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M

Monalura
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Hallo liebes Forum,
eigentlich rede ich so gut wie nie über meine Probleme, jedoch hoffe ich darauf in diesem Forum ein paar hilfreiche Tipps zu bekommen, wie ich mir das Leben vielleicht etwas leichter machen könnte. Aber nun zu mir:
Ich bin 30 Jahre alt und habe vor sieben Jahren mein Studium erfolgreich absolviert. Seitdem arbeite ich auch . Als Kind habe ich in der Grundschule ab der dritten Klasse eine fürchterliche Schulangst entwickelt . Ich hatte ständig Angst davor, dass mich ältere Kinder ärgern könnten oder dass ich keine guten Noten mit nach Hause bringe und meine Mutter dann enttäuscht wäre. Außerdem hatte ich Angst dass andere mich dumm finden könnten. Ich hatte dieses heiße Panikgefühl schon sehr früh in mir verspürt, jedoch immer versucht zu überspielen. Da habe ich auch schon diesen Drang verspürt mich mit Leckereien vollzustopfen damit ich satt wurde. Meine Mutter ging dann mit mir zu einem Kinderpsychologen und es wurde besser.
Ich arbeite nun seit sieben Jahren in meinem Beruf, habe vor 2 Jahren die Stelle gewechselt weil ich es dort auf meiner ersten Arbeitsstelle nicht mehr ausgehalten habe. Ständig musste ich mich rechtfertigen, ich hatte Angst davor Urlaub zu nehmen weil in meiner Abwesenheit ja etwas hätte vorgefallen sein können ( zb Beschwerden über mich ). Auch nahm ich Vorfälle mit " unfreundlichen " Patienten ständig mit nach Hause. Ich ging alles hundert mal durch was ich falsch gemacht haben könnte, konnte nicht mehr abschalten und habe nichts mehr am Wochenende unternehmen wollen weil ich schon wieder Angst vor Montag hatte. Ich habe angefangen zu fressen und zwar so lange bis mir fast der Magen platzte. Erst dann war Ruhe. Dann hat mein Mann mich ermutigt endlich eine neue Stelle zu suchen . Auch wenn ich Angst davor hatte, habe ich den Schritt gewagt. Es ist eine kleine Praxis mit einem kleinen Team und ich verstehe mich mit meinen Kolleginnen sehr gut. Das Problem liegt eher bei meiner Chefin. Sie kontrolliert alles, legt für jeden kleinsten Kram Zettel auf den Tisch und zieht immer hintenrum über eine Kollegin ab. Das gibt mir ein sehr schlechtes Gefühl. Sie hat mich noch nie wegen meiner Arbeit kritisiert, sie wäre immer sehr zufrieden... jedoch kommt dieses Gefühl " ich bin nicht gut genug" wieder ganz extrem hoch. Wenn sie mein Büro betritt quatsche ich manchmal nur so wirres Zeug weil ich denke sie findet mich blöd .. Ich traue mich auch nicht etwas zu sagen wenn ich etwas nicht gut finde. Abschalten kann ich auch nicht weil ich wieder Angst habe es kommen Beschwerden oder ich bekomme wegen irgendwas Ärger . Wenn ich Urlaub genommen habe melde ich mich schon 3 Tage vorher wieder um von meiner Kollegin zu hören ob ich " böse Zettel "auf dem Tisch habe oder sich jemand beschwert hat. Bisher hat das noch niemand von meinen Patienten getan . Ich komme immer total gestresst nach Hause und fresse mich dann heimlich voll. Ich habe jetzt in den letzten vier Jahren 35 kg zugenommen und fühle mich unattraktiv und in meinem " Loch "gefangen .Mein Mann sagt inzwischen ,dass er auch gerne hätte dass ich nun endlich abnehme ,weil ich es auch gesundheitlich merke . Ich genieße mein Leben überhaupt nicht mehr und bin in meiner Fresssucht gefangen. Oft starte ich eine Diät, nehme super einige Kilos ab, und dann kommen die Fressanfälle wieder zurück. Aber wie komme ich endlich da raus?

