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Zitat von Tink59:
Ich hoffe, ich habe Ihre Gene geerbt.

Das hoffe ich für mich nicht. Meine Mutter starb mit 79, ihre Schwester mit 78 und meine Oma mit 82. Und mein Opa mit 63. Von den Verwandten mütterlicherseits will ich also lieber keine Gene haben Von den Verwandten väterlicherseits kann ich nur sagen, dass er schon mit 61 starb. Das habe ich schon überlebt. Meine Großeltern väterlicherseits sind im Krieg umgekommen und Geschwister hatte er nicht, so dass ich da nicht vergleichen kann.

@Icefalki ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Mich macht es wahnsinnig das ich keinen Einfluss darauf habe wann ich sterbe… die Vorstellung von leblosen Körper macht mir so eine extreme Angst. In Moment halte ich es nur ganz schwer aus

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Verliert man wirklich im Alter die Angst vor dem Tod?

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Zitat von Alina2245:
Mich macht es wahnsinnig das ich keinen Einfluss darauf habe wann ich sterbe…

Hast Du durchaus, aber nur in eine Richtung.
Nur ist Selbstmord aus Angst vor dem Tod immer erkennbar widersprüchlich.

Frag' Dich mal selbst, ob Du eigentlich mehr Angst vor dem Tod oder dem Leben und seinen Herausforderungen hast. Manchmal ist es die zweite Variante, unter der man leidet.
Wenn man sich dem Leben hingibt, schmirgelt es einen schon zurecht, im besten Fall hat man irgendwann die Nase voll und ist ganz froh, dass es irgendwann auch mal zuende ist.

Ich war in diesem Zustand, den ich als milden Überdruss empfunden habe, ohne Depression, aber dann bin ich doch noch mal kräftig ins Leben zurück gerissen worden. Das Gefühl war allerdings nicht schlecht, ich bin recht ausgesöhnt mit dem Tod. Wenn ich bedenke, wo ich diesbezüglich herkomme, ist das erstaunlich.

@Schlaflose meine Oma wurde auch schon 95 Jahre alt. Mütterlicherseits. Bei meinem Vater sieht das anders aus. Der Bruder von ihm ist am geplatzten Blinddarm gestorben und sein Vater auch. Die Mutter hatte sich das Leben genommen und mein Vater hatte Nierenversagen und Leukämie. Die Leukämie hatte eine Generation übersprungen und leider meinen Neffen mit 8 Jahren erwischt. Der ist aber davon geheilt. Zum großen Glück.
Hoffe, ich komme eher nach meiner Mutter. Von ihr hab ich die Migräne und meine Angststörung und Hypochondrie.
Und von beiden ein schönes Kindheitstrauma.

@Tink59 Du kommst garantiert nach deiner Mutter.

@Cbrastreifen leider habe ich diese Gedanken aus Angst davor…

Ich habe auch Angst vor dem Leben… eigentlich habe ich vor allem Angst

@Alina2245 mir geht es oft wie die, ich ärgere mich da auch richtig drüber. Ich denke mir immer eines Tages muss ich sterben und habe mein ganzes Leben in Angst verbracht sodass ich eigentlich gar nicht gelebt habe. Das ist so ein Quatsch und dennoch mach ich es. So schade

@sensibelchen98 hast du auch Zeiten wo es besser ist?

Zitat von Tink59:
Bei meinem Vater sieht das anders aus. Der Bruder von ihm ist am geplatzten Blinddarm gestorben und sein Vater auch. Die Mutter hatte sich das Leben genommen

Das hat ja nichts mit den Genen zu tun.
Und man kann durch seine eigene Lebensweise einiges tun, um nicht an den gleichen Krankheiten so früh zu sterben wie die Vorfahren. Bei uns bei den Frauen war zu hoher Blutdruck und Arteriosklerose die Ursache für Durchblutungsstörungen, Herzinsuffizienz und Schlaganfälle. Dem habe ich bis jetzt durch eine völlig andere Lebensweise gut entgegenwirken können.

@Alina2245 ich habe Zeiten wo ich nicht so viel daran denke, da geht es mir dann allgemein besser. Aber grundsätzlich ist es sehr viel bei mir im Hinterkopf, ich muss aber dazu sagen dass ich zur Zeit auch einen schwer kranken Vater habe und es dadurch mehr getriggert ist. Dann kommt viel hoch. Wie wird mein Ende aussehen, werde ich auch leiden müssen, was ist wenn mich alle ganz schnell wieder vergessen haben etc
Dabei sterben wir nur an einem Tag und an allen anderen sind wir am Leben

Zitat von Alina2245:
@Icefalki ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Mich macht es wahnsinnig das ich keinen Einfluss darauf habe wann ich sterbe… die Vorstellung von leblosen Körper macht mir so eine extreme Angst. In Moment halte ich es nur ganz schwer aus


Insofern geht es um das Thema Kontrolle und es ist ganz wichtig, dass du dich damit beschäftigst. Ich bin auch ein totaler Kontrollfreak und übe mich auch in der Akzeptanz, dass totale Kontrolle nicht geht.

