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Strand
Hallo ihr Lieben,

ich will hier mal ein neues Thema eröffnen, was mich einfach brennend interessiert!

Nämlich: geht ihr trotz Angstgefühlen oder Symptomen o.ä arbeiten? Und wenn ja, was arbeitet ihr und wie geht ihr damit um? Hilft euch die Arbeit vielleicht sogar?

Ich selbst war 9 Wochen krankgeschrieben, weil ich vor lauter Angst, Zittern, Schwindel und Unkonzentriertheit mich nicht mehr zur Arbeit getraut habe
Ich bin jetzt seit Januar wieder fleissig am Arbeiten und schaffe es auch gut, aber ich denke täglich daran ob ich plötzlich wieder so werde und wieder nicht arbeiten kann.
Das fände ich soooo schlimm!

Deswegen hoffe ich einfach von euren Erfahrungen zu hören

LG
Strand

05.04.2011 20:49 • 10.04.2011 #1


25 Antworten ↓


hallo strand!

also ich bin berufstätig (sekretärin in vollzeit) und gehe trotz angststörung und panikattacken arbeiten. wenn es irgendwie geht.
meine körperlichen symptome sind hauptsächlich schwindel (schwankschwindel, sehr sehr stark) und magen-darm-probleme. natürlich hab ich jetzt den ruf, dass ich einen "empfindlichen magen" und einen schwachen kreislauf hab. aber das ist ok. ich mach mir immer sorgen, dass ich wegen der angststörung mal länger ausfallen könnte. aber im großen und ganzen helfen mir der geregelte tagesablauf und die einbindung in den alltag. ich hab die erfahrung gemacht wenn ich nix zu tun hab (während dem studium bin ich mal fast ein halbes jahr nur noch im bett gelegen und hab es vermieden auch nur vor die tür zu gehen, damals hab ich noch bei meinen eltern gewohnt), liege ich den ganzen tag nur rum und grüble und versorge meine angst mit energie.

lg gänseblümchen

06.04.2011 08:28 • #2



Umfrage: Arbeit und Angst

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Hallo,

ich hab die Angststörung seit fast 17 Jahren und bin immer arbeiten gegangen...arbeite im Einzelhandel und bin von 8.30Uhr morgens bis 19.00Uhr abends ausser Haus.
Habe oft Tage, an denen ich kaum ins Geschäft fahren kann, muss ca.eine halbe Stunde mit dem Auto fahren.
Meine Symptome reichen von Übelkeit,Schwindel,Herzrasen,Angst umzukippen bis hin zu Magenschmerzen etc....das volle Programm eben!
Im Auto und im Geschäft ist es oftmals nicht mehr zu ertragen...vor allem nicht, wenn ich das Gefühl habe umzukippen...ich reisse mich dann so zusammen und versuche mich zu beruhigen...ist nicht immer leicht.

Ich mache mir sehr oft Gedanken darüber, was wäre wenn ich nicht mehr arbeiten gehen könnte wegen der Angststörung....meine Chefs würden so was nicht verstehen...die verstehen nicht mal, wenn man einmal im Jahr wegen Fieber und Grippe ein paar Tage zu Hause bleiben muss.

Ich lebe mit der Hoffnung, dass das alles mal besser werden wird und die Angst weggeht...oder besser gesagt. die ANgst vor der Angst!

Euch allen einen angstfreien Tag!
Lg,alxis

06.04.2011 08:56 • x 1 #3


Strand
Danke für eure Antworten! das macht mir Mut!
Ich denke auch, eingebunden sein im Alltag ist besser, als daheim zu sitzen und rumzugrübeln!

Freu mich auch noch über mehr Antworten! Bin so neugierig!

LG
Strand

06.04.2011 09:11 • #4


Hallo,ja ich arbeite auch wieder nach einen jahr pause....und mir gehts besser bei der arbeit vergesse ich meine angste oder ich kann sie besser ignorieren..da bin ich unter menschen und es stört mich nicht mehr....wenn ich zu hause bin da habe ich dann auch keine zeit auf meine symptome wie füher penibel zu achten....das tut mir gut... lg julia

06.04.2011 09:26 • #5


ich hab meine panikstörung und geh arbeiten (20 stunden, büro, eher ruhig) und zur uni.

irgendwie beruhigt mich beides schon, weil dort ja auch menschen sind, die ich kenne und mir die umgebung vertraut ist... das beruhigt schon ein bisschen.
panikattacken hab ich trotzdem dort auch. in der arbeit vergehen sie meistens schnell bzw. brechen erst dann auf, wenn ich von dort wegfahre - in der uni hab ich öfters pa während vorlesungen/kursen und das ist dann eine aushalt-frage. da kann ich ja auch nicht einfach so verschwinden oder wen anquatschen. trinke dann meistens viel wasser, geh irgendwann aufs klo (weils nimmer anders geht) und meistens vergehen sie eh auch nach ner zeit.

06.04.2011 09:35 • #6


Hallo.

