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aldia249
Hallo Zusammen,

ich schreibe hier rein, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß und es nicht mehr aushalte.

Zu meiner Person: Ich bin 25 Jahre alt und seit 1em Jahr in ambulanter analytischer Therapie (davor noch ein Jahr Verhaltenstherapie).
Es gibt drei Hauptprobleme in meinem Leben:

1) Angst vor Reisen/ Neuerungen /Ortswechsel
2) Bindungsangst/ Partnerschaft
3) Akutes Studienproblem.

Nun zum 3.: Seit 03/2014 studiere ich Betriebswirtschaft in einer Stadt, die eine Autostunde von meinem Wohnort entfernt liegt. Ich fühle mich in diesem Studium null wohl und weiß aber auch gleichzeitig nicht, was ich eigentlich will und wo genau die Probleme an dem Studium liegen. Ich habe das mittlerweile einfach aufs Pendeln und die Gesamtsituation geschoben. Natürlich ist mir mittlerweile auch bewusst, dass es mit der Psyche verbunden ist, da es normalen Menschen wahrscheinlich nicht den großen Schmerz bereiten würde, den ich fühle. Habe mittlerweile alternative Studiengänge rausgesucht (die in meinem Wohnort auch angeboten werden). Dennoch weiß ich nicht, ob ich das wirklich will, ob es besser wird und was ich eigentlich überhaupt will. Der Therapeut meinte heute, dass die komplette Frage nicht so ausschlaggebend sei und dass die Zukunft den Weg schon zeigen wird.
Der Leidensdruck ist einfach nur so groß, dass ich nicht weiß was tun. Wechseln oder nicht?
Mal jetzt ganz abgesehen von den anderen beiden Problemfeldern

Nun zu meinen Fragen:

Hat vielleicht jemand einen Tipp? Hat schon jemand Erfahrung mit analytischer Therapie? Wann merkt man den Erfolg? Doofe Fragen, aber ich weiß einfach nicht mehr weiter und hab das Gefühl, es geht nichts vorwärts.


Bitte bitte helft mir!
Ganz liebe Grüße

21.10.2015 15:58 • 11.08.2016 x 1 #1


17 Antworten ↓


Icefalki
Hallo aldia,

Herzlich willkommen.

Gleich zum Thema: warum hast du Angst?

Das ist alles, darum geht es. Das ist Therapie.

Du fühlst dich unwohl und weißt nicht, was du tun sollst.

Warum weißt du das nicht?

Das sind Fragen , die du dir selbst stellen kannst. Du musst dich kennenlernen. Darum geht es.

Wer bin ich, was will ich.

Angst ist nur Symptom.

21.10.2015 16:10 • #2



Psychotherapie Wann Erfolg/Studiumswechsel Angststörung

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aldia249
Zitat von Icefalki:
Hallo aldia,

Herzlich willkommen.

Gleich zum Thema: warum hast du Angst?

Das ist alles, darum geht es. Das ist Therapie.

Du fühlst dich unwohl und weißt nicht, was du tun sollst.

Warum weißt du das nicht?

Das sind Fragen , die du dir selbst stellen kannst. Du musst dich kennenlernen. Darum geht es.

Wer bin ich, was will ich.

Angst ist nur Symptom.



Vielen, vielen Dank für die Antwort.
Das Schlimme ist, ich weiß es einfach nicht. Ich hab vor so vielem Angst. Beim meinem Problem zum Thema Reisen kreisen die Gedanken meißt um Was ist, wenn ich krank werde vor der Reise, oder wenn ich dort bin. Daraus folgt dann Was werden die anderen denken? Was ist wenn ich es psychisch nicht aushalte und depressiv werde Aus der Gedankenfolge passiert dann meißt,dass ich einfach die Reise meide bzw. nicht antrete, oder genau davor tatsächlich kranke werde (da kann ich die Uhr stellen)

Bei meinem akuten Studienproblem ist es aktuell so: Ich habe jetzt noch bis März Zeit bis es weiter geht, da ich ja aktuell Praktikum mache. Jedes mal, wenn ich im Praktikum mit dem Thema Studium konfrontiert werde, bekomme ich eine Panikattacke. Ich weiß einfach nicht mal wovor ich Angst habe. Es ist nicht mal wirklich Angst, eher sehr starke Abgneigung / Aversion. Sehr schwierig. das Gefühl zu beschreiben. Wenn ich an einen Wechsel denke, habe ich Angst es noch schlimmer zu machen und den Druck zu verstärken, wenn mir es wieder nicht passt. (Abgesehen davon, dass ich ja nicht mal weiß was genau mein Problem ist)

Ich habe auch eine rießen große Angst, dass meine Therapiestunden irgendwann enden und ich niemanden mehr habe. Das ist auch Horror.

