4

MonkeySkull
Moin,

habe versucht mich mit meiner Erkrankung auseinanderzusetzen (Generalisierte Angststörung).
Ich habe Opipram Abgesetzt und seit dem ist es wieder ganz schlimm - die Angst nach draußen zu gehen.
Sobald ich die Haustür verlasse, oder auch schon der Gedanke daran, löst sofort Schwindel aus. Ein komisches beklemmendes Gefühl, Schwankend, unsicher, Ängstlich...
Vorgestern ist mir das Passiert als ich in die Stadt wollte. Der Schwindel kam und darauf folgte die Angstattacke.
Habe darüber nachgedacht, warum das so ist. Ist das die Angst vor dem Schwindel, was diesen dann auch auslöst, oder ist der Schwindel folge der Angst - wobei ich noch nicht weiß wovor überhaupt.

Ich habe wie gesagt Angst vor diesem Schwindel, dann Spüre ich ihn, er wird schlimmer, und dann kommt der Höhepunkt.
Also müsste ich theoretisch herausfinden woher der Schwindel kommt, wodurch er ausgelöst wird...

Es ist einfach so das ich Angst vor dieser ganzen Symptomatik habe, während ich unterwegs bin. Es gibt aber keinen bestimmten Auslöser dafür. Es reicht schon nur vor der Haustür zu stehen oder zu wissen, ich muss gleich weg, und es geht los.

Ich habe Akzeptiert das es Angst vor der Angst ist, aber woher die Angst, vor der ich Angst habe kommt, dass weiß ich einfach nicht.
Der Schwindel ist aber auch schon seit beginn meiner Angststörung (vor 4 Jahren) mein Hauptproblem.

Was mich immer wieder dazu gebracht hat zu denken das er doch nicht Psychisch bedingt ist, ist das er nicht immer da war. Es gab auch Zeiten da war er komplett weg und ich hatte 2 Wochen mal ruhe. Dann wache ich auf und er begrüßt mich wieder.

Vielleicht geht es dem einen oder anderen auch so und kann mir ein wenig helfen.

LG Dennis

02.12.2016 10:42 • 26.12.2016 #1


4 Antworten ↓


WegdaichbinArzt
Du hast Angst Schwindel zu bekommen, das heißt Dein Nervensystem ist in Alarmbereitschaft das kann dann schon zu einer starken Stressreaktion führen
das es zum Schwindel kommt.

Tritt der Schwindel dann tatsächlich ein bewahrheitet sich Deine Befürchtung und die Angst steigt noch weiter an und kann sich dann bis zur Panikattacke entwickeln.

Im Prinzip ist immer erst das Symptom da, allerdings wurde das Symptom durch die erhöte Erregbarkeit des Nervensystem selbst Ausgelöst. Da man das Symptom dann aber als
Bedrohung sieht steigt die Angst weiter und man fühlt sich bestätigt das etwas nicht stimmt.

02.12.2016 10:52 • x 2 #2


MonkeySkull
Danke für die Antwort. Heißt das also ich müsste die Angst vor dem Schwindel loswerden, damit er nicht eintritt? Durch das grübeln und die Sorge stresse ich mich selber, dass Nervensystem reagiert mit Schwindel und weiteren Symptomen, dass wiederum löst Stress aus und es geht weiter so?

Ich stehe schon morgens mit dem Gedanken auf, wie der Tag wohl ablaufen wird, wie es mir geht. Diese Kontrolle hält eigentlich durchgehend an, bekomme das nicht mehr aus dem Kopf. Ich weiß nicht wie ich dieses Gedankenkarussel stoppen kann. Wenn ich dich richtig verstehe, würde durch andere Gedanken, mehr Positives enstehen und die Symptome werden weniger? Genau dieses muster kann ich nicht unterbrechen. Bin auch noch immer nicht in Therapie. Daher habe ich keinen Schimmer wie ich das anstellen soll, welche Lösungen es gibt...

02.12.2016 11:20 • #3


WegdaichbinArzt
Genau. Du hast es erfasst. Nur die Umsetzung ist das größte Problem dabei.

Sich Sorgen machen löst im Körper eine Stressreaktion aus. Macht man sich nun ständig Gedanken erhöht sich der Stresslevel immer weiter. Irgendwann kommt es
durch den erhöhten Stresslevel zu körperlichen Symptomen wie zum Beispiel Schwindel. Der Schwindel ist aber nur eine Reaktion des erhöhten Stresslevels und der erhöhte
Stresslevel eine Reaktion der Gedanken (Sorgen machen). Das ist der Kreislauf der Angst.

02.12.2016 11:40 • x 1 #4


Ach Leute ich erkenne mich in so vielen von euch wieder. Und so doof das klingt es tut gut.

26.12.2016 20:46 • x 1 #5




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Mira Weyer