersprechen sich nicht, sondern bestätigen sich gegenseitig.
Auch ich bin in einem materialistischen Umfeld aufgewachsen, und mir wurde gegen meinen Willen eingetrichtert, dass der Tod das Ende sei, blablabla. Das war aber auch der Grund, weswegen ich mich als Jugendlicher auf die Suche begab, weil die materialistische Erklärung absolut unbefriedigend war.

Zitat von Katharyna :
Nur sieht es ab und zu so aus als würden viele Menschen ihre Angst vor dem Tod mit spirtuellen Erklärungen dämpfen und sich das alles etwas schönreden. Damit meine ich jetzt nicht dich persönlich, aber da fallen mir auf Anhieb meine früheren Religionslehrer bspw ein. Und deren Erklärungen waren für mich extrem unbefriedigend bis beunruhigend.

Das stimmt. Auch mein erster Schritt heraus aus der materialistischen Weltanschauung war voll daneben, ein Griff ins Klo sozusagen, naja. 5 Jahre später ging es aber weiter und ich hatte das Falsche abgeschüttelt. Und so soll es auch sein. Immer weiter suchen, bis man das Wahre gefunden hat und sagen kann: ich hab's, so ist es wirklich, weil alles zusammenpasst!
Es gibt keinen Grund zwischen einer falschen Religion und dem Materialismus hin und herzupendeln. Dieses Pendeln erlebe ich leider oft bei Menschen, die von ihrer früheren Lehre enttäuscht wurden und nur deshalb in die materialistische Anschauung abdriften anstatt weiterzusuchen und sich zu sagen: ok, das war falsch, aber wie ist es denn richtig? Die Herausforderung des Lebens ist, das Wahre zu finden. Es ist da, aber es fällt dir nicht im Schlafe zu, sondern will gefunden und in zähem geistigen Ringen erobert werden. Hier gilt das Sprichwort "ohne Fleiß kein Preis" mehr als in jeder anderen Angelegenheit. "Geschenke" gibt es keine im und vom Leben. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, wünsche dir aber viel Erfolg beim Suchen. Wer ernsthaft sucht, wird finden. Alle anderen gehen leer aus.

05.06.2017 14:05 • x 1 #41


Zum Beitrag im Thema ↓


laribum
Schwieriges Thema man sollte sich bewusst machen das das Leben nun mal einen Anfang hat und ein Ende. Gegenfrage...möchest du wirklich ewig leben?... diese Vorstellung würde mir eher Angst machen.

#2


Katharyna-
Hmmm... gute Frage! Mir vorzustellen tatsächlich EWIG zu leben, fällt mir schwer. Ich könnte mir aber durchaus vorzustellen, 200, 300, 400 oder 500 Jahre zu leben.

Ich höre immer wieder, alte Menschen hätten meist keine Angst vor dem Tod. Das kann ich mir aber extrem schwer vorstellen.

#3


ZZerRburRuSs
Hallo

Angst für sich genommen ist ja erstmal nichts Schlimmes .....
Im Gegenteil ! Funktioniert sie wie sie soll ist alles in Butter ......
Alleine Die Tatsache das wir sie haben können .. fühlen , erleben , .... wie auch immer , zeigt ja auch das sie irgend einen Sinn haben muss .

Was ich sagen will ..... es gibt Sachen vor denen darf man Angst haben . Viel mehr noch , es wäre ziehmlich komisch und mit Sicherheit auch sehr ungesund vor manchen Dingen keine Angst zu haben .

Ich selbst hatte eine generalisierte Angststörung lange und ausgeprägt und hab einiges lernen dürfen .... aber die Angst vor dem Tode zu überwinden halte ich für nicht klug und auch gar nicht sinnvoll .

Die Menge und die Präsenz der Angst kann und sollte man da mal ein bisschen bekümmern .... leben sollte ja möglich und auch möglichst schön sein ....
Vielleicht mal rechts und links vom Tod schauen was Dich noch so beunruhigt .... und auch mal prüfen wie wahrscheinlich der Tod grade ist wenn Du Angst vor ihm hast ....
Ich hab mir viel angesehen wie andere Völker und Kulturen mit dem Tod umgehen und um das Thema drumrum viele kleine Denkweisen umgeformt Smile

Die Sichtweise und Einstellung zum Tode ändern ist sicherlich eine gute Möglichkeit da mehr Ruhe zu finden .