Was meinst du genau mit mich Kennenlernen? Es fällt mir immer so schwer konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Bei allen anderen hab ich immer die besten Tipps, aber beim eigenen Leben und Ich versag ich auf voller Linie


Ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, um mir zu Antworten.

Liebe Grüße!

22.10.2015 15:04 • #3


Icefalki
Gehe nur mal auf dein Problem, was andere über dich denken könnten, ein

Angenommen, du fällst in der Panik um? Oder du fällst negativ auf?

Jetzt die Frage, warum ist das so schlimm für dich. Was steckt da dahinter? Musst du immer perfekt sein?

22.10.2015 15:52 • #4


Liebe Aldia, also zuerst mal: ich mache auch eine analytische Therapie (tiefenpsychologisch), seit 2 Jahren schon und jetzt sind nur noch 20 Stunden über. Habe auch Angst, dass es zuende geht. Aber jetzt nehme ich nur alle 2 Wochen eine Stunde und so reichen die Stunden länger. Für mich ist die Therapie vor allem hilfreich, da ich mich ständig mit meinem Therapeuten auseinandersetze. Ich übe also für das richtige Leben mit ihm. Aber die Therapie hilft mir auch oft, klarer zu sehen, was gerade los ist und warum es mir gerade so geht, wie es mir geht. Ich mache aber auch noch einige andere Dinge abgesehen von der Therapie, die mir weiter helfen. Zum einen gehe ich zu Selbsthilfegruppen. Die sind auch noch da, wenn die Therapie endet, deshalb würde ich dir sehr dazu raten (schau mal hier: http://www.coda-deutschland.de/). Vielleicht gibt es ja auch an der Uni so etwas. Außerdem gehe ich zu Familienaufstellungen, das finde ich total hilfreich. Kann man auch begleitend zur Therapie machen (schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung oder http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/fa ... ufstellung). Gerade - aber nicht nur - bezüglich dem Thema mit den Reisen könnte eine Familienaufstellung sicher weiter helfen. Und so geht es immer voran, aber langsam. Das zu deiner Frage, wann man merkt, dass es hilft. Es dauert einfach... Was das Studium angeht, würde ich deinem Therapeuten recht geben. Solange du nicht weißt, was du sonst machen sollst, erstmal weitermachen und versuchen rauszufinden, was es genau ist, woran du im Studium momentan so leidest. Spür in dich hinein. Registriere genau, wann es dir gut geht und wann schlecht. Was genau sind die Auslöser, dass es dir schlecht geht (Leistungsdruck, Prüfungsangst)? Du sagst, du bekommst Angstattacken, wenn du an das Studium denkst. Was genau für einen Gedanken hast du da? Schreib mal alle Gedanken auf, die dir Angst machen und dann schreib daneben, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie zutreffen. Was mir noch eingefallen ist bei deinem Text: Wenn es dir im Praktikum gut geht, wäre es vielleicht sinnvoll, erstmal zu arbeiten? Oder etwas zu finden, das nicht so einen großen Leistungsdruck auf dich ausübt? Naja, das ist jetzt ins Blaue hinein geschrieben. Hoffe, ich konnte dir behilflich sein und wünsche dir gute Besserung!