Und nochmals. Gibt es Situationen, die dir entgleiten oder entglitten sind?

@Icefalki Hallo du Liebe. Schön, von dir zu lesen. Alles Gute zum neuen Jahr.

@Icefalki meinst du warum es mir wieder so schlecht gehen könnte?

Ich denke schon, dass man im Alter die Angst vor dem Tod verlieren kann. Das passiert aber vermutlich eher wenn man auch wirklich erwachsen und nicht einfach nur alt wird.

Zitat von Alina2245:
@Icefalki meinst du warum es mir wieder so schlecht gehen könnte?


Angstpatienten sind wie Soldaten. Irgendwann wurden wir sehr verletzt und haben dann irgendwie weitergemacht. Und dieses irgendwie wurde irgendwann eben zuviel und dann ist die Angst ausgebrochen.

Bedeutet, wenn man mit dieser inneren Unsicherheit lebt, und gar nicht mitbekommt, was eigentlich Sache ist, dann kann das irgendwann eben zu einem Ausbruch kommen, denn man spürt, dass das Leben gar nicht passt.

Deswegen ist Selbstreflektion unheimlich wichtig, damit man erkennt, wo es Probleme machen könnte.

Ich bin deswegen Kontrollfreak, weil mir dadurch mein Misstrauen, mein Mangel an Vertrauen, ein besseres Gefühl gibt. Aber ich weiss auch definitiv, dass man nicht alles kontrollieren kann.
Wenn mir also wieder droht, dass mir Angst und Bange werden könnte, suche ich nach dem Grund. Und versuche, dieses Problem zu lösen - tata - und habe wieder die Kontrolle.

Und was das Sterben anbelangt, kannst du ja mal überlegen, was dir eigentlich mehr Angst macht:

Die
Zitat von Alina2245:
die Vorstellung von leblosen Körper macht mir so eine extreme Angst


Oder, dass du einfach weg bist?

In meiner Hochzeit der Angsterkrankung bin ich beinahe ausgeflippt, wenn ich ein Martinshorn gehört habe. Alles hatte damit zu tun, dass ich Hilflosigkeit, Elend, Ohnmacht für mich nicht habe haben wollen.

Nur keine Verletzlichkeit, keine Angriffsfläche zeigen, das war mein A und O.

Ich denke mir, dass damit ganz viele Angstpatienten zu tun haben. Verletzlichkeit, Hilflosigkeit ..... das darf nicht sein. Immer brav Ja sagen, nicht anecken, keine Zielscheibe sein.

Vielleicht geht es bei dir ja in diese Richtung.

@Icefalki ja ich habe viele Familienmitglieder innerhalb von 2 Jahren verloren da war ich noch nichtmal 18. seit dem Suizid von meinem Vater habe ich eine Angststörung und Zwangsstörung.


Es macht mir einfach Angst bevor ich alt bin zu sterben und mein Körper dann einfach verwest und ich weg bin und nichts mehr mitbekomme.

@Alina2245
bei mir hat sich diese Haltung nicht durch das Alter entwickelt, sondern durch das, was ich innerlich gelernt habe. Früher hatte ich selbst Angst vor dem Sterben. Mit der Zeit hat sich meine Sicht auf das Leben geklärt und damit auch, wie ich es für mich leben möchte. Es ist weniger die äußere Sicherheit, sondern die Erfahrung, dass ich mit dem umgehen kann, was kommt. Wenn man sein Leben für sich gelebt hat, verliert das Alter an Bedeutung. Gedanken und innere Szenarien haben dadurch viel von ihrer Wirkung verloren. Daraus entsteht Ruhe, weil man weiß, dass man seinen Weg gegangen ist und auch loslassen könnte.
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Zitat von Alina2245:
leider habe ich diese Gedanken aus Angst davor…

Ich habe auch Angst vor dem Leben… eigentlich habe ich vor allem Angst

Hast Du ein Gefühl dafür, was Deine größte Angst ist?
Wie ist das Verhältnis bei Dir, von der Angst plötzlich zu sterben und vor peinlichen, schamhaften Situationen?

Wenn meine Angst vor dem Tod zu groß wird, dann beruhige ich mich, indem ich mir sage, dass ich mich auch nicht daran erinnern kann wie es war, bevor ich geboren wurde. Und das es genau so wieder sein wie vor meiner Geburt.

@Quitzil Dankeschön
Ich denke, es kommt auch darauf an wie man lebt.

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Mira Weyer
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