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Boshi
Hallo,

kennt jemand von euch das gefühl, das man einfach nicht mehr kann oder will, weil einen die angst jeden tag so fertig macht? bin einfach nicht in der lage mein gedankenkarussell zu stoppen. habe angst, dass ich einfach nicht mehr kann und mir dann etwas antue. wie lange kann man angst aushalten?

lg boshi

13.11.2012 21:37 • 01.05.2013 #1


30 Antworten ↓


Hallo Boshi,

Das tut mir sehr Leid für dich. Ich weiß wie das ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man Angst, wie auch körperliche Symptome sehr lange aushalten kann/muss.

Es gibt da einen Spruch der lautet "Du wirst überrascht sein, wie weit du von dem Punkt aus noch gehen kannst, von dem du dachtest, er sei das Ende."

Ich dachte auch schon oft, ich kann nicht mehr vor Angst und schmerz, ich will, dass es einfach vorbei ist....aber ich habe bisher alles ausgehlaten und lebe noch. wie man sich dabei fühlt, ist die andere Frage, nur man hält sehr viel aus.

Ich hoffe, dass du nicht aufgibst, und es dir bald besser geht!
Ich drück dich!

Grizi

13.11.2012 21:40 • #2



Pure verzweiflung

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Boshi
Hallo Grizabella,

danke für deinen lieben zuspruch. wie bist du denn durch diese zeit gekommen bzw. was hast du dagegen unternommen?

lg boshi

13.11.2012 21:46 • #3


Hallo Boshi,
ja das kenn ich allzu gut....
ganz am Anfang,als ich meine Attacken bekam und die immer schlimmer wurden und ich gar nicht wusste,was das eigentlich ist,hab ich gedacht ich dreh durch.
Ich konnte nicht mehr schlafen,nicht mehr essen,ich konnte NICHTS mehr ,so sehr hatte mich diese Angst im Griff und es war entsetzlich,ich erinnere mich wirklich mit Schaudern daran.
Da gab es einige Momente,wo ich mir gedacht habe,dass ich so nicht mehr leben kann,denn die Tage und die Nächte bestanden nur noch aus Angst,Angst,Angst,ich traute mich abends noch nicht mal mehr ins Bett,weil da waren die Attacken am Schlimmsten,es ging echt nichts mehr....
Bis ich eine Therapie anfing,die langsam,aber wirklich nur langsam Besserung gebracht hat und mittlerweile geht es bergauf,zwar auch langsam,aber stetig.

Such dir unbedingt professionelle Hilfe,weil ich hab anfangs auch den Fehler gemacht und das Ganze nach aussen hin schön geheim gehalten (dass nur ja Keiner was mitkriegt) und nur die Familie war eingeweiht,die Familie kann aber nur bedingt weiter helfen,die kann dir eine Stütze sein,aber keine echte Hilfe bei der Bewältigung.
Ich wünsch dir schnelle Besserung!!

13.11.2012 21:48 • #4


Gerne

Naja, da fragst du mich was. Wie ich da druchgekommen bin. Ich habe einfach immer versucht, es zu akzeptieren, versucht, nicht aufzugeben und irgendwann ging es immer mal wieder besser...aber dann auch wieder schlechter.

Ich habe einfach versucht, meinen Alltag hinzubekommen, habe mir Pläne aufgestellt, mit Regeln, was ich mind, am Tag mache, egal wie es mir geht. So was wie: Den Hund gut versorgen, regelmäßig was essen, Dehnübungen, Entspannen....so in der art.

Manchmal schreibe ich einen Brief an irgendweine Person, in der ich alles schreibe, was mich so belastet. Ich schicke die Briefe dann nicht ab, aber ich schreibe sie einfach.

Ich meditiere oft, oder versuche einfach zu "sein" also ganz im Jetzt zu sein, wo es eigentlich kein Problem gibt...