22.10.2015 16:17 • #5


aldia249
Zitat von Valerie:
Liebe Aldia, also zuerst mal: ich mache auch eine analytische Therapie (tiefenpsychologisch), seit 2 Jahren schon und jetzt sind nur noch 20 Stunden über. Habe auch Angst, dass es zuende geht. Aber jetzt nehme ich nur alle 2 Wochen eine Stunde und so reichen die Stunden länger. Für mich ist die Therapie vor allem hilfreich, da ich mich ständig mit meinem Therapeuten auseinandersetze. Ich übe also für das richtige Leben mit ihm. Aber die Therapie hilft mir auch oft, klarer zu sehen, was gerade los ist und warum es mir gerade so geht, wie es mir geht. Ich mache aber auch noch einige andere Dinge abgesehen von der Therapie, die mir weiter helfen. Zum einen gehe ich zu Selbsthilfegruppen. Die sind auch noch da, wenn die Therapie endet, deshalb würde ich dir sehr dazu raten (schau mal hier: http://www.coda-deutschland.de/). Vielleicht gibt es ja auch an der Uni so etwas. Außerdem gehe ich zu Familienaufstellungen, das finde ich total hilfreich. Kann man auch begleitend zur Therapie machen (schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung oder http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/fa ... ufstellung). Gerade - aber nicht nur - bezüglich dem Thema mit den Reisen könnte eine Familienaufstellung sicher weiter helfen. Und so geht es immer voran, aber langsam. Das zu deiner Frage, wann man merkt, dass es hilft. Es dauert einfach... Was das Studium angeht, würde ich deinem Therapeuten recht geben. Solange du nicht weißt, was du sonst machen sollst, erstmal weitermachen und versuchen rauszufinden, was es genau ist, woran du im Studium momentan so leidest. Spür in dich hinein. Registriere genau, wann es dir gut geht und wann schlecht. Was genau sind die Auslöser, dass es dir schlecht geht (Leistungsdruck, Prüfungsangst)? Du sagst, du bekommst Angstattacken, wenn du an das Studium denkst. Was genau für einen Gedanken hast du da? Schreib mal alle Gedanken auf, die dir Angst machen und dann schreib daneben, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie zutreffen. Was mir noch eingefallen ist bei deinem Text: Wenn es dir im Praktikum gut geht, wäre es vielleicht sinnvoll, erstmal zu arbeiten? Oder etwas zu finden, das nicht so einen großen Leistungsdruck auf dich ausübt? Naja, das ist jetzt ins Blaue hinein geschrieben. Hoffe, ich konnte dir behilflich sein und wünsche dir gute Besserung!



Hallo Valerie,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und danke auch für die tollen Tipps. Das mit der Selbsthilfegruppe hab ich mir auch überlegt. Werde jetzt mal schauen, ob es hier in der Nähe da irgendwo Zugang gibt und von dem zweiten Tipp habe ich zwar noch nichts gehört. Dem werd ich aber auch auf jeden Fall nachgehen.
Darf ich fragen, wann genau du so richtig Besserung gemerkt hast? Habe einfach Angst, dass die Therapie bei mir einfach gar nicht zieht bzw. dass ich untherapierbar bin.
Danke auch für den Tipp mit der Liste. Das fällt mir leider so schwer, weil wenn ich mein Inneres frag, dann weiß ich einfach nix. Innerlich bin ich total leer und das nervt mich noch mehr und erhöht den Druck. Das Blöde ist, wenn man weiß, dass diese Ängste (oder viel mehr Qualen) so unsinnig sind und dass man so übermäßig übertreibt, aber es einfach nicht ändern kann, bzw, nicht weiß wie.
Das mit der Arbeit geht leider nicht so einfach, da ich schon im 4. Semester bin. Es wäre hop oder top und ich bin auch schon bald 25.

Ganz liebe Grüße 1000 Dank

23.10.2015 17:25 • #6


aldia249
Zitat von Icefalki:
Gehe nur mal auf dein Problem, was andere über dich denken könnten, ein

Angenommen, du fällst in der Panik um? Oder du fällst negativ auf?

Jetzt die Frage, warum ist das so schlimm für dich. Was steckt da dahinter? Musst du immer perfekt sein?


Hallo Icefalki,

vielen Dank dir auch nochmal für die Antwort.
Im Prinzip liegt das Problem nicht nur, wenn ich den Bezugspunkt auf Andere lege. Ich quäle mich auch viel selbst damit, weil ich einfach nicht so sein will,bzw. weiß dass es psychisch ist. Ich würde so gern einfach mal weg können, aber immer nur diese Austicker bzw. zufälligen Krankheiten, nach denen ich die Uhr stellen kann.