Arbeit und Angst... ich habe meine Panikattacken und die Angstzustände manchmal durch Erlebnisse auf der Arbeit, was mich manchmal echt fertig macht.
Aber ich bleibe deshalb nicht zu Hause, sondern gehe regelmäßig arbeiten. Bis vor einigen Wochen... aber da war ich dann 3 Tage zu Hause, da mein Körper sich komplett gesperrt hat. Er lief Amok und wollte, dass ich mal eien Auszeit nehme. Schwindelattacken, Kopfschmerzen, Nervenflattern, Gelenksschmerzen... es hat sich merkwürdig geäussert, aber ich habe es nicht mehr ausgehalten.
Auf der Arbeit ist es ein wenig schwierig, damit umzugehen, wenn die Attacke kommt.

06.04.2011 11:11 • #7


Bei meinen ersten PAs bin ich auch weiter Arbeiten bzw. in die Schule gegangen. War damals noch in Ausbildung. Diesmal geh ich nicht mehr arbeiten. Bin momentan krankgeschrieben. Liegt aber nicht daran, dass ich nicht will, sondern dass mir meine Chefin kurz nach auftreten der ersten PAs gekündigt hat. War ein paar Tage krankgeschrieben weil ich so fertig war, dass ich nicht mit dem Auto fahren konnte. und zum Geschäft gabs keine andere Möglichkeit. Da ich jetzt auch seit 8 Monaten auf nen stationären Therapieplatz warte, hab ich mir das mit Bewerbungen erspart. Kann ja nicht im Vorstellungsgespräch sagen: Kann sein dass ich nach ner Woche arbeiten in die Klinik muss. Welcher AG macht das mit.

LG

06.04.2011 11:17 • #8


oh jetzt komm ich mir doof vor.
ich hab ne lehre angefangen zur friseurin. musste anfangs 3. lehrjahrs abbrechen. vorher hatte ich schon eine zeitlang wegen panikattacken krankenschein. eine wiedereingliederung gemacht mit therapie. trotzdem.... mein körper signalisierte mir deutlich er kommt mit der umgebung und den vielen verschiedenen menschen nicht mehr klar.
nach bzw in meiner reha werden wir schauen wie s beruflich weitergeht, ob ich zurück in diesen beruf kann oder es besser wäre was anderes zu machen..

06.04.2011 11:17 • #9


Strand
Hey terrorkruemel!

Du musst Dir da net doof vorkommen, Du!

Ich will vielleicht irgendwie Erfolgserlebnisse hören, also dass es trotzdem geht, trotz der Angst, weisst.

Ich arbeit 26,4 Stunden an meiner Musikschule und will auch unbedingt dass das so bleibt.
Weil ich Angst hab wieder krankgeschrieben zu sein. Das fand ich nämlich nicht so toll,
Da denke ich nur den ganzen Tag an der Angst rum und beobachte mich noch mehr

LG
Strand

06.04.2011 11:24 • x 1 #10


Seh ich auch so, ich hab den ganzen TAG NIX ZU TUN UND BIN NUR AM GRÜBELN UND zeittotschlagen. Mach mir auch wahnsinnig viel gedanken über die zeit nach der klinik. In beruflicher hinsicht. nach ca 76 wochen hat man ja keinen anspruch mehr auf krankengeld. was dann? hartz 4? wie schaut das mit wiedereingliederung aus? macht man das bei jedem Patienten oder werd ich ins kalte wasser geschmissen?

06.04.2011 11:33 • #11


Strand
Hei!

Also ich glaube man kriegt dann erstmal Arbeitslosengeld, kann das sein?
Aber wenn Du zurück zur Arbeit gehst, kriegst Du auf jeden Fall eine Wiedereingliederung!

Oder Du könntest auch etwas anderes machen, wenn Dein jetziger Beruf nimmer passt?

Gruß
Strand

06.04.2011 11:46 • #12


Hallo Kruemel,
das ist ja schlimm, dass dir wegen der PA`s gekündigt wurde...aber bei meinem Chef wär ich mir da auch nicht so sicher, wenn er es wüsste.
Ja, man grübelt wirklich nur rum, wenn man zu Hause ist, obwohl, ich fühl mich unter den vielen Menschen nicht immer so wohl im Geschäft, ich hab ja regelmässig PA`s bei der Arbeit...und wär dann lieber alleine
Aber Umtrieb lässt sich halt bei uns nicht vermeiden...
lg,alxis

06.04.2011 11:52 • #13


hier sind ja einige ganz schön tapfer....Finde ich bewundernswert....

zu mir: Im Büro ging es mir eigentlich immer ganz gut, außer die Chefin hat immer die Fehler bei anderen gesucht und das war echt belastend. Nun lerne ich nochmal neu. Und ich muss sagen bisher alles okay allerdings in letzter Zeit ging es mit Lästereien los. Bin diese Woche krank.....

