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Hallo ihr lieben Mitleidenenden!

Da ich seit 2 Jahren an Panik/Angst in allen Varianten leide habe ich mir sehr viel darüber angelesen und bemühe mich sehr, Angststörung zu begreifen und nach Heilung zu suchen. Durch meine eigene Krankheit habe ich plötzlich sehr viele Menschen kennengelernt, die es auch plagt und ich will allen helfen.
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Hier sind meine Gedanken dazu:

Und zwar reagieren wir Angstpatienten mit Todesangst auf nicht-Lebensbedrohliche Situiationen. Das heisst, auch wenn etwas zwar traurig/erschütternd aber eig. ungefährlich ist, regiert unser Körper im Vergleich zu "gesunden" Menschen mit dem absoluten Notfall-Abwehrsystem - auch wenn unser Verstand eig. weiss, die Situation ist ungefährlich!

Ich glaube, dass jeder Angststörung ein Trauma zugrunde liegt, während dem tatsächlich Todesgefahr bestand. Sei es zum einen eine Op, oder ein Kindheitstrauma (für Kleinkinder ist Verlassen-werden zum Beispiel lebensbedrohlich, das ist evolutionsbedingt, denn ein allein-gelassenes Kleinkind in der Wildnis stirbt).

Während Panik-Attacken und Angstzuständen fallen wir in das verdrängte Trauma zurück. Das heisst unsere Angst kommt direkt aus den Erinnerungen an das Trauma.

Ich gaube, solange wir das Ursprungs-Trauma nicht aufgelöst haben, wird immer eine Angst in uns bestehen - der Körper erinnert sich und wird in ähnlichen Situationen (ZB verlassen werden von Freund/in ect..) immer wieder in den trauma-angst-pool greifen und uns eine nette Panikattacke bescheren. Solange bis der trauma-angst-pool aufgelöst ist.

Daher meine Umfrage:

Wie viele von euch glauben, ihre Ängste seien traumatisch bedingt und wie viele sind sich sicher, ihre Ängste ohne traumatische Erlebnisse entwickelt zu haben?

Ich danke im Vorraus!

Liv.Lang

19.08.2012 13:01 • 20.08.2012 #1


12 Antworten ↓


Hallo,

wahrscheinlich hast du recht.
Ich habe jetzt seit ca. 8 Wochen diese Panikattacken aber ich weiß ehrlich gesagt nicht ob das mit einem Traumatischen Erlebnis zusammen hängt.
Ich hatte in letzter Zeit ziemlich viel Stress auf der Arbeit und habe jetzt auch meine Arbeitsstelle gewechselt.
Naja das einzige das mir jetzt einfallen würde, mein Opa ist vor einem halben Jahr an einem Herzinfarkt gestorben aber weiß nicht ob das auch damit zusammen hängen kann.


=)

19.08.2012 13:07 • #2



Umfrage zu Ursachen von Angst

x 3


Hallo,

ich weiß 100%ig, dass meine Panikattacken durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst wurde, und zwar ist vor 3 Jahren eine sehr nahestehende Person plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben! Noch am selben Tag hatte ich meine erste Panikattacke (und die begleiten mich nun mehr oder weniger schon 3 Jahre lang... )

19.08.2012 15:53 • #3


Ich denke, dass all diese "späten" Ereignisse nur die Auslöser der Panikattacken sind, aber nicht ihre Ursache.

Die Ursache liegt früh in der Kindheit. Daher erinnert man sich in der Regel nicht mehr daran.

Wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend geht, kann man täglich beobachten, wie vielen angstmachenden Situationen viele Kleinkinder chronisch ausgesetzt werden: Von Alleingelassenwerden über Ignoriertwerden zu Angeschrien-, Abgewertet-, Bedroht- und Geschlagenwerden.

19.08.2012 16:16 • #4


hallo mein name ist tina bin 48 jahre und ich hatte meine erste panikatacke vor 25 jahren, nach der geburt meines ersten kindes.
ich habe mit 8 jahren meinen vater verloren er ist erfroren im urlaub nachdem er sich verlaufen hatte.
ich habe eine zeitlang damit rumgemacht, ging aber dann wieder , mal gut mal schlecht.
nach 25 jahren ehe , hat mich mein ehemann verlassen und hat den mittleren sohn mitgenommen, der große stand auf eigenen füßen und die kleine lebt bei mir.
dann ist mein onkel gestorben den ich sehr mochte, danach meine schwägerin die erst etwas über 40 war, jedesmal danach ging es mir nicht gut vor ein paar jahren etwa ein jahr nach der trennung von meinem mann habe ich auch unsere haus verloren und das schlimmste vor 1.5 jahren ist ganz plötzlich meine mutter gesorben mit der ich sehr eng verbunden war und sie meine einzigste bezugs person war zu der ich immmer hin konnte wenn es mir nicht gut ging , seitdem geht es mir sehr schlecht, vor 7 wochen habe ich hier in diesem forum erst erfahren woran ich eigendlich leide, dachte meine symthome habe ich halt, schwindel und angst irgendwo hin zu gehen .
ich dachte immer nur ICH alleine habe sowas, doch hier wurde ich eines besseren belehrt und konnte nicht glauben das angst symtohme auslösen kann und auch die pas.
seit dem ich es weiß geht es mir irgendwie besser, na klar es ist nicht ganz weg aber der schwindel ist viel viel besser , ich denke das meine vielen verluste all das auslöst.