Ich glaub, wenn ich mir öfter das durchlese, was du geschrieben hast, kann ich die Fragen am Besten mit Ich bin es mir selbst schuldig beantworten. Dahinter steckt vermutlich die Kindheit. (Hab jetzt nicht allzu Schlimme Dinge erlebt, aber irgendwo hat das bei mir trotzdem Spuren hinterlassen)

Ätzend :/

23.10.2015 17:32 • #7


aldia249
Ich versteh mich einfach nicht. Ich sitze in der Arbeit und alles ist wunderbar. Dann kommt ein Uninahes Thema auf bspw. eine Mitstudentin sagt etwas für die Bachelorarbeit und ich beginne Filme zu schieben und alles mögliche.
Ich weiß selbst, dass es einfach keinen Sinn macht so zu reagieren und dass mich die Uni (blöd gesagt) auch nicht fressen will, aber es geht einfach nicht raus.
ich beneide einfach die Menschen, die sich mit jeglichen Situationen arrangieren können.
Der Therapeut hat Recht. Es kann nicht sein, dass ich mir von solchen Dingen die Zukunft diktieren lasse. DIesmal ist es vielleicht das Studium. Im Job/ den nächsten Jobs wird es vermutlich genauso und ständige Job-Wechsel können ja auch nicht die Lösung sein
Es tut so gut, dass einfach mal rauszulassen-
Danke euch allen und für die wertvollen Tipps.

23.10.2015 17:38 • #8


Icefalki
Aldia, aber überlege doch einfach mal, was eigentlich so innerlich abläuft.

Z.b. Uni. Ich meine, was kommt da hoch. Nur jetzt als Beispiel. Mich langweilt es. Oder ich bin dem nicht gewachsen, oder ich muss mich festlegen, bin gefangen.

Für was steht die Uni stellvertretend? Ist es der Wunsch, etwas vorweisen zu müssen?

In diese Gedanken musst du rein. Vergesst die Panik mal bei diesen Gedanken.

Irgendwas lässt dich einen Weg gehen, der dich einengt. Nur mal frei nachdenken..vollkommen wurscht, was dabei rauskommt.

Es ist nicht die Uni, die verknüpfst du nur mit deiner Angst.

23.10.2015 18:32 • #9


aldia249
Zitat von Icefalki:
Aldia, aber überlege doch einfach mal, was eigentlich so innerlich abläuft.

Z.b. Uni. Ich meine, was kommt da hoch. Nur jetzt als Beispiel. Mich langweilt es. Oder ich bin dem nicht gewachsen, oder ich muss mich festlegen, bin gefangen.

Für was steht die Uni stellvertretend? Ist es der Wunsch, etwas vorweisen zu müssen?

In diese Gedanken musst du rein. Vergesst die Panik mal bei diesen Gedanken.

Irgendwas lässt dich einen Weg gehen, der dich einengt. Nur mal frei nachdenken..vollkommen wurscht, was dabei rauskommt.

Es ist nicht die Uni, die verknüpfst du nur mit deiner Angst.


Hallo Icefalki,

wiederum ein großes Dankeschön für deine zum Nachdenken anregenden Worte, immer auf den Punkt gebracht.


Die Gedanken die hochkommen, wenn ich allein an Uni denke/ bzw. dort bin kann man am Besten mit großer Abneigung/ Aversion beschreiben. Ich fühle mich unwohl, gefangen, depressiv (natürlich grundlos)

Der Grund warum ich das Studium mache ist der, dass ich davor eine kaufmännische Ausbildung gemacht habe (mit der ich auch schon sehr unzufrieden war inkl. Abbrechungswunsch. Gründe damals : Unterforderung, ständig wiederholende Aufgaben, keine Zukunftsperspektive für persönliche Entfaltung) aber natürlich auch keinen Plan, was machen. Daher hab ich mich für ein sehr generalisiertes Studium auf Grundbasis der Ausbildung entschieden, das aber noch mehr Orientierungen zulässt =Mischung aus BWL Informatik und Medien.

Ich wüsste nicht für was die Uni stellvertretend stehen könnte Aber Fakt ist, es muss was geben, da normaler Menschen auch nicht so reagieren, wenn ihnen das Studium nicht gefällt. (Ganz abgesehen von den anderen Problemen, wie Bindungsangst, Angst vor Reisen, Events und ständige psychisch bedingte Krankheiten)

Ich bekomm einfach den blöden gemeinsamen Nenner der Probleme nicht (sofern es einen gibt) um endlich einen generalen Ausweg aus diesem Delirium zu finden:(

Danke für deine Zeit!
Ganz liebe Grüße

03.11.2015 16:21 • #10


7th Galahad
Hey aldia249,

wie läuft es mit dem Studium? Geht es dir damit jetzt besser? Du bist noch im Forum aktiv, deswegen dachte ich, es wäre angebracht noch etwas hierzu zu schreiben..?