Ich habe schon vieles probiert und probiere es noch....ganz genau weiß ich selbst nicht, wie ich immer durch die ganz schlimmen Zeiten gekommen bin....wahrscheinlich mit dem Bewusstsein, dass ich eigentlich eine sehr starke Person bin, dass in meinem Innersten noch ein Fünkchen brennt, dass mich nicht aufgeben lässt...weil ich eigentlich gerne Leben würde,nur kann ich nicht immer so, wie ich es mir vorstelle, aber vl irgendwann

was hast du denn schon probiert oder unternommen? Was hilft dir?

13.11.2012 21:52 • #5


Boshi
oh Grizabella,

habe schon mal eine gesprächstherapie gemacht, so vor 10 J. ca. Entspannungstechniken erlernt, bücher gelesen, gegoogelt, positives denken, immer versucht nicht aufzugeben .... puh

teilweise hat es auch geklappt, es gab mal bessere zeiten.

stelle aber immer wieder fest, dass ich schwierigkeiten habe die ganze theorie umzusetzen. kann mich so fürchterlich in die angst hineinsteigern.

für notfälle hab ich ein benzo im haus, hab heute wieder angefangen johanniskraut zu nehmen.

lg boshi

13.11.2012 22:03 • #6


Hat dir denn die Gesprächstherapie geholfen, oder gar nicht?

Ja, es ist leider sehr schwer nicht aufzugeben, wenn mann sich immer einen abrackert, alles dafür tut und trotzdem immer wieder eine übergezogen bekommt...geht mir auch ständig so...aber ausser weitermachen gibt es keine Alternative

Das umsetzen muss man manchmal täglich wieder ganz vorne beginnen und oft beneidet man dann andere Menschen usw...es ist schwer, aber wir sind eben ganz besondere Menschen

Wünsch dir viel Energie!

13.11.2012 22:13 • #7


Hallo Boshi, du musst nur ganz, ganz fest daran glauben das es besser wird. Es kommt die Zeit da geht es dir besser, versprochen. Ich sag mir immer, wenn ich mal wieder in so einem Loch stecke, das ich jeder Erkältung die Zeit gebe gesund zu werden. Also muss ich auch meiner Psyche die Zeit geben um wieder gesund zu werden. Ich glaube man muss das wie jede andere Krankheit hinnehmen, man kann da nichts erzwingen. Liebe Grüsse

13.11.2012 23:11 • #8


Ich weiss das Thema hier ist schon sehr lange her, aber gibts wirklich ein Licht ? Ich habs total aus den Augen verloren...

29.04.2013 18:50 • #9


Was lässt dich in deiner Lebenssituation denn so verzweifeln ?
Es ist immer möglich aus so einem Loch herauszukommen - ein Patentrezept gibt es dafür nicht - außer eben: An sich arbeiten und nicht aufgeben.
Nur wenn man nicht mehr daran glaubt und sich gewissermaßen aufgibt, dann tut man nicht mehr viel dafür und verharrt in den alten Alltagsmustern.

29.04.2013 19:11 • #10


Hallo Urifda...

Es sind diese Attacken...Jeden Tag...
Ich kann einfach nicht mehr...
Ich schaffs nicht mehr mich selbst raus zu holen...
Ich gehe arbeiten und arbeite auch an mir, das habe ich immer getan, aber dennoch habe ich keinerlei Lebensqualität mehr...
Und es ist furchtbar in den Phasen schlimmster Angst und Verzweiflung ein Medikament nehmen zu müssen...
Das scheint mir grade wie eine unüberwindbare Hürde, aber so wie es eben ist gehts auch nicht...
Es trau mich nicht nach links, aber auch nicht nach rechts.....
Und ich soll heute Abend anfangen....

29.04.2013 19:20 • #11


An dem Punkt war ich auch! Wollte doch einfach nur noch das dieses Gefühl endlich vorbei geht und hatte die Tabletten in der Hand und konnte mich dennoch nicht überwinden sie zu nehmen. Denn Fakt ist, diese Tabletten brauchen mindestens 3-4 Wochen bis sie Wirkung zeigen und ich hatte immernoch HOffnung es auch ohne hin zu bekommen.

29.04.2013 19:54 • #12


Und hast Du es ohne geschafft Firesnow ?