25.03.2019 #1


6 Antworten ↓

FeuerWasser
Die Fressanfälle sind nicht das Kernproblem sondern der Kompensator. Ich würde dir anraten das Problem an der Wurzel zu packen und das bestenfalls gemeinsam mit einem Fachmann. Wenn du das angehst und für dich positive Stressbewältigungsstrategien erlernst wird sich auch das Gewicht wieder regulieren.
Ich kenne das auch von mir selbst. Je belasteter ich war umso mehr hab ich gegessen. Ich wog in meiner schlimmsten Zeit 132kg, von ehemals 58kg. Stress zeigt sich am Cortisolspiegel, beeinträchtigt den Zuckerspiegel und löst Fressattacken aus.

#2


A


Angst im Job / Arbeit zu versagen

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S

Zu schlecht im Beruf

Hallo, ich bin 19 Jahre alt und habe den Beruf als Krankenpflegerin ausgelernt. Die Ausbildung war schon eine sehr sehr schwere Zeit, aufgrund meines Alters dachten alle ich habe nichts drauf und haben mir nichts beigebracht. Habe sogar ab und zu keine Bewertung von den Praxiseinsätzen bekommen, da die meinten dass ich zu jung bin und kündigen soll. Im 3ten Lehrjahr wurde es besser, beigebracht wurde mir aber trotzdem nichts. Die Fachkräfte waren faul, haben 6h Pause gemacht und ich bin von Zimmer zu Zimmer alleine gerannt, da sie die Regel eingeführt hatten wenn man in der Pause gestört wird fängt man von vorne an. Das waren alles verbitterte Personen, haben über alles und jeden schlecht geredet und die Patienten nicht gut behandelt. Wie dem auch sei, ich habe die Ausbildung mit erfolg bestanden trotz dass es mir in der Zeit sehr sehr schlecht dort ging. Ich arbeite nun seit September in der ambulanten Pflege und fühle mich immer noch schlecht. Ich habe das Gefühl ich habe nichts drauf. Ich bin mit Absicht nicht im Krankenhaus geblieben, da ich nicht so viel Verantwortung tragen möchte. Ich hätte viel zu sehr Angst davor irgendwas falsch zu machen in einer akuten Situation. In der ambulanten Pflege gefällt es mir sehr gut, die Kollegen sind sehr nett, ich komme mit den Patienten gut aus, die mich auch immer loben und mich sehr mögen. Ich habe allerdings trotzdem so ein schlechtes Gefühl bei mir selbst zu versagen. Ich kann einfach nicht so weit denken wie die anderen die schon länger dabei sind. Ich bin manchmal unachtsam und weiß manchmal oft nicht was zutun ist bei den einfachsten Dingen. Sobald eine kleine Veränderung ist, habe ich Angst irgendwas falsch zu machen oder zu versagen. Ich kann von mir aus auch keine Dinge umstellen oder verändern bei den Patienten wenn es nötig ist. In der Ausbildung habe ich selten was mit Wunden zutun gehabt da wir für sowas einen wundmanager hatten. Ich hab also zb Probleme damit Wuden zu beschrieben oder zu versorgen. Die Verbände bekomme ich grad noch so hin, da der Ablauf von Verbandswechsel aufgeschrieben worden ist. Ich habe letztens auch beim Tabletten richten eine Tablette zu viel gerichtet, obwohl sie diese nur einmal in der Woche bekommt. Ich habe einfach das Gefühl wirklich schlecht im Beruf zu sein, obwohl ich es echt liebe mit den älteren Menschen was zutun zu haben und ihnen zu helfen. Ich mach mich total verrückt und das jeden Tag. Ich wäre so gerne besser und wüsste mehr und könnte selbstständiger arbeiten Sad bin einfach so traurig. Hinzu kommt noch mein Privatleben, ich glaube nämlich dass ich depressiv bin. Ich bin jeden Tag müde, egal wie lange ich schlafe, habe innerhalb von einem Jahr 4 richtige heulkrämpfe, wenn nicht sogar Nervenzusammenbrüche gehabt.

#3


la2la2
Zitat von Shelovee:
Die Fachkräfte waren faul, haben 6h Pause gemacht und ich bin von Zimmer zu Zimmer alleine gerannt,

Dann hast du doch eigentlich alles gelernt durch learning-by-doing oder? Wink

Zitat von Shelovee:
In der Ausbildung habe ich selten was mit Wunden zutun gehabt da wir für sowas einen wundmanager hatten. Ich hab also zb Probleme damit Wuden zu beschrieben oder zu versorgen. Die Verbände bekomme ich grad noch so hin, da der Ablauf von Verbandswechsel aufgeschrieben worden ist.