Ich habe zwei Ausbildungen in einem völlig falschen Bereich (für mich) gemacht und bereue dies zutiefst. Wer auch immer davon weiß, nagelt mich auf meinen Beruf fest und lässt nicht mehr den Gedanken zu, dass ich dies nicht gerne bin, auch wenn es sonst keiner verstehen kann. Wenn dir ein Studium oder eine Ausbildung nicht gefällt - die Angstzustände mal außen vor lassend - dann analysiere deine Situation und handele angemessen.

- Pro / Kontra-Liste
- Was will ich damit erreichen?
- Was bringt mir das überhaupt?
- Lohnt es sich, mich hier durchzuquälen, weil ich mit dem Abschluss etwas Sinnvolles anfangen kann?

Ich habe nach dem ersten Jahr aushalten beschlossen, es einfach zu ertragen, was ein schwerer Fehler war. Man lebt nur ein mal und, so kindisch das klingen mag, sollte tun was einem Spaß macht. Wir sind nicht mehr im Industriezeitalter, wo jeder in eine Form gepresst wurde, selbst wenn er kein Bestatter oder Metzger werden wollte. Glaub an dich.

Ganz liebe Grüße

11.08.2016 16:09 • #11


aldia249
Zitat von 7th Galahad:
Hey aldia249,

wie läuft es mit dem Studium? Geht es dir damit jetzt besser? Du bist noch im Forum aktiv, deswegen dachte ich, es wäre angebracht noch etwas hierzu zu schreiben..?

Ich habe zwei Ausbildungen in einem völlig falschen Bereich (für mich) gemacht und bereue dies zutiefst. Wer auch immer davon weiß, nagelt mich auf meinen Beruf fest und lässt nicht mehr den Gedanken zu, dass ich dies nicht gerne bin, auch wenn es sonst keiner verstehen kann. Wenn dir ein Studium oder eine Ausbildung nicht gefällt - die Angstzustände mal außen vor lassend - dann analysiere deine Situation und handele angemessen.

- Pro / Kontra-Liste
- Was will ich damit erreichen?
- Was bringt mir das überhaupt?
- Lohnt es sich, mich hier durchzuquälen, weil ich mit dem Abschluss etwas Sinnvolles anfangen kann?

Ich habe nach dem ersten Jahr aushalten beschlossen, es einfach zu ertragen, was ein schwerer Fehler war. Man lebt nur ein mal und, so kindisch das klingen mag, sollte tun was einem Spaß macht. Wir sind nicht mehr im Industriezeitalter, wo jeder in eine Form gepresst wurde, selbst wenn er kein Bestatter oder Metzger werden wollte. Glaub an dich.

Ganz liebe Grüße


Hallo Galahad und vielen Dank für deinen Beitrag,

ja ich verfolge mein Thema noch.
Tut mir sehr leid, dass es dir so ergangen ist und ich kann dich ziemlich gut verstehen. Was genau machst du denn jetzt gerade? Arbeitest du in dem Beruf, der dir nicht gefällt? Darf ich fragen, um welche Ausbildungen es geht? Hast du Chancen deine Situation noch zu drehen? (Blöde Frage, Chancen gib es immer )

Also bei mir hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Ich studiere noch und habe entschieden, es durch zu ziehen. Die Entscheidung bereue ich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Seit dem ich akzeptiert habe, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um über meinen zukünftigen Beruf zu entscheiden, geht es alles viel lockerer. Das Semester hat mir komischerweise sogar zum Teil Spaß gemacht.
Mein Studium ist wahnsinnig breit gefächert, deshalb verbau ich mir erstmal nichts.

Leider weiß ich trotzdem noch überhaupt null komma null, was ich beruflich machen möchte und mir fehlen auch grad die Ideen, wie ich dahinter kommen könnte. Wahnsinnig viele Berufstests hab ich schon gemacht.

Liebe Grüße

11.08.2016 16:38 • #12


igel
Du bist noch jung und hast Zeit, was Deine Berufswahl trifft. Ausserdem ändert sich heutzutage die Berufswelt mit ihren Anforderungsprofilen so schnell, da würde ich mir keine Gedanken machen. Auf Dein Studium konzentrieren, möglichst guten Abschluss machen......alles Weitere ergibt sich dann irgendwie.

11.08.2016 17:14 • #13


aldia249
Zitat von igel:
Du bist noch jung und hast Zeit, was Deine Berufswahl trifft. Ausserdem ändert sich heutzutage die Berufswelt mit ihren Anforderungsprofilen so schnell, da würde ich mir keine Gedanken machen. Auf Dein Studium konzentrieren, möglichst guten Abschluss machen......alles Weitere ergibt sich dann irgendwie.