Gruss ZZ

x 2 #4


laribum
Zitat von ZZerRburRuSs:

Die Sichtweise und Einstellung zum Tode ändern ist sicherlich eine gute Möglichkeit da mehr Ruhe zu finden .


Sehr gut gesagt es kommt auf die Perspektive drauf an und wie man damit um geht. Das alte Menschen durch aus anders darüber denken als jüngere ist normal das merke ich im Berufsleben immer wieder.

x 1 #5


Katharyna-
Danke erst mal für die tollen Antworten!

Ich bin auch im Team der gen. Angststörung. Und das schon seit fast 10 Jahren. :/
Nur drängt sich die Angst vor dem Tod immer wieder in den Vordergrund.

#6


Katharyna-
Zitat von laribum:


Inwiefern denken die darüber anders?

#7


laribum
Zitat von Katharyna :

Inwiefern denken die darüber anders?


Ich höre halt immer wieder "Hab mein Leben erlebt, alles erreicht was ich wollte nun kann auch mal Schluss sein" oder natürlich auch die älteren Menschen die krank sind und nur noch leiden.

x 1 #8


ZZerRburRuSs
Auf dem Weg ins Bett muss ich das aber jetzt doch noch schreiben .............

BA BA BA ! Sie drängt sich ? Nein . Du holst sie , bemühst sie , packst sie aus ....

Du bist und machst was Du bist und machst .

Ein guter Ansatz ist auch schon beim eigenen sprechen und schreiben darauf zu achten wie man formuliert .
Wenn man das ein wenig übt dann bekommt man auch schnell raus das man genauso denkt wie man spricht und schreibt ....

.... Die Angst macht ..... Du machst ..... Verantwortung übernehmen für das eigene Denken und Handeln vor sich selbst .....

Solange man sich erlaubt zu denken .... die Angst macht .... und ich bin der arme Tropf der REagieren muss oder leiden muss ... ist man der arme Tropf und muss nichts machen . Man ist ja nicht verantwortlich .
Wenn man aber versteht das die "einem eigene Angst" nur in einem und durch einen selbst lebt .... kann man mit und an ihr und sich arbeiten .

Zugegeben, kein kurzer Weg . Aber ein interessanter Smile

Gute Nacht Smile

x 1 #9


Katharyna-
Gute Nacht! Smile

#10


kleinerIgel
Ich habe keine Angst vor dem Tod. Höchstens vor dem Sterben, es gibt eine Menge unschöne Krankheiten und ähnliches, davor habe ich Angst. Allerdings nicht auf eine Art, dass es die Teilnahme an diesem Forum notwendig machen würde Wink

Ich würde die Vorstellung ewig zu leben bzw. ewig leben zu müssen auch viel schlimmer finden. Ich denke, solange es theoretisch den Ausweg Tod gibt ist das sehr beruhigend. Schwieriges Thema...schwer mit den richtigen Worten zu beschreiben ohne dass man falsch verstanden wird. Ich habe noch nie auch nur im entferntestens den Gedanken gehabt meinem Leben ein Ende zu setzen. Habe aber mal im TV etwas über jemanden gesehen der nach einem Unfall vom Hals ab gelähmt war, also praktisch nichts mehr konnte. SOWAS ist meine persönliche absolute Horrorvorstellung... zu wissen dass man nichtmals mehr diesen einen Ausweg gehen könnte (egal ob man es wirklich tun würde... aber die Möglichkeit nicht zu haben...schrecklich)
Ich hoffe, ihr versteht was ich sagen will....

Ich denke, die Angst vorm Tod hat auch viel damit zu tun, was man glaubt was danach kommt. Ich glaube, da kommt gar nichts. Folglich kann es auch nichts schlimmes sein...


Liebe Grüße

x 1 #11


petrus57
Ich zähle wohl auch schon zu den Älteren. Seit dem so viele Bekannte in meinem Alter in die Kiste gesprungen sind, habe ich auch Angst vor dem Tod. In jüngeren Jahren bin ich damit entspannter umgegangen.

x 1 #12


BellaM85
Hey!
Ich denke die meisten Menschen haben irgendwo Angst vorm Tod ( meist natürlich in Kombi mit dem generellen Sterben wegen zb langjähriger Krankheiten usw), da das Thema auch oft noch tabu ist wird darüber eh nicht gerne gesprochen und junge Menschen denken oft noch gar nicht drüber nach Wink
Niemand weiß was danach kommt und dieses ungewisse macht eben schonmal Angst.
Ich weiß auch nicht ob man wirklich die Angst davor verlieren kann!
Es gibt Menschen die hatten im Leben einige Nahtod Erfahrungen und haben somit oft die Angst davor verloren ( wie zb mein Freund).
Man muss denke ich die Sichtweise darauf bezogen ändern dann kann man denke ich besser damit umgehen, weil ganz ehrlich das Älter werden und irgendwann auf Hilfe angewiesen zu sein finde ich genauso schrecklich wie die Angst vorm Sterben und dem Tod.

