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Hallo zusammen,

Wie ihr an der Uhrzeit erkennen könnt, ist es mal wieder eine dieser Nächte.

Seit etwa 1-2 Jahren habe ich das Gefühl in meinem Kopf überhaupt keine Ruhe mehr zu bekommen. Ich war und bin schon immer ein Mensch gewesen der viel Schlaf braucht, und das bekomme ich kaum noch hin- was eben zur Folge hat das ich Dauermüde bin und auch permanent latent "abwesend"?.
Ich muss zur Erklärung beifügen das ich eine chronische Erkrankung habe (RLS) für die ich Abends was einnehmen muss, ich bin gut eingependelt doch kommen Nächte in denen meine Beine nicht still sein wollen, immer wieder mal vor.

Ich lebe in einer Partnerschaft und mit ihm in einer neuen, fremden Stadt ohne wesentliche Sozialkontakte. Er hat einen 50-60h/Woche Job mit viel Stress und Verantwortung, weshalb ich nur in Teilzeit in meinem Beruf als Arzthelferin arbeite. Mein Job ist ebenfalls kein Zuckerschlecken, große Praxis mit mehreren Ärzten und Helferinnen- was auch gern mal zur Schlangengrube wird. Weil es finanziell im letzten Jahr durch eine wirklich horrende Nebenkostennachzahlung sehr eng wurde, habe ich mir einen zweiten Job gesucht (putzen). Trotz das dies kein leichter Job ist, der Haushalt sehr schwierig war, habe ich 6 Monate durchgehalten und im Januar meinen Vorsatz gleich umgesetzt. Da wir aber dringend auf das Zubrot angewiesen sind, habe ich nun was neues (selbe Sparte) nur weniger Stunden+Geld.

Nun, egal wann ich versuche einzuschlagen, abends, nachts, mittags...es dreht such alles nur ums finanzielle, unsere Zukunft, meine Familie in der Ferne und besonders um meine Jobs. Ich bin Perfektionist, sehr konfliktscheu und daher mache ich mich grundsätzlich schon Tage vor Dienstbesprechungen oder -tauschen Gedanken, ob ich was falsch gemacht habe, ob wer mies mit mir ist, ob alles gut geht, ich irgendwo in die Schusslinie gerate u.ä. Ich bin zwar nur Teilzeit da aber es ist immer so stressig/hektisch das ich nie trockenen Hemdes abends raus komme. Mein Chef möchte das ich ab Sommer mehr Stunden mache...klar ist es im Grunde besser als 2 Jobs zu haben, aber um auf das bisschen Netto Zuverdienst zu kommen müsste ich fast in Vollzeit rutschen dort- und das schaffe ich mit meiner Erkrankung und wohl auch den Nerven nicht.
Ich weiß das ich immer ausnahmslos mein bestes gebe und, wirklich ohne Übertreibung oft locker das doppelte weg arbeite wie die meisten (keine Pausen, kaum trinken oder Klo während meiner Schicht, auch kein rum sitzen, direkt wenn ein Moment Ruhe ist Suche ich mir was für den Moment, rum hocken gibt's bei mir nicht), dennoch habe ich immer Herzrasen wenn ich am Weg dorthin bin und zb Besprechungen anstehen.
Die Nächte davor findet mein Hirn kaum Ruhe- immer und immer dreht es sich im Kreis.

Dazu kommen Alltagsgedanken: wie mache ich die oder jenes am Besten- zeitlich, organisatorisch (finanziell)- oft darau bedacht Lücken zu schaffen um Schlaf nach zu holen. Oder Stunden ohne das etwas anliegt in der Hoffnung dann zu entspannen ohne das Gehirn- Jogging.

Mein Freund versteht das natürlich kaum, ebenso meine Familie. "Mach dich nicht verrückt" höre ich ständig. Oder "wegen dem Tag krank letzte Woche wird dir, auch WENN ein Satz dazu kommt, keiner den Kopf abreisen". "Das sind auch nur Menschen
Mit Fehlern". Ja, stimmt alles, geht nur leider trotzdem nicht weg.

Vielleicht hat es damit zu tun wie extrem lange ich nach unserem Zuzug einen Job gesucht habe und wie wichtig er ist wegen den €...aber andere schieben doch auch nicht so ein Herzrasen und ständige Unruhe?

Es tut mir leid, wenn das alles jetzt etwas konfus geschrieben ist, ich weiß nicht mal ob es im richtigen Forum ist.
Wer bis hier gelesen hat: vielen Dank

Fröhliches Umherwälzen an andere Nachteulen,
Gruß Renne
Mit meiner

22.01.2012 04:35 • 26.01.2012 #1


2 Antworten ↓


hallo,

also ich würde sagen ,du stehst kurz vor einem bourn out!

du stehst ständig unter strom und willst alles perfekt machen!!

ich würde sagen du solltest als erstes kürzer treten und dir dringend hilfe suchen.


l.g. urmel

22.01.2012 22:16 • #2


Servus Renee,

Ich finde du schreibst nicht konfus, ich denke ich habe dich sehr gut verstanden, kann gut nachvollziehen wie du dich fühlen musst. So wie in einem Hamsterrad.
Du hälst vieles gut durch, das ist schon mal viel wert, doch du hast es gerade nicht einfach. Ich kann dir keinen Rat geben, leider, ich kann dir nur schreiben, dass ich dich verstehe und dass ich es extrem gut finde, dass du dir das mal von der Seele geschrieben hast. Sowas hilft zumindest zu ein paar milliprozent.
Wielange warst du denn auf Jobsuche bevor du den Arzthelferinnenjob bekommen hast?

Denkst du du hättest die Kraft, die neben deinem Job die Augen für einen Vollzeitjob offen zu lassen und dich nebenher immer wieder auf Vollzeitjobs zu bewerben?
Meine persönliche MEinung ist, dass ich glaube zwei Jobs zu händeln ist allein vom Sozialen her schon schwieriger als sich um einen zu kümmern. Aber das ist nur die Theorie, leider ist es heutzutage extrem schwer überhaupt einen Job aufzureißen, deswegen verstehe ich dich ja so gut.

Ich wünsch dir jedenfalls , dass du eine pragmatische Lösung findest.
lg

26.01.2012 12:56 • #3




Mira Weyer