Such mal nach einem Buch zum Thema "Wundversorgung", frag deinen Arbeitgeber mal ob der dir da mal ein Buch leihen kann, oder über die örtliche Bibliothekt (per Fernleihe) - bevor du was kaufst......

Zitat von Shelovee:
Ich habe letztens auch beim Tabletten richten eine Tablette zu viel gerichtet, obwohl sie diese nur einmal in der Woche bekommt.

Das passiert sehr oft - viele Pfleger merken das aber nichtmal (außer der Patient stirbt daran). War das denn ein übersichtlich gedruckter Medikamentenplan oder wirres handschriftliches gekrakel?

Zitat von Shelovee:
Hinzu kommt noch mein Privatleben, ich glaube nämlich dass ich depressiv bin. Ich bin jeden Tag müde, egal wie lange ich schlafe, habe innerhalb von einem Jahr 4 richtige heulkrämpfe, wenn nicht sogar Nervenzusammenbrüche gehabt.

Hast du irgendein Hobby, das du gerne machst und Freunde und vielleicht sogar einen Partner oder Partnerin? Oder hockst du außer Arbeit nur zu Hause aufm Sofa und sonst passiert nicht viel?

x 1 #4


Luna70
Herzlich willkommen bei uns. Wink

Sieh es mal so: obwohl du so gut wie keine Unterstützung hattest, hast du deine Ausbildung geschafft und da ich eine Krankenschwestern kenne weiß ich dass die Prüfungen wirklich schwer sind. Also kann es gar nicht sein, dass du zu schlecht in deinem Beruf bist. Und das was du jetzt noch nicht gut beherrscht, lernst du halt noch mit der Zeit.

Du hast leider die ganze Ausbildungszeit eingeredet bekommen, du wärst nicht gut genug und sowas hinterlässt immer Spuren. Je mehr Kritik man bekommt, umso unsicherer wird man. Leider kapieren das viele Ausbilder nicht, dass sie mit dem Gemecker das Gegenteil erreichen. Du musst versuchen, das hinter dir zu lassen. Wenn dir etwas gut gelungen ist, dann "feiere" dich ruhig selbst dafür, mache dir deine Erfolge bewusst. Mit Sicherheit wirst du dann feststellen, dass dir viel mehr gelingt, als es dir jetzt momentan vorkommt. Wenn es irgendwo noch richtige Defizite gibt, dann bitte deinen Arbeitgeber um eine Fortbildung. In deinem Beruf ist Personal so knapp, dass man dir sicher entgegenkommen wird.

x 2 #5


T
Ich kann Entwarnung geben.Du bist erst 19 Jahre alt und wie mein Fahrlehrer vor 21 Jahren zu sagen pflegte "Lernen tust Du erst hinter der bestandenen Prüfung.

Ich kann Dir dutzende Momente aufzählen, wo ich ausgelernte Menschen mit Berufspraxis kennengelernt habe und jedes mal den Job von denen besser gemacht hätte. Das war früher eher Ausnahme, heute schon Standard. Ob das jetzt das Pflegepersonal im Altenheim bei meiner Oma war (inkl Fachärzte).

Die Ablenkung ist heute das Problem, dadurch keine Fokusierung auf das wesentliche (die Arbeit) und Unterbesetzung + die Meinung, daß jeder jeden Job machen kann. Das funktioniert nicht und Germany wird bald nur noch Mittelmaß sein.

Lass Dich nicht stressen und ablenken.

#6


W
Hallo Shelovee,

willkommen bei uns im Forum und herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Ausbildung. Daumen hoch
Ich habe gerade nachgesehen, auf youtube gibt es viele tolle Lern-Videos auch zum Thema Verbände
anlegen und Wundversorgung. Smile

Lass dich bitte von niemanden verunsichern.
Du könntest dir jeden Tag nach der Arbeit sagen, was dir alles gelungen ist.

#7






Prof. Dr. Borwin Bandelow
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