29.04.2013 19:56 • #13


Ja, zumindest hat sich mein Zustand sehr verbessert! Habe nicht mehr dieses Gefühl... war echt der Horror. Morgends schon heulend im Bett gelegen mit dem GEfühl den TAg nicht zu schaffen! Habe mir immer nur gewünscht, dass er bald vorbei ist. Jeder GAng vor die Türe war eine Qual, nichts mehr ging, kein Haushalt, keine Hobbys, hatte 24 Studnen lang nur Angst!
Das ist heute anderst, aber natürlich noch nicht vorbei. Aber ich bin hoffentlich auf dem Weg nach oben. Auch wenn ich zwischendurch immer wieder Rückschläge einstecken muss. Aber es ist mir schon viel Wert morgends aufzustehen ohne sofort an die Angst zu denken. Aber natürlich überkommen auch mich noch die PA, aber ich kann anderst damit umgehen als noch vor 2 MOnaten. Da hatte ich wirklich plötzlich Angst zu ersticken und dachte jetzt muss ich mich einweisen lassen....

Habe aber schon einmal in meinem Leben so eine Phase ohne Medikamente überwunden. Ging zwar ein Jahr in dem ich auch nicht mehr arbeiten gehen konnte, aber ich habe es geschafft. Von daher wusste ich auch, dass ich es auch ohne irgendwie hinbekommen kann. Vielleicht nicht so schnell, aber dafür aus eigener Kraft.....

Aber beim Thema Medikamente scheiden sich die Geister! Finde das muss jeder für sich selbst entscheiden!

29.04.2013 20:18 • #14


Ich bin der Meinung, wenn man es aus eigener Kraft schafft bringt es einem mehr. Hatte vor allem auch so Angst vor den anfangs starken Nebenwirkungen und davor was passiert wenn ich die Dinger jemals wieder absetzen soll. Seit 2 Tagen ist es jetzt wieder ein bisschen schlimmer geworden, aber ich weiß wieso und kann daher besser damit ungehen....

29.04.2013 20:23 • #15


Das klingt gut...das Du es so geschafft hast...
Ich wünsche auch Jedem einfach nur Erleichterung, ob mit oder ohne, da gebe ich Dir Recht !
Ich habe auch wahnsinnige Panik mich in eine unendliche Attacke zu katapultieren wenn ich das Zeug jetzt nehme...
Allerdings muss ich zur Ruhe kommen...! Und aus eigener Kraft ohne Medikamente schaffe ich es eben einfach nicht....
Zumindest fällt mir kein Weg ein...
Selbst Wetterwechsel ängstigen mich...

29.04.2013 20:44 • #16


Ich dachte auch ich schaffe es nicht mehr!war an dem Punkt wo nichts mehr ging! Aber gibt es Stunden am Tag wo es dir besser geht?

29.04.2013 20:49 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Vor was hast du Angst? Was für Gefühle sind das?

29.04.2013 20:50 • #18


http://m.youtube.com/index?hl=de&gl=DE& ... %26hl%3Dde

Schau dir mal das Video an! Vielleicht kann es dir ein bisschen helfen wenn die Angst ganz schlimm wird! Hast du jemanden der dir hilft? Partner etc. Bist du in Therapie?

29.04.2013 20:52 • #19


Oh...
Ich weiß kaum wo ich anfangen soll...
Mein Hauptsymptom ist momentan ein Kribbeln im gesamten Oberkörper....Brustkorb, Hals, Arme...ich kann Dir nicht mal genau sagen ob es auf oder unter der Haut ist...es ist so quälend....
Ansonsten leide ich unter Dauerschwindel, Unwirklichkeitsgefühlen ( manchmal erscheint mir z.B. mein Arbeitsplatz ganz anders als am Tag zuvor ), Schmerzen im Herzbereich, Zwicken im Kopf, Kälte, - und Hitzeschauer und völlig unkontrolliert einschießendes Adrenalin....
Kann mich, wenn alles zusammen kommt, einfach nicht lösen...ich rutsche immer rein...
Mein Hauptproblem sind Verlustängste, Kind, Partner, Freunde und selbst bei den Haustieren...
Wie ist es bei Dir ? Was ist Deine Hauptsorge ?

29.04.2013 21:02 • #20



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