19.08.2012 16:35 • #5


Christina
Nö, sorry, bei mir liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Trauma vor.

Liebe Grüße
Christina

19.08.2012 16:46 • #6


trauma........
irgendwas muss passiert sein, dass weiss ich , aber was genau....haha, kein plan.....ich weiss nur dass ic hmit 13!!! jede nacht träumte wie ich mir in verschiedensten situationen das leben nehme. warum ich diese träume hatte weiss ich nicht, und konnte es in 13 jahren auch nicht rausfinden.....

19.08.2012 19:41 • #7


Bei mir ist auch kein Trauma.

19.08.2012 19:44 • #8


Kein Trauma...

20.08.2012 07:05 • #9


Zitat von cobratina64:
hallo mein name ist tina bin 48 jahre und ich hatte meine erste panikatacke vor 25 jahren, nach der geburt meines ersten kindes.
ich habe mit 8 jahren meinen vater verloren er ist erfroren im urlaub nachdem er sich verlaufen hatte.
ich habe eine zeitlang damit rumgemacht, ging aber dann wieder , mal gut mal schlecht.
nach 25 jahren ehe , hat mich mein ehemann verlassen und hat den mittleren sohn mitgenommen, der große stand auf eigenen füßen und die kleine lebt bei mir.
dann ist mein onkel gestorben den ich sehr mochte, danach meine schwägerin die erst etwas über 40 war, jedesmal danach ging es mir nicht gut vor ein paar jahren etwa ein jahr nach der trennung von meinem mann habe ich auch unsere haus verloren und das schlimmste vor 1.5 jahren ist ganz plötzlich meine mutter gesorben mit der ich sehr eng verbunden war und sie meine einzigste bezugs person war zu der ich immmer hin konnte wenn es mir nicht gut ging , seitdem geht es mir sehr schlecht, vor 7 wochen habe ich hier in diesem forum erst erfahren woran ich eigendlich leide, dachte meine symthome habe ich halt, schwindel und angst irgendwo hin zu gehen .
ich dachte immer nur ICH alleine habe sowas, doch hier wurde ich eines besseren belehrt und konnte nicht glauben das angst symtohme auslösen kann und auch die pas.
seit dem ich es weiß geht es mir irgendwie besser, na klar es ist nicht ganz weg aber der schwindel ist viel viel besser , ich denke das meine vielen verluste all das auslöst.

Oh mein Gott - herzliches Beileid, Cobratina!

20.08.2012 15:14 • #10


Zitat:
Ich glaube, dass jeder Angststörung ein Trauma zugrunde liegt, während dem tatsächlich Todesgefahr bestand.


Ich glaube bei mir, bei meiner Schwester und auch bei meinem Sohn handelt es sich eher um eine Art 'Familienfluch', dass die Prädestination für Ängste eben genetisch bedingt ist.

Wir waren zwar alle drei schon als Baby/kleines Kind im Krankenhaus oder hatten eine OP, aber ich meine dass Angststörungen einem auch quasi in die Wiege gelegt sein können, dass sie erblich sind.

20.08.2012 15:35 • #11


Ich glaube auch, dass die Ursachen meistens in der Kindheit vergraben sind. Das Gute ist, man muss gar nicht dahin zurückgehen um die Wunden zu heilen - man spürt sie ja im hier und jetzt und kann sich jetzt trauen, daran arbeiten und sie zu fühlen.
Ich denke mir, dass Menschen ohne frühkindliche Traumata auf Verluste anders reagieren - nämlich mit Trauer. Seit ich meine Angststörung überwunden habe heule ich wie ein Schlosshund wenn mich jemand verlässt, aber ich habe keine Panikattacken mehr.
Ich glaube dass Angst eine Weigerung ist, Trauer zu spüren und Verluste oder Schmerz anzuerkennen. Zumindest ist das bei mir so gewesen.
Erst nachdem ich erst die Angst zugelassen habe und den Verlust meiner Mutter kräftig ausgeheult hatte, und meine Einsamkeit mit Tränen begiessen konnte habe ich die Angst davor verloren und konnte mich wieder öffnen.
Ich wünsch euch allen viel Glück.

20.08.2012 15:37 • #12


Wie soll man denn das Trauma "Von der Mutter als Baby verlassen" auflösen?

20.08.2012 16:04 • #13



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Dr. Reinhard Pichler