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snaily
Hallo zusammen,

ich wollte mal in die Runde fragen, ob es Leute gibt, die auch Angst vor der Angst haben und wie damit umgehen.
Ich hatte z.B. neulich eine Panikattacke auf der Autobahn.
Jetzt habe ich schwitzige Hände und bin zittrig und es summt in Ohren ( Kreislauf), wenn ich wieder auf Autobahn fahre. Bin dankbar für Erfahrungsberichte.

25.05.2016 20:08 • 26.05.2016 #1


9 Antworten ↓


vvolv
Ja die Angst vor der Angst ist ein weit verbreitetes Phänomen und wirklich eine äußerst unangenehme und hemmende Sache.
Idealerweise ignorierst du sie, machst deine Dinge weiterhin, und vertraust darauf, dass sich die Angst mit der Zeit auch wieder verkrümelt.
Aber das ist natürlich weniger leicht getan als gesagt.

25.05.2016 20:28 • x 2 #2



Schwitzige Hände, zittrig, Kreislauf und Ohren summen

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snaily
Sich immer wieder der Herausforderung stellen. Es fällt total schwer.
Wie gehts Dir denn momentan, vvolv?

25.05.2016 21:16 • #3


Hotin
Hallo snaily,
Zitat:
ich wollte mal in die Runde fragen, ob es Leute gibt, die auch Angst vor der Angst haben und wie damit umgehen.


Nicht ganz einfach, auf Deine Frage zu antworten.
Angst ist ein lebenswichtiges Gefühl, mit dem wir uns im Leben steuern.
Das Angstgefühl ist somit völlig normal. Wichtig ist aber wie jeder Mensch damit umgeht.

Was stört Dich an Deinen Gefühlen? Bekommst Du sie nicht in den Griff?
Kannst Du beschreiben, was Dir so sehr Sorgen in Deinem Leben macht?

Viele Grüße

Bernhard

26.05.2016 09:16 • #4


snaily
Hallo Bernhard

Schön, dass du geantwortest hast. Es ist tatsächlich so, dass ich jeden Tag das Gefühl habe, vor einer Prüfung zu stehen. Die Angstgefühle sind unangemessen.
Das Ganze über einen Zeitraum von Pubertät bis jetzt in wechselnder Intensität.
Die Folge, der Handlungsspielraum wurde eng und enger.
Sogar meine Arbeit ist jetzt in Gefahr. Die gefühlten steigenden Anforderungen setzen mir zu.
Was auch total schwierig ist, das Abschalten und wenn ich dann mal schlafe, das wieder in den Tag kommen. Die Übergänge.
Therapien helfen nur bedingt.
Die Aufgabe gerade, den Blickwinkel zu verändern und somit die Gedanken positiv beeinflussen. Und somit die körperlichen Missempfindungen in Schach zu halten.
Hoffe, das es umzusetzen geht. Irgendwann.
Traue mir vieles nicht zu.
Na ja. Es ist das Leben. Bei mir überwiegt diese heftige Anspannung. Immer und immer.

26.05.2016 11:36 • #5


Hotin
Hallo snaily,

Zitat:
Die Angstgefühle sind unangemessen.
Das Ganze über einen Zeitraum von Pubertät bis jetzt in wechselnder Intensität.
Die Folge, der Handlungsspielraum wurde eng und enger.


So, wie Du das hier beschreibst, geht das fast immer. Und das bedeutet,
jetzt musst Du diese Denk- und Verhaltensweise Schritt für Schritt und Tag für Tag wieder umkehren.
Dadurch wird Dein Handlungsspielraum wieder groß und größer.

Zitat:
Therapien helfen nur bedingt.


Was soll ich dazu sagen?

Therapien helfen sehr gut dagegen. Aber nur dann, wenn Du das, was dort erzählt wird versuchst genau umzusetzen.
Zitat:
Die Aufgabe gerade, den Blickwinkel zu verändern und somit die Gedanken positiv beeinflussen.


Auch das ist immer wieder etwa das gleiche. Nur wenn Du Deinen Blickwinkel immer einmal veränderst,
schaffst Du es Deine Ängste zu verstehen und dadurch auch leiser zu machen.
Zitat:
Und somit die körperlichen Missempfindungen in Schach zu halten.


Es sind keine Missempfindungen. Die Gefühle sind echt.
Das geht wie beim Radio hören. Du musst den Ton bei Deinen Gefühlen
laut oder leise stellen. Immer davon abhängig, ob Dir Deine "Gefühle-Musik"
gefällt oder eher nicht.

Ich sende Dir mal eine Info per PN.

Viele Grüße

Bernhard

26.05.2016 18:30 • #6


snaily
Hallo Bernhard

gerade habe ich deine Zeilen und die Verlinkung gelesen und erkenne darin ganz viel Potential. Für mich. Bin wirklich total angetan von der Mühe, die du dir gemacht hast, um Menschen wie mich zu unterstützen. Jetzt muss ich diese ganze Information erstmal sacken lassen. Ich spüre ganz deutlich die Kraft hinter dem Text. Sie berührt mich schon stark, nach nur 1xlesen.

Ganz vielen Dank erstmal für diesen hochinteressanten Beitrag. Werde ihn nun nochmal lesen.

Gruss snaily

26.05.2016 20:22 • #7


Hotin
Hallo snaily,

ganz herzlichen Dank an Dich.

Wünsche Dir, dass Du Deinen Weg findest. Bleibe in Deinen Gedanken unabhängig.
Auch ich mache gelegentlich gedanklich Fehler.

Viele Grüße

Bernhard

26.05.2016 20:31 • #8


snaily
Dieser bildliche Vergleich mit dem Radio, den Gefühlston zu verstellen, das find prima, wills versuchen.
@bernhard, ist für dich persönlich "Angst" auch ein grosses Thema (gewesen)?

26.05.2016 20:56 • #9


Hotin
Hallo snaily,

Zitat:
ist für dich persönlich "Angst" auch ein grosses Thema (gewesen)?


Allerdings, sonst würde ich wohl wie ein Blinder von Licht reden.

Was ich sage ist möglichst nah an der Praxis orientiert, aber wie schon
gesagt nicht fehlerfrei.

Versuche die richtige Einstellung zu Deinen Gefühlen zu finden und frage einfach, wenn Du nicht weiter kommst.

Du kannst alles lernen, wenn Du willst.

Viel Erfolg.

Bernhard

26.05.2016 22:00 • #10



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