Danke Lieblingsigel

Problem ist, bin jetzt dann bald fertig und hab keeeein Peil. Null komma null. Es muss doch irgend nen Weg geben, mal n bisschen Orientierung rein zu bekommen, ohne 30 Praktika zu machen. Fakt ist, es macht mir nicht mehr so große Angst, wie letztes Jahr, Diesen Fortschritt sehe ich und das stimmt mich schon mal sehr positiv.

11.08.2016 17:19 • #14


igel
Prinzessin, mit einem abgeschlossenem Hochschulstudium ist schon sehr viel erreicht. Dann kannst Du Dich erstmal ausprobieren.

11.08.2016 17:53 • #15


aldia249
Das ist es! ich werde Prinzessin

11.08.2016 18:24 • x 2 #16


7th Galahad
Hey, schön, dass sich deine Bemühungen und die Angst wieder etwas stabilisiert haben.

Dir muss nicht leid tun, was mir so alles passiert ist. Wenn ich ehrlich bin, hätte nicht mal ich selbst abwenden können, was passiert ist. Manchmal verschuldet man sich eine problematische Zeit selbst oder hat, trivial gesagt, einfach übelartiges Pech.

Zitat von aldia249:
Was genau machst du denn jetzt gerade? Arbeitest du in dem Beruf, der dir nicht gefällt? Darf ich fragen, um welche Ausbildungen es geht? Hast du Chancen deine Situation noch zu drehen? (Blöde Frage, Chancen gib es immer )

Zur Zeit beschränke ich mich die Wochenenden auf ehrenamtliche Arbeit und erhöhe parallel dazu meinen Bildungsgrad (mittlere Reife - Hochschulreife). Ist aber ein sehr steiniger Weg mit vielen Stolperfallen. Ist eigentlich kein großes Geheimnis, was ich gelernt habe... aber wenn du es gern wissen magst, würde ich lieber auf eine Privatnachricht ausweichen. Wäre aber auch nicht tragisch, wenn du nicht so genau fragen magst. ^^

Mir hätte der Verdacht früher kommen sollen, dass wenn meine Folgeausbildung mir 0 (in Worten: Null) Spaß macht, ich den Beruf wahrscheinlich auch nicht mögen werde.

Aber genug von mir, in diesem Thread stehst schließlich du im Mittelpunkt. Ich hoffe du findest deinen Weg. Das Studium anzunehmen ist auf jeden Fall ein erster Schritt in eine sehr gute Richtung!

11.08.2016 19:26 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

aldia249
Zitat von 7th Galahad:
Hey, schön, dass sich deine Bemühungen und die Angst wieder etwas stabilisiert haben.

Dir muss nicht leid tun, was mir so alles passiert ist. Wenn ich ehrlich bin, hätte nicht mal ich selbst abwenden können, was passiert ist. Manchmal verschuldet man sich eine problematische Zeit selbst oder hat, trivial gesagt, einfach übelartiges Pech.

Zitat von aldia249:
Was genau machst du denn jetzt gerade? Arbeitest du in dem Beruf, der dir nicht gefällt? Darf ich fragen, um welche Ausbildungen es geht? Hast du Chancen deine Situation noch zu drehen? (Blöde Frage, Chancen gib es immer )

Zur Zeit beschränke ich mich die Wochenenden auf ehrenamtliche Arbeit und erhöhe parallel dazu meinen Bildungsgrad (mittlere Reife - Hochschulreife). Ist aber ein sehr steiniger Weg mit vielen Stolperfallen. Ist eigentlich kein großes Geheimnis, was ich gelernt habe... aber wenn du es gern wissen magst, würde ich lieber auf eine Privatnachricht ausweichen. Wäre aber auch nicht tragisch, wenn du nicht so genau fragen magst. ^^

Mir hätte der Verdacht früher kommen sollen, dass wenn meine Folgeausbildung mir 0 (in Worten: Null) Spaß macht, ich den Beruf wahrscheinlich auch nicht mögen werde.erster Schritt in eine sehr gute Richtung!




Ich schreib dir ne PN
Ansonsten darf hier natürlich immer jeder gerne schreiben, auch über sich.
Freu mich auch, wenn ich mal was dazu beitragen kann Für mich hat sich ja schon viel getan
Liebe Grüße an die Leser

11.08.2016 20:09 • #18



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Mira Weyer