06.04.2011 12:17 • #14


das mit den lästerein find ich immer zum ko****..
das war bei uns auch so. wir waren im friseursalon insg 16 mitarbeiterinnen! nur weiber.. also gegackere ununterbrochen. da blieb das lästern auch nicht aus.. je mehr über andere gelästert wurde, desto mehr angst hatte ich, dass sie das bei mir auch machen. klar, am schluss fing sogar ich an mit zulästern.. total schrecklich!! bin gar keine doofe läster-kuh. je schlimmer s wurde, umso besser wollte ich meine arbeit machen und umso mehr bin ich jedem in Ar. gekrochen. also irgendwie hat mir das dann der rest gegeben! das wünsch ich KEINEM und mir auch nicht mehr!
Zitat von Strand:
Du musst Dir da net doof vorkommen, Du!

komme mir das öfters. ich würde so gerne noch mal arbeiten, auch in dem alten job, nur ich kann einfach nicht. allein nur daran zu denken... ich hoffe wirklich, dass mir da in der reha auch geholfen wird!

06.04.2011 13:11 • #15


Hallo

Meine eigentlichen Ängste sind im Bereich menschlicher Nahbeziehung.

Bis vor einigen Jahren habe ich aber immer einen gewissen Ausgleich für
meine fehlenden Beziehungen im Berufs- und Arbeitsleben finden können.

Vor zwei Jahren wurde mir jedoch ein Job mit der Begründung, ich sei ja
"schon einmal in der Klapsmühle gewesen", gekündigt.
Seit diesem Erlebnis habe ich nun auch extreme Angst vor jeder beruflichen
Tätigkeit (nicht der Arbeit, aber den Menschen dort).

Vom Arbeitsamt wurde mir jetzt die Alternative der Erwerbsunfähigkeitsrente
nahegelegt, die ich nun auch beantragt habe.

Viele Grüsse, Der Beobachter

06.04.2011 13:41 • #16


also ich weiß nicht wie die rechtslage in deutschlandi st, bin ja ösi ! aber die kündigung mit so einer "begründung" würd ich anfechten bei der arbeiterkammer (oder wie das bei euch heißt)! keiner muss sich heutzutage so beleidigen lassen!!

was ist mit arbeit von zuhause aus? oder selbstständigkeit?
lg gänseblümchen

06.04.2011 14:27 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Naja das mit dem anfechten der Kündigung ist so ne Sache. sie war noch in der probezeit von daher ohne Angabe von Gründen. Die andere Sache ist die, ich hab in nem kleinen privaten Pflegeheim gearbeitet wo der Ausfall einer examinierten Krankenschwester der worst case ist. Ich hab mich mit meiner chefin super verstanden und wir haben uns auf die Kündigung geeinigt da sie sich sonst auch keine neue kraft hätte leisten können bzw. sie mir auch einfach so hätte kündigen können. So sind wir im guten auseinander und wenns mir wieder gut geht könnt ich dann auch wieder anfangen.
Ist es aber nicht so, dass man nur ALG 1 bekommt wenn man vermittelbar ist? Wenn ich weiterhin krankgeschrieben bin oder mir keine Stelle zumutbar ist bin ich doch garnicht vermittelbar oder?
Ich bin auch schon am überlegen wegen ner Umschulung. Nich dass mir mein Beruf keinen Spass machen würde, aber ich glaube ich hab da einfach nimmer die Kraft dazu.
In dem Pflegeheim in dem ich vorher gearbeitet habe war Mobbin gund schikane an der tagesordnung und ich war ein super oppfer weil ich mich nicht gewehrt hab. als ich dann zum chef bin hat er mir gekündigt wegen diverser vorfälle die von eben diesen zicken nicht wahrheitsgemäß gemeldet wurden. Naja. In der Hinischt bin ich schlauer und würde mir das nimmer bieten lassenl

06.04.2011 20:34 • #18


Strand
Also ich bin mir nicht sicher, ob das ALG1 nur geht wenn man vermittelbar ist.
Aber Du bist ja vielleicht vermittelbar, Du kannst dich evtl. was andres machen als den Pflegeberuf? Also ich denke da gibts ganz sicher eine Lösung für Dich, die nicht ALG2 sein muss
Oder ein anderes Pflegeheim?

LG
Strand

PS: gibt es noch mehr Leute die erfolgreich trotz Angst arbeiten? Bin immer noch neugierig, ...will ja net net nerven

06.04.2011 21:00 • #19


Hallo zusammen,

beruhigt mich sehr, dass viele von euch ganz normal arbeiten gehen Ich bin auch meistens 50 Std. in der Woche am Arbeiten und muss sagen, es ist manchmal ganz schön anstrengend vor allem wenn man mit vielen Menschen zu tun hat, trotzdem denke ich, dass das die beste Methode ist die Angst zu überwinden. Muss aber dazusagen, dass ich erst seit ca. 2,5 Jahren damit zu kämpfen habe, dieses Gefühl war neue für mich und ich konnte erst gar nicht verstehen was mit mir eigentlich los ist, aber jetzt glaube ich es zu wissen und versuche gegenzusteuern.

Liebe Grüße

06.04.2011 21:30 • x 1 #20



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