Viel Glück und LG Wink

x 1 #13


M
Zitat von Katharyna :
Was mich beschäftigt: Kann man die Angst vor dem Tod TATSÄCHLICH überwinden oder handelt es sich dabei nur um ein Verdrängen oder Schönreden?

Selbstverständlich kann man die Angst vor dem "Tod" überwinden! Und zwar indem man begreift, dass der Körper nur eine Hülle ist, und dass mit dessen Ablegen, welches von den Erdenmenschen Tod genannt wird, kein Ende kommt. Der Geist in seinen übrig gebliebenen andersartigen Umhüllungen lebt weiter.
Doch dieses Wissen muss man erst finden und sich davon überzeugen (lassen). Ich gebe nur Hinweise und Hilfestellungen, gehen muss man diesen Weg der Erkenntnis selbst, jeder für sich.

Hier einige hilfreiche Links zum Thema:



x 2 #14


Antonia666
Hi,

das habe ich gestern gefunden. Manche Ansätze sind super.
http://www.vernuenftig-leben.de/angst-vor-dem-tod/

Vielleicht hilft es ja etwas.

x 1 #15


Gerd1965

S
Hy,also ich hab auch Angst vor dem Tod. Mein ganzer Tag dreht sich seit 4 Jahren nur vom sterben. Mal mehr,mal weniger.. ich kann und will mir das gar nicht vorstellen einmal tot zu sein. Dennoch gibt es Tage... wo ich sehr intensiv drüber nachdenke... und dann packt mich die Panik... ich hab den Drang soviel wie möglich mit den Kindern zu machn,aus Angst ich fall um und bin tot. Für mich ist es fast schon ein Ritual wenn die Kinder schlafen und ich mich 3 mal dazusetze und sie streichle,gute nacht und hab dich lieb sage und was noch dazukommt ich sag laut bis morgen. So glaub ich immer ich kann in der Nacht nicht sterben weil ich bis morgen gesagt habe... klingt blöd ist aber so...


Mein Vater hatte schon 4 Herzinfarkte.. jedes mal ist er reanimiert worden,den 1. Hatte er da war ich 14 Jahre... schrecklich... seine Aussage jedes mal? Als er 'zurückgeholt' wurde... für ihn wäre es schöner gewesen dort zu bleiben wo er war. Er war in einem Paradies mit Blumen,die Sonne hat gescheint,er hatte keine Schmerzen,keinen Stress und Ruhe! Für mich unvorstellbar und mit Angst verbunden. Mir steigt kalt auf wenn ich daran denke...

#17

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alfred
Aus lauter Angst vor dem Tot nicht zu leben wäre schlimmer.
Denn dann ist man es schon obwol man noch lebt.

x 1 #18


Schlaflose
Zitat von Maro:
Selbstverständlich kann man die Angst vor dem "Tod" überwinden! Und zwar indem man begreift, dass der Körper nur eine Hülle ist, und dass mit dessen Ablegen, welches von den Erdenmenschen Tod genannt wird, kein Ende kommt. Der Geist in seinen übrig gebliebenen andersartigen Umhüllungen lebt weiter.


Ich glaube nicht an so einen Kram und habe trotzdem keine Angst vor dem Tod.

#19


A
Also, ich habe mal irgendwo einen Bericht gesehen, weiß nicht mehr, ob im TV oder online. Da ging es um Menschen, welche den Nahtod erlebt hatten, die danach berichteten, dass sie selbst keine Angst hatten, denn es sei ein angenehmes Gefühl, völlig angstfrei und entspannt. Selbstverständlich kommt es darauf an, wie man stirbt, das macht mir viel mehr Sorgen, ob durch Gewaltverbrechen, Terror oder diverse Form von körperlichen Angriffen, Umweltkatastrophen etc.

#20


A


x 4


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Mira